Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg
| Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg | |
|---|---|
| UNESCO-Welterbe Datei:Welterbe.svg
| |
[[Datei:Datei:Historic City Center of Graz.jpg|300x300px|zentriert|alt=]] | |
| Kern- und parkhafte Pufferzone der Inneren Stadt | |
| Vertragsstaat(en): | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Österreich |
| Typ: | Kultur |
| Kriterien: | ii, iv |
| Referenz-Nr.: | 931bis
|
| UNESCO-Region: | Europa und Nordamerika |
| Geschichte der Einschreibung | |
| Einschreibung: | 1999 (Sitzung 23) |
Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg ist der Name des UNESCO-Welterbes von Graz, der Landeshauptstadt der Steiermark in Österreich. Es umfasst die Grazer Altstadt (Lage
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}}) und Schloss Eggenberg (Lage
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Schutzziel
„Historischer Stadtkern und Schloss Eggenberg sind das Spiegelbild einer Jahrhunderte langen Verbindung von künstlerischen und architektonischen Bewegungen, die ihren Ursprung im deutschen und mediterranen Raum und am Balkan fanden. Erscheinungsbild von Stadt und Schloss lassen deren gemeinsame historische und kulturelle Entwicklung deutlich ablesen und bilden das außergewöhnliche Beispiel einer harmonischen Integration der architektonischen Stile aufeinander folgender Epochen.“
Criterion (iv): The urban complex forming the City of Graz – Historic Centre and Schloss Eggenberg is an exceptional example of a harmonious integration of architectural styles from successive periods. Each age is represented by typical buildings, which are often masterpieces. The physiognomy of the city and of the castle faithfully tells the story of their common historic and cultural development.“
Cultural Properties – City of Graz – Historic Centre and Schloss Eggenberg (Austria), Decision 34COM 8B.37, 2009; deutsche Übersetzung Österreichische UNESCO-Kommission, auf <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Österreichische Welterbestätten ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Juni 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., unesco.at, abgerufen am 9. Mai 2012</ref>
Graz ist in zwei Klassen eingetragen, in der der Güter, die „Entwicklung von Architektur […], der Großplastik, des Städtebaus“ aufzeigen (Kriterium 2), und derer, die ein „hervorragendes Beispiel eines Typus von Gebäuden, architektonischen […] Ensembles“ darstellen, und so „einen oder mehrere bedeutsame Abschnitte der Geschichte der Menschheit versinnbildlichen“ (Kriterium 4).<ref name="Decision" />
In seiner Gesamtheit gilt das Stadtbild als ausnehmend unversehrt, auch im Weitblick.<ref name="Stadtentwicklung">Vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNESCO Weltkulturerbe – Graz ist Welterbestätte ( des Vorlage:IconExternal vom 3. September 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Stadtentwicklung Graz » Baukultur</ref> Der Bogen der Architektur spannt sich von Gotik bis zum 21. Jahrhundert, das mit dem Kunsthaus Graz, dem „Friendly Alien“ (Peter Cook, Colin Fournier, 2003) besonders repräsentativ vertreten ist. Eine Eigentümlichkeit ist die Dachlandschaft von Graz, die in ihrer durchwegs bewusst farbschattierten roten Ziegeldeckung der kleinflächigen Satteldächer die Geschlossenheit des Ensembles noch betont.<ref>Vgl. Günther Rath: Das historische Dach in Graz und seine Entwicklungsgeschichte. In: Das historische Dach – Entwicklungsgeschichte, Integration, Restaurierung am Beispiel in Graz. Graz 2005. (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Leseauszug, PDF ( des Vorlage:IconExternal vom 27. November 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.); Dachlandschaft, Webseite der Spenglerei-Dachdeckerei Rath & Rath </ref>
Durch seinen Stadtberg, den Schloßberg, der mit dem Uhrturm auch das Wahrzeichen der Stadt trägt, ist das Stadtbild auch direkt aus der Luftperspektive erfahrbar. Mit Schloss Eggenberg, dem Sitz der Eggenberger und Herberstein, in Ergänzung zum herzoglich steiermärkisch-innerösterreichischen Stadtkern, stellt sich Graz in der Gesamtheit der Wurzeln seiner Stadtentwicklung dar.<ref name="Stadtentwicklung2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schloss Eggenberg ist Weltkulturerbe – Beschluss auf der 34. UNESCO-Jahrestagung gefällt ( des Vorlage:IconExternal vom 20. August 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Stadtentwicklung Graz » Baukultur</ref>
„Graz hat im Vergleich zu anderen Städten Europas in vergleichbarer Größe seine städtebauliche Struktur und reiche, in Jahrhunderten entwickelte Bausubstanz einschließlich der Dachlandschaft erstaunlich gut erhalten.“
Umfang und Geschichte
Ursprünglich wurde 1999 als Stadt Graz – Historisches Zentrum das Welterbe in den Grenzen des Stadtbezirks Innere Stadt und Teilen von Gries und Lend am anderen Murufer definiert.
