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Stammliste des Hauses Runkel

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Wappen der Herren von Runkel
Datei:Runkel, Burg-20160609-006.jpg
Burg Runkel

Dieser Artikel stellt die Stammliste des Hauses Runkel vor.

Das Haus Runkel dessen Name auf die wahrscheinlich schon vor 1159 von den edelfreien Herren von Adelsgeschlecht Runkel erbaute gleichnamige Burg an der Lahn zurückgeht, wird erstmals in einer Urkunde vom 1. April 1159 im Zusammenhang mit einem Siegfried von Runkel I. bezeugt, der als Bürge und Zeuge für die Gräfin Beatrix von Limburg bei ihrer Belehnung mit der Burg Nassau durch Erzbischof Hillin von Trier erwähnt. Siegfried war zu der Zeit ebenso Zeuge, als die Herren von Laurenburg, das spätere Haus Nassau als Lehen erhielten.

Da die Burg Runkel nur mit einer sehr kleinen Grundherrschaft in unmittelbarer Nähe versehen war, ist es möglich, dass bereits damals der Herrschaftsschwerpunkt des Hauses Runkel in der Gegend von Westerburg lag. Der 1191 urkundlich erwähnte Siegfried III. von Runkel und Westerburg (1191 und 1221 belegt) erwarb durch Heirat mit einer Gräfin von Leiningen sowohl Westerburg als auch die Vogtei über das Stift St. Severus in Gemünden und nannte sich seither Siegfried von Runkel und von Westerburg. 1226 wurde das Erbe unter seinen Söhnen Siegfried IV. von Runkel († 1266) und Dietrich I. von Runkel (1226 belegt) aufgeteilt. Siegfried IV. errichtete seine Residenz in Westerburg während Dietrich I. in der Herrschaft Runkel residierte.

Nach den bereits 1250 begonnenen Familienstreitigkeiten kam es 1288 unter den Enkeln Siegfrieds III. zur endgültigen Trennung der Herrschaften Runkel und Westerburg. Siegfried V. von Runkel († nach 1288), Sohn von Dietrich I. von Runkel, verdrängte seinen Vetter Heinrich I. von Runkel (⚔ 1288) aus Runkel. Heinrich von Runkel der sich fortan Heinrich II. von Westerburg nannte, ließ im Gegenzug die 1288 erstmals erwähnte Burg Schadeck auf dem Runkel gegenüberliegenden Nordufer der Lahn erbauen. Durch seine Ehe mit Agnes von Isenburg-Limburg († 1319), Erbin von Schaumburg, konnte Heinrich von Westerburg auch die Herrschaft Schaumburg und ein Sechstel der Herrschaft Cleeberg hinzugewinnen. Heinrichs Nachkommen bildeten das Haus Westerburg, das durch eine kluge Heiratspolitik mit den anderen Häusern der Gegend, wie unter anderem Isenburg, Limburg, Solms, Sayn und Virneburg, seinen Bestand zu sichern suchte.

Reinhard III. von Westerburg († 1449) heiratete Margarete von Leiningen († 1470), Schwester und Erbin von Graf Hesso von Leiningen-Dagsburg († 8. März 1467). Als Gräfin Margarethe 1470 starb, fiel ihr gesamtes Westerburger und Leininger Erbe an ihren Enkel Reinhard IV., der sich ab 1475 mit kaiserlicher Genehmigung Graf Reinhard I. zu Leiningen-Westerburg nannte und seinen Sitz in die Leininger Grafschaft verlegte. Dessen Sohn Kuno II. († 1547) hatte drei Söhne, die die drei Linien des Geschlechts begründeten: * Philipp I. (1527–1597), Stifter der Linie Leiningen-Leiningen (erlischt 1622), * Reinhard II.; (1530–1584), Stifter der Linie Leiningen-Westerburg (erlischt 1597) und * Georg I.; (1533–1586), Stifter der Linie Leiningen Schaumburg, (erlischt 1705).

Durch die Ehe Dietrich IV. (Runkel) (* vor 1402; † um 1462), mit Anastasia Gräfin von Wied und Mitherrin von Isenburg (* vor 1403; † 27. März 1460) gelangte die Herrschaft Runkel in den Besitz der Grafschaft Wied, nach der sich seine Nachfahren fortan nannten.

Friedrich IV. von Runkel († 31. August 1487), der Sohn Dietrichs IV. von Runkel, wurde so zum Stammvater des dritten und letzten Grafenhauses Wied, des Hauses Wied-Runkel, die nach dem Tod des kinderlosen Karl Ludwig zu Wied-Runkel, (* 29. September 1763; † 9. März 1824) erlosch. Kraft der Verträge des Gesamthauses Wied wurde die Grafschaft Wied-Runkel von der Grafschaft Wied-Neuwied beerbt, die sich fortan Grafschaft Wied nannte.

Stammliste des Hauses Runkel

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Literatur

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  • Johann Stephan Reck: Geschichte der gräflichen und fürstlichen Häuser Isenburg, Runkel, Wied, verbunden mit der Geschichte des Rheintales zwischen Koblenz und Andernach von Julius Caesar bis auf die neueste Zeit. Weimar 1825. (Digitalisat)

Weblinks