Hyalinität
hyalin (von Vorlage:GrcS) steht für „durchscheinend“, „glasig“, „klar“ oder „transparent“ und kommt beispielsweise beim Mikroskopieren zur Beschreibung optischer Eigenschaften von Zellgut vor, durch die das Licht „hindurchscheint“. Diese Eigenschaft wird als Hyalinität bezeichnet.
Hyalines Material auf hellen Unterlagen, mit bloßem Auge betrachtet, sieht meist weiß aus.
Hyalinose bezeichnet Erkrankungen mit Ablagerung hyalinen Materials in Körpergeweben, wie beim Urbach-Wiethe-Syndrom oder der Infantilen systemischen Hyalinose.
Beim Hyalin als homogene, stark lichtbrechende, stets interzelluläre Substanz kann man extrazelluläres, vaskuläres und bindegewebiges, etwa bei der sogenannten Zuckergussmilz sichtbares oberflächliches Hyalin unterscheiden. Zelluläres Hyalin gehört nicht zum Hyalin in engerem Sinne.<ref>R. Gieseking: Zell- und Gewebsschäden. In: Ekkehard Grundmann (Hrsg.): Einführung in die Allgemeine Pathologie und in Teile der Pathologischen Physiologie entsprechend dem Gegenstandskatalog für den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart / New York 1976; 5., durchgesehene Auflage ebenda 1985, ISBN 3-437-00449-2, S. 9–35, hier: S. 32–33 (Hyalin).</ref>
- Geowissenschaftlicher Begriff
Im Zusammenhang mit vulkanischem Glas wird in den Geowissenschaften eine hyaline Struktur festgestellt, wenn ein Gestein als glasige, also nichtkristalline Masse vorliegt, die durch schnelle Abkühlung magmatischer Schmelzen entstand.<ref>Hans Murawski, Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 12. Auflage, Spektrum Verlag, Heidelberg 2010, S. 74–75 (Stichwort hyalin).</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />