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Streitkräfte der Islamischen Republik Iran

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(Weitergeleitet von Iranische Streitkräfte)

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Datei:Flag of Iran.svg Streitkräfte der Islamischen Republik Iran
نيروهای مسلح جمهوری اسلامی ایران
Datei:IRI-MOD.svg
Führung
Oberbefehlshaber: Modschtaba Chamenei
Verteidigungsminister: Majid Ebn-e-Reza<ref>persisch مجید ابن‌الرضا {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
Militärischer Befehlshaber: vakant
Militärische Führung: Führungsstab der Streitkräfte
Sitz des Hauptquartiers: Teheran
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 610.000 (2024)<ref name="Soldaten">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Iran: Truppenstärke der Streitkräfte nach Teilstreitkräften 2024.] STATISTA, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. April 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Reservisten: 350.000 (2024)<ref name="Soldaten"/>
Wehrpflicht: Ja
Wehrtauglichkeitsalter: 18 Jahre
Anteil Soldaten an Gesamtbevölkerung: 0,75 %
Haushalt
Militärbudget: 10,3 Mrd. $ (2023)<ref name="Budget2022">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig TRENDS IN WORLD MILITARY EXPENDITURE, 2023.] SIPRI, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 29. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Ausgabenanteil vom Steueraufkommen: 3,5 %
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 2,1 % (2023)<ref name="Budget2022" />
Geschichte

Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran bestehen aus der regulären Armee Irans, der Artesch, und dem Korps der Islamischen Revolutionsgarde (den Pasdaran bzw. Sepah).

Überblick

Datei:Seal of the General Staff of the Armed Forces of the Islamic Republic of Iran.svg
Wappen des Stabschefs der Iranischen Armee

Das iranische Militär ist durch die seit 1979 mit unterschiedlicher Stärke bestehenden Ausfuhrverbote von Militärmaterial durch verschiedene Staaten sowie durch die bis heute nachwirkenden Verluste von Großwaffen im Ersten Golfkrieg beeinträchtigt. Das betrifft insbesondere Waffensysteme von Luftwaffe und Marine. Bei den bodengebundenen Waffensystemen sind die Verluste zumindest zahlenmäßig ausgeglichen. Allerdings gelten viele Waffen als überaltert und in einem technisch schlechten Zustand. Die Mannschaftsstärke ist US-Schätzungen zufolge nach einem Stand von 545.000 Soldaten im Jahr 2008 auf 523.000 im Jahr 2018, zuzüglich rund 250.000 Reservisten gesunken.

Ein Großteil der heute vorhandenen Waffensysteme stammt aus US-Waffenhilfen während der Herrschaft von Schah Mohammad Reza Pahlavi zwischen 1945 und 1979 sowie in neuerer Zeit aus Waffengeschäften mit Russland und der Volksrepublik China. Für das Jahr 2023 gibt das Sipri die Rüstungsausgaben mit 10,3 Mrd. US-Dollar an. Das entspricht 2,1 % des Bruttoinlandsprodukts.

Auftrag

Ausrichtung

Die Streitkräfte des heutigen Iran haben die Aufgabe, die territoriale Integrität des Staates Iran zu gewährleisten und zu verteidigen. Neben der klassischen Landesverteidigung erfüllen die Basidsch und die Islamische Revolutionsgarde auch eine innenpolitische Rolle, die Sicherung der Staatsform und -regierung sowie der geistlichen Führungselite.

Strategie und Einsatzdoktrin

Ideologische Ausrichtung

Seit der Islamischen Revolution von 1979 versteht sich Iran gemäß seiner theokratischen Staatsform als das einzige Land, in dem ein auf den Islam ausgerichtetes religiöses und staatliches Gemeinwesen vollständig verwirklicht wird, im Gegensatz – wenn nicht gar in Opposition – zu allen anderen Staaten der Welt, die entweder nicht-islamisch sind oder in ihrer politischen und gesellschaftlichen Struktur nach iranischer Einschätzung dem Islam keine angemessene und maßgebliche Rolle zukommen lassen. Die Streitkräfte haben somit auch die Aufgabe, die besondere Staatsform Irans zu verteidigen. In den Jahren unmittelbar nach der Islamischen Revolution spielte der Export der Revolution vor allem für die Pasdaran und die von Iran unterstützten paramilitärischen Kräfte in der Region eine wichtige Rolle. Dieser Ansatz ist inzwischen aber weitgehend von der Realpolitik verdrängt worden.

Eine Konstante der iranischen Außenpolitik bleibt die Feindschaft zu Israel, dessen Vernichtung seit der Islamischen Revolution zwar mit schwankendem Nachdruck, aber dennoch ständig propagiert wurde. Die offizielle iranische Politik bezeichnet Israel als widerrechtlich errichtetes „zionistisches Regime“.

Geopolitische Ausrichtung

Nach dem Zerfall der Sowjetunion war der Irak der einzige verbliebene potenzielle Gegner Irans, auf den sich die meisten Verteidigungs-Planspiele bezogen. Nach dem Dritten Golfkrieg verschwand dieses Feindbild weitgehend. An seine Stelle trat die militärische Präsenz der USA im Irak und in Afghanistan, die Iran als Bedrohung ansieht. Des Weiteren sieht sich Iran in seinen Nachbarstaaten von US-amerikanischen Luftwaffenbasen eingekesselt. Bei einem möglichen Angriff der USA wäre eine Luftüberlegenheit Irans, bedingt durch die schlechte Ausrüstung der iranischen Luftwaffe, nicht gegeben.

Seit der islamischen Revolution werden die USA sowie Israel als Feinde Irans dargestellt, die nach ihrer Darstellung eine Fremdherrschaft über die islamische Welt errichten wollen. Die Islamische Republik Iran sieht sich als Verteidiger und Befreier der islamischen Staatengemeinschaft, notfalls auch mit militärischen Mitteln.

Von zentraler geopolitischer Bedeutung für Iran ist der Persische Golf. Neben den klassischen Strategieproblemen, welche durch die lange Küstenlinie Irans bedingt sind, ist der Persische Golf für den vom Erdöl-Export abhängigen Staat die wichtigste Wasserstraße für den Erdöltransport. Eine Kontrolle über ihn wird als eines der bedeutendsten strategischen Ziele Irans angestrebt.

In den zurückliegenden Jahren wurden die Bürger- und Stellvertreterkriege in Syrien und im Jemen zu wichtigen Plattformen für die militärische Einflussnahme Irans, sowohl durch die Unterstützung von Kriegsparteien als auch durch den Einsatz iranischer Truppen.

Operative Ausrichtung

Seit dem Ausgang des Ersten Golfkriegs wurde ab Ende der 1980er Jahre größerer Wert auf eine bessere technische Ausrüstung und intensivere Ausbildung der Truppen gelegt. Vor allem entwickelte sich die Iranische Revolutionsgarde zu einer traditionellen Militärorganisation mit qualitativ überdurchschnittlicher Bewaffnung. Das Element einer Massenarmee scheint auf Dauer nur in den Basidsch vorhanden zu bleiben, während Armee und Revolutionsgarde zumindest den Anspruch erheben, zu modernen, hoch technisierten Truppen zu werden. Die Handelssanktionen vieler Staaten gegen Iran machen es allerdings schwer, diesen Anspruch zu verwirklichen.

Die Möglichkeiten zur Projektion militärischer Macht über weite Entfernungen bleiben wegen fehlender Luft- und Seetransportfähigkeiten begrenzt, so dass Iran auf Operationen innerhalb der eigenen Grenzen und im grenznahen Raum beschränkt ist. Dabei spielen mögliche Operationen im Persischen Golf eine besondere Rolle. Zur unmittelbaren Projektion militärischer Stärke über weite Distanzen stehen Iran lediglich sein Raketenarsenal, die auf exterritoriale Einsätze ausgerichtete al-Quds-Einheit der Pasdaran sowie weitere exterritorial eingesetzte Truppen im syrischen Bürgerkrieg zur Verfügung. Aufgrund der materiellen Unterlegenheit gegenüber anderen Akteuren in der Region hat Iran seit den frühen 2000er Jahren sein Potenzial zur Asymmetrischen Kriegführung ausgebaut, insbesondere durch die Unterstützung irregulärer Kämpfer, beispielsweise in Palästina, Syrien und Jemen. Zu den von Iran finanziell, mit Ausrüstung, Informationen und Beratung unterstützten militärischen oder militanten Gruppen zählen die Streitkräfte Syriens, die libanesische Hisbollah (nach US-Schätzungen mit rund 700 Millionen US-Dollar im Jahr), die palästinensische Hamas, Islamischer Dschihad in Palästina, die Taliban in Afghanistan, Hisbollah-Brigaden und weitere schiitische Gruppen im Irak, die bahrainische Al-Ashtar-Brigaden und die jemenitischen Huthi. Die US-Regierung geht davon aus, dass Iran in großem Umfang Kämpfer im Irak ausgebildet und mit Waffen versorgt hat, die gegen dort stationierte US-Truppen sowie Einheiten der irakischen Regierung vorgehen.

Die wenigen bekannten iranischen Quellen lassen darauf schließen, dass Iran im Fall eines US-Angriffes mit einer Ausweitung des Kampfgebiets reagieren würde, was Raketenangriffe, möglicherweise mit B- und C-Waffen, auf US- und israelische Ziele, sowie eine Aktivierung irregulärer und terroristischer Verbündeter vor allem im Nahen Osten bedeuten würde.

Dienstgrade und Rangabzeichen

Die Dienstgradstrukturen der Armee und der Revolutionsgarde entsprechen weitgehend der klassischen europäischen Rangordnung. Auch die Rangabzeichen ähneln stark westlichen Vorbildern, wobei sie auf Ornamente der islamischen Kunst zurückgreifen.

Organisation und Ausrüstung

Führung

Der militärische Oberbefehl liegt beim Obersten Führer (oder Religionsführer). Er besitzt die Vollmacht, Krieg und Frieden zu erklären sowie den Generalstabschef und die Befehlshaber der Teilstreitkräfte zu berufen oder zu entlassen.

Oberstes sicherheitspolitisches Gremium ist der Nationale Sicherheitsrat. Dieser Rat arbeitet die Sicherheitspolitik und Militärstrategie im Rahmen der Vorgaben des Obersten Führers aus, befasst sich aber auch mit allen anderen Politikfeldern, die mittelbar oder unmittelbar mit Verteidigung und innerer Sicherheit zu tun haben. Der Oberste Führer ist darüber hinaus das zuständige Kontrollorgan des Nationalen Sicherheitsrats.

Das iranische Geheimdienst- und Sicherheitsministerium ist für die regulären Streitkräfte und seit einer grundlegenden Reform 1989 auch für die Pasdaran zuständig. Sein Aufgabenbereich beschränkt sich auf die Verwaltung der Streitkräfte. Es hat 15.000 zivile Angestellte. Strategische Entscheidungen liegen beim Nationalen Sicherheitsrat, operative Entscheidungen werden vom Generalstabschef und den nachgeordneten militärischen Befehlshabern getroffen.

Der Generalstab setzt sich aus den Kommandeuren der Teilstreitkräfte sowie der Pasdaran, der nationalen Polizei und der Gendarmerie zusammen. Das Gremium ist nach dem Vorbild der Generalstäbe in NATO-Ländern aufgebaut, verfügt aber auch über eine politisch-ideologische Abteilung.

Islamische Revolutionsgarde

Die Islamische Revolutionsgarde (persisch سپاه پاسداران انقلاب اسلامیSepah-e Pasdaran-e Enghelab-e Eslami) wurde von Ruhollah Chomeini am 5. Mai 1979 gegründet, um eine Vielzahl von paramilitärischen Gruppen zu einer regierungsloyalen Streitmacht zusammenzufassen. Zunächst diente sie vor allem zur Durchsetzung des neuen Systems im Land, als Gegengewicht zum regulären Militär darstellen. Inzwischen haben sich die Pasdaran zu einem militärischen Verband entwickelt, der über die drei klassischen Teilstreitkräfte und eine traditionelle militärische Kommandostruktur verfügt. Außerdem nimmt die Revolutionsgarde Geheimdienstaufgaben innerhalb und außerhalb Irans wahr und verfügt über beträchtlichen politischen Einfluss.

Die Truppenstärke der Pasdaran wird vom US-Militär heute auf 150.000 Mann geschätzt, darunter auch Wehrpflichtige. Sie sind eingeteilt in 21 Infanterie- und drei Pionier-Divisionen, deren Größe eher Bataillonen entspricht, sowie 15 eigenständige Infanterie-Brigaden, 21 Flugabwehr-Brigaden, insgesamt 42 gepanzerte Artillerie- und ABC-Abwehrbrigaden sowie mehrere Spezial-Einsatzgruppen. Geführt wurden die Mitglieder der Revolutionsgarde seit dem 1. September 2007 von Generalmajor Mohammad Ali Dschafari. Von April 2019 bis Juni 2025 war Hussein Salami Kommandeur der Revolutionsgarde.<ref>Führungswechsel bei den Revolutionsgarden. In: tagesschau.de. 21. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. April 2019;.</ref> Er wurde bei einem israelischen Luftangriff getötet. Sein Nachfolger wurde Mohammad Pakpour.

Ihr Marine-Zweig, der rund 20.000 Mann umfasst, ist vor allem mit kleinen, wendigen, zum Teil nur mit Maschinengewehren und von der Besatzung mitgeführten Panzerfäusten bewaffneten Booten ausgerüstet, die eine „Guerilla-Taktik“ im Persischen Golf ermöglichen. In dieser Abteilung ist auch die gesamte iranische Marineinfanterie von rund 5000 Mann enthalten. Ihr Schiffsarsenal umfasst rund 40 leichte Patrouillenboote und seit 2002 zehn chinesische Raketenschnellboote der Houdong-Klasse mit rund 800 Raketen des Typs C-801. Darüber hinaus betreiben die Pasdaran schätzungsweise fünf bis sieben Abschusseinrichtungen für Seezielraketen an der Golfküste. Angeblich sind diese zum Teil mit verbesserten Versionen der C-802 bestückt, die unter der Bezeichnung Noor (Licht) firmieren. Die Ukraine hat zudem Anfang der 1990er Jahre Iran acht Anti-Schiffsraketen vom Typ SS-N-22 Sunburn geliefert. 2002 begann auch der Erwerb chinesischer Hochgeschwindigkeits-Raketenkatamarane.

Im Jahr 2003 erwarb die Luftwaffe der Pasdaran rund zehn Su-25 Frogfoot zum Teil aus dem ausgelagerten oder erbeuteten Bestand der irakischen Luftwaffe (siehe unten), zum Teil aus unbekannten Quellen. Darüber hinaus befinden sich rund zehn Erdkampfflugzeuge des Typs Embraer Super Tucano/ALX, bis zu 45 Pilatus PC-7-Ausbildungsflugzeuge und 20 Hubschrauber des Typs Mi-17 in ihrem Arsenal. Als Transportflugzeuge stehen 20 Yunshuji-12 und Dassault Falcon 20 sowie 15 Iljuschin Il-76 aus irakischen Beständen und zwölf Antonow An-74 zur Verfügung. Auch die iranischen Raketen des Typs Shahab 3 unterstehen den Pasdaran.

Es gilt als gesichert, dass der Verband mehrfach gegen inneriranische bewaffnete Oppositionsbewegungen sowie verschiedene Untergrundbewegungen in anderen Staaten der Golfregion eingesetzt wurde. Wichtigstes Werkzeug dieser verdeckten Operationen und klassischen geheimdienstlichen Einsatzprofile ist die sogenannte Al-Quds-Einheit, benannt nach dem arabischen Namen für Jerusalem. Diese Truppe ist vermutlich rund 5000 Mann stark und in verschiedene Einheiten aufgeteilt, denen jeweils eine Region des Nahen Ostens und Nordafrikas zugeteilt ist. Es kann davon ausgegangen werden, dass in vielen iranischen Botschaften Verbindungsleute der Quds-Einheit stationiert sind. Eine Ausbildungseinrichtung befindet sich möglicherweise auf dem Campus der Imam Ali Universität in Teheran, weitere an geheimen Orten in Iran sowie im Libanon und im Sudan. Anfang 2007 verkündete der iranische Nationale Sicherheitsrat, die Stärke der Quds-Einheit auf 15.000 Mann erhöhen zu wollen.

Darüber hinaus unterstehen die paramilitärischen Einheiten, die Basidsch, seit 1980 den Pasdaran. Ihre Größe wurde 1985 mit drei Millionen Mitgliedern angegeben. Jüngere Schätzungen gehen von 400.000 Mitgliedern aus, davon rund 90.000 im aktiven Dienst und 300.000 mit Reservestatus. Wahrscheinlich ist bei einem längeren Mobilisierungszeitraum eine Truppenstärke von rund einer Million Mann erreichbar. Die Basidsch sollen in rund 740 regionale Bataillone gegliedert sein. Die seit 1993 aufgestellten Aschura-Einheiten innerhalb der Basidsch sind speziell auf die Niederschlagung von Unruhen und Aufständen im Inland ausgerichtet. Sie sollen rund 17.000 Männer und Frauen umfassen.

Angeblich stellt die Islamische Revolutionsgarde in jüngster Zeit auch Frauen-Einheiten auf. US-Quellen wollen in Erfahrung gebracht haben, dass Pasdaran- sowie Basidsch-Einheiten seit dem Dritten Golfkrieg verstärkt Guerilla- und Stay-behind-Operationen trainieren.

Die Pasdaran stellen auch politisch einen erheblichen Machtfaktor in Iran dar. So waren zum Beispiel im Kabinett von Präsident Mahmud Ahmadineschad (dem sechsten Präsidenten der Islamischen Republik Iran) 13 der 21 Minister ehemalige Kommandanten der Revolutionsgarde, dazu gehört auch das Geheimdienstministerium. Er selbst erreichte den Rang eines Kommandanten. Zahlreiche hohe Offiziere sind verwandtschaftlich mit Angehörigen der hohen islamischen Geistlichkeit verbunden. Zudem kontrollieren die Pasdaran zahlreiche Unternehmen mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.

Paramilitärische Polizeieinheiten

Dem iranischen Innenministerium sind schätzungsweise 45.000 bis 60.000 Mann in Polizei- und Grenzschutzeinheiten unterstellt, die auch paramilitärische Aufgaben übernehmen können. Sie verfügen über leichte Geländefahrzeuge, Patrouillenflugzeuge sowie über rund 90 Küsten- und 40 Hafenschutzboote. US-Schätzungen gehen für das Jahr 2017 von 40.000 Mitgliedern paramilitärischer Einheiten aus.

Heer

Das Heer wird von US-Militärexperten auf 350.000 Mann geschätzt, 220.000 davon Wehrpflichtige (Stand 2018). Es verfügt über drei Hauptquartiere in Teheran, Isfahan und Schiras. Die Gliederung ist nicht vollkommen klar, umfasst aber vermutlich vier Korps, die wiederum aus vier gepanzerten und vier Infanterie-Divisionen (von denen die 28. und die 84. auch als mechanisiert gelten können), vier unabhängigen Infanterie-Brigaden, drei unabhängigen gepanzerten Brigaden, sieben Artillerieregimentern, zwei Kommando-Divisionen, vier Spezialeinheiten-Brigaden und einer Luftlande-Brigade bestehen. Dazu kommen mehrere nicht genau zugeordnete Einheiten von Brigadestärke. Die 23. Spezialeinheiten-Division ist vermutlich die kampfstärkste Einheit des Heeres. Sie gliedert sich in vier Brigaden auf und umfasst schätzungsweise 5000 Soldaten, unter denen sich keine Wehrpflichtigen befinden. Lediglich eine gepanzerte Division, die 92., entspricht modernen Vorstellungen von einer solchen Einheit. Insgesamt sind die iranischen Heeresverbände sehr uneinheitlich organisiert. Es gibt Brigaden, die von ihrer Größe und Ausrüstung eigentlich eher als Divisionen anzusehen sind, Verbände mit erheblicher Unterbesetzung sowie beträchtliche Unterschiede zwischen den Größen nominell gleichrangiger Verbände. Die Spezialeinheiten werden auch unter dem Begriff Takavaran zusammengefasst.

US-Schätzungen zufolge verfügte Iran im Jahr 2018 über 1513 Kampfpanzer, 725 Schützenpanzer, 640 Mannschaftstransportwagen, 2030 Stück gezogene Artillerie, 292 Selbstfahrlafetten und 1476 Mehrfachraketenwerfer.

Gepanzerte Kampffahrzeuge<ref name="globalsecurity.org">John Pike: Iranian Ground Forces Equipment. Globalsecurity.org, 13. Februar 2009, abgerufen am 7. Februar 2010.</ref><ref name="IISS Military Balance 2012, S. 324–325">IISS Military Balance 2012, S. 324–325.</ref>
Bild Modell Typ Herkunftsland Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Cobra BMT-2 Gepanzerte Mannschaftstransportwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1997
Datei:Holy Defence Week Expo - Simorgh Culture House - Nishapur 219.jpg Boragh Gepanzerte Mannschaftstransportwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 140 1997
Rakhsh Gepanzerte Mannschaftstransportwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
Sarir Gepanzerte Mannschaftstransportwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
Datei:SayyadAFV.jpg Sayyad Gepanzerte Mannschaftstransportwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
Datei:UN peacekeepers from Iran with UN APCs.jpg M113 Gepanzerte Mannschaftstransportwagen Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 200
Hoveizeh Gepanzerte Mannschaftstransportwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
Datei:BTR-50-latrun-1-2.jpg BTR-50 Gepanzerte Mannschaftstransportwagen Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Sowjetunion 150 1966
Datei:BTR-60PB NVA.JPG BTR-60 Gepanzerte Mannschaftstransportwagen Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Sowjetunion 150 1966
Heidar-5 Minenverlegepanzer IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2017–2019
Datei:Iranian BTR-60PB Grom Turret1.jpg Heidar-6 Gepanzerte Mannschaftstransportwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2017–2019
Datei:Heidar-7 APC.jpg Heidar-7 Gepanzerte Mannschaftstransportwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2017–2019
Datei:Puckapunyal-YW701-2.jpg YW 531 Gepanzerte Mannschaftstransportwagen China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China
Toofan MRAP IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2018–2019
Raad MRAP IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2019
Rouintan Gepanzerter Geländewagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2019
Datei:Tanks in museum-تانک -موزه جنگ همدان.jpg Type 86
BMP-1
amphibischer Schützenpanzer China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China
SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
210
Datei:Holy Defence Week Expo - Simorgh Culture House - Nishapur 209.jpg BMP-2 amphibischer Schützenpanzer SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 400 1991–2001
Datei:FV101 Scorpion pic1.JPG FV101 Scorpion
Tosan
leichter Spähpanzer Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
80+ 1997 Eigenproduktion Tosan auf Basis des Scorpion inbegriffen.
Datei:Cascavel1.jpg EE-9 Cascavel leichter Radpanzer BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilien 35
Datei:Newly-Built-Zulfiqar-3.jpg Zulfiqar MBT 3
Zulfiqar MBT 2
Zulfiqar MBT 1
Kampfpanzer IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 4(Prototypen)
-
unklar
1996–2019 Zulfiqar ist der erste iranische Kampfpanzer, benannt nach dem Schwert des Propheten Mohammed.
Datei:Chieftain-MkIII-latrun-2.jpg Chieftain
Mobarez
Kampfpanzer Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
~100 2006–2019 Kampfwertgesteigerte Chieftain Kampfpanzer.<ref>Parade in Tehran. Acig.org, 22. September 2004, abgerufen am 7. Februar 2010.</ref>
M47M Patton
Sabalan
Tiam
Kampfpanzer Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
~170 1960er-1970er
2014
2016–2019
Kampfwertgesteigerte Version des M47M.
Datei:Iranian M60A1 – Kubinka Tank Museum (26177786919).jpg Samsam Kampfpanzer Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
~150<ref name="armyrec">Iran Iranian Army Military vehicle armoured Equipment – Equipements militaires blindés armée Iran Iranienne. army recognition, 13. Februar 2009, abgerufen am 15. Januar 2012.</ref> Kampfwertgesteigerte Version des M60A1.
Datei:T-62 tank, National Training Cente.JPEG T-62
Ch’ŏnma-ho
Kampfpanzer SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea
75 1981–1985 200 im Jahre 1981 bestellt, derzeit 75 im Dienst.<ref name="armyrec" />
Datei:Holy Defence Week Expo - Simorgh Culture House - Nishapur 217.jpg T-72S / T-72M1 Kampfpanzer SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
480 1994–1999 Iran produzierte 422 T-72S unter russischer Lizenz von 1993 bis 2001, weitere 104 T-72M1 wurden 1994–1995 von Polen und 37 T-72M1 von Belarus im Jahre 2000 beschafft.<ref>Arms transfers database (Datenbank, Supplier und Recipient sowie den Zeitraum auswählen, dann View on Screen). Stockholm International Peace Research Institute, abgerufen am 26. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Datei:Karrar Great Prophet 17 (2).jpg Karrar Kampfpanzer IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 800 (geplant) 2017–2019 Eigenproduktion auf Basis des T-72, allerdings signifikant kampfwertgesteigert.
Datei:SafirTank.jpg T-54 / T-55
Type 59 / Type-69-II
Safir-74
Kampfpanzer SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
540 Die Panzer des Typs T-54/55 werden derzeit auf die Kampfwertsteigerung Safir-74 umgerüstet.
Weitere Fahrzeuge
Bild Modell Typ Herkunftsland Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Datei:Safir jeep with Toophan.jpg Safir Geländewagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2008–2019
Datei:NeinavaTruck.jpg Neinava Lastkraftwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2012–2019
Zafar Lastkraftwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
Zoljanah Lastkraftwagen IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
KIAN 700 Schwerlasttransporter IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2019
Handwaffen
Bild Modell Typ Herkunftsland Kaliber Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Datei:P226 Elite Dark.JPG PC-9 ZOAF Pistole DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
9 × 19 mm
Datei:Heckler & Koch MP5-1.jpg MPT-9 Maschinenpistole DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
9 × 19 mm
Datei:Museo Eibar Subfusil Z-84 STAR.JPG Star Z-84 Maschinenpistole SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien 9 × 19 mm
Datei:Uzi of the israeli armed forces.jpg Uzi Maschinenpistole IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel 9 × 19 mm
Datei:Aks74u.png AKS-74U Karabiner SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
5,45 × 39 mm
Datei:DCB Shooting G3 pictures.jpg G3A6 Sturmgewehr DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
7,62 × 51 mm NATO Standardwaffe der iranischen Armee (Artesch).
AKM
Typ 56
KL-7.62
Sturmgewehr SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
7,62 × 39 mm Überwiegend bei den iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) und den Basidsch im Einsatz.
AK-103
KL-103/AK-133
Sturmgewehr RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
7,62 × 39 mm Bei den iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) weit verbreitet. Befindet sich allerdings auch im Einsatz bei der 65. Fallschirmbrigade (NOHED) der iranischen Armee (Artesch) und bei den Fatehin-Einheiten der Basidsch.<ref>IRGC's Fateheen Special Forces Take Aerial Practice – Photo news – Tasnim News Agency. Abgerufen am 4. November 2019.</ref>
Datei:NORINCO Type CQ 5'56x45mm assault rifle.jpg CQ 5.56
Sayyad 5.56
Sturmgewehr China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
5,56 × 45 mm NATO Unter anderem von den Saberin-Einheiten der iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) eingesetzt.<ref>با تکاوران ویژه سپاه پاسداران بیشتر آشنا شوید- اخبار رسانه ها – اخبار تسنیم – Tasnim. Abgerufen am 4. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Datei:Iranian Individual weapons Caliber 45 5.56x Masaf02 by tasnimnews.jpg Masaf Sturmgewehr IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 5,56 × 45 mm NATO Wird von der 65. Fallschirmbrigade (NOHED) der iranischen Armee (Artesch) verwendet.<ref>اختتامیه دوره‌های آموزشی یگان‌های واکنش سریع و‌ نیرو مخصوص نزاجا – اخبار خبری – اخبار تسنیم – Tasnim. Abgerufen am 4. November 2019.</ref>
Datei:BundeswehrMG3.jpg MG3A3 Maschinengewehr DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
7,62 × 51 mm NATO
PKM-T80 Maschinengewehr SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
7,62 × 54 mm R
Datei:Interpolitex 2013 (536-15).jpg Dragunow
Nakhjir
Hoshar/Hoshdar-M
Designated Marksman Rifle SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
7,62 × 54 mm R
Datei:سلاح تک تیرانداز طاهر - محمد رسول‌الله(ص) ۴ (5).jpg Taher Scharfschützengewehr IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 7,62 × 51 mm NATO
Datei:STEYR HS-50.jpg Steyr HS .50
AM-50 Sayyad
Anti-Materiel Rifle OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
12,7 × 99 mm NATO
Datei:Shaher (Iranian sniper rifle)01.jpg Schaher Anti-Materiel Rifle IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 14,5 × 114 mm
Panzerabwehrwaffen
Bild Modell Typ Herkunftsland Kaliber Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Datei:Flickr - Israel Defense Forces - Iranian RPG Found in Lebanon.jpg RPG-7 Rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffe SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
40 mm (Rohr)
Datei:RPG-29 USGov.JPG RPG-29 Rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffe SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
105 mm (Rohr)
Datei:Dragon 04.jpg Saegheh Panzerabwehrlenkwaffe IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
Datei:Toophan Fars.jpg Toophan Panzerabwehrlenkwaffe IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1987–2019
Datei:Malyutka.JPG 9K11 Maljutka
Raad
Panzerabwehrlenkwaffe SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
Datei:9K111 Fagot in Polish service.jpg 9K111 Fagot Panzerabwehrlenkwaffe SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
Datei:Airborne troops of Russia & SOF of Belarus 01.jpg 9M113 Konkurs
Towsan-1
Panzerabwehrlenkwaffe SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
Datei:Antitank missile system Metis-M1.jpg 9K115-2 Metis-M Panzerabwehrlenkwaffe RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
Datei:9M133 Kornet.JPG Dehlavie Panzerabwehrlenkwaffe IranDatei:Flag of Iran.svg Iran

Aufgrund der strikten Geheimhaltungspolitik des iranischen Militärs sind diese Zahlen bestenfalls als ungenau zu betrachten.

Unter den knapp 2100 nicht-selbstfahrenden Geschützen machen knapp 1000 130-mm-Kanonen vom Typ M-46 und rund 540 122-mm-Haubitzen vom Typ D30 den Hauptanteil aus. Die rund 310 Selbstfahrlafetten sind vor allem vom Typ M109 (130 bis 150 Stück) und 2S1 (60 bis 80). Die selbst gebauten Panzerhaubitzen der Typen Raad-1 und Raad-2 sind an sowjetischen bzw. US-amerikanischen Vorbildern orientiert und werden vermutlich seit Ende der 1990er-Jahre bzw. Anfang der 2000er-Jahre an die Streitkräfte ausgeliefert. Dazu kommen rund 5000 Mörser verschiedener Kaliber. Bei der Raketen-Artillerie sind rund 700 12-Rohr-Werfer vom chinesischen Typ 63 (107 Millimeter) im Einsatz sowie rund 170 Raketenwerfer anderer Bauart, davon mehrere verschiedene selbstgebaute Modelle mit vermutlich sehr kleinen Stückzahlen. Sie erreichen Reichweiten von bis zu 105 Kilometern, wobei möglicherweise keine Zielerfassungssysteme existieren, die in dieser Größenordnung arbeiten. Ein Teil der Modelle kann vermutlich auch chemisch oder biologisch bestückte Gefechtsköpfe tragen. Wiederum gehen europäische Schätzungen von deutlich niedrigeren Zahlen von nur rund 60 Mehrfachwerfern aus. Iran verfügt in der Region über das bei weitem größte Arsenal von Artilleriewaffen.

US-Beobachter haben seit dem Jahr 2000 keine Neuerwerbung oder Indienststellung eigenproduzierter Kampfpanzer festgestellt. Die eigenproduzierten bzw. in eigener Regie kampfwertgesteigerten Systeme Mobarez, Safir-74s und Zulfiqar (verschiedene Versionen) sind offenbar nie zur Serienfertigung gelangt.

Das Standardsturmgewehr des iranischen Heeres ist das HK G3, das in Iran von der Firma Defense Industries Organization in Lizenz produziert wird.<ref name="Jones, Richard D. Jane's Infantry Weapons 2009/2010. Jane's Information Group; 35 edition (January 27, 2009), ISBN 978-0-7106-2869-5">Jones, Richard D. Jane's Infantry Weapons 2009/2010. Jane’s Information Group; 35 edition (January 27, 2009), ISBN 978-0-7106-2869-5.</ref> Neben dem G3 wird das S.5'56,<ref>http://world.guns.ru/assault/ch/cq-m311-e.html</ref> eine in Iran gefertigte Lizenzproduktion des chinesischen Norinco CQ, welches eine Kopie des US-amerikanischen M16A1 von Colt ist, sowie eine als KL-7.62 bezeichnete im Iran gefertigte Lizenzproduktion des chinesischen Typ 56 verwendet. Waffenspezialisten wie Maschinengewehr- und Scharfschützen verfügen über mehrere Bewaffnungsmöglichkeiten, abhängig von Einsatztyp und Schussweite. Diese beinhalten die Maschinengewehre MG3, PKM-T80,<ref name="Jones, Richard D. Jane's Infantry Weapons 2009/2010. Jane's Information Group; 35 edition (January 27, 2009), ISBN 978-0-7106-2869-5" /> MDG<ref>http://world.guns.ru/machine/rus/dshk-dshkm-e.html</ref> und RPK, allesamt Lizenzproduktionen Irans, sowie das Scharfschützengewehr Nakhjir, eine in Iran gefertigte Lizenzproduktion des Dragunow-Scharfschützengewehrs.

Das Potenzial an Panzerabwehrraketen schätzen US-Quellen auf 50 bis 75 TOW- und 20 bis 30 M47-Dragon-Werfer und 100 bis 200 9K111 Fagot. Eine Kopie der 9M14 Maljutka stellt das Land selbst her. Dazu kommt eine größere Zahl verschiedener kleinerer Panzerabwehrwaffen der RPG-Familie sowie verschiedene rückstoßfreie Waffen aus westlicher und sowjetischer Produktion. Die modernsten Panzerabwehrraketen dürften eine unbekannte Anzahl von 9K115-2 Metis-M sein.

Die Heeresflieger-Abteilung ist relativ klein und hat etwas über 100 Transporthubschrauber und rund 50 Bell AH-1 in der Seekriegsversion in ihrem Arsenal. Darüber hinaus verfügt die Armee über rund 1700 Flugabwehrgeschütze meist älterer Bauart. Die 50 bis 100 radargelenkten Flugabwehrgeschütze vom Typ ZSU-23-4 dürften die modernsten Waffen dieser Kategorie sein. An tragbaren Flugabwehrwaffen existiert eine große Zahl an Strela-2-MANPADS, importierte Strela-3 und Igla-1, deren teils verbesserte Kopien das Land unter den Namen Misagh-1 und Misagh-2 herstellt. Als taktischer Lastkraftwagen stehen unterschiedliche teilmilitarisierte handelsübliche LKW sowie Eigenentwicklungen wie der Neinava zur Verfügung.

Wie die anderen Teilstreitkräfte auch, weist das iranische Heer erhebliche Defizite bei der Zielaufklärung und -erfassung, bei der Instandhaltung des Geräts sowie allgemein beim Nachschub auf. Die persönliche Ausrüstung der Soldaten, Ausbildung und technische Kommunikationsfähigkeiten scheinen sich kontinuierlich zu verbessern.

Marine

Die Marine ist vergleichsweise klein, ihre Stärke beträgt schätzungsweise 18.000 Mann (anderen Quellen zufolge 16.000), davon 2600 Marineinfanteristen in zwei Brigaden und 2000 Marineflieger. Beim Großteil der übrigen Marinesoldaten handelt es sich um Infanteristen auf Inseln im Persischen Golf. Seit 2001 steht die Marine im Zentrum der Modernisierung der iranischen Armee und wurde mit neuen Fahrzeugen ausgestattet. Der Marinenachrichtendienst der USA (U.S. Office of Naval Intelligence) meint, dass diese Fortschritte „die Fähigkeiten Irans zur Produktion von mittleren bis großen Schiffen demonstrieren“.<ref>W. Jonathan Rue: foreignaffairs.com, deutsche Übersetzung</ref> Die iranische Marine gilt jedoch nach wie vor als technisch veraltet und durch Sanktionen geschwächt.<ref name=":29" />

Seit den späten 1970er-Jahren wird eine große Basis in Bandar Beheschti gebaut, die zum Herzstück der iranischen Seestreitkräfte werden soll. Derzeit sind die großen Überwassereinheiten in Bandar Abbas stationiert, dem wichtigsten Marinestützpunkt und zugleich Standort der Marinewerften.(Standort)

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   |name=Bandar Abbas Marine-Arsenal
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  }} Strategisches Ziel der iranischen Marine ist die Kontrolle des Persischen Golfs mit seinen wichtigen Verkehrswegen (vor allem für Öltanker). Dementsprechend ist die Marine geostrategisch in fünf Operationszonen gegliedert, drei davon am Persischen Golf. Hauptquartiere:

Überwasserflotte

Datei:Iranian Alvand class frigat.JPEG
Iranische Fregatte der Alvand-Klasse
Datei:Iranian Velayat-90 Naval Exercise by IRIN (6).jpg
Die Fregatte Jamaran (2011)

US-Schätzungen zufolge verfügte die iranische Marine 2018 über sieben Korvetten (fünf davon Um- und Nachbauten der britischen Vosper-Klasse und zwei des US-Typs PF-103), 18 Versorgungs- und Unterstützungseinheiten, 15 mittlere und 13 kleine Landungsschiffe. Dazu kamen rund 160 Patrouillenboote, 60 davon mit Raketen ausgestattet. Die Bootsflotte umfasste demnach unter anderem 13 Einheiten der Tiger-Klasse. Die größeren Überwasser-Einheiten galten als weitgehend veraltet und stammten aus ehemaligen britischen und amerikanischen Beständen.

Die mittleren Landungsschiffe konnten bis zu 350 Mann und 30 gepanzerte Fahrzeuge transportieren. Dazu kamen 13 Hubschrauber (10 Sikorsky S-61 in der Variante SH-3D und 3 Sikorsky CH-53 in der Variante RH-53D) und 5 U-Jagd-Flugzeuge Lockheed P-3 sowie ein Transporthubschrauber-Bataillon und 5 Patrouillenflugzeuge, deren Einsatzfähigkeit aber als unklar galt.

Am 19. Februar 2010 fand die offizielle Indienststellung des ersten Schiffs der Moudsch-Klasse, der Jamaran, statt. Die Fregatte mit einer Verdrängung von 1420 Tonnen hat eine Besatzung von 120 bis 140 Mann, ist mit Ausrüstung zur elektronischen Kriegsführung und einem Helikopterlandeplatz ausgestattet. Ihre Bewaffnung setzte sich aus Schiff-Schiff- sowie Schiff-Luft-Raketen, Torpedos und einer Bordkanone zusammen. Die Jamaran erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten. Am 1. Dezember 2018 wurde nach der Jamaran und Damavand mit der Sahand die dritte Fregatte der Moudsch-Klasse in Dienst gestellt.

Im Januar 2021 wurde berichtet, dass Iran im Dezember 2020 mit der Makran erstmals einen Hubschrauberträger in Dienst gestellt hat.<ref>https://www.militaeraktuell.at/iraner-bauen-oeltanker-zum-traeger-um/</ref> Es handelt sich um einen umgebauten älteren Öltanker. Das Schiff kann nach iranischen Angaben fünf Hubschrauber gleichzeitig transportieren und soll die Minensuche, U-Boot-Abwehr sowie die Operationen von Spezialeinheiten unterstützen.<ref>Iran: Basisschiff Makran schließt sich iranischer Marine an. 13. Januar 2021, abgerufen am 6. Juli 2021.</ref>

Neben der Makran baute Iran zwischen 2000 und 2023 mit der Shahid Roudaki und der Shahid Mahdavi zwei weitere zivile Frachtschiffe zu Kriegsschiffen um. Ende 2024 wurde mit der Shahid Bahman Bagheri ein ehemaliges Containerschiff erstmalig zum Drohnenträger umgebaut.<ref>Navid Linnemann: Irans Shahid Bagheri – Ziviler Frachter wird Drohnenträger. 8. Januar 2025, abgerufen am 8. Januar 2025.</ref> Das Schiff sollte die Reichweite iranischer Drohnen enorm steigern.

Die Islamische Republik Iran verfügt nach unbestätigten Berichten über Kapazitäten zur Produktion vergleichsweise moderner Seeminen und besitzt rund 4000 dieser Waffen.

Jüngere Entwicklungen deuteten auf eine enge Kooperation mit der Volksrepublik China bei der Entwicklung von Antischiffsflugkörpern hin. Erste Produkte dieser gemeinschaftlichen Entwicklungen stellen die Nasr und Kosar dar, die in der Volksrepublik China die Bezeichnung TL-6 und TL-10 tragen. Demnach befanden sich 100 Seezielflugkörper der chinesischen Typen CS-801 und CS-802 im iranischen Arsenal. Allerdings liegt die Reichweite der iranischen Seezielaufklärung beträchtlich unter der Waffenreichweite (C-802: 120 Kilometer). US-Schätzungen zufolge waren die Fregatten sowie rund ein Dutzend Patrouillenboote mit CSS-N-4 ausgestattet. Jeweils rund zehn weitere Patrouillenboote trugen demnach Raketen der Typen C-802 (CSS-C-8) und C-701, in Iran auch als Saccade und Kowar bezeichnet.

Im Zuge des Irankrieges 2026 musste die iranische Marine signifikante Verluste hinnehmen.<ref>Christoph Koettl: Iran's Navy Is Weakened but U.S. Still Faces Challenges in Strait of Hormuz. In: The New York Times. 6. März 2026, abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Tayfun Ozberk: US Strikes Destroy Iran’s Main Naval Assets. In: Naval News. 2. März 2026, abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die USA gaben an, zu Beginn des Krieges alle elf iranischen Marineeinheiten, die sich im Golf von Oman befanden, zerstört zu haben.<ref>Jake Epstein: Satellite image shows Iran's largest naval vessel, a tanker-turned-base ship, smoking in port. In: Business Insider. 3. März 2026, abgerufen am 4. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nennenswert ist insbesondere die Versenkung des Drohnenträgers Shahid Bahman Bagheri sowie der Korvetten Bayandor und Naghdi (beide Baujahr 1964).<ref name=":29">Satellitenbilder zeigen Kriegsschiffe in Flammen – Trump zerstört Irans Marine in 48 Stunden. In: Merkur. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref> Der prestigeträchtige Hubschrauberträger Makran wurde ebenfalls getroffen und schwer beschädigt.<ref>Christian Gehrke: Irans größtes Kriegsschiff Makran brennt: USA bomben weiter. In: Focus. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref> Abseits des Irans wurde vor der Küste Sri Lankas die Fregatte Dena durch ein amerikanisches U-Boot versenkt.<ref>Iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka gesunken – 150 Personen vermisst. In: Der Tagesanzeiger. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref><ref>Hannah Ellis-Petersen: US submarine sank Iranian warship off Sri Lanka’s coast, Hegseth says. In: The Guardian. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref> Insgesamt wurden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in den ersten drei Tagen des Krieges 42 iranische Wasserfahrzeuge ausgeschaltet.<ref>Trump says US destroyed 42 Iranian Navy ships in three days: 'They’re bad people'. In: Ynetnews. 7. März 2026, abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein Großteil der Einheiten wurde getroffen, als diese in Häfen vor Anker lagen.<ref>Robert Farley: The ‘Iran’s Navy Is Destroyed’ Narrative Is Missing a Huge Chunk of the Story. In: 19fortyfive. 8. März 2026, abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wie viele der ursprünglich mehr als 100 Schiffe aktuell noch einsatzbereit sind, ist unklar.<ref>Arie Egozi: Schlagabtausch auf See: US-Marine versenkt iranische Kriegsschiffe. In: Defence Network. 3. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref> Es wird vermutet, dass weitgehend nur noch Schnellboote und Mini-U-Boote der Ghadir-Klasse mit sieben Mann Besatzung übrig sind.<ref>Gerry Doyle: Iran Left With Midget Subs, Speedboats After Week of Strikes. In: Bloomberg. 6. März 2026, abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":30" /> Die iranische Marine galt Experten zufolge bereits vor dem Krieg als durch Sanktionen stark geschwächt und veraltet.<ref name=":29" />

U-Boot-Flotte

Die iranische Marine verfügt über drei diesel-elektrische U-Boote des Typs Projekt 877EKM aus russischer Produktion, die zwischen 1992 und 1997 gekauft wurden, sowie über 18 Klein-U-Boote.

