Psiloritis
| Psiloritis-Massiv, Idagebirge
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| Das Psiloritis-Massiv von Westen her gesehen | ||||||
| Höchster Gipfel | Psiloritis/Timios Stavros (2456 m) | |||||
| Lage | Kreta, Griechenland | |||||
| Koordinaten | 35° 13′ N, 24° 48′ O
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Das Psiloritis-Massiv oder Idagebirge ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), beide (f. sg.); vergleiche auch Ida-Gebirge (Türkei)) ist eines der drei über 2000 Meter hohen Gebirgsmassive der griechischen Mittelmeerinsel Kreta. Es liegt in Zentralkreta, südwestlich der Hauptstadt Iraklio.
Der höchste Gipfel des Massivs ist mit 2456 Metern der Psiloritis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (m. sg.), deutsch etwa „Hoher Berg“), nach der Gipfelkapelle auch Timios Stavros ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (m. sg.)) genannt. Er ist umgeben von vier weiteren Berggipfeln mit über 2200 Metern Höhe: dem Agathias ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (m. sg.)) mit 2424 Metern, der Stolistra ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (f. sg.)) mit 2325 Metern, der Voulomenou ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (f. sg.)) mit 2267 Metern und dem Koussakas ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (f. sg.)) mit 2209 Metern.
Der antike Name des Gebirges Ida wird heute teilweise wieder verwendet. Er erschloss sich aus dem Namen der Nida-Hochebene, der den in antiken Schriften erwähnten Namen des Gebirges bewahrt hatte.<ref>Hans Pars: Göttlich aber war Kreta. Das Erlebnis der Ausgrabungen (= Das moderne Sachbuch. Band 35). 3. Auflage. Walter, Olten und Freiburg im Breisgau 1965, Der Schatz in der Höhle, S. 222/223.</ref> In der griechischen Mythologie ist das Massiv einer der Geburtsorte des Göttervaters Zeus.<ref>Achim Lichtenberger: Der Olymp. Sitz der Götter zwischen Himmel und Erde. W. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-039616-6, S. 141</ref>
Geologie
Die räumliche Ausdehnung des Massivs in west-östlicher Richtung erstreckt sich über mehr als 30 Kilometer vom Kloster Arkadi bis nach Krousonas im Osten. Die zentralen und westlichen Teile des Gebirgsmassivs bestehen hauptsächlich aus Gesteinen der Plattenkalk-Serie, die östlichen Teile aus grauen Tripoliza-Kalken. Das Gebirge ist durch starke Verkarstung geprägt, die unter anderen zur Bildung der Nida und verschiedener großer Höhlen geführt haben.
Flora und Fauna
Die dorische Bezeichnung für das Gebirge bedeutete „Waldgebirge“.<ref>Dagmar Lange, Monika Wächter: Reiseführer Natur – Kreta. BLV, München 1999, ISBN 3-405-15524-X</ref> Jahrtausendelange Überweidung und Abholzung hatten einen Rückgang des bewaldeten Gebietes bis auf Restbestände wie den Rouvas-Wald ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (n. sg.)) zur Folge. Heute dominieren Pflanzen in der Wuchsform der Phrygana. Bis in die Gipfelhöhen gedeihen frost- und trockenheitsunempfindliche Pflanzen, die dem dauernden Verbiss durch Ziegen und Schafe ausgesetzt sind, welche ebenfalls bis in die höchsten Regionen weiden. Die dominierende Pflanze in Buschform ist hier der Tragant Astragalus angustifolius.
Obwohl noch stärker durch Überweidung betroffen als beispielsweise die Weißen Berge, wurde durch EU-Förderung des Schaf- und Ziegenbestands im Psiloritisgebiet weiter stark gesteigert.<ref>Siehe Grafiken, S. 37 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF; 7,2 MB)</ref> Trotzdem sind fast die Hälfte aller kretischen Endemiten auch im Ida-Gebirge heimisch, das zudem als Ganzes auf europäischer Ebene als Important Bird Area ausgewiesen ist.
