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Heller (Sieg)

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(Weitergeleitet von Hellertal)

Vorlage:Infobox Fluss Die Heller ist ein 30,2 km<ref name="TIM" /> langer südöstlicher und linker Nebenfluss der Sieg in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Ihr Einzugsgebiet ist 204,231 km²<ref name="TIM" /> groß. Diese Fläche deckt sich, vom Quellgebiet der Hauptflüsse abgesehen, weitgehend mit der des Hellerberglandes, dem südlichsten Teil des naturräumlichen Siegerlandes an der Nordabdachung des Hohen Westerwaldes. Bereits am 24. Juni 1350 wurde die Heller in einer Urkunde als „Helre“ erwähnt.<ref name="SiegUrk" />

Geographie

Verlauf

Quelle

Der Fluss Heller entsteht im westlichen Teil von Hessen, im Lahn-Dill-Kreis, unweit östlich der Grenze zu Nordrhein-Westfalen, am Sattel zwischen dem Vorlage:Höhe hohen Donnerhain im Westen und dem rund Vorlage:Höhe hohen Sinnerhöfchen im Osten. Beide Gipfel gehören zum Massiv der Kalteiche, dem südwestlichsten Ausläufer des Rothaargebirges, dessen Hauptgipfel nördlich der Quelle liegt. Das Sinnerhöfchen liegt auf der Lahn-Sieg-Wasserscheide, d. h. unmittelbar östlich entspringende Bäche entwässern bereits über die Dill zur Lahn.

Das Quellgebiet der Heller befindet sich im „Staatsforst Haiger“ etwa 2,5 km nördlich des Gewerbe- und Industriegebiets „Haiger-Kalteiche“, das nordwestlich von Haiger liegt, unweit nordöstlich des nordrhein-westfälischen Würgendorf (Kreis Siegen-Wittgenstein), einem östlichen Ortsteil von Burbach. Unmittelbar am Quellgebiet, das auf rund Vorlage:Höhe Höhe liegt, befindet sich einer von mehreren Kreuzungspunkten der B 54 mit der A 45, die etwas weiter südlich über die Anschlussstelle „Haiger-Burbach“ miteinander verbunden sind.

Oberlauf

Anfangs fließt die Heller etwa parallel zur Grenze von Nordrhein-Westfalen und Hessen durch den Süden des Kalteiche-Massivs nach Süden, um am nordöstlichen Ortsrand Würgendorfs auf Vorlage:Höhe Höhe die Grenze zu Nordrhein-Westfalen zu überqueren, in Richtung Westen abzuknicken und damit das Mittlere Hellertal zu betreten, das entgegen seinem Namen bereits deutlich im Oberlauf beginnt. Links und damit in etwa südlich des Flusslaufes wird es fortan vom mit dem Lipper Nürr bis zu Vorlage:Höhe hohen Südlichen Hellerbergland begleitet, rechts weiterhin vom Massiv der Kalteiche.

Mittellauf

Datei:Heller Mühlenwäldchen.jpg
Die Heller am nördlichen Ortsrand von Burbach

Fortan fließt die Heller durch den sogenannten Freien Grund in zunächst westliche bis südwestliche, später in nordwestliche Richtungen durch den Süden des Siegerlandes von Würgendorf über den Kernort von Burbach in den Ortsteil Wahlbach, wo ihr von links die Buchheller zufließt. Sie erreicht schließlich Neunkirchen, wo sich das Mittlere Hellertal wie auch der Freie Grund nach Osten bis Nordosten zum von dort kommenden Wildebach ausweitet.

Unterlauf und Mündung

Datei:Heller bei Betzdorf.jpeg
Die Heller bei Betzdorf

Mit dem Zufließen des Wildebachs in Neunkirchen dreht die Heller wieder in westliche bis zunächst sogar südwestliche Richtungen ab. Rechts des Flusstales erhebt sich fortan das Nördliche Hellerbergland, das auch unter dem Namen seiner höchsten Erhebung, dem rund Vorlage:Höhe hohen Windhahn, bekannt ist.

Nach 16,59 km übertritt die Heller die Grenze zu Rheinland-Pfalz, wo sie im Landkreis Altenkirchen die Orte Herdorf, Grünebach und, mit der Einmündung ihres größten Nebenflusses Daade von links, Alsdorf erreicht. Oberhalb Betzdorfs erreicht sie schließlich das Niederschelden-Betzdorfer Siegtal, um im Kernort auf etwa Vorlage:Höhe Höhe von links in die von Nordosten kommende Sieg zu münden. Ihre Wasserführung erreicht hier im Mittel rund 3,8 m³/s.<ref name="MQ" /> Vorlage:Absatz

Nebenflüsse

Zu den Nebenflüssen der Heller gehören – flussabwärts betrachtet:

