Horgoš
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Hauptstraße in Horgoš | ||||||
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Serbia.svg Serbien | |||||
| Provinz: | Vojvodina | |||||
| Okrug: | Severni Banat | |||||
| Opština: | Kanjiža | |||||
| Koordinaten: | 46° 9′ N, 19° 58′ O
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| Höhe: | 75 m. i. J. | |||||
| Einwohner: | 6.325 (2002) | |||||
| Telefonvorwahl: | (+381) 024 | |||||
| Postleitzahl: | 24410/24411 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | KA | |||||
| Struktur und Verwaltung | ||||||
| Webpräsenz: | ||||||
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Horgoš ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Dorf der Opština Kanjiža im Okrug Severni Banat in der serbischen Provinz Vojvodina. Die Einwohnerzahl beträgt 6.325 (2002). 83,8 % der Einwohner sind Ungarn. Der Ort ist bekannt für seine Paprika – Horgoška paprika. In der Nähe des Dorfes befindet sich der wichtigste Grenzübergang zwischen Serbien und Ungarn.
Geschichte
Die Herkunft des Namens Horgoš ist ungarisch (altung. Horgas) und bedeutet so viel wie ‚Hakenförmig‘ oder ‚Engpass‘.<ref>Etymologisches Wörterbuch des Ungarischen. Lief. 3, Budapest 1993, S. 578 und L. Kiss: Földrajzi nevek etimológia szótára. Budapest 1988. Band I, S. 607.</ref>
Der Ort gehörte im Königreich Ungarn historisch zur Batschka. Administrativ war er mehrere Jahrhunderte Teil des Komitats Csongrád. Mit der Eingliederung in das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen wurde er 1920 wieder der Batschka zugeordnet, während er heute administrativ zum Nord-Banat gehört.
2015 geriet der Ort in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit, als im Zuge der Flüchtlingskrise in Europa Ungarn seinen Grenzzaun zu Serbien errichtete.<ref name="commons">Siehe auch Commons:Kategorie:Migrants at Hungary-Serbia border – Wikimedia Bildersammlung.</ref> Das Bahnstück Röszke–Horgoš der Bahnstrecke Szeged–Röszke–Subotica diente während des Baues bis zuletzt als Hauptstrecke der Flüchtlinge auf der Balkanroute. Hier passierten Anfang September des Jahres täglich mehrere tausende Menschen, die versuchten, von Griechenland aus Deutschland oder andere EU-Länder zu erreichen.<ref name="orf 20150914">Lager in Röszke „so gut wie leer“. ORF.at, 14. September 2015.</ref> Zwischen Dorf und Staatsgrenze herrschten in Wartecamps ohne Wasser und Infrastruktur völlig chaotische Zustände. Per 14. September wurde dann diese Bahnlinie als letzte Baumaßnahme ungarischerseits mit einem Eisentor verschlossen.<ref name="diepresse 20150914">Ungarn: Orbán schlägt Grenztor zu. Jürgen Streihammer in: Die Presse online, 15. September 2015.</ref> An der Grenze stauten sich nun binnen eines Tages an die 20.000 Menschen,<ref name="orf 20150915">Flüchtlinge: Verschärfte Bestimmungen in Ungarn. ORF.at, 15. September 2015.</ref> die noch versuchen wollten, Ungarn zu erreichen.<ref name="OÖN 20150915+16">Flüchtlinge: Grenzkontrollen in Österreich ab Mitternacht. Und Noch heute Kontrollen an slowenischer Grenze. Liveticker, Oberösterreichische Nachrichten, 15. und 16. September 2015 – Überblick über die Gesamtlage in Zentraleuropa in diesen Tagen.</ref> Am Grenzübergang kam es zu Tumulten, bei denen die ungarischen Sicherheitskräfte einen Durchbruch der Absperrungen verhinderten.<ref name="Tumulte 20150916">Tumulte an serbisch-ungarischer Grenze: "Wir warten so lange, bis das Tor wieder aufgeht". Adelheid Wölfl aus Horgos, in: Der Standard online, 16. September 2015;
Versuchter Grenzdurchbruch: Gewalttätige Ausschreitungen an serbischer-ungarischer Grenze. In: Pester Lloyd. 38, 2015, 16. September 2015, online.</ref> In Folge sperrte Ungarn den Grenzübergang für 30 Tage vollständig. Die Verbliebenen machten sich teils selbstständig auf an die serbisch-kroatische Grenze bei Šid/Tovarnik, das nun zum Brennpunkt der Flüchtlingskrise wurde, die anderen wurden von den serbischen Behörden mit Bussen dorthin verlegt.<ref name="orf 20150916">Erster Flüchtlingsbus erreicht serbisch-kroatische Grenze. ORF.at, 16. September 2015.</ref> Bei Horgoš/Röszke flaute der Flüchtlingsstrom binnen Tagen ab, durch die Informationen in sozialen Medien reagierten die Migranten sehr schnell auf die veränderte Situation.<ref name="OÖN 20150915+16" />
Ende Mai 2016 campierten wieder Flüchtlinge in Horgoš; Ungarn verbot dem UNHCR, große Zelte zu errichten oder kleine Zelte an Flüchtlinge zu verteilen.<ref>spiegel.de / Keno Verseck 26. Mai 2016: Ungarisch-serbische Grenze: Europas neues Elendslager</ref>
Bevölkerung
| Nationalität | Anzahl | % |
| Ungarn | 5302 | 83,83 |
| Serben | 436 | 6,89 |
| Roma | 298 | 4,71 |
| Montenegriner | 23 | 0,36 |
| Kroaten | 20 | 0,32 |
| andere | 132 | 2,09 |
Religion
Die Mehrheit der Einwohner des Dorfes ist römisch-katholischer Konfession. Es gibt aber auch eine Minderheit serbisch-orthodoxer Christen in Horgoš.
Im Ort steht die römisch-katholische Kirche St. Johannes Nepomuk. Im Dorf gibt es auch eine serbisch-orthodoxe Christi-Verklärungs-Kirche, welche als Filialkirche zur Pfarrei Kanjiža gehört.
Söhne und Töchter des Dorfes
- Aleksandar Tišma (1924–2003), Schriftsteller
- László Huzsvár (1931–2016), Bischof von Zrenjanin
Weblinks
Einzelnachweise
<references />