Das Idagebirge ist Namensgeber der Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea).<ref>Vaccinium vitis-idaea. In: Landscape Plants. Oregon State University, abgerufen am 8. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Alpinismus
Das Psiloritis-Massiv ist von mehreren Ausgangspunkten aus zu durchwandern; gekennzeichnete Wege und Straßen führen unter anderem ab Fourfouras {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (m. sg.), Lochria, Kamares, Zaros, Gergeri, Asites, Krousonas und Anogia (über die Nida-Hochebene) bis in die Gipfelregion. Ein Teil dieser Wege gehört zum Europäischen Fernwanderweg E4.
Die klassische Aufstiegsroute zum höchsten Gipfel beginnt auf der Nordseite des Massivs eine gute halbe Fahrstunde oberhalb von Anogia am großen Wanderparkplatz auf der Nida-Hochebene (1360 m).<ref>Rolf Goetz: Rother Wanderführer Kreta. Bergverlag Rother, München 2025, ISBN 978-3-7633-1409-6, S. 202</ref> Die schmale Bergstraße hinauf zur Hochebene ist durchgängig asphaltiert. Für den Auf- und Abstieg von dort aus sollten etwa acht Stunden gerechnet werden. Angesichts der langen Anfahrt und Gehzeit empfiehlt es sich, eine Nacht in Anogia einzuplanen. In dem großen Bergdorf gibt es mehrere Unterkunftsmöglichkeiten. Auf einem kurzen Abstecher kann die Idäische Grotte ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (n. sg.)), der mythische Geburtsort des Zeus, besucht werden. Sie befindet sich am Westhang über der Nida-Hochebene gleich zu Beginn des Anstieges und nur wenige Gehminuten von der Aufstiegsroute entfernt.
Ebenfalls von Norden aus gibt es seit einigen Jahren eine vollständig asphaltierte, 13 Kilometer lange Zufahrtsstraße von Livadia.<ref>Rolf Goetz: Rother Wanderführer Kreta. Bergverlag Rother, München 2025, ISBN 978-3-7633-1409-6, S. 206</ref> Bis zum Wanderparkplatz an der Schutzhütte auf der Hochebene Lakkos Migerou (m. sg.) auf knapp 1.600 Meter Höhe kann man mit normalen PKW (ohne Allradantrieb) problemlos fahren. Von dort ist eine Besteigung des Gipfels in 2,5 Stunden möglich. Der Weg ist durchgängig sehr gut gekennzeichnet und am Anfang sogar gepflastert. Es gibt keine hochalpinen Gefahren, und zumindest nach der Schneeschmelze (in der Regel Ende Juni) reicht einfaches Schuhwerk aus.
Die Gipfelregion ist sehr wasserarm. Neben der Gipfelkapelle ist eine Zisterne angelegt, deren Wasser nur gekocht getrunken werden kann. Als Übernachtungsmöglichkeiten sind an die Kapelle {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) steinerne Schutzräume in der Bauweise von Schäferhütten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) angebaut. Es gibt eine Glocke zum Läuten.
Verkehrsverbindungen und Tourismus
Südlich und nördlich des Massivs verlaufen in Ost-West-Richtung Straßen, die viele kleine Ortschaften an den Berghängen verbinden. Durchgängig asphaltierte Nord-Süd-Verkehrsverbindungen gibt es nur westlich und östlich des Gebirgsmassivs. Eine großteils unasphaltierte Straße verbindet die von Anogia aus erreichbare Nida-Hochebene mit dem südlich des Massivs gelegenen Dorf Gergeri.
Wanderziele im Idagebirge sind neben dem Hauptgipfel und der Idäischen Grotte unter anderen die Kamares-Höhle, die archäologische Stätte Zominthos sowie die bei Zaros im Süden mündende Rouvas-Schlucht, die nach Norden bis in den Rouvas-Wald führt, den größten Kermeseichenwald Kretas.
Literatur
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Topographische Wanderkarte 1:25.000. Anavasi, Athen 2013, ISBN 960-8195-90-X
- Kreta. In: Merian (Reisemagazin), 4. April 1978
- Dagmar Lange, Monika Wächter: Reiseführer Natur – Kreta. BLV, München 1999, ISBN 3-405-15524-X
- Rolf Goetz: Rother Wanderführer Kreta. München 2025, ISBN 978-3-7633-1409-6
Weblinks
Einzelnachweise
<references />