Name Seite Länge

(km)
<ref name="TIM" />
EZG

(km²)
<ref name="TIM" />
Mündungs-
höhe
(m ü. NHN)<ref name="NW3D" />Vorlage:GeoQuelle
DGKZ<ref name="TIM" /><ref name="DGKZ" /> Durchflossene Orte
(* Mündung)
Siegenbach rechts 0,81 Vorlage:00,76 Vorlage:Höhe 2722-132 Würgendorf *
Höhbörnchen links 1,12 Vorlage:Höhe Würgendorf *
Bachseifen rechts 2,27 Vorlage:01,84 Vorlage:Höhe 2722-14
Zufluss links 1,58 Vorlage:Höhe 2722-152 Burbach (Industrie)
Zufluss rechts 1,25 Vorlage:Höhe
Ginnerbach links 2,21 Vorlage:02,51 Vorlage:Höhe 2722-16 Burbach *
Burbach links 4,10 Vorlage:03,24 Vorlage:Höhe 2722-18 Burbach *
Buchheller links 8,93 14,38 Vorlage:Höhe 2722-29 Lippe, Burbach *
Gilsbach rechts 4,34 Vorlage:07,25 Vorlage:Höhe 2722-32 Gilsbach, Wahlbach *
Mischebach links 5,68 Vorlage:07,41 Vorlage:Höhe 2722-4 Wiederstein *
Ballenbach rechts 1,27 Vorlage:Höhe
Volkersbach rechts 3,21 Vorlage:05,35 Vorlage:Höhe 2722-52
Wildebach rechts 11,67 30,72 Vorlage:Höhe 2722-6 Wilden, Salchendorf, Neunkirchen *
Seelbach links 4,59 Vorlage:05,95 Vorlage:Höhe 2722-72 Altenseelbach, Neunkirchen *
Daadenbach links 3,05 Vorlage:03,02 Vorlage:Höhe 2722-732 Altenseelbach, Struthütten *
Dermbach rechts 2,28 Vorlage:08,49 Vorlage:Höhe 2722-74 Dermbach, Struthütten *
Sottersbach links 6,07 Vorlage:08,00 Vorlage:Höhe 2722-76 Herdorf *
Zufluss rechts 1,97 Vorlage:Höhe
Hohlgrünebach rechts 2,54 Vorlage:02,31 Vorlage:Höhe 2722-78 Grünebach *
Daade links 16,03 53,28 Vorlage:Höhe 2722-8 Emmerzhausen, Daaden, Schutzbach, Alsdorf *
Steinrother Bach links 3,70 Vorlage:05,75 Vorlage:Höhe 2722-929 Alsdorf *
Imhäuserbach rechts 4,96 Vorlage:05,05 Vorlage:Höhe 2722-94 Offhausen, Herkersdorf, Alsdorf *

Ortschaften

Zu den Ortschaften an der Heller (direkte Anleger kursiv) von der Quelle zur Mündung gehören:

Einwohner und Dichte

Wenn man folgende Einwohnerzahlen summiert, kommt man auf fast 44.000 Einwohner im Einzugsgebiet der Heller (Betzdorf ausgenommen, da es an Daten mangelt):

Die Einwohnerdichte im Einzugsgebiet der Heller beträgt insgesamt über 210 EW/km². Damit ist das Einzugsgebiet der Heller dichter besiedelt als Landkreis Altenkirchen, aber dünner besiedelt als Kreis Siegen-Wittgenstein.

Umgebung

Charakteristisch für das Hellerbergland sind tief eingeschnittenen Täler der Heller und ihrer Zuflüsse und eine starke Bewaldung mit Laubwald in den Tälern und Fichtenforsten in Höhenlagen. Der höchste Berg dieser Landschaft ist mit Vorlage:Höhe der an der Landesgrenze gelegene Lipper Nürr südwestlich von Burbach.

Längs des Wildebachs mit dem Ort Wilden und der Daade, an welcher der größere Ort Daaden liegt, setzen sich die Besiedlungen des Hellertals fort.

Im Uhrzeigersinn der Heller schließt sich das Einzugsgebiet des Eisernbachs sowie der Weiß nordöstlich an und in östlichen sowie südöstlichen Richtungen jenes der Dill bzw. ihres Nebenflusses Haigerbach. An die bereits im Hohen Westerwald gelegenen Quellgebiete von Daade und Buchheller grenzt im Süden das Einzugsgebiet der Nister. Im Südwesten schließt sich das Einzugsgebiet des Elbbachs und nordwestlich jenes des Scheuerfelder Baches an.

Sehenswertes

Vom Pfannenbergturm, der im Nördlichen Hellerbergland auf dem Pfannenberg südlich von Eiserfeld (südlicher Stadtteil von Siegen) steht, kann man beispielsweise Großteile des Hellertals überblicken. Sehenswert ist auch der im rheinland-pfälzischen Teil des gleichen Höhenzuges gelegene befindliche Druidenstein.

Über die Berge südlich des Hellertals führt der etwa 39 km lange Hellerhöhenweg (Wegzeichen „H“), der Haiger über Burbach-Lippe mit Betzdorf verbindet, wobei er zum Beispiel über den Berg Mahlscheid führt.

Verkehrsanbindung

Das Hellertal ist über die von den Bundesstraßen 62 (im Westen) und 54 im Osten abzweigenden Landesstraßen zu erreichen.

Durch das Flusstal führt die Bahnstrecke Betzdorf–Haiger.

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references> <ref name="LfU"> Pegel Alsdorf / Heller - Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz </ref> <ref name="TK25"> Topografische Karte 1:25.000 </ref> <ref name="SiegUrk"> Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 201–204, Nr. 332. </ref> <ref name="MQ"> MQ-Wert bezogen auf das gesamte Einzugsgebiet (abgerundet) </ref> <ref name="NW3D"> Nordrhein-Westfalen 3D. Das interaktive Kartenwerk Version 1.5 </ref> <ref name="DGKZ"> Zur besseren Übersicht und Sortierung flussabwärts ist pro Fließgewässer in die Gewässerkennzahl (GKZ) nach der Ziffer „2722“, die für die Heller steht, jeweils ein Bindestrich eingefügt. </ref> </references>