Kleinst-U-Boote der sogenannten Ghadir-Klasse mit einer Reichweite von 300 km wurden im Jahr 2005 im iranischen Fernsehen gezeigt und nahmen im April 2006 an einem größeren Seemanöver teil. 2008 kündigte Teheran zudem die Eröffnung der Produktion einer größeren und wirksameren U-Boot-Reihe, der 1000 Tonnen schweren Qa’em-Klasse an.<ref>W. Jonathan Rue: foreignaffairs.com deutsche Übersetzung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 12. Januar 2012 im Internet Archive)</ref>

Im Rahmen des Irankrieges 2026 zerstörten die USA nach eigenen Angaben offenbar durch Luftangriffe ein iranisches U-Boot der modernen Fateh-Klasse im Hafen von Bandar Abbas.<ref>Nitin J. Ticku: U.S. Sinks 17 Iranian Warships – “Cutting Edge” Fateh-Class Submarine Likely ‘Holed’ in Epic Fury Onslaught. In: The Eurasian Times. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Jay Hilotin: Destroyed: 17 Iranian Navy ships, including 1 submarine, says US admiral. In: Gulf News. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einheiten

U-Boote<ref name=":15">Iran Submarine Capabilities | NTI. Abgerufen am 17. Oktober 2019.</ref>
Bild Modell Typ Herkunftsland Verdrängung Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Jugo-Klasse Kleinst-U-Boot Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea 90–110 t 4 2007
Datei:غدیر - رژه پایانی رزمایش دریایی ولایت ۹۴ (1) (1).jpg Ghadir-Klasse Kleinst-U-Boot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 115–120 t 22<ref>Ghadir Unit List (Englisch)</ref> 2007–2018
Nahang-Klasse U-Boot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 350–400 t 1<ref name=":15" /> 2006
Datei:Commissioning ceremony of Fateh submarine (52).jpg Fateh-Klasse U-Boot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 527–593 t 0 2013–2015 Das einzige bisher fertiggestellte U-Boot wurde 2026 durch die USA versenkt.<ref name=":30">Nils Metzger: Was von Irans Marine noch übrig ist. In: Heute. 7. März 2026, abgerufen am 9. März 2026.</ref> Drei weitere U-Boote der Fateh-Klasse befanden sich 2019 im Bau.<ref>اسرائیل جرأت و قدرت حضور در ائتلاف دریایی را ندارد/ صادرات ناوهای موشک‌انداز به کشورهای دوست/ هر جنگنده متجاوزی را منهدم می‌کنیم. Abgerufen am 17. Oktober 2019.</ref> Das vierte U-Boot dieser Klasse wird mit einer Außenluftunabhängigen Antriebsanlage (AIP) ausgestattet werden.<ref name=":25">Iran IRIB2 interview Army Navy chief Admiral Khanzadi ایران گفتگوی خبری فرمانده دریایی ارتش خانزادی. Abgerufen am 30. November 2019.</ref>
Besat-Klasse U-Boot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 3000 t 1 Wird mit einer Senkrechtstartanlage (VLS) für Raketen ausgestattet und mit einer Verdrängung von 3000 Tonnen schwerer als bisher erwartet sein.<ref name=":25" /><ref>خبرگزاری فارس - تجهیز ناوشکن دماوند به رادار «چشم عقاب»/ زیردریایی بعثت موشک‌های عمودپرتاب خواهد داشت. 29. November 2019, abgerufen am 29. November 2019.</ref>
Datei:Iranian kilo class submarine.jpg Projekt 877 U-Boot SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
2300–3076 t 2<ref name=":15" /> 1992–1997 Tareq, Nooh und Junes. Taregh wurde am 13. März 2026 versenkt.<ref>Iran Kilo Fleet Update (März 2026)</ref>
Kriegsschiffe und Boote
Bild Modell Typ Herkunftsland Verdrängung Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Seraj-1 Schnellboot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 12
Peykaap-I-Klasse Schnellboot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 74+
Tir/IPS-18-Klasse Patrouillenboot Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
28,16 t 10
MIG-S-1800-Klasse Patrouillenboot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 22 t 20
Mk III-Klasse Patrouillenboot Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 28–36 t 10
MIG-G-1900-Klasse Patrouillenboot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 60 t 6
MIG-S-2600-Klasse Patrouillenboot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 70–82 t 6
Bavar-Klasse Patrouillenboot China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China
Kaivan-Klasse Patrouillenboot Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 98–148 t 3
Parvin-Klasse Patrouillenboot Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 98–148 t 3
Chaho-Klasse
Zafar-Klasse
Patrouillenboot Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
70 t 3
Peykaap-II/IPS-16-Klasse Flugkörperschnellboot Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
13,75 t 10
Datei:Iranian Velayat-90 Naval Exercise by IRIN (2).jpg C 14-Klasse
Azarakhsh
Katamaran-Flugkörperschnellboot China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
20 t 9
Datei:青岛海军博物馆3101号导弹艇.jpg Houdong/Tondar-Klasse Flugkörperschnellboot China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China 175 t 10 1994–1996
Datei:Plotarhis Vlakavas P 74.jpg Kaman-Klasse Flugkörperschnellboot FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 234 t 10 1977–2006 weitgehend baugleich zur Tiger- bzw. La-Combattante-II-Klasse
Datei:Iranian Separ Cruiser010.jpg Sina-Klasse Flugkörperschnellboot IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 234 t 4 2003–2017 modernere Nachbauten der Tiger- bzw. La-Combattante-II-Klasse, insgesamt sollen zehn Einheiten gebaut werden
Hendijan-Klasse leichte Tender NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande 420 t 11 1988–1991 mindestens zwei Einheiten sind mit Noor-Antischiff-Marschflugkörpern bestückt
Hamzeh-Klasse Korvette NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
580 t 1 1936
1956
ursprünglich Motoryacht des Schah, 1956 in Italien zur leichten Korvette umgebaut
Bayandor-Klasse Korvette Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 1135 t 2 1964
Datei:Iranian Alvand class frigat.JPEG Alvand-Klasse Fregatte Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich 1100 t 3 1971–1972
Datei:Iranian Velayat-90 Naval Exercise by IRIN (6).jpg Moudsch-Klasse Fregatte IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1300 t 2 2010–2018 Das Schiff „Damavand“ der Moudsch-Klasse sollte 2019 instand gesetzt werden, nachdem es 2018 sank und von der Liste der im Dienst befindlichen Schiffe gestrichen wurde. Vier weitere Schiffe waren damals im Bau.<ref>Mowj-class (Wave-class). Abgerufen am 17. Oktober 2019.</ref>
Projekt „Safineh“ Trimaran Zerstörer IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 3000 t Der Bau des Schiffes ist geplant.<ref>رونمایی از ماکت شناورهای آینده نداجا/ نسل جدید ناوشکن‌های ایرانی با 96 موشک عمود پرتاب+عکس- اخبار سیاسی - اخبار تسنیم - Tasnim. Abgerufen am 30. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Iran Army Navy Moj-6 Trimaran destroyer, 3000Ton, 96 VLS Cubic tube, 20201ایران پروژه ناوشکن موج-۶. Abgerufen am 30. November 2019.</ref>
Khalidsch-e Fars-Klasse Zerstörer IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 6500 t Befand sich 2019 im Bau.
Projekt „Negin“ Zerstörer IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 7000 t<ref name=":25" /> Der Bau des Schiffes war 2019 geplant.<ref>Iran Navy to Build New Heavy Destroyer - Politics news. Abgerufen am 24. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Seezielflugkörper
Bild Modell Typ Herkunftsland Reichweite Sprengkopf Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Kowsar Seezielflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 18 km<ref name=":9" /> 29 kg<ref name=":9" /> 2006–2019
Nasr Seezielflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 27–35 km<ref name=":9" /> 130 kg<ref name=":9" /> 2005–2019 Basiert auf der chinesischen C-704.
Nasir Seezielflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 35+ km<ref>اشنایی با محصولات نظامی جمهوری اسلامی ایران (بخش سوم). In: جنگاوران. 21. August 2015, abgerufen am 19. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Datei:شلیک موشک کروز نور توسط یگان ساحلی نداجا از سواحل مکران (4).jpg Noor Seezielflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 130–200 km<ref name=":9" /> 165 kg 2000–2019 Basiert auf der chinesischen C-802.
Datei:Firing Qader Missile from a truck launcher (2).jpg Qader Seezielflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 200 km<ref name=":9" /> 200 kg 2011–2019 Verbesserte Version des Noor-Seezielflugkörpers.
Ghadir Seezielflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 300 km 2015–2019
Raad Seezielflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 350 km<ref name=":21">Ra'ad. Abgerufen am 19. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 450–500 kg<ref name=":21" /> 2007–2019<ref name=":21" /> Basiert auf der chinesischen Silkworm.<ref name=":21" />
Drohnen
Bild Modell Typ Herkunftsland Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Sejjil Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2019 Die Drohne nutzt zwei Turbojet-Triebwerke, kann eine Spitzengeschwindigkeit von 1000 km/h erreichen und Gleitbomben mit einer Reichweite von 100 km tragen. Sejjil ist die erste Drohne der iranischen Marine und kann von Schiffen aus gestartet werden.<ref>Iranian Navy’s First Combat Drone with Jet Engines Designed: Commander - Politics news. Abgerufen am 27. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Simorgh Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2019
Pelikan-2 Aufklärungsdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2019 Pelikan-2 ist eine senkrecht startende Drohne.<ref>رونمایی از دستاوردهای نیروی دریایی ارتش| پهپاد جدید «پلیکان» با قابلیت عمودپرواز رونمایی شد+ تصاویر- اخبار سیاسی - اخبار تسنیم - Tasnim. Abgerufen am 30. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Iran Navy Pelican 2 Dual Hybrid Vertical Takeoff & Landing drone پهپاد عمود پرواز پليكان دو دريايي. Abgerufen am 30. November 2019.</ref>

Luftwaffe

Datei:Iranian AF F-14 Tomcat landing at Mehrabad.jpg
Iranische F-14A im Landeanflug auf einen iranischen Luftwaffenstützpunkt im Jahr 2012

Die iranische Luftwaffe (Hauptquartier: Doschan Tape, nahe Teheran) besitzt nur noch geringe Schlagkraft, weil das Land kaum Munition und Ersatzteile für westliche Flugzeuge und Waffen beschaffen konnte, die noch vor der Islamischen Revolution gekauft wurden. Neben der Luftwaffe verfügen auch Armee, Marine und die Revolutionsgarde über Luftfahrzeuge.<ref>Embracer: WORLD AIR FORCES 2026 (PDF), S. 21, abgerufen am 4. März 2026</ref>

Es wird angenommen, dass die Stärke der iranischen Luftwaffe etwas über 30.000 Mann (andere Quellen: 52.000 Mann) beträgt, dazu rund 12.000 in den Luftabwehrtruppen. Nach US-Schätzungen (Stand 2018) besitzt Iran 334 Kampfflugzeuge, 50 Kampfhubschrauber, 237 Startgeräte für größere Flugabwehrraketen, etwas mehr als 514 Starter für leichte Flugabwehrraketen und Manpads sowie mehr als 1122 Flugabwehrkanonen. Den zahlenmäßig größten Anteil der Flugzeuge machen Northrop F-5 (rund 75), F-4 Phantom II (rund 65) und F-14 Tomcat (bis 1978 wurden 80 Stück erworben, 79 geliefert, von denen rund 40 heute noch im Einsatz sind<ref>Tom Cooper, Liam F. Devlin: Die Wächter des iranischen Luftraums, Fliegerrevue Extra Nr. 27, S. 63.</ref><ref>Tom Cooper, Farzad Bishop, Brigadegeneral Ahmad Sadik: Die „Persischen Kater“, Fliegerrevue Extra Nr. 14, S. 21.</ref>) aus. Die kämpfenden Einheiten sind in neun Staffeln für den Kampf gegen Bodenziele (162 bis 186 Flugzeuge), sieben Jägerstaffeln (70 bis 74 Flugzeuge) und eine Aufklärungsstaffel (vier bis acht Flugzeuge) gegliedert. Zusammen mit der F-14 kaufte Iran auch die weitreichende AIM-54 Phoenix Luft-Luft-Rakete von den USA.

Die Lufttransportflotte besteht aus einer Vielzahl verschiedener Flugzeuge (knapp 50 Stück) und Hubschrauber (rund 60), letztere vor allem Mi-17 und Bell 214.

14 Flughäfen sollen derzeit militärisch nutzbar sein. Dauerhaft sind in Bandar Abbas, Buschehr, Dezful, Hamadan, Täbris und im Flughafen Teheran-Mehrabad fliegende Einheiten stationiert, die für den Kampf gegen Bodenziele geeignet sind. Die Abfangjägerstaffel und ein Transportverband haben ihre Basen in Schiras. Die wichtigste Reparatur-Werft für Flugzeuge befindet sich in Mehrabad. Die drei regionalen Hauptquartiere sind in Badl Sar (Norden), Maschhad (Mitte) und Buschehr (Süden) angesiedelt.

Die Ersatzteilversorgung der Flugzeuge wird durch die inzwischen relativ eigenständige Luftfahrtindustrie sowie illegale Beschaffung von Ersatzteilen im Ausland angestrebt. Mit russischer Hilfe sollen sogar einige Verbesserungen durchgeführt worden sein. Dennoch bleibt die genaue Zahl der einsatzfähigen Maschinen eine unbekannte Größe. US-Schätzungen zufolge waren im Jahr 2000 rund 100 Düsenflugzeuge der iranischen Luftwaffe flugfähig. Zu den Kampfflugzeugen kommen noch einmal rund 15 Aufklärer mit entsprechender elektronischer Ausstattung, 100 Ausbildungsflugzeuge und rund 35 Helikopter, die aber nicht für direkte Kampfeinsätze geeignet sind.

1991 brachte die irakische Luftwaffe einen Großteil ihrer Flugzeuge nach Iran, der offiziell zu diesem Zeitpunkt noch Kriegsgegner war, um die Vernichtung der Luftflotte im Zweiten Golfkrieg zu vermeiden. Zu diesen Flugzeugen zählten 24 Mirage F1, vier Su-20 Fitter, 40 Su-22 Fitter, 24 Su-24 Fencer, sieben Su-25 Frogfoot, neun MiG-23 Flogger und vier MiG-29 Fulcrum. Welche Flugzeuge davon in den Dienst der iranischen Luftwaffe integriert wurden, bleibt unklar. Bis heute wurde keines dieser Flugzeuge an den Irak zurückgegeben.

Bisher hatte Iran ein Kampfflugzeug vom Typ Saeqeh (deutsch: Donner) eigenproduziert. Von diesem, ein Nachbau der Northrop F-5, dürften aber höchstens fünf Maschinen einsatzfähig sein. US-Einschätzungen zufolge befinden sich einige ebenfalls selbst gebaute Drohnenmodelle bereits im Einsatz.

Zu den im Dienst befindlichen Luftabwehrraketen gehören sowohl westliche als auch sowjetische/russische und chinesische Systeme und deren iranische Kopien. Dazu zählen mehr als 250 Abschussvorrichtungen für Crotale, mehr als 150 Starter für Hawk, 45 für S-75, rund 30 für Rapier, zehn S-200, eine unbekannte Anzahl HQ-7 in der Exportvariante FM-80 und 29 Nahbereichs-Flugabwehrsysteme des Typs 9K330 Tor. 2016 meldeten verschiedene Quellen den Beginn der Aufstellung von modifizierten oder selbst nachgebauten Systemen des Typs S-300P, von denen derzeit (Stand 2018) 32 Systeme in der Nutzung sein sollen. Zahlreiche dieser Flugabwehrsysteme wurden mit veränderter Technik ausgestattet. An Manpads sind rund 200 Abschussvorrichtungen vorhanden, darunter FIM-92 Stinger, 9K32 Strela-2 (auch in der Variante HN-5A), Igla-S, 9K34 Strela-3, Nachbauten der chinesischen QianWei-1 und QianWei-2 unter den Namen Misagh-1 und Misagh-2.

An Flugabwehrkanonen werden folgende Modelle genutzt: SU-23 (300 Geschütze), Oerlikon 37 mm, ZSU-23-4 (100 Fahrzeuge), ZSU-57-2 (80 Fahrzeuge), ZPU-2, ZPU-4, Skyguard mit Oerlikon 35-mm-Zwillingskanone (92 Systeme), Automatische 37-mm-Flugabwehrkanone M1939 (61-K), 40-mm-Bofors-Geschütz L/70 (50 Geschütze), S-60 (200 Geschütze) und 85-mm-Flugabwehrkanone M1939 (52-K) (300 Geschütze).

Seit 2006 wird die Fadschr-27 Schnellfeuerkanone produziert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Iran Launches Production of Rapid-Fire Cannon (Memento vom 14. April 2008 im Internet Archive)</ref> Einige S-200-Raketen wurden in Fadschr-8 umbenannt und modifiziert, des Weiteren stellt Iran eine verbesserte Kopie der sowjetischen S-75 bzw. deren chinesischer Kopie HQ-2 unter dem Namen Sayyad-1 und die verbesserte Version Sayyad-2 her.

Im Jahr 2008 startete die Produktion der Samavat-Flugabwehrkanone, dabei handelt es sich auch hier um eine modifizierte Kopie der Oerlikon 35-mm-Zwillingskanone.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.sdtv.gr (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )</ref><ref>msoltan: Iran Produces Anti-Aircraft Cannon: Samavat auf YouTube, 15. Januar 2008, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 2:07 min).</ref> Anfang 2009 wurde eine weitere Flugabwehrkanone vorgestellt. Bei dieser handelt sich laut offiziellen Angaben um eine 100 mm Kanone, die vollautomatisch von einem Radar gesteuert wird.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Iran entwickelt „einmalige“ Flak für Kriegsfall (Memento vom 3. Februar 2009 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Iran produces smart anti-aircraft gun: minister (Memento vom 4. Februar 2009 im Internet Archive)</ref>

Es existiert kein einheitliches, größere Gebiete umfassendes Feuerleitsystem. Die Luftabwehr basiert vielmehr auf kleineren, kaum vernetzten Verteidigungszentren an strategisch wichtigen Punkten. Die Reichweite einzelner von China erworbener Radarsysteme beträgt 300 Kilometer. Nach Angaben des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, General Ahmad Meyghani, habe Iran im Jahr 2008 Aktiv- und Passiv-Radare mit einem Aktionsradius von 1000 Kilometern entwickelt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Iran baut Radar mit 1000-Kilometer-Aktionsradius - Luftwaffenchef (Memento vom 25. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref>

Im Zuge des Irankrieges 2026 wurden Berichten zufolge mehrere iranische Kampfflugzeuge zerstört. So schoss Israel nach eigenen Angaben eine Yak-130 über Teheran ab.<ref>Premiere über Teheran: Israelischer Kampfjet F-35 schreibt im Iran-Krieg Geschichte. In: Merkur. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref><ref>David Cenciotti: Breaking: Israeli F-35I Shoots Down Iranian Yak-130 Over Iran. In: The Aviationist. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Katar teilte mit, dass die Luftwaffe des Landes zwei Suchoi Su-24 ausgeschaltet habe.<ref>Katar meldet Abschuss zweier iranischer Kampfjets. In: Deutschlandfunk. 2. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref><ref>Katar: Katars Verteidigungsministerium: Zwei Kampfflugzeuge abgeschossen, sieben Raketen und fünf Drohnen abgefangen, veröffentlicht am 2. März 2026, abgerufen am 4. März 2026</ref> Die beiden iranischen Bomber sollen von einer katarischen F-15 abgeschossen worden sein, als sie sich dem auch von den USA genutzten Militärflughafen al-Udeid Air Base näherten.<ref>Mostafa Salem: Exclusive: Iranian bombers were ‘two minutes’ from striking US air base before Qatari planes shot them down. In: CNN. 5. März 2026, abgerufen am 5. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Laut Israel wurden zudem zwei iranische Flugzeuge vom Typ Northrop F-5 und McDonnell F-4 am Boden des Flughafens von Täbris zerstört.<ref>Dylan Malyasov: Israel strikes Iranian fighter jets at Tabriz airbase. In: Defence Blog. 1. März 2026, abgerufen am 1. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>IDF says it destroyed 2 Iranian fighter jets ready for takeoff. In: Times of Israel. 1. März 2026, abgerufen am 4. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die USA veröffentlichten des Weiteren ein Video, das die Zerstörung von zwei iranischen Sukhoi Su-22M4 am Borden zeigt.<ref>Aviation Safety Network: Ereignisbericht 567513, abgerufen am 4. März 2026</ref>

Hinweis: Ein Teil der folgenden Geräte, insbesondere Kampfdrohnen, gehört der Revolutionsgarde an.

Kampfflugzeuge
Bild Modell Typ Herkunftsland Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Datei:Iran Air Force Mikoyan-Gurevich MiG-29UB (9-51) Sharifi-1.jpg Mikojan-Gurewitsch MiG-29A/UB Mehrzweckkampfflugzeug SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 36 1991 Vom Irak übernommen.
Datei:Sukhoi Su-22M4, Czech Republic - Air Force (cropped).jpg Suchoi Su-20/Suchoi Su-22 Jagdbomber SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 30 1991 Vom Irak übernommen.
Datei:A Sukhoi Su-24MK of IRIAF flighting over Shiraz.jpg Suchoi Su-24MK Frontbomber SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 29 1991 Vom Irak übernommen.
Datei:Sukhoi Su-25, Russia - Air Force AN2192992.jpg Suchoi Su-25K/UBK Erdkampfflugzeug SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 10 1991 Vom Irak übernommen.
Datei:IRIAF MiG-21 landing.jpg Chengdu J-7 Abfangjäger China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China 24
Datei:IRIAF Northrop F-5E Tiger II Talebzadeh.jpg Northrop F-5E/F Tiger II Leichtes Jagdflugzeug Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 75 1975
Datei:A HESA Saeqeh of IRIAF.jpg HESA Saeqeh Leichtes Jagdflugzeug IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 6 2004 Iranisches Kampfflugzeug auf Basis der F-5E Tiger II.
Datei:HESA Azarakhsh displayed in Vahdati Airbase.jpg HESA Azarakhsh Leichter Jagdbomber IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 6 2007 Iranisches Kampfflugzeug auf Basis der Northrop F-5 und als leichter Jagdbomber umgerüstet.
Datei:HESA Kowsar4.jpg HESA Kowsar Leichtes Jagdflugzeug IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 10 2018–2019 Neuester iranischer F-5-Abkömmling mit moderner Avionik.
HESA Yasin Schulflugzeug/Erdkampfflugzeug IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 50 (geplant)<ref name=":16">Jon Lake: Iran Flies New Military Trainer. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Oktober 2019; abgerufen am 20. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2019<ref name=":16" />
Datei:F-4 Phantom II VF-301.jpg McDonnell F-4D/E, RF-4E Phantom II Jagdbomber/Abfangjäger/Aufklärungsflugzeug Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 64 1968–1971
Datei:Iranian Air Force Grumman F-14A Tomcat (remix).jpg Grumman F-14 Tomcat Abfangjäger Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 43 1975
Datei:Mirage F1BQ of IRIAF.jpg Dassault Mirage-F1BQ/EQ Mehrzweckkampfflugzeug FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 10 1991 Vom Irak übernommen.
Datei:Mig-23-DNST8908431 JPG.jpg Mikojan-Gurewitsch MiG-23 Jagdbomber SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 9 1991 Vom Irak übernommen.
Datei:Russian Air Force MiG-25.jpg Mikojan-Gurewitsch MiG-25 Abfangjäger SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 1991 Vom Irak übernommen.
Drohnen<ref>Oryx: The Oryx Handbook of Iranian Drones. Abgerufen am 10. Oktober 2019.</ref>
Bild Modell Typ Herkunftsland Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Datei:Ababil-3.jpg HESA Ababil-3 Aufklärungsdrohne/Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran ~217 2008–2019 Die Ababil-3-Drohne kann mit zwei Qaem-1, Qaem-5 oder Qaem-9-Gleitbomben ausgerüstet werden.<ref name=":0">Oryx: The Oryx Handbook of Iranian Drones. Abgerufen am 6. Oktober 2019.</ref>
Datei:Sistema aéreo no tripulado - Mohajer2 Cavim Sant Arpia.jpg Qods Mohajer-2
Qods Mohajer-2N
Aufklärungsdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1990er-2019
2014–2019
Datei:Mohajer-4B.jpg Qods Mohajer-4
Qods Mohajer-4B
Aufklärungsdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1999–2019
2014–2019
Datei:Qods Mohajer-6 (1).png Qods Mohajer-6 Aufklärungsdrohne/ Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran ~30 (Stand 2019) 2018–2019 Die Mohajer-6-Drohne kann mit zwei Qaem-1, Qaem-5 oder Qaem-9-Gleitbomben ausgerüstet werden.<ref name=":0" />
HESA Schahed-121 Aufklärungsdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran Iran verwendete die Schahed-121-Drohne in der Vergangenheit scheinbar mehrmals, um US-amerikanische Flugzeugträger im Persischen Golf auszuspähen.<ref>Amanda Macias, Associated Press: This is the Iranian drone that flew over an American aircraft carrier. Abgerufen am 10. Oktober 2019.</ref>
HESA Schahed-123 Aufklärungsdrohne/ Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran Die Schahed-123-Drohne basiert auf der israelischen Hermes 200, von der Iran ein Exemplar im Jahre 2014 erbeutete, und kann mit zwei Sadid-345-Gleitbomben ausgerüstet werden.<ref name=":0" />
Datei:Shahed 129 (4).jpg HESA Schahed-129 Aufklärungsdrohne/ Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran ~23–25 + 40 bestellt 2012–2019 Nachfolger der Schahed-123-Drohne, der mit vier Sadid-345-Gleitbomben ausgerüstet werden kann.<ref name=":0" />
Datei:Hamaseh (3).jpg HESA Hamaseh Aufklärungsdrohne/ Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2016–2019 Die Hamaseh-Drohne kann mit zwei Qaem-1, Qaem-5 oder Qaem-9-Gleitbomben ausgerüstet werden.<ref name=":0" />
Farpad Aufklärungsdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2016–2019 Bei der Farpad handelt es sich um eine kleine Aufklärungsdrohne mit einer maximalen Flugdauer von 45 Minuten, einer Reichweite von 20 km und einem Gewicht von 4 kg, die von einer Person in die Luft geworfen und somit gestartet werden kann.<ref>Iran unveils new reconnaissance and jammer drone called Farpad during military exercise. In: Army Recognition. 14. Dezember 2016, abgerufen am 11. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sayeh Aufklärungsdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran Kopie der US-amerikanischen ScanEagle.<ref name=":0" />
Datei:Yasir UAV 2013.jpg Qods Yasir Aufklärungsdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2013–2019 Basiert auf der US-amerikanischen ScanEagle.<ref name=":0" />
Datei:Saegheh (4).jpg Saegheh-1
Saegheh-2
Stealth Aufklärungsdrohne/ Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2016–2019 Basiert auf der US-amerikanischen RQ-170, die Iran im Jahr 2011 im Osten des Landes entweder abschoss oder mittels Elektronischer Kampfführung zum Absturz brachte. Im Gegensatz zur RQ-170 ist die Saegheh-2-Drohne deutlich kleiner und verfügt über zwei interne Waffenschächte, in denen sie zwei Sadid-345-Gleitbomben tragen kann.<ref name=":0" />
Datei:Shahed 171 Simorgh.jpg Schahed-171 Simorgh Stealth Aufklärungsdrohne/ Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1:1-Kopie der US-amerikanischen RQ-170.
Datei:کرار - هشتمین همایش و نمایشگاه هوایی و هوانوردی کشور در کیش (1) (01).jpg HESA Karrar Kampfdrohne/Zieldarstellungsdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2010–2019 Wird für Übungszwecke als Ziel für iranische Flugabwehrsysteme genutzt, kann aber auch als Langstrecken-Angriffsdrohne verwendet werden. An Bewaffnung kann die Drohne eine Mark-82-Freifallbombe, ein oder zwei Nasr-1-Seezielflugkörper, zwei Kowsar-Seezielflugkörper, zwei Mark-81-Freifallbomben oder eine Balaban-Gleitbombe tragen. Durch die zusätzliche Waffenlast würde sich die Einsatzreichweite verringern.
Shahed 136 Suizid-Drohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran ? Die Deltaflügel Kamikaze-Drohne soll sich seit Ende 2019 auch im jemenitischen Huthi-Konflikt im Einsatz befinden. Mit ihrer angeblichen maximalen Reichweite von 2000 bis 2200 Kilometern kann auch Israel erreicht werden. Sie gibt es in größeren und kleineren Ausführungen.<ref>Judah Ari Gross: Iranian kamikaze drones said spotted in the possession of Yemen’s Houthis. In: timesofisrael.com. Abgerufen am 7. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Mobin Stealth Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 10 2018–2019 Die Mobin-Stealth-Drohne wurde auf der MAKS 2019 in Moskau vorgestellt und soll über Tarnkappentechnik verfügen. Ihre Einsatzreichweite beträgt 450 km, ihre Nutzlast 120 kg und gelenkt wird sie mittels TERCOM/DSMAC.<ref>Garrett Reim: MAKS: China & Iran show tactical UAV concepts. 29. August 2019, abgerufen am 7. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>MAKS 2019: Iran unveils Mobin ‘cruise UAV’ | Jane's 360. Abgerufen am 7. Oktober 2019.</ref><ref>VIDEO: Iran introduces 'Mobin' cruise missile at 2019 MAKS. 27. August 2019, abgerufen am 7. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Datei:Kaman 12.png Kaman-12 Kampfdrohne IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2019 Die Kaman-12-Drohne hat eine maximale Flugdauer von 10 Stunden, eine Geschwindigkeit von 200 km/h, einen Einsatzradius von 1000 km und kann eine Nutzlast von bis zu 100 kg tragen.<ref>Iran Kicks off Mass-Producing Kaman-12 UAV, Akhgar Missile. Abgerufen am 10. Oktober 2019.</ref> Sie kann mit luftgestützten Akhgar-Marschflugkörpern, die eine Einsatzreichweite von 30 km besitzen, ausgerüstet werden.<ref name=":6">SouthFront: Iran Starts Serial Production Of UAV Armed With Small-Diameter Cruise Missile (Photos). 1. März 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Flugabwehrraketensysteme
Bild Modell Typ Herkunftsland Reichweite Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Datei:Swiss rapier missile.jpg Rapier Kurzstrecken-Flugabwehrraketensystem Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich 7 km 1971<ref name=":4">WWW.IBPUS.COM: Iran Armed Forces Weapon Systems Handbook Volume 1 Strategic Information and Weapon Systems. Lulu.com, 2009, ISBN 978-1-4387-2383-9 (google.de [abgerufen am 9. Oktober 2019]).</ref>
Datei:Ya Zahra.jpg Ya Zahra-3
Herz-9
(Mobiles) kurzstrecken-Flugabwehrraketensystem IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 8,6 km<ref name=":28">گزارش تسنیم|نگاهی به پدافند ارتفاع پست ایران/ گام بلند ارتش برای ساخت سامانه پدافندی مشابه پانتسیر- اخبار سیاسی - اخبار تسنیم - Tasnim. Abgerufen am 18. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 42+ (Herz-9)<ref name=":4" /> 2013–2019<ref name=":4" />
2013–2019<ref name=":4" />
Basieren auf dem chinesischen HQ-7 (FM-80), welches wiederum dem französischen Crotale nachgeahmt ist. Das Herz-9-System ist eine verbesserte mobile Version des Ya Zahra-3-Kurzstrecken-Flugabwehrraketensystems.<ref name=":11">Sebastien Roblin: Iran Has Lots of Ways to Kill An Air Force (Thanks to Russia and China). 5. Oktober 2019, abgerufen am 12. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Datei:Tor M1.jpg Tor-M1E Mobiles kurzstrecken-Flugabwehrraketensystem RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 12 km 29 Fahrzeuge, 4 aktive Standorte (Stand: 2012)<ref name=":2">Sean O'Connor: Strategic SAM Deployment in Iran. In: Air Power Australia. 2. Januar 2010, abgerufen am 7. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2007
Datei:Army2016demo-092.jpg Panzir-S1 Mobiles kurzstrecken-Flugabwehrraketensystem RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 18 km 10 Fahrzeuge<ref name=":4" /> 2008<ref name=":4" />
Datei:2P25 VS 2.jpg 2K12E Kub
Raad-1
Mobiles kurzstrecken-Flugabwehrraketensystem SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
24 km 2 aktive Standorte (Stand: 2012)<ref name=":2" /> 1995<ref name=":4" />
2014<ref name=":28" />
Datei:HQ-2 missiles, China Aviation Museum.jpg HQ-2
Sayyad-1
Sayyad-1A
Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystem China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
12–32 km
40–45 km
50–60 km<ref name=":11" />
23–45 Startgeräte<ref name=":4" />
Datei:Mersad Air Defense System with Shahin Missile.jpg MIM-23B Hawk
Mersad
Ghader
Mersad-16
Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystem Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
40–45 km 120<ref name=":11" /> 1970<ref name=":4" />
2010–2019<ref name=":4" />
2012–2019<ref name=":12">Iran rolls out another medium-range SAM | Jane's 360. Abgerufen am 12. Oktober 2019.</ref>
2019
Das Mersad-Flugabwehrraketensystem ist eine von Iran verbesserte und eigens produzierte Version des amerikanischen Hawk-Systems. Hierfür hat Iran zwei Lenkflugkörper, Shahin und Shalamche, mit einer erhöhten Geschwindigkeit von Mach 3, entwickelt. Ghader ist eine mobile Variante des Mersad-Systems.<ref name=":11" /><ref name=":12" />
Datei:3 Khordad kill mark.jpg Raad-2
Tabas
3. Khordad
Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystem IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 50 km<ref name=":3">Shahryar Pas, ideh: Iran’s Developing Military Capabilities Part III: Air Defences Section I. Abgerufen am 9. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
50–60 km<ref name=":23">سامانه های پدافندی خانواده رعد. In: جنگاوران. 28. Juni 2018, abgerufen am 24. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
50–105 km<ref name=":23" /><ref>Sevom Khordad Air Defense Missile System | Military-Today.com. Abgerufen am 26. November 2019.</ref>
2 Standorte mit jeweils 4 Systemen (Raad-2)<ref name=":4" /> 2014–2019<ref name=":28" /> Am 20. Juni 2019 schossen iranische Streitkräfte eine unbemannte US-Drohne vom Typ „RQ-4A Global Hawk“ durch das Flugabwehrraketensystem „3. Khordad“ ab.<ref>Dominik Peters, Christoph Sydow: Abschuss einer US-Drohne durch Iran: Unbemanntes Feind-Objekt. In: Spiegel Online. 20. Juni 2019 (Online [abgerufen am 3. Oktober 2019]).</ref><ref>Global Hawk shootdown validates Iran’s indigenous SAM capabilities | Jane's 360. Abgerufen am 7. Oktober 2019.</ref> Bei dem Abschuss kam eine iranische Sayyad-2-Flugabwehrrakete zum Einsatz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Portaledifesa.it: Trump, Iran e “diplomazia della violenza” (Memento vom 22. Juni 2019 im Internet Archive) (italienisch)</ref>
Datei:Talash Air Defense.jpg Sayyad
Talash-2
Talash-3
Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystem
Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystem
Langstrecken-Flugabwehrraketensystem
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 50 km<ref name=":24">موشک های پدافندی خانواده صیاد. In: جنگاوران. 24. Mai 2018, abgerufen am 24. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
35–70 km<ref name=":24" />
150 km<ref>Iranian Army deploys new Talash 3 Air Defence System to western Iran. In: Army Recognition. 28. September 2017, abgerufen am 9. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
12 Systeme an 3 Standorten (Talash-2)<ref name=":4" /> 2017–2019 Verwendet iranische Sayyad-2 bzw. Sayyad-3-Raketen und soll in Zukunft die S-200-Systeme ablösen.
15. Khordad Langstrecken-Flugabwehrraketensystem IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 120 km<ref name=":5">Iran unveils new Khordad 15 air defense missile system. In: Army Recognition. 9. Juni 2019, abgerufen am 9. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2019 Nach iranischen Angaben kann das System Tarnkappenziele auf eine Distanz von 45 km mittels Sayyad-3-Raketen zerstören.<ref name=":5" />
Datei:ZRK S-200V 2007 G1.jpg S-200WE
Fadschr-8
Ghareh
Langstrecken-Flugabwehrraketensystem SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
240 km
200–250 km
250 km<ref name=":4" />
6 Standorte mit jeweils 6 Startgeräten (S-200)<ref name=":4" />
5 Bataillone mit jeweils 6 Startgeräten (Ghareh)<ref name=":4" />
Datei:Military Parades Held in Tehran to Mark National Army Day-22.jpg S-300PT
S-300PMU-2
Langstrecken-Flugabwehrraketensystem RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 75 km
200 km
4 Batterien<ref name=":4" />
4 Batterien<ref name=":4" />
2008
2011–2016<ref name=":4" />
Die S-300PT-Systeme erhielt Iran von Belarus im Jahre 2008 und die letzten S-300PMU-2-Systeme von Russland im Jahr 2016.<ref name=":4" /><ref>Sean O'connor: IMINT & Analysis: Iran and the S-300PT. In: IMINT & Analysis. 17. März 2008, abgerufen am 9. Oktober 2019.</ref>
Bavar-373 Langstrecken-Flugabwehrraketensystem IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 200 km 4+<ref name=":4" /> 2019 Das Bavar-373 verwendet Sayyad-4-Langstreckenraketen um sowohl Flugziele als auch ballistische Raketen auf eine Distanz von 200 km bekämpfen zu können.

Am 2. Februar 2013, dem 34. Jahrestag der Islamischen Revolution in Iran, stellte Präsident Mahmud Ahmadineschad ein neues Kampfflugzeug vor. Das System Qaher 313 (Eroberer 313) „sei eines der modernsten Kampfflugzeuge der Welt“ und „von iranischen Ingenieuren entworfen und gebaut“ worden, sagte Ahmadineschad.<ref>Iran präsentiert neues Kampfflugzeug. In: Tagesspiegel. 2. Februar 2013 (archive.org).</ref> Es entspricht Medienberichten zufolge der amerikanischen F/A-18, basiert äußerlich aber auf der F-5E/Tiger II.<ref>von-iranischen-ingenieuren-entworfen-ahmadinedschad-enthuellt-high-tech-kampfflugzeug</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ahmadinejad unveils Iran’s newest combat jet (Memento vom 3. Februar 2013 im Internet Archive)</ref> Die Flugtauglichkeit wird angezweifelt.<ref>Militär-PR: Iran und der Photoshop-Kampfjet. In: Süddeutsche.de. sueddeutsche.de, 14. Februar 2013, abgerufen am 14. Februar 2013.</ref>

Raketenarsenal

Datei:Iranian Ballistic Missile Ranges (2019).png
Reichweiten von iranischen ballistischen Raketen (2019)

Als eine der größten Bedrohungen, vor allem für US-Einheiten in der Region und für Israel, wird heute das iranische Raketenarsenal angesehen. Sämtliche Systeme dieser Kategorie sind den Pasdaran unterstellt. Allerdings sind die Informationen über den Umfang der iranischen Raketenbewaffnung vage. Das Land kann Mittelstreckenraketen in eigener Fertigung herstellen.

US-Schätzungen aus dem Jahr 2018 gehen von folgendem Bestand an ballistischen Raketen aus: 250 Raketen des Typs Frog-7, 200 Oghab (45 km Reichweite), 250 Shahin-2 (20 km Reichweite), 18 BM-25, 500 Naze'at 6 und Naze'at 10 (70 bzw. 140 km Reichweite), 200 Tondar-69 (auf Basis der S-75, 150 km Reichweite), 250 Shahab-1, 50 Shahab-2 und 25 Shahab 3. Die verfügbare Anzahl der Kurz- und Mittelstreckenraketen vom Typ Fateh, Qiam, Sejjil, Zolfaghar und Emad sowie der Marschflugkörper Soumar und Ra'ad ist unklar. Unklar ist ebenfalls, ob die Mittelstreckenrakete Ghadr-110 noch in der Entwicklung oder einsatzbereit ist.

Im Jahr 2001 wurden zwölf (nicht einsatzbereite) Marschflugkörper vom Typ Ch-55 von der Ukraine gekauft. Hierbei handelt es sich um Marschflugkörper mit einer Reichweite von bis zu 3000 Kilometern. Iran fehlt aber ein entsprechendes Trägersystem, was den praktischen Nutzen dieser Anschaffung in Frage stellt. Mit der Analyse der Antriebstechnik und Zielverfolgung dieser Flugkörper und einer Kooperation mit China könnte Iran unter Umständen eigene Raketen mit ähnlicher Reichweite konstruieren.

Es gab mehrfach Hinweise aus Geheimdienst- und iranischen Militärkreisen, dass an mehrstufigen Raketen auf der Grundlage nordkoreanischer und russischer Technologie geforscht wird, bis hin zum angeblichen Projekt Shahab-6 mit bis zu 10.000 Kilometer Reichweite. Während es sich dabei vermutlich um Gerüchte oder sehr frühe Forschungsprojekte handelt, scheint eine erste eigene Feststoffrakete mit der Bezeichnung Sajjil-2 weit fortgeschritten zu sein. Das Modell fliegt mit einer Nutzlast von 750 Kilogramm 2200 Kilometer weit und soll nach US-Schätzungen 2012 für den militärischen Einsatz bereit sein.

Am 26. Oktober 2005 schoss eine russische Rakete den ersten iranischen Satelliten, den in der Ukraine gebauten Spionagesatelliten Sinah-1, ins Weltall. Am 17. August 2008 startete erstmals eine neue Trägerrakete. Die Omid (Hoffnungsbote) ist eine Weiterentwicklung der Kavoshgar 1 (Forscher), die erstmals im Februar 2008 getestet worden war.<ref name="SPON-572630">Westen besorgt: Iran schießt neue Trägerrakete ins All. In: Spiegel Online. 17. August 2008, abgerufen am 9. Juni 2018.</ref>

