Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Dolní Poustevna – Wikipedia Zum Inhalt springen

Dolní Poustevna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Horní Poustevna)
Dolní Poustevna
Wappen von Dolní Poustevna
Basisdaten
Staat: Tschechien[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Tschechien
Region: Ústecký kraj
Bezirk: Děčín
Fläche: 1105,4429<ref>Obec Dolní Poustevna: podrobné informace. In: Územně identifikační registr ČR. Abgerufen am 30. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ha
Geographische Lage: 50° 59′ N, 14° 17′ OKoordinaten: 50° 59′ 1″ N, 14° 17′ 19″ O
 {{#coordinates:50,983611111111|14,288611111111|primary
dim=10000 globe= name= region=CZ-42 type=city
  }}
Höhe: 298 m n.m.
Einwohner: 1.662 (1. Jan. 2023)<ref>Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB) </ref>
Postleitzahl: 407 82
Kfz-Kennzeichen: U
Verkehr
Bahnanschluss: Rumburk–Dolní Poustevna
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 5
Verwaltung
Bürgermeister: Robert Holec ml. (Stand: 2021)
Adresse: Vilémovská 77
407 83 Dolní Poustevna
Gemeindenummer: 562441
Website: www.dolnipoustevna.cz
Lage von Dolní Poustevna im Bezirk Děčín
Datei:Dolni Poustevna DC CZ.png

Dolní Poustevna (deutsch: Nieder Einsiedel) ist eine tschechische Stadt im nordböhmischen Bezirk Děčín.

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt liegt in Nordböhmen auf 298 m n.m. im Tal des Luční potok (Heimichbach), der hier in den Sebnitzbach (Wölmsdorfer Bach, tschechisch Vilémovský potok) einmündet. Östlich der Stadt befindet sich der Gipfel des Spálený vrch (443 m n.m.; deutsch Hillebrand); die höchste Erhebung des Gemeindegebiets ist mit 509,8 m n.m. der östliche Abhang des Gerstenberges (532 m ü. NHN; die Gipfelhöhe befindet sich in Sachsen). Nördlich der Stadt zwischen den Ortsteilen Horní Poustevna (Ober Einsiedel) und Nová Víska (Neudörfel) befindet sich der Berg Poustevník (456 m n.m., Spitz(en)berg). Der tschechische Name ist im Wortstamm (→ {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) gleich des Stadtnamens und mit dem im Slawischen häufiger anzutreffenden Suffix „–nik“ (entspricht dem deutschen Suffix „–er“) versehen. Dolní Poustevna ist der westlichste Ort des Böhmischen Niederlands, welches auch als Schluckenauer Zipfel bekannt ist. Im Westen und Süden befindet sich die Grenze zu Sachsen.

Gemeindegliederung

Die Stadt Dolní Poustevna besteht aus den Ortsteilen Dolní Poustevna (Niedereinsiedel), Horní Poustevna (Obereinsiedel), Karlín (Carolinsthal, auch Karolinstal), Marketa (Margarethendorf) und Nová Víska (Neudörfel).<ref>Části obcí. In: Územně identifikační registr ČR. Abgerufen am 30. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Grundsiedlungseinheiten sind Dolní Poustevna, Horní Poustevna, Karlín und Nová Víska.<ref>Základní sídelní jednotky. In: Územně identifikační registr ČR. Abgerufen am 30. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Dolní Poustevna, Horní Poustevna und Nová Víska u Dolní Poustevny.<ref>Katastrální území. In: Územně identifikační registr ČR. Abgerufen am 30. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nachbarorte

Lobendava (Lobendau) Lipová u Šluknova (Hainspach)
Neustadt in Sachsen Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Vilémov (Wölmsdorf)
Sebnitz

Geschichte

Datei:Dolni Poustevna restaurants.JPG
Gasthäuser in der Stadt
Datei:Eine der Villen (Tyršova 299).jpg
Eine der Villen (Tyršova 299)

Nieder Einsiedel bzw. Dolní Poustevna wurde in den 1280er Jahren gegründet.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts verfügte Nieder Einsiedel über eine berühmte Papiermühle für feines Papier. Da im benachbarten Sachsen Papier dieser Güte noch nicht produziert werden konnte, setzte Friedrich August I. eine Belohnung von 100 Dukaten für denjenigen aus, der Papier vergleichbarer Qualität in Sachsen herzustellen vermöge.<ref>Franz Aloys Mussik: Der Markt Schönlinde und dessen eingepfarrte Ortschaften. Nebst einem kurzen Abrisse der Herrschaften Böhmisch-Kamnitz, Hainspach, Schluckenau und Rumburg. Ein historisch-topographischer Versuch. Prag 1828, S. 146, Ziffer 14.</ref>

Am 4. Juni 1918 erlangte der Ort die Stadtrechte.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Ende des Staates Österreich-Ungarn wurde die Region 1919 Teil der Tschechoslowakei. In Folge des Münchner Abkommens gehörte Nieder Einsiedel von 1938 bis 1945 zum Landkreis Schluckenau, Regierungsbezirk Aussig, im deutschen Reichsgau Sudetenland.

Seit dem 19. Jahrhundert war das böhmische Nieder Einsiedel wie das benachbarte sächsische Sebnitz ein Zentrum der Produktion von Kunstblumen. Nach der Vertreibung der deutschen Einwohner und der kommunistischen Machtübernahme 1948 wurden die vielen kleinen Werkstätten im Staatsunternehmen Centroflor zusammengefasst. Über 3000 Mitarbeiter waren zu jener Zeit mit der Kunstblumenherstellung in Dolní Poustevna beschäftigt. Nach 1989 brachen die Absatzmärkte für die Kunstblumen recht rasch weg, so dass die Firma Centroflor liquidiert wurde. Im ehemaligen Betriebsteil Velký Šenov (Groß Schönau) wird die Produktion von Kunstblumen von der CENTROFLOR s.r.o. weiter betrieben.<ref>Sächsische Zeitung, Dresden, 13. März 2007</ref><ref>Website CENTROFLOR s.r.o., abgerufen am 20. Oktober 2024</ref>

Heute lebt in Dolní Poustevna eine große Bevölkerungsgruppe der Roma, deren Anteil im Vergleich zur übrigen Bevölkerung wächst. Hierbei kam es wiederholt zu Konflikten.<ref>Karl-Peter Schwarz: Roma in Tschechien: Zwist im Zipfel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. September 2011.</ref>

Einwohnerentwicklung

Bis 1945 war Nieder Einsiedel überwiegend von Deutschböhmen besiedelt, die vertrieben wurden.

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1830 0698 in 110 Häusern<ref name="JGS">Johann Gottfried Sommer: Das Königreich Böhmen. Band 1: Leitmeritzer Kreis, Prag 1833, S. 267, Ziffer 9).</ref>
1869 0982
1880 1204
1890 1561
1900 2120
1921 3066
1930 3162 <ref name="MR"/> nach anderen Angaben 3066 Einwohner, davon 2561 Deutsche<ref name="GenSud">Genealogie Sudetenland</ref>
1939 2626 <ref name="MR">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
Einwohnerzahlen seit Ende des Zweiten Weltkriegs
Jahr 1950 1961 1970 1980 1991 2001 2011
Einwohner 1 242 1 254 1 384 1 409 1 333 1 552 1 430

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Dolní Poustevna hat ein aktives Puppentheater, das jährlich ein Puppentheater-Festival veranstaltet.

Verkehr

Datei:Dolni poustevna trainstation front.jpg
Bahnhof Dolní Poustevna

Poustevna hat einen Bahnhof an der 1904/1905 eröffneten Bahnstrecke Rumburk–Sebnitz. Der Bahnverkehr über die nahe Grenze zum Bahnhof Sebnitz (Sachs) wurde 1945 eingestellt, am 5. Juli 2014 jedoch wieder aufgenommen. Der Lückenschluss mit einem 600 Meter langen Bahngleis wurde 2013 fertiggestellt.

Durch die Stadt führt ausgehend vom Grenzübergang aus Sebnitz die Bezirksstraße Silnice II/267 nach Lobendava, wo sie auf die Silnice II/266 (Staatsgrenze bei Neustadt in Sachsen – Rumburk) trifft.

Söhne und Töchter der Stadt

Filme

Im Jahr 2007 wurde der Dokumentarfilm Poustevna, das ist Paradies fertiggestellt, der in Episoden das Leben sehr unterschiedlicher Bewohner des Ortes verknüpft.<ref>„Poustevna, das ist Paradies“ – Filmexpedition in die Sudeten. Radio Prag 18. November 2007</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Dolní Poustevna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Arnoltice | Benešov nad Ploučnicí | Bynovec | Česká Kamenice | Děčín | Dobkovice | Dobrná | Dolní Habartice | Dolní Podluží | Dolní Poustevna | Doubice | Františkov nad Ploučnicí | Heřmanov | Horní Habartice | Horní Podluží | Hřensko | Huntířov | Chřibská | Janov | Janská | Jetřichovice | Jílové | Jiřetín pod Jedlovou | Jiříkov | Kámen | Krásná Lípa | Kunratice | Kytlice | Labská Stráň | Lipová | Lobendava | Ludvíkovice | Malá Veleň | Malšovice | Markvartice | Merboltice | Mikulášovice | Rumburk | Růžová | Rybniště | Srbská Kamenice | Staré Křečany | Starý Šachov | Šluknov | Těchlovice | Valkeřice | Varnsdorf | Velká Bukovina | Velký Šenov | Verneřice | Veselé | Vilémov Vorlage:Klappleiste/Ende