Die Kernzone eines Welterbes ist vom eigentlichen Schutz direkt betroffen. Sie erstreckt sich entlang jener Linie, die der alten Grazer Stadtmauer nachfolgt: das ist (gegen den Uhrzeigersinn) Mur – Kaiserfeldgasse – Opernring – Burgring – Parkring – der Gipfel des Schloßbergs und zur Mur zurück. Am rechten Murufer verläuft die Zonengrenze nördlich der Murinsel – Ökonomiegasse – und der Rückseite der stadtauswärtigen Häuserzeile Mariahiferstraße – Griesgasse – und am Nikolaiplatz zur Mur.
Die Pufferzone eines Welterbes soll einen Umgebungsschutz ermöglichen. In Graz umfasst diese altstadtseitig den Raum des ehemaligen Glacis (des Vorfelds der Stadtmauer), also die Linie Radetzkystraße – Jakominiplatz – Gleisdorfer Gasse – Glacisstraße um den Stadtpark – Parkstraße – Wickenburggasse, unter Einschluss der bewaldeten Nordflanke der Schloßbergs. Mur-rechtsseitig umfasst sie das Andräviertel und die Häuser bis zur Grenze Griesplatz – Radetzkybrücke. Im Managementplan 2007<ref name="Stadtentwicklung3">Dieser war, um die Erweiterung um Eggenberg zu ermöglichen, bei der 30. Sitzung des Welterbekomitees 2006 in Vilnius in Auftrag gegeben worden. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schloss Eggenberg ist Weltkulturerbe ( des Vorlage:IconExternal vom 20. August 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Stadtentwicklung Graz</ref> wurde geplant, die Pufferzone auch auf den ganzen Franz-Josefs-Kai und das südliche Lendviertel auszudehnen, bis zur Keplerstraße – Volksgartenstraße, den Lendplatz eingeschlossen.
Mit der Erweiterung 2010 um das Schloss Eggenberg, das sich am Fuß des Plabutsch im Westen der Innenstadt befindet, besteht die Möglichkeit auf eine Ergänzung des Schutzbereichs. Der zweite Teil des Kernbereichs umfasst das Schloss mit Park und Allee. Die Pufferzone verläuft an der Algersdorfer Straße um das Bad Eggenberg und das ASKÖ-Stadion – das LKH/UKH sind ausgespart – nach Alteggenberg, und – umfangreiche Waldungen am Plabutsch (Grabenwald) einschließend – über Eckerstraße – Karl-Morre-Straße wieder zurück.
Dieser Teil liegt im Stadtbezirk Eggenberg (bzw. der Katastralgemeinde Algersdorf). Die neue Zone erweitert das Schutzspektrum um einen großen urbanen Freiraum. Außerdem zählt der gesamte Straßenzug Annenstraße/Stauchergasse – Eggenberger Straße zur Pufferzone, womit die historische Querachse der Stadt ebenfalls unter Schutz gestellt ist.<ref name="Stadtentwicklung2" /> Wegen der stadtplanerischen Bedeutung dieser Maßnahme wurde für die Verhandlungen mit der UNESCO der Landschaftsarchitekt Hal Moggridge zu Rate gezogen, mit besonderer Unterstützung des ICOMOS, der internationalen Denkmalschutzorganisation.<ref name="Stadtentwicklung2" />
Ausschilderung
Im Bereich des Weltkulturerbes werden Straßenschilder und Hausnummerntafeln gemäß der Verordnung des Grazer Stadtsenates vom 19. Oktober 2001 in einem speziellen UNESCO-Design ausgeführt<ref>Stadtportal der Landeshauptstadt Graz, Sonja Ritter: Hausnummerntafel. Abgerufen am 17. Juni 2025.</ref>.
Weblinks
- Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
- Map of Inscribed Property 2010 (whc.unesco.org, pdf)
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten
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Kulturerbe: Historisches Zentrum der Stadt Salzburg (1996) | Schloss und Gärten von Schönbrunn (1996) | Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut (1997) | Semmeringbahn (1998) | Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg (1999) | Kulturlandschaft Wachau (2000) | Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See (2001) | Historisches Zentrum von Wien (2001, R) | Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen (2011) | Donaulimes (2021) | Bedeutende Kurstädte Europas: Baden bei Wien (2021)
Naturerbe: Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (2017)
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Welterbestätten: Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut | Semmeringbahn | Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg
Global Geoparks: Steirische Eisenwurzen
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