Ballistische Raketen und Artillerieraketen(systeme)<ref name=":9">Design Characteristics of Iran’s Ballistic and Cruise Missiles. Januar 2013, abgerufen am 11. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Missiles of Iran. Abgerufen am 11. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1">Iranian Ballistic Missile Models | NTI. Abgerufen am 6. Oktober 2019.</ref><ref name=":8" />
Bild Modell Typ Herkunftsland Reichweite Sprengkopf Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Datei:Russian BM-21 Grad in Saint Petersburg.JPG Hadid HM 20
  • Arash-1
  • Arash-2
  • Arash-3 (Noor)
  • Arash-4
Mehrfachraketenwerfer/Artillerierakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 21,5 km<ref name=":8">Anthony H. Cordesman: Iran’s Rocket and Missile Forces and Strategic Options. Rowman & Littlefield, 2015, ISBN 978-1-4422-4066-7 (google.de [abgerufen am 10. Oktober 2019]).</ref>
30 km<ref name=":8" />
18 km<ref name=":8" />
40 km
18,3 kg<ref name=":8" />
18,3 kg<ref name=":8" />
18,3 kg<ref name=":8" />
22 kg
Iranische Variante des sowjetischen BM-21.
Datei:Iranian artillery rockets.jpg Falagh-1 Artillerierakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 10 km<ref name=":9" /> 50 kg<ref name=":9" /> 1990er–2020
Datei:Falaq-1 and Falaq-2 rockets.jpg Falagh-2 Artillerierakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 11 km<ref name=":9" /> 60 kg<ref name=":9" /> 1990er–2020
Datei:IRGC Ground Force Commandos in Pictures-2.jpg Fadschr-1 Mehrfachraketenwerfer/ Artillerierakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 8,5 km<ref name=":9" /> 6 kg<ref name=":9" /> Iranische Variante des chinesischen Typ 63.
Datei:Fajr-3 (1).jpg Fadschr-3 Mehrfachraketenwerfer/ Artillerierakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 45 km<ref name=":9" /> 45 kg<ref name=":9" /> 1996–2020
Datei:Iranian Fajr-5 Rocket by tasnimnews.jpg Fadschr-5
Fadschr-5C
Mehrfachraketenwerfer/ Artillerierakete
Gelenkte Artillerierakete
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 75 km<ref name=":9" /> 90 kg<ref name=":9" /> 2000er–2020
Datei:Naze'at Missile by Tasnimnews 02.jpg Naze'at-6
Naze'at-10
Artillerierakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 100 km<ref name=":9" />
150 km<ref name=":9" />
150 kg<ref name=":9" />
250 kg<ref name=":9" />
500 1980er–unklar
Datei:Zelzal 3 2012.jpg Zelzal-1
Zelzal-2
Zelzal-3
Zelzal-3B
Artillerierakete/Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 160 km<ref name=":9" />
210 km<ref name=":9" />
200 km<ref name=":9" />
250 km<ref name=":9" />
600 kg<ref name=":9" />
600 kg<ref name=":9" />
900 kg<ref name=":9" />
600 kg<ref name=":9" />
1990–unklar
Labeik-1 Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2019–2020 Bei der Labeik-1 scheint es sich um eine Zelzal-Rakete zu handeln, die mit einem Nachrüstsatz ausgestattet wurde und nun präzisionsgelenkt ist.<ref>Iran displays guidance upgrade for artillery rockets | Jane's 360. Abgerufen am 9. Oktober 2019.</ref>
Datei:HQ-2 SAM MW.JPG Tondar-69 Artillerierakete/ Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 150–180 km<ref name=":9" /> 190–200 kg<ref name=":9" /> 1992 Basiert auf der chinesischen CSS-8-Rakete.
Datei:Fateh-110 Missile by YPA.IR 02.jpg Fateh-110 Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 300 km<ref name=":27" /> 448 kg<ref name=":27" /> 2002–2020
Fateh-313 Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 500 km<ref name=":10" /> 500 kg<ref name=":10" /> 2015–2020<ref name=":13">Zachary Keck: Iran Has Amassed the Largest Ballistic Missile Force in the Middle East. 22. Mai 2019, abgerufen am 12. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Neuere Generation der Fateh-110.
Datei:Zolfaqar in inaugurated the mass production line day 14.jpg Zolfaghar Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 700 km<ref name=":10" /> 579 kg<ref name=":27" /> 2016–2020
Fateh Mobin Kurzstreckenrakete/Anti-Schiff-Rakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 300–500 km<ref name=":10">Iran’s Ballistic Missile Inventory. In: Atlantic Council. 3. Dezember 2018, abgerufen am 12. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2018–2020
Raad-500 Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 500 km<ref>رونمایی از "موشک رعد500 " و نسل جدید پیشران‌های موشکی و ماهواره‌برها با حضور سرلشکر سلامی- اخبار سیاسی - اخبار تسنیم - Tasnim. Abgerufen am 9. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2020
Zelzal-e Bareshi Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 300 km<ref name=":20" /> 510 kg (30 × 17 kg)<ref name=":20" /> Rakete der Fateh-Familie, welche über einen Sprengkopf mit Streumunition verfügt.<ref name=":20" />
Datei:Khalij Fars (“Persian Gulf”) ballistic missile.jpg Khalidsch-e Fars Anti-Schiff-Rakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 300 km<ref name=":22">مستند قیام موشک ها. Abgerufen am 20. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 650 kg<ref name=":22" /> 2014–2020 Variante der Fateh-110 zur Bekämpfung von Seezielen.
Hormuz-1
Hormuz-2
Anti-Radar-Rakete
Anti-Schiff-Rakete
IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 250 km<ref name=":27" /> 442 kg<ref name=":27" /> 2014–2020
2017–2020
Varianten der Fateh-110 zur Bekämpfung von Radaranlagen und Seezielen.
Shahab-1 Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 300 km<ref name=":9" /><ref name=":27">ماجرای قدرت موشکی ایران - مستند «داستان اقتدار». Abgerufen am 17. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 980 kg<ref name=":27" /> 250–300 (Stand: 2008)<ref name=":14">Iran Missiles. In: Federation of American Scientists. Juli 2008, abgerufen am 12. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ~1987–2016 Die Shahab-1-Rakete ist die erste von Iran modifizierte Kurzstreckenrakete.
Datei:Shahab 2 tehran 2012.jpg Shahab-2 Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 500 km<ref name=":9" /><ref name=":27" /> 750 kg<ref name=":27" /> 200–450 (Stand: 2008)<ref name=":14" /> 2004–2016<ref name=":13" />
Qiam-1
Qiam-2
Kurzstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 700 km<ref name=":27" /> 645 kg<ref name=":22" /> 2010–2020 Basiert auf der Shahab-2-Rakete.
Datei:Shahab-3 Missle by YPA.IR 02 (cropped).jpg Shahab 3
Shahab-3A
Shahab-3B
Mittelstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1150 km<ref name=":27" />
1300–1700 km
2000 km
670 kg (Shahab-3)<ref name=":27" />
700 kg (Shahab-3B)
300<ref>Iran Missiles. Abgerufen am 12. Oktober 2019.</ref> 2003–unklar<ref name=":13" />
Dezful Mittelstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran ~1000 km<ref name=":1" /> ~450 kg<ref name=":1" /> 2019–2020
Datei:Sacred Defence Week parade, 2022, in Tehran (085).jpg Kheibar Shekan Mittelstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1450 km 500 kg 2022
Datei:Unveiling ceremony of Fattah hypersonic missile (30).jpg Fattah Mittelstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1400 km 350–450 kg 2022
Fadschr-3 Mittelstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2000 km 2006 Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Fadschr-3-Artillerierakete. Über die Fadschr-3-Rakete ist nur wenig bekannt, allerdings soll sie über Mehrfachsprengköpfe (MIRV) verfügen.<ref>Iran Fajr ballistic missile with MIRV warhead ایران موشک بالستیک فجر با کلاهک ملتیول ورهد. Abgerufen am 18. November 2019.</ref>
Datei:Qadr missile (Eghtedar-e Velayat wargamem, March 2016) 02.jpg Ghadr-1
Ghadr-F
Ghadr-H
Ghadr-S
Mittelstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1800 km
1950 km<ref name=":27" />
1750 km<ref name=":27" />
1350 km<ref name=":27" />
650 kg<ref name=":27" /> 2007–2020 Modifizierte Shahab-3A mit verbesserter Treffergenauigkeit. Die Ghadr-S-Rakete verfügt über Streumunition.<ref name=":17">The Iranian Missile Threat. Abgerufen am 18. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Datei:Sejil 2 and qiam at tehran exhibition 2012.jpg Sedschil-1
Sedschil-2
Mittelstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2000–2500 km<ref name=":22" /><ref name=":27" /> 650 kg<ref name=":22" /><ref name=":27" /> 2014–2020
Emad Mittelstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1650–1700 km<ref name=":27" /><ref name=":26">فیلد مارشال!: Emad missile Range:1650km Warhead:750 kg Weight:17/5 ton Length:15/5 m Diameter: 1/25 cmpic.twitter.com/TXVpX28gDb. In: @FieldMarshalPSO. 1. Februar 2019, abgerufen am 15. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 750 kg<ref name=":26" /><ref name=":18">Emad, Ghadr (Shahab-3 Variants). Abgerufen am 16. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2015–2020<ref name=":18" /> Eine Weiterentwicklung der Shahab-3-Rakete, die über einen manövrierfähigen Wiedereintrittskörper verfügt (MaRV).<ref>Iranian Shahab-3 tested | Jane's 360. Abgerufen am 8. Oktober 2019.</ref>
Datei:Khorramshahr Missile.jpg Chorramschahr
Chorramschahr-2
Mittelstreckenrakete IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2000+ km<ref name=":1" /> 1800 kg<ref>Khorramshahr. Abgerufen am 7. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
1500 kg<ref name=":20">توان موشکی جمهوری اسلامی ایران(موشک های ساخت ایران). In: جنگاوران. 2. August 2017, abgerufen am 19. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2017–2020 Kann mit Mehrfachsprengköpfen (MIRV) ausgerüstet werden.<ref>Iran Presents Khorramshahr Ballistic Missile: 2,000 KM Range, Can Carry 1,800 KG in Up to 3 Warheads. Abgerufen am 21. November 2019.</ref>
BM-25 Musudan Mittelstreckenrakete Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea 2500–4000 km<ref name=":19">Musudan (BM-25). Abgerufen am 18. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 500–1200 kg<ref name=":19" /> 18<ref name=":19" /> 2005<ref name=":19" /> Berichten von WikiLeaks zufolge soll Iran 18 nordkoreanische BM-25-Raketen erworben haben.<ref name=":19" />
Marschflugkörper
Bild Modell Typ Herkunftsland Reichweite Sprengkopf Anzahl Anschaffungsdatum (Jahr) Anmerkungen
Akhgar Luftgestützter Marschflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 30 km<ref name=":7">20- “Akhgar missile, a weapon for Iranian drones”. In: Achievements of the Islamic Republic of Iran. 9. Mai 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 7 kg<ref name=":7" /> 2019 Dient unter anderem als Hauptbewaffnung der Kaman-12-Drohne.<ref name=":6" />
Ya Ali Marschflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 700 km 200 kg 2014–2019
Soumar Marschflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 2000 km 2015–2019 Basiert auf der sowjetischen/russischen Ch-55.
Datei:Hoveyzeh cruise missile.jpg Hoveyzeh Marschflugkörper IranDatei:Flag of Iran.svg Iran 1350 km 2019

ABC-Waffen

A-Waffen

Datei:Atomprogramm des Iran 2.png
Karte mit den wichtigsten Standorten der iranischen Atompolitik
Datei:Natanz nuclear.jpg
Flugabwehrstellung in Natanz

Das iranische Atomprogramm wurde erstmals in den 1960er Jahren aufgebaut. In Teheran, Ramsar und Bonab existieren drei Forschungsreaktoren. Zunächst unter deutscher Planung, dann ab 1995 mit russischer Hilfe wurde im Süden des Landes das Kernkraftwerk Buschehr errichtet. Außerdem gibt es eine Anlage zur Uran-Anreicherung in Natanz sowie zur Produktion von Schwerem Wasser bei Arak und von Kernbrennstäben bei Isfahan. Mehrere Schwerwasserreaktoren sind in Planung. Letztere können zur Erzeugung waffenfähigen Materials verwendet werden. Vor allem von den USA wird der Vorwurf erhoben, dass die Anlagen der Herstellung von Atomwaffen dienen. Die iranische Regierung bestreitet diese Vorwürfe. Dabei argumentiert Iran außerdem damit, dass die Nutzung von Atomwaffen nicht mit der islamischen Lehre vereinbar sei und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstelle.

Bereits in der Pahlavi-Ära wurde die Basis zur Erforschung der Urananreicherung gelegt. In einem Gespräch mit dem Kernphysiker Akbar Etemad sah der Schah jedoch "keinen Anlass, die militärische Nutzung der Atomenergie voranzutreiben". Mit der Islamischen Revolution verbat sich Chomeini jegliche Weiterführung des bestehenden Forschungsprogramms. Erst 1984, nach den irakischen Einsätzen chemischer Waffen im Ersten Golfkrieg, ließ Chomeini ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm aufbauen. 2003 führte dann der Verdacht der heimlichen Urananreicherung zu waffenfähigem Material zu einer Resolution der IAEO.<ref>Wayback Machine. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 23. Januar 2026.</ref>

Spätestens seit dem Dritten Golfkrieg konzentrieren die Regierungen der USA und Israels ihre strategischen Überlegungen auf eine mögliche Atombombenherstellung Irans.

B-Waffen

Für biologische Kampfstoffe soll sich Iran im Rahmen der Kriegserfahrungen im ersten Golfkrieg interessiert haben. Wissenschaftliche Arbeiten an Krankheitserregern finden allem Anschein nach, wie Oliver Thränert schreibt, an iranischen Universitäten statt.<ref name="swp-berlin_S2003_30_trt">Der Iran und die Verbreitung von ABC-Waffen. SWP-Studie, August 2003, abgerufen am 14. April 2024.</ref> „Insofern ist davon auszugehen, daß ein iranisches Biologiewaffen-Programm sehr eng mit der zivilen Forschung beziehungsweise der Forschung über Maßnahmen zum Schutz gegen biologische Waffen verknüpft ist.“ Die US-Regierung geht dagegen von einem offensiven B-Waffen-Programm Irans aus, das entgegen der Unterzeichnung der Biowaffenkonvention vom 10. April 1972<ref>https://www.icrc.org/ihl.nsf/Pays?ReadForm&c=IR</ref> zu "vermutlich" biologischen Kampfstoffen geführt haben soll. Noch dürften die vorhandenen Mengen jedoch nicht für einen militärischen Einsatz ausreichen.

In den 1990er Jahren gab es zeitweise engere Kontakte zwischen iranischen Wissenschaftlern und sowjetischen bzw. russischen Wissenschaftlern der für Biowaffen zuständigen Behörde Biopreparat. Im Mai 1997 besuchten mehr als hundert russische Experten aus verschiedenen Biopreparat-Laboren eine biotechnologische Messe in Iran, ferner ließen sich iranische Diplomaten und Wissenschaftler die Einrichtungen des Biowaffen-Zentrums VECTOR in Kolzowo zeigen,<ref name="Alibek327">Ken Alibek, Stephen Handelman: Direktorium 15. Russlands Geheimpläne für den biologischen Krieg. Econ Verlag GmbH. München, Düsseldorf 1999, S. 327.</ref> wo unter anderem an Pockenviren geforscht wurde. In der Folge versuchte der Iran Ende 1998 über das russische Präsidentenamt direkt russische Biowaffen-Experten abzuwerben.<ref name="Alibek327"></ref> Mindestens fünf russische Biowaffen-Experten waren in den späten 1990er Jahren in Iran tätig.<ref name="Alibek327"></ref> Inwieweit es vor Ort zur Entwicklung von waffenfähigen Erregern kam oder nicht kam, ist jedoch unklar.

C-Waffen

Als Reaktion auf den massiven und erfolgreichen Einsatz von Chemiewaffen durch den Irak im Ersten Golfkrieg, versuchte der Iran, ein eigenes C-Waffen-Programm aufzubauen.<ref>Oliver Thränert: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verbreitung von ABC-Waffen. (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) In: Informationen zur politischen Bildung, Heft 274, abgerufen am 23. September 2015.</ref> Mit Beendigung des Ersten Golfkrieges wurde, nach Angaben Irans, das iranische Chemiewaffen-Programm eingestellt. 1998 gab die Islamische Republik Iran, als Unterzeichner der Chemiewaffenkonvention, zu, chemische Waffen entwickelt und produziert zu haben, jedoch heute "keine aktuellen Chemiewaffen-Bestände zu halten".<ref name="swp-berlin_S2003_30_trt"/> Vermutlich wurden mehrere tausend Tonnen Phosgen, Cyanid-Gase und geringe Mengen Senfgas hergestellt.

