Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Fleißiges Lieschen – Wikipedia Zum Inhalt springen

Fleißiges Lieschen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Impatiens walleriana)

Vorlage:Hinweisbaustein <templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Fleißiges Lieschen
Datei:Impatiens walleriana - blossom (aka).jpg

Zuchtform des Fleißigen Lieschens (Impatiens walleriana)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Balsaminengewächse (Balsaminaceae)
Gattung: Springkräuter (Impatiens)
Art: Fleißiges Lieschen
Wissenschaftlicher Name
Impatiens walleriana
Hook.f.

Das Fleißige Lieschen (Impatiens walleriana, Schweizerdeutsch: Süüfferli („Säuferchen“) wegen des vergleichsweise hohen Wasserbedarfs) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Springkräuter (Impatiens) in der Familie der Balsaminengewächse (Balsaminaceae).

Datei:Starr 070321-5958 Impatiens walleriana.jpg
Blätter und Blüte

Merkmale

Das Fleißige Lieschen ist eine immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze; sie ist meist als einjährige Pflanze kultiviert. Diese Art erreicht Wuchshöhen bis 30 (selten bis 70) Zentimeter.

Die wechselständigen, einfachen Laubblätter sind 1,5 bis 6 cm lang gestielt. Die Blattspreite ist eiförmig bis breit elliptisch, manchmal auch verkehrteiförmig, 2,5 bis 13 Zentimeter lang und 2 bis 5,5 Zentimeter breit, grün und zuweilen gefleckt oder an der Unterseite rosa oder rötlich. Nebenblätter fehlen.

Die Blüten stehen einzeln oder meist zu zweit oder selten bis zu fünft zusammen. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind sehr unterschiedlich groß. Die unteren Kelchblätter sind schwach bootförmig und verschmälern sich plötzlich in den 2,8 bis 4,5 Zentimeter langen, fadenförmig gebogenen, aber nicht zurückgekrümmten Sporn. Die fünf Kronblätter sind frei und sind flach ausgebreitet. Die Farben der Kronblätter reichen von weiß, über rosa, violett, purpurn, rot bis orange. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Der Fruchtknoten ist oberständig. Der Griffel ist kurz oder fehlt und endet in einem bis fünf Narben. Die glatte, „explosive“ Kapselfrucht ist 1,5 bis 2 cm groß.

Die Blütezeit reicht bei der Kulturform von Januar bis Dezember.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Das Fleißige Lieschen kommt ursprünglich in Kenia, Tansania, Mosambik, Süd-Malawi und Ost-Simbabwe vor. Diese Art ist hier an feuchten, schattigen Orten, feuchten Felsen, Küsten- und Bergregenwäldern in Höhenlagen von 0 bis 2000 Metern zu finden.

Datei:2008-07-14Impatiens walleriana144.jpg
Gefüllt blühende Sorte

Nutzung

Das Fleißige Lieschen wird zerstreut als Zierpflanze in Pflanzschalen, Sommerrabatten und Balkonkästen kultiviert. Sie ist seit spätestens 1880 in Kultur. Es gibt zahlreiche Sorten, die sich in Wuchshöhe, Blüten- und Blattfarbe unterscheiden. Es gibt auch gefüllt blühende Sorten.

Etymologie

Der Gattungsname Impatiens ist lateinisch und bedeutet „ungeduldig, empfindlich“. Er rührt von den empfindlichen Früchten der Arten dieser Gattung her, die bei leichter Berührung aufspringen (Saftdruckstreuer). Die Bezeichnung walleriana erhielt die Art durch Joseph Dalton Hooker, der die Art neu in der Flora of tropical Africa von Daniel Oliver<ref name = "Daniel Oliver"/> beschrieb und der damit einen der Erstfinder, den Missionar Horace Waller<ref name = "Franz Boerner"/> (1833–1896), verewigen wollte. Waller war mehrere Jahre in Afrika tätig und hatte dabei auch Pflanzen gesammelt. Er hatte die neue Art zusammen mit Dr. John Kirk in Mosambik<ref name = "Daniel Oliver"/> gefunden. Waller wurde später dadurch bekannt, dass er die Tagebücher des Afrikaforschers David Livingstone herausgab.<ref name = "David Livingstone, Horace Waller"/>

Quellen

Literatur

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Franz Boerner"> Franz Boerner: Taschenwörterbuch der botanischen Pflanzennamen für Gärtner, Garten- und Pflanzenfreunde, Land- und Forstwirte. 4. Aufl., Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg, 1989. ISBN 3-489-65 822-1.</ref> <ref name="David Livingstone, Horace Waller">David Livingstone, Horace Waller (Herausgeber): The Last Journals of David Livingstone in Central Africa from 1865 to his Death. 2 Bände. John Murray, London, 1874. </ref> <ref name="Daniel Oliver"> Daniel Oliver et al.: Flora of Tropical Africa. Band 1, Seite 302, 1868 </ref> <ref name="IPCN">Impatiens walleriana bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks