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Oplopanax

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Igelkraftwurzen)

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Oplopanax
Datei:Oplopanax horridus 0519.JPG

Igelkraftwurz (Oplopanax horridus)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Araliengewächse (Araliaceae)
Unterfamilie: Aralioideae
Gattung: Oplopanax
Wissenschaftlicher Name
Oplopanax
(Torr. & A.Gray) Miq.

Oplopanax ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Die nur drei Arten sind in Ostasien und Nordamerika verbreitet.<ref name="FdG2" /> Eine dieser Arten, die Igelkraftwurz (Oplopanax horridus), wird aufgrund der bemerkenswert gefärbten Früchte als Zierpflanze in Parks und Gärten verwendet.<ref name="FdG3" />

Beschreibung

Datei:Oplopanax horridus BB-1913.png
Illustration der Igelkraftwurz (Oplopanax horridus)

Vegetative Merkmale

Oplopanax-Arten wachsen als sommergrüne, wenig verzweigte Sträucher. An den relativ dicken, starren Ästen befinden sich dicht zusammenstehende bis zu 1,5 Zentimeter lange, borstige Stacheln.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind einen relativ langen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind rundlich-eiförmig und handförmig gelappt mit fünf bis sieben Blattlappen.<ref name="FdG2" /> Der Blattrand ist gesägt.<ref name="FoC" /> Nebenblätter fehlen.<ref name="FdG2" />

Generative Merkmale

An den Zweigenden stehen in 8 bis 15 Zentimeter langen doppeltraubigen Blütenständen viele Blüten zusammen. Die grünlich-weißen, relativ kleinen und unscheinbaren Blüten sind zwittrig oder männlich. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig doppelter Blütenhülle. Der Kelch besteht nur aus undeutlichen Kelchzähnen. Die fünf Kronblättern sind „klappig“. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Der unterständige Fruchtknoten ist mehrfächrig. Es sind zwei Griffeln vorhanden.<ref name="FdG2" /><ref name="FdG3" />

Die beerenartigen, zweifächrigen Steinfrüchte sind bei einem Durchmesser von etwa 8 Millimetern kugelig eiförmig, etwas abgeflacht und bei Reife von glänzender scharlachroter Farbe. Die beiden Steinkerne sind abgeflacht.<ref name="FdG3" />

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Oplopanax wurde 1863 von Friedrich Anton Wilhelm Miquel in Annales Musei Botanici Lugduno-Batavi, Band 1, S. 16, aufgestellt.<ref name="miquel" /> Der wissenschaftliche Name Oplopanax leitet sich vom griechischen Wort hópla für Waffe ab, dies weist auf die Stacheln der Art hin und vom Gattungsnamen Panax; damit wird ausgedrückt, dass die Gattung Oplopanax der Gattung Panax nahesteht, aber mit Stacheln bewehrt ist.<ref name="FdG2" /><ref name="Genaust" /> Basionym ist ein innerhalb der Gattung Panax unbestimmt gewesenes Taxon Oplopanax <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr. & <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray. Typusart ist Oplopanax horridus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Sm.) Miq.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Oplopanax <templatestyles src="Person/styles.css" />Miq. sind Echinopanax <templatestyles src="Person/styles.css" />Decne. & Planch. ex Harms und Ricinophyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />Pall. ex Ledeb. nom. inval.<ref name="WCSP" />

Die Gattung Oplopanax gehört zur Unterfamilie Aralioideae innerhalb der Familie der Araliengewächse (Araliaceae).<ref name="GRIN" />

Die drei Oplopanax-Arten haben mit dem nordöstlichen China, dem südöstlichen Russland sowie mit Korea und Japan asiatische Vorkommen. Die nordamerikanischen Verbreitungsgebiete sind im subarktischen Amerika Alaska und Yukon. Weiter südwärts werden die kanadischen Provinzen British Columbia, Alberta und Ontario sowie die US-amerikanischen Bundesstaaten Washington, Oregon, Idaho, Montana und Michigan besiedelt.<ref name="FdG3" /><ref name="WCSP" />

Die Gattung Oplopanax enthält nur drei Arten:

  • Oplopanax elatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai: Sie kommt in Korea, im südlichen Teil der russischen Region Primorje und im östlichen Jilin vor.<ref name="FoC" /><ref name="WCSP" /> Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48.<ref name="IPCN" />
  • Igelkraftwurz<ref name="FdG2" /> (Oplopanax horridus <templatestyles src="Person/styles.css" />Miq.): Sie kommt von Alaska bis in die nordwestlichen USA und auf der kanadischen Insel des Lake Superior.<ref name="WCSP" /> Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48.<ref name="IPCN" />
  • Oplopanax japonicus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nakai) Nakai: Sie kommt in Japan vor.<ref name="WCSP" />

Verwendung

Eine Art, die Igelkraftwurz (Oplopanax horridus), wird aufgrund der beeindruckenden Früchte als Zierstrauch verwendet.<ref name="FdG3" />

Quellen

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 432–433.

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Oplopanax bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Oplopanax bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="FdG2">Roloff et al.: Flora der Gehölze. S. 432.</ref> <ref name="FdG3">Roloff et al.: Flora der Gehölze. S. 433.</ref> <ref name="Genaust"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 438 (Nachdruck von 1996). </ref> <ref name="FoC"> </ref> <ref name="miquel"> </ref> </references>

Weblinks

Commons: Oplopanax – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien