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Zottiges Habichtskraut

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(Weitergeleitet von Hieracium villosum)

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Zottiges Habichtskraut
Datei:Hieracium villosum sl2.jpg

Zottiges Habichtskraut (Hieracium villosum)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Gattung: Habichtskräuter (Hieracium)
Art: Zottiges Habichtskraut
Wissenschaftlicher Name
Hieracium villosum
Jacq.

Das Zottige Habichtskraut (Hieracium villosum) ist eine Pflanzenart der Gattung Habichtskräuter (Hieracium).

Beschreibung

Datei:Hieracium villosum.jpg
Blütenkorb

Vegetative Merkmale

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimetern. Auffallend ist die weiße zottige Behaarung, wobei die Haare drei bis 10 Millimeter lang werden können. Am Stängel sind die Haare 4 bis 10 (bis 12) Millimeter lang, an den Blättern bis 8 Millimeter lang.<ref name="Hegi1987" /> Die zungenförmigen Grundblätter sind rosettig angeordnet und fast ganzrandig bis kurz gezähnt.<ref name="Hegi1987" /> Die Stängelblätter sind sitzend oder den Stängel halb umfassend, die oberen gehen allmählich in die Tragblätter und Hüllblätter über.<ref name="Hegi1987" />

Generative Merkmale

Blütezeit ist von Juli bis August. Der Stängel ist einfach oder auch gablig verzweigt mit ein bis vier Blütenkörbchen. Die Hülle ist 14 bis 17 (bis 23) Millimeter lang und kugelig bis brit bauchig.<ref name="Hegi1987" /> Die äußeren Hüllschuppen sind sparrig elliptisch bis lanzettlich, die inneren sind locker, mehr oder weniger lineal und lang zugespitzt.<ref name="Hegi1987" /> An der Hülle sind die Haare 3 bis 5 Millimeter lang.<ref name="Hegi1987" /> In den Blütenköpfchen stehen viele gelbe fünfzipfelige Zungenblüten zusammen, die an den Zähnchen außen oft bewimpert sind.<ref name="Hegi1987" /> Der Griffel ist gelb bis dunkel.<ref name="Hegi1987" /> Die Achänen sind 3,3 bis 4,5 Millimeter lang und hellbraun bis schwarz.<ref name="Hegi1987" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 27 oder 36.<ref name="Oberdorfer2001" />

Datei:Hieracium villosum01.jpg
Zottiges Habichtskraut (Hieracium villosum)

Vorkommen

Die kalkstete Pflanzenart bevorzugt trockene Magerrasen, Schutt- und Gesteinflure oder nackten Felsen. Diese Art ist im Gebirge des östlichen Mitteleuropa wie auch in Südeuropa in Höhenlagen zwischen 1300 und 2700 Metern über NHN anzutreffen.<ref name="Hegi1987" /> In den Allgäuer Alpen steigt sie an der Rotgundspitze in Bayern bis zu 2300 m Meereshöhe auf.<ref name="Dörr und Lippert" /> Sie ist eine Charakterart des Seslerio-Caricetum sempervirentis aus dem Verband Seslerion, kommt seltener aber auch in Gesellschaften des Verbands Caricion ferrugineae vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Systematik

Man kann die folgenden Unterarten unterscheiden<ref name="Euro+Med" />:

  • Hieracium villosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Jacq. subsp. villosum: Sie kommt in Frankreich, der Schweiz, Italien, Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Slowenien, auf der Balkanhalbinsel, in Bulgarien, Tschechien, in der Slowakei, der Ukraine und in Rumänien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. acrovillosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Nägeli & Peter: Sie kommt in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. albolanatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Nägeli & Peter: Sie kommt in Frankreich und in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. calvifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Nägeli & Peter: Sie kommt in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und in Rumänien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. doratophyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />Nägeli & Peter: Sie kommt in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. eurybasis <templatestyles src="Person/styles.css" />Nägeli & Peter: Sie kommt in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. glabratellum <templatestyles src="Person/styles.css" />J. Vetter & Zahn: Sie kommt in Österreich vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. glaucifrons <templatestyles src="Person/styles.css" />Nägeli & Peter: Sie kommt in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Liechtenstein, Österreich, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnein-herzegowina, Montenegro, Serbien und Rumänien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. heterophyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />Nägeli & Peter: Sie kommt in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und in der Slowakei vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. ovalifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Nägeli & Peter: Sie kommt in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien, Slowenien und Rumänien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. trichocraspedum <templatestyles src="Person/styles.css" />Zahn: Sie kommt in der Schweiz vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. undulifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Nägeli & Peter: Sie kommt in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Tschechien, Polen, der Slowakei und in Rumänien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Hieracium villosum subsp. villosissimum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nägeli) Nägeli & Peter: Sie kommt in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Rumänien, Albanien und in der Slowakei vor.<ref name="Euro+Med" />

Sonstiges

Das dichte Haarkleid schafft einen unbewegten Luftmantel, der die Verdunstung herabsetzt, eine Anpassung an die Trockenheit seines Standorts.

Literatur

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, München 2003, ISBN 3-576-11482-3
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med">Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (ed.): Compositae. Datenblatt Hieracium villosum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="Dörr und Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 725.</ref> <ref name="Hegi1987">Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, Seite 1252–1254. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987. ISBN 3-489-86020-9</ref> <ref name="InfoFlora"> Hieracium villosum Jacq. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks