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Lukas Hässig

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(Weitergeleitet von Inside Paradeplatz)

Simon Lukas Hässig (* 29. Juli 1964<ref name="CV"/>) ist ein Schweizer Wirtschaftsjournalist, Autor und Herausgeber der Finanzwebsite Inside Paradeplatz.

Leben

Hässig absolvierte von 1980 bis 1983 eine KV-Lehre bei der Schweizerischen Nationalbank und von 1987 bis 1990 die Höhere Wirtschafts- und Verwaltungsschule.<ref name="CV"/> Ab 1991 war er unter anderem für Radio 24, Finanz und Wirtschaft, SonntagsZeitung, Facts, Bilanz und Die Weltwoche sowie als Kommunikationschef des Flughafens Zürich tätig.

Seit 2006 ist er als freischaffender Journalist und Betreiber der Finanzwebsite Inside Paradeplatz tätig.<ref name="CV">CV von Lukas Hässig (PDF; 865 kB), abgerufen am 18. Dezember 2018.</ref><ref name="Tagi 22.02.2012">Thomas Knellwolf: Kopf des Tages: Er brachte Daniel Vasella um Ruf und Millionen. In: Tages-Anzeiger. 22. Februar 2013 (Archiv).</ref> Der Namen stammt daher, dass am oder um den Zürcher Paradeplatz zahlreiche Banken angesiedelt sind.

Hässig ist verheiratet, hat fünf Kinder und wohnt in Zürich.<ref name="CV" />

Journalismus

Das von Hässig und Gastautoren betriebene Finanzportal Inside Paradeplatz behandelt vor allem Interna aus der Schweizer Finanzbranche und wird von deren Angestellten daher oft gelesen.<ref name="Tagi 22.02.2012" /> Die UBS liess unter der Führung von Sergio Ermotti 2018 den Zugang zum Portal auf den Firmencomputern sperren, weil es sich dabei wegen der ungefilterten Kommentare um in der UBS verbotene Social Media handle.<ref>UBS sperrt Zugang zu «Inside Paradeplatz». In: tagesanzeiger.ch. 2. August 2018, abgerufen am 13. September 2024.</ref><ref>Lukas Hässig: Ex-CS-Leute staunen über UBS: Inside Paradeplatz ist gesperrt. In: Infosperber. 6. September 2024, abgerufen am 13. September 2024.</ref>

Der Tages-Anzeiger schrieb 2013 in einem Porträt, dass Hässig in früheren Jahren in der Medienbranche lange als «Thesenjournalist» mit unterdurchschnittlicher Trefferquote galt.<ref name="Tagi 22.02.2012" /> 2013 deckte Hässig auf, dass Novartis-Verwaltungsratspräsident Daniel Vasella bei seinem Abgang mit 12 Millionen Franken pro Jahr über sechs Jahre, total 72 Millionen Franken, für die Beachtung eines Konkurrenzverbots entschädigt werden sollte. Als Folge der grossen öffentlichen Empörung über diese Zahlung verzichteten Vasella und Novartis später darauf.<ref name="Tagi 22.02.2012" />

Aufgrund fehlerhafter Berichterstattung stellte die Handelszeitung, die grösste Schweizer Wirtschaftszeitung, die Zusammenarbeit mit Hässig ein.<ref name="finews">Claude Baumann: Er wird nur noch für den «Tagi» schreiben. In: Finews. 16. Oktober 2015, abgerufen am 7. August 2017.</ref> Andere Journalisten kritisieren Hässigs zweifelhafte Methoden und werfen ihm mangelhafte Berichterstattung und pseudokritischen Alarmismus vor.<ref name="finews" /> Die Credit Suisse verklagte Hässig wegen Wettbewerbsschädigung und verletzter Persönlichkeitsrechte, und auch die Bank Julius Bär und die Falcon Private Bank leiteten rechtliche Schritte gegen ihn ein.<ref>Justiz: Credit Suisse klagt wegen drei «Inside Paradeplatz»-Artikeln. In: Blick. 19. November 2015, abgerufen am 7. August 2017.</ref><ref>Wrong statements in connection with FIFA. Julius Bär, 15. Oktober 2015, abgerufen am 7. August 2017.</ref><ref>Lukas Hässig: Singapur schliesst Falcon und Wädi sieht rosarot. In: Inside Paradeplatz. 11. Oktober 2016, abgerufen am 7. August 2017.</ref>

Preise und Nominationen

Werke

  • Paradies Perdu – Vom Ende des Schweizer Bankgeheimnisses. Hamburg: Hoffmann und Campe, April 2010. ISBN 978-3-455-50155-1.
  • Der UBS-Crash – Wie eine Grossbank Milliarden verspielte. Hamburg: Hoffmann und Campe, Februar 2009. ISBN 978-3-455-50115-5.
  • Maerki Baumann & Co. AG – Geschichte einer Zürcher Privatbank von 1932–2007. Jubiläumsschrift. Zürich: Maerki Baumann & Co., Februar 2008. ISBN 978-3-033-01537-1.
  • Kloten-Clan – Hintergründe und Verantwortliche der Zürcher Airport-Wirren. Zürich: Werd-Verlag, September 2003. ISBN 978-3-85932-450-3.

Weblinks

Einzelnachweise

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