Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren – Wikipedia Zum Inhalt springen

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Helmholtz-Gemeinschaft)
Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
(Helmholtz)
colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | HELMHOLTZ LOGO.svg
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1995<ref>Helmholtz-Gemeinschaft: [1]</ref>
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Bonn
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Großforschung
Vorsitz Martin Keller (Präsident)
Geschäftsführung Sabine Helling-Moegen
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte 46.098 (2023)
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder 18 Forschungszentren (2023)
Website www.helmholtz.de
Datei:Helmholtz-Gemeinschaft Logo 2019.svg
Alternatives Logo

Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e. V. (auch Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren) ist die größte deutsche Organisation zur Förderung und Finanzierung der Forschung und mit über 46.000 Mitarbeitern sowie einem Budget von rund 6,3 Milliarden Euro (2023) eine der größten wissenschaftlichen Forschungsorganisationen der Welt.<ref name=":0">Helmholtz: Zahlen und Fakten. In: helmholtz.de. Abgerufen am 6. März 2025.</ref><ref>Nature Index: The top 10 global institutions for 2018. Abgerufen am 12. Juli 2022.</ref>

Überblick

Datei:Hermann von Helmholtz 01.jpg
Namenspatron Hermann von Helmholtz (1894)
Datei:RES062 20 Jahre Helmholtz-Gemeinschaft.ogg
Gespräch über die Geschichte der Helmholtz-Gemeinschaft von Holger Klein mit Angela Bittner und Dieter Hoffmann anlässlich des 20-jährigen Jubiläums im Jahr 2015.<ref>Resonator-Podcast der Helmholtz-Gemeinschaft: 20 Jahre Helmholtz-Gemeinschaft (Folge 62, 19. Juli 2015)</ref>

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist ein Mitgliedsverbund aus 18 unabhängigen naturwissenschaftlich-technisch und biologisch-medizinisch ausgerichteten Forschungszentren mit zusammen 44.699 Beschäftigten. Davon sind knapp 16.600 bzw. über 37 Prozent Wissenschaftler, rund 6.300 Doktoranden (14,1 Prozent) und rund 1.340 Auszubildende (3,0 Prozent).<ref name=":0" /> Das Budget beträgt derzeit 5,96 Milliarden Euro, wobei sich die Grundfinanzierung auf 4,1 Milliarden Euro beläuft (Stand: 2022).<ref name=":0" /> Somit handelt es sich bei der Helmholtz-Gemeinschaft um die nach Mitarbeitern und Budget mit Abstand größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.<ref>Helmholtz-Gemeinschaft: [2]</ref> Erklärtes Ziel ist es, „große und drängende Fragen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft zu beantworten“.

Gut siebzig Prozent des Budgets werden im Rahmen der Grundfinanzierung durch die öffentliche Hand finanziert, während die restlichen knapp 30 Prozent von den Mitgliedern als Drittmittel eingeworben werden (Stand 2021).<ref>Budget. In: www.helmholtz.de. Abgerufen am 31. Dezember 2022.</ref> Die Grundfinanzierung wird zu 90 % vom Bund und zu 10 % von den Ländern getragen. Planungssicherheit durch kontinuierliche Etatsteigerungen ist mit dem Pakt für Forschung und Innovation gegeben.

Im Jahr 2021 erschienen 20.864 Publikationen in ISI- oder SCOPUS-zitierten Fachjournalen mit Beteiligung von Helmholtz-Wissenschaftlern. Dies stellt eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent sowie eine Zunahme im Zeitraum von fünf Jahren um 36 Prozent dar.<ref name=":0" /> Im Veröffentlichungsranking des Nature-Verlages (Nature Index) belegt die Helmholtz-Gemeinschaft für das Jahr 2021 in der Kategorie „Erde und Umwelt“ auf globaler Ebene den zweiten Platz hinter der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und befindet sich somit vor Institutionen wie dem CNRS (Platz 3), der ETH Zürich (Platz 5), der NASA (Platz 6), der Peking University (Platz 7), dem Caltech (Platz 8) und der University of California, San Diego (Platz 10).<ref>2022 tables: Institutions - Earth & environmental sciences. Abgerufen am 12. Juli 2022.</ref> Über alle Wissenschaftsbereiche belegt die Helmholtz-Gemeinschaft auf globaler Ebene Platz 6 im Nature Index.<ref>2022 tables: Institutions. Abgerufen am 12. Juli 2022.</ref> Im Bereich Naturwissenschaften wird ebenfalls der globale 6. Platz in dem Ranking erreicht.<ref>2022 tables: Institutions - physical sciences. Abgerufen am 12. Juli 2022.</ref>

Die Helmholtz-Gemeinschaft stellt Helmholtz-internen und -externen Wissenschaftlern ihre Forschungsinfrastrukturen und Großgeräte zur Verfügung. 2020 wurden sie von rund 10.800 Gastwissenschaftlern aus der ganzen Welt genutzt.<ref name=":0" /> Beispiele hierfür sind die Synchrotronstrahlungsquelle PETRA III und der freie Elektronenlaser FLASH am DESY, die Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II mit dem EMIL-Labor am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), die Experimentierstationen für Neutronenstreuexperimente des Helmholtz-Zentrums Hereon und des Forschungszentrums Jülich (FZJ) am Forschungsreaktor vom MLZ in Garching, die Anlagen für Ionenstrahlexperimente an der GSI und am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) der Elektronenbeschleuniger für Hochleistungs-Strahlenquellen ELBE sowie das Hochfeld-Magnetlabor Dresden (HLD), ferner das Energy Lab 2.0. des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), die Supercomputer am FZJ, die Erdbeobachtungssatelliten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie des GeoForschungsZentrums (GFZ) oder das Forschungsflugzeug HALO des DLR und zahlreiche Forschungsschiffe wie die vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) betriebene Polarstern usw.

Deutschlands größte Kohortenstudie, die NAKO Gesundheitsstudie ist ein gemeinsames interdisziplinäres Vorhaben von Wissenschaftlern aus der Helmholtz-Gemeinschaft, den Universitäten und der Leibniz-Gemeinschaft in Deutschland.

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat 2003 die Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen unterzeichnet<ref>Max-Planck-Gesellschaft: Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen. 2003, abgerufen am 6. Oktober 2023.</ref> und fördert die Entwicklung von Open Science seit 2005 durch das Helmholtz Open Science Office<ref>Lea Maria Ferguson, Heinz Pampel, Roland Bertelmann, Marcel Meistring, Nina Weisweiler: Helmholtz Open Science Policy - Implementing the UNESCO Recommendation on Open Science. 1. September 2023, abgerufen am 6. Oktober 2023.</ref>. Im Jahr 2022 wurde die Helmholtz Open Science Policy verabschiedet.<ref>Helmholtz-Gemeinschaft,: Helmholtz Open Science Policy. Version 1.0. In der 119. Mitgliederversammlung der Helmholtz-Gemeinschaft am 20.-21. September 2022 beschlossen. 2022, doi:10.48440/os.helmholtz.055.</ref> In dieser positioniert sich die Helmholtz-Gemeinschaft zur offenen Wissenschaft in den Bereichen Open Access, Forschungsdatenmanagement und Forschungssoftware. Auch ist das Helmholtz Open Science Office am Betrieb von re3data, dem globalen Verzeichnis von Forschungsdatenrepositorien, beteiligt.<ref>Heinz Pampel, Nina Leonie Weisweiler, Dorothea Strecker, Michael Witt, Paul Vierkant, Kirsten Elger, Roland Bertelmann, Matthew Buys, Lea Maria Ferguson, Maxi Kindling, Rachael Kotarski, Vivien Petras: re3data – Indexing the Global Research Data Repository Landscape Since 2012. In: Scientific Data. Band 10, Nr. 1, 29. August 2023, ISSN 2052-4463, S. 571, doi:10.1038/s41597-023-02462-y, PMID 37644024, PMC 10465540 (freier Volltext).</ref> In diesem Verzeichnis finden sich umfangreiche Informationen zur internationalen Forschungsdateninfrastruktur.<ref>Heinz Pampel: Offene Daten für die Forschung : Unter dem Motto Open Research Data widmet sich die Helmholtz-Gemeinschaft dem offenen Datenaustausch in der Wissenschaft. Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, 2021, abgerufen am 6. Oktober 2023.</ref> Viele Helmholtz-Zentren sind an der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur<ref>Nina Leonie Weisweiler, Roland Bertelmann, Steffi Genderjahn, Heinz Pampel: Connecting the Dots: The Helmholtz Research Data Ecosystem and its Links to the NFDI. In: Proceedings of the Conference on Research Data Infrastructure. Band 1, 7. September 2023, ISSN 2941-296X, doi:10.52825/cordi.v1i.402.</ref> und an der European Open Science Cloud<ref>Achim Streit, Jos van Wezel: 1.2 Deutschland in der European Open Science Cloud. In: Praxishandbuch Forschungsdatenmanagement. De Gruyter Saur, 2021, ISBN 978-3-11-065780-7, S. 31–52, doi:10.1515/9783110657807-003.</ref> beteiligt.

Präsidenten

Gründung und Geschichte der Helmholtz-Gemeinschaft

Grundstein der Wissenschaftsgemeinschaft war 1958 der „Arbeitsausschuss für Verwaltungs- und Betriebsfragen der deutschen Reaktorstationen“, gegründet von den Forschungszentren Karlsruhe (seit Oktober 2009 Karlsruher Institut für Technologie) und Jülich, der damaligen „Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schifffahrt“ (heute Helmholtz-Zentrum Hereon) und von den Kernforschungsinstituten einiger Universitäten. In den folgenden Jahren kamen weitere Forschungszentren zu dem losen Verbund hinzu. 1970 entstand daraus die Arbeitsgemeinschaft der Großforschungseinrichtungen (AGF).<ref>Helmholtz-Gemeinschaft: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />In vier Jahrzehnten von einem losen Verbund zur Gemeinschaft (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.helmholtz.de</ref> 1995 bekam diese Arbeitsgemeinschaft ihren heutigen Namen: Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, nach dem deutschen Physiologen und Physiker Hermann von Helmholtz. 2001 folgte schließlich die Umwandlung in einen eingetragenen Verein rechtlich selbständiger Mitglieder.

Mitglieder

Datei:Map of Helmholtz Centers 2017 shortened.png
Lage der Helmholtz-Zentren in Deutschland

Mitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren sind (in Reihenfolge der Akronyme):

Helmholtz-Institute gemeinsam mit Universitäten

Helmholtz-Institute bezeichnen eine Partnerschaft zwischen einem Helmholtz-Zentrum und einer Universität. Das Helmholtz-Zentrum gründet dabei eine Außenstelle auf dem Campus der Universität. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert Helmholtz-Institute mit drei bis fünf Mio. Euro pro Jahr, die leitenden Wissenschaftler werden gemeinsam mit der Partneruniversität berufen. Aktuell gibt es die folgenden Helmholtz-Institute:<ref>Helmholtz-Institute. Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Februar 2017; abgerufen am 7. Februar 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.helmholtz.de</ref>

Programmstruktur

Die Arbeiten der Zentren werden in Programmen kategorisiert, die in sechs Forschungsbereiche eingeteilt sind. Pro Forschungsbereich ist angegeben, welche Mitgliedszentren der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt sind:

Programmorientierte Förderung

Die Zusammenarbeit der Helmholtz-Zentren in diesen sechs Forschungsbereichen wird durch die Programmorientierte Förderung (POF) strukturiert, der forschungspolitische Vorgaben von Bund und Ländern zu Grunde liegen. Ein Gutachten des Wissenschaftsrates (WR) kommt zu dem Ergebnis, dass die Programmorientierte Förderung stärker an strategischen Themen ausgerichtet werden sollte. Durch eine systematische Öffnung für den Dialog mit gesellschaftlichen Akteuren könne die HGF dem Anspruch noch besser gerecht werden, Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Probleme zu leisten.<ref>Wissenschaftsrat: Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft. Bielefeld 2015 (Drs. 4900-15). Abgerufen am 6. November 2015.</ref> Als Reaktion darauf bündelt der Helmholtz-Forschungsbereich Erde & Umwelt seit der PoF IV (2021) die Arbeit der sieben beteiligten Forschungszentren in einem einzigen Forschungsprogramm, „Changing Earth - Sustaining Our Future“, und hat die Synthese- und Kommunikationsplattform Helmholtz SynCom ins Leben gerufen. Helmholtz SynCom organisiert die enge Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Akteuren aus Politik und Wirtschaft und erzielt dadurch einen größeren gesellschaftlichen Impact der Forschung<ref>Helmholtz SynCom. Helmholtz Erde & Umwelt, abgerufen am 31. Januar 2025.</ref>.

Vergabe von Wissenschafts-Auszeichnungen

Seit 1999 vergibt die Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den Erwin-Schrödinger-Preis für herausragende interdisziplinäre Forschung.<ref>Erwin-Schrödinger-Preis, Helmholtz-Gemeinschaft</ref>

Seit 2013 verleiht die Helmholtz-Gemeinschaft in allen sechs Forschungsbereichen den Helmholtz-Doktorandenpreis. Dieser ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Zusätzlich werden jedem Preisträger 12.000 Euro für einen Auslandsaufenthalt von bis zu sechs Monaten an einer internationalen Forschungseinrichtung freier Wahl zur Verfügung gestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Helmholtz-Doktorandenpreis (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.helmholtz.de, Helmholtz-Gemeinschaft</ref>

Nobelpreise in der Helmholtz-Gemeinschaft

Nobelpreis für Medizin 2008

Datei:Harald zur Hausen 01.jpg
Harald zur Hausen

Harald zur Hausen wurde im Jahr 2008 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Zur Hausen hat am Deutschen Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft untersucht, wie Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung hat es ermöglicht, einen Impfstoff gegen die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen zu entwickeln. Zur Hausen erhielt die Hälfte des Nobelpreises, die andere Hälfte ging an Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier für die Entdeckung des HI-Virus, der die AIDS-Erkrankung auslöst.

Nobelpreis für Physik 2007

Datei:Peter Gruenberg 01.jpg
Peter Grünberg

Der Nobelpreis für Physik ging im Jahr 2007 an den Festkörperphysiker Peter Grünberg vom Helmholtz-Forschungszentrum in Jülich. Grünberg erhielt die Auszeichnung zusammen mit seinem französischen Kollegen Albert Fert (Universität Paris-Süd) für die Entdeckung des Riesen-Magnetwiderstands. Beide Wissenschaftler hatten diesen Effekt unabhängig voneinander im Jahr 1988 entdeckt.

Friedensnobelpreis 2007

Das Nobelpreiskomitee hat im Jahr 2007 das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und Albert A. Gore mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Forscher erhielten den Preis für ihre Anstrengungen, die Öffentlichkeit über die Ursachen des globalen Klimawandels zu informieren. Unter den über 2000 Wissenschaftlern, die am IPCC-Report mitgearbeitet haben, sind zahlreiche Wissenschaftler aus der Helmholtz-Gemeinschaft. Als koordinierender Hauptautor verantwortete Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven das Kapitel Beobachtete Änderungen in Schnee, Eis und Permafrost.

Flüchtlingsinitiative der Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft startete im Dezember 2015 gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit eine neue Initiative: Sie bietet Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, einen Einstieg in eine wissenschaftliche oder wissenschaftsnahe Beschäftigung. Dies können Hospitationen, Praktika, Anstellungen oder Ausbildungs- und Studienplätze sein. Inzwischen hat sich durch die Initiative für rund 750 geflüchtete Menschen in einem der Helmholtz-Zentren eine neue Perspektive eröffnet, als Studierende, Praktikantinnen und Praktikanten, Auszubildende, Doktorandinnen und Doktoranden oder Angestellte (Stand: Februar 2019<ref name=":0" />).

Andere deutsche außeruniversitäre Forschungsorganisationen

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Helmholtz-Gemeinschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Hinweisbaustein