„Die US-Regierung ist davon überzeugt, dass der Iran nicht nur über einige tausend Tonnen chemischer Kampfstoffe verfügt, sondern sein gesamtes Chemiewaffen-Programm intensiv fortführt. […] Auch wenn derzeit keine Chemiekampfstoffe im Iran produziert werden, würde das Land damit über eine Mobilisierungskapazität verfügen, die es erlaubte, in kürzerer Zeit größere Mengen Chemiekampfstoffe herzustellen.“<ref name="swp-berlin_S2003_30_trt"/>

Die Chemiewaffenkonvention wurde von Iran unter der Regierung Ali Akbar Haschemi Rafsandschanis am 13. Januar 1993 unterzeichnet und trat am 3. Dezember 1997 in Kraft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 2. November 2007 im Internet Archive)</ref>

Rüstungsindustrie und Waffenhandel

Datei:Flag of Hezbollah.svg
Iran unterstützt intensiv die schiitische Miliz Hisbollah

Seit dem Schah-Regime gibt es in Iran eine Tradition einer staatlich gelenkten Rüstungsindustrie. Nach der Islamischen Revolution brach dieser Wirtschaftszweig weitgehend zusammen. 1981 wurde angesichts des Iran-Irak-Krieges die Organisation der Verteidigungsindustrie geschaffen, deren Führungsgremium zur Hälfte aus ranghohen Offizieren und Zivilisten bestand. In dieser Phase wurde vor allem Infanteriemunition hergestellt sowie vermutlich in geringerem Umfang Bauteile für militärische Bodenfahrzeuge. Darüber hinaus bemühte Iran sich, eigene Reparaturkapazitäten für seine großen Waffensysteme aufzubauen, da wegen des Embargos Ersatzteile und Fachwissen aus dem Ausland kaum zu beschaffen waren. Ab 1983 baute die Islamische Revolutionsgarde eine von der regulären Armee unabhängige Rüstungsindustrie auf, die ebenfalls vor allem Ausrüstung und Munition für die Infanterie produzierte.

Seit 1990 konzentriert sich die iranische Rüstungsindustrie auf den Bau von Flugzeugen und Hubschraubern sowie auf die Herstellung von Ersatzteilen für Luftfahrzeuge. Heute ist Iran neben Israel der einzige Staat der Golfregion, der den Aufbau einer eigenständigen Rüstungsindustrie in größerem Umfang angestrebt hat. Mit Ausnahme von gezogener Artillerie, Mehrfachraketenwerfern, militärischen Booten und ballistischen Raketen wurden bislang jedoch nur wenige Großwaffensysteme in nennenswertem Umfang hergestellt. Bei vielen öffentlichkeitswirksam dargestellten Neuentwicklungen sind die reale Einsatzfähigkeit und ein Produktionspotenzial von mehr als Prototypen fraglich.

Derzeit arbeitet die iranische Luftfahrtindustrie an mehreren Eigenentwicklungen auf Basis der F-5. Ein weiteres Projekt ist die Shafagh, die über begrenzte Stealth-Eigenschaften verfügen und zukünftig die Rolle als Trainer und leichtes Angriffsflugzeug einnehmen soll. Die Shafagh ist aus dem russischen LFI-Projekt der Firma Mikojan-Gurewitsch (MiG) hervorgegangen und war dort unter dem Namen Projekt Integral/I-2000 bekannt. Die Shafagh befindet sich derzeit vermutlich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Es ist derzeit unklar, ob Russland weiterhin an der Entwicklung beteiligt ist.

Auch das Raketenprogramm ist der Organisation der Verteidigungsindustrie untergeordnet, ebenso mehrere Produktions- und Forschungseinrichtungen, die sich in der Nähe der Stadt Parchin befinden. Dort liegt auch die größte Sprengstoff- und Munitionsfabrik des Landes. Unter anderem werden dort verschiedene Raketen hergestellt, von leichten Panzerabwehrraketen des Typs RAAD (Kopie der 9K11 Maljutka) bis zu Treibstoff für die iranischen Mittelstreckenraketen. Auch Einrichtungen für die Nuklearforschung und -technik sind nahe Parchin stationiert.

Wegen des Waffenembargos sind die iranischen Rüstungsimporte seit den 1990er Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Der Wissenschaftsdienst des US-Kongresses geht davon aus, dass in den Jahren 2002 bis 2005 Waffenimporte im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen wurden, deren Ausführung aber größtenteils noch aussteht. Mit einem Wert von 1,7 Milliarden Dollar liegt Russland bei den Abschlüssen demnach deutlich an der Spitze der iranischen Handelspartner. Für den Zeitraum von 2008 bis 2011 gibt der Wissenschaftsdienst vereinbarte Waffenimporte im Wert von rund 200 Mio. und für 2012 bis 2015 von rund 600 Mio. US-Dollar an. Ausgeliefert worden seien in diesem Zeitraum Waffen im Wert von 300 Mio. und von 2012 bis 2015 im Wert von 100 Mio. US-Dollar. Sipri summiert für die Zeit von 1988 bis 2017 Waffenimporte im Wert von gut 9,3 Mrd. US-Dollar. Davon kamen Waffen im Wert von knapp 3,9 Mrd. Euro aus Russland, von knapp 2,5 Mrd. Euro aus China und von rund 1,3 Mrd. Euro aus der Sowjetunion. Auf Waffensysteme verteilt entfielen Importe im Wert von jeweils gut 2,1 Mrd. US-Dollar auf Raketen und Panzerfahrzeuge, knapp 2,1 Mrd. US-Dollar auf Luftfahrzeuge und 1,5 Mrd. US-Dollar auf Wasserfahrzeuge.

Iran selbst versorgt Syrien, die libanesische Hisbollah, mehrere militante Gruppen in der Region sowie seit 2014 den Irak mit Waffen. So stammten die Panzerabwehrraketen vom Typ 9K115-2 Metis-M, mit denen die Hisbollah im Libanonkrieg 2006 mehrere israelische Panzer vom Typ Merkava zerstörte oder beschädigte, aus iranischen Beständen. Gleiches gilt für die Seezielrakete vom Typ C-802, mit der eine israelische Korvette schwer beschädigt wurde.

Rekrutierung und Ausbildung

Alle männlichen Iraner sind wehrpflichtig. Mit 19 Jahren müssen sie ihren Waffendienst antreten, Freiwillige können dies bereits mit 16 Jahren. Für die Basidsch liegt das Mindestalter bei 15 Jahren. Nach den 18 Monaten Wehrpflicht besteht sechs Jahre Bereitschaftsreserve, acht Jahre Reserve erster Ordnung und neun Jahre Reserve zweiter Ordnung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />cia.gov (Memento vom 3. Februar 2012 im Internet Archive) world factbook (abgerufen am 29. Dezember 2011)</ref> 2006 gehörten rund 220.000 aktive Wehrpflichtige den iranischen Streitkräften an, die ausschließlich im Heer eingesetzt waren.

Mittlerweile überlegt die iranische Regierung die Wehrpflicht aufgrund der hohen Kosten und der enormen psychischen Belastung auszusetzen und durch ein System auf freiwilliger Basis zu ersetzen. Es sollen statt wie bisher 2 Jahre eine Rekrutierung von 5 Jahren durchgesetzt werden, um die Armee effizienter zu machen.<ref>Iran Parliament Working on Plan to Abolish Conscription. In: IFP News. 30. Juli 2018, abgerufen am 9. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ferner existieren Programme für ein militärisches Training von Frauen auf freiwilliger Basis. Allerdings nimmt die reguläre Armee keine weiblichen Kämpfer auf. Ob und wie militärisch ausgebildete Frauen in eigene Strukturen gegliedert sind, ist unbekannt. Die zentrale Ausbildungseinrichtung für iranische Offiziere sind die Militärakademie in Teheran, eine Fernmelde-Schule in Schiras und für die Marine die Seeakademie in Nouschahr am Kaspischen Meer.

Geschichte

Armee

Die Gründung der iranischen Armee geht auf Reza Khan, den späteren Reza Schah Pahlavi, zurück. Vor seiner Regentschaft gab es in Iran eine Persische Gendarmerie, die von schwedischen Offizieren geführt wurde, eine Persische Kosakenbrigade, die russische Offiziere an der Spitze hatte und eine von der Österreichisch-ungarischen Militärmission in Persien aufgebautes Korps. Reza Khan hatte als Verteidigungsminister unter Premierminister Ahmad Qavām im Dezember 1921 eine Parlamentskommission gegründet, die die Grundstruktur der neuen iranischen Armee ausarbeitete. Mit Tagesbefehl vom 5. Januar 1922 wurden sämtliche militärische Einheiten in die neu gegründete iranische Armee überführt. Die neue Armee sollte aus fünf Divisionen mit je 10.000 Mann bestehen.<ref>Stephanie Cronin: The army and the creation of the Pahlavi state in Iran. Tauris Academic Studies, 1997, S. 108ff.</ref> Von Beginn an förderte Reza Schah die Ausbildung iranischer Offiziere an europäischen Militärakademien, vor allem in Frankreich an der Militärschule Saint-Cyr.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Iran im Rahmen der anglo-sowjetischen Invasion im August 1941 von britischen und sowjetischen Truppen besetzt. Die Niederlage der iranischen Armee führte zur Abdankung Reza Schahs zu Gunsten seines Sohnes Mohammad Reza Pahlavi. Die Sicherung des Persischen Korridors, der während des Zweiten Weltkrieges dem Transport von militärischer Ausrüstung an die Rote Armee diente, wurde dann von US-amerikanischen Truppen, dem Persian Gulf Command, übernommen. Nach der Irankrise des Jahres 1946 und dem Ausbruch des Kalten Krieges sagte Präsident Harry S. Truman allen Völkern, deren Freiheit von militanten Minderheiten oder durch einen äußeren Druck bedroht ist, Beistand zu. Die als Truman-Doktrin bekannt gewordene Erklärung war der Beginn der Militärhilfe für Iran.

Damit wuchs der Einfluss von US-Militärberatern auf die iranische Armee. Zahlreiche iranische Offiziere studierten an Militärakademien in den USA. Ihren Höhepunkt erreichte die amerikanische Militärhilfe von 1973 bis zur Islamischen Revolution 1979. In diesen sechs Jahren waren viele Beraterteams im Land aktiv, so dass Iran über die größte US-Militärberatermission der Welt verfügte (1978: rund 1500 Mitglieder). Gleichzeitig stieg auch die Mannschaftsstärke der iranischen Armee deutlich an. Die Militärhilfe der USA für Iran wird für den Zeitraum von 1947 bis 1969 auf rund 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im Zentrum der materiellen Aufrüstung stand die Luftwaffe, die am Ende der Schah-Ära die modernste Teilstreitkraft war. Zwischen 1950 und 1979 wurden rund 11.000 Angehörige des iranischen Militärs in den USA geschult. Im gleichen Zeitraum exportierten die Vereinigten Staaten Rüstungsgüter im Wert von rund 10,7 Milliarden Dollar nach Iran. Die eigene Rüstungsproduktion wurde von der Militärindustrie-Organisation gesteuert, die dem Verteidigungsministerium untergeordnet war. Hergestellt wurde vor allem Munition für Infanteriewaffen.

1977 wurde der zentrale Militärhafen von Chorramschahr nach Bandar Abbas verlegt. Ebenfalls 1977 begann das Raketenprogramm mit der Operation Flower, einem Abkommen zwischen Israel und Iran zum Aufbau eines iranischen Raketenprogramms. „1978 liefert der Iran Öl im Wert von 280 Millionen Dollar an Israel. Experten beider Länder beginnen mit dem Aufbau einer Raketenfabrik in der Nähe von Sirdschan im südlichen Iran und einer Testanlage bei Rafsandschan“. 1979, mit dem Sturz des Schahs, wurde Operation Flower eingestellt.<ref>Israel & Iran: Der Feind meines Feindes Die Zeit online vom 19. April 2010.</ref> Die islamische Revolution führte 1979 zu einer massiven Desertionswelle, bei der alleine das Heer schätzungsweise 60 Prozent seiner Angehörigen verlor.

Nachdem die Revolution die Verbindungen zwischen den USA und Iran unterbrochen hatte und die neue Regierung ein Waffenembargo verhängte, wurde die Sowjetunion zum wichtigsten militärischen Partner des Landes. US-Quellen schätzen den Wert der Waffengeschäfte zwischen Iran und der Sowjetunion beziehungsweise Russland von 1979 bis 2005 auf zwei bis vier Milliarden Dollar. Gleichzeitig kaufte Iran weiter amerikanische Waffensysteme sowie Ersatzteile und Munition für die zahlreichen in seinem Besitz befindlichen Systeme aus US-Quellen. Diese Geschäfte wurden unter anderem über Israel, europäische und südamerikanische Länder abgewickelt. Seit 1979 verhinderten US-Behörden amerikanische Waffenverkäufe an Iran in Höhe von rund zwei Milliarden Dollar. Allerdings betrieb auch die US-Regierung selbst weiter inoffizielle Waffengeschäfte, die unter der Bezeichnung Iran-Contra-Affäre bekannt wurden.

In den 1980er Jahren überholten die Volksrepublik China und Nordkorea die Sowjetunion als wichtigsten Rüstungspartner Irans. Die genaue Größe dieser Waffengeschäfte ist unbekannt. Darüber hinaus schlossen mehrere westeuropäische Staaten trotz des Embargos offizielle Waffengeschäfte mit Iran ab. Eine weitere Quelle für Rüstungsgüter waren illegale Geschäfte mit Waffenhändlern in zahlreichen westlichen Staaten.

Am 25. Oktober 2005 schoss Iran den Spionagesatellit Sinah-1 auf einer russischen Trägerrakete in eine Umlaufbahn.<ref>Michel Chossudovsky: ATOMKRIEG GEGEN DEN IRAN in: FREITAG, 04-2006, 27. Januar 2006, S. 7.</ref><ref>Иран намерен создать второй космический аппарат серии Sinah (russisch)</ref><ref>Yiftah S. Shapir: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />THE SPIRIT IS WILLING… IRAN’S EFFORT TO CONQUER SPACE (Memento vom 13. Mai 2006 im Internet Archive) auf: Jaffee Center for Strategic Studies (englisch) 8. November 2005, abgerufen am 23. September 2015.</ref>

Von 1980 bis 1988 bekämpften sich Iran und Irak im Ersten Golfkrieg. Armee und Pasdaran wuchsen von 235.000 Mann im Jahr 1982 auf die größte Stärke von 704.500 Mann 1986. Während des Krieges wurden auch die Kommandostrukturen modernisiert. Unter anderem wurden sowohl regionale als auch übergreifende Strukturen geschaffen, die sowohl hohe Offiziere der Revolutionären Garden als auch des regulären Militärs enthielten. US-Schätzungen gehen davon aus, dass der Irak in den acht Kriegsjahren zwischen 40 und 60 Prozent der iranischen Militärkapazität vernichtete, sowohl an Soldaten als auch an Material.

Im September 2006 bezeichnete General John Abizaid, damaliger Chef des United States Central Command, Iran als stärkste Militärmacht im Nahen Osten, mit Ausnahme Israels und der USA.<ref>Iran Favors Asymmetric Strategy In Joust With US. In: spacewar.com. 19. September 2006, abgerufen am 14. April 2024.</ref>

Pasdaran

Bei ihrer Aufstellung betrug die Personalstärke der Pasdaran rund 30.000 Mann, kurz vor dem Ende des Ersten Golfkriegs erreichte sie bereits annähernd 350.000 Mann. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand die Garde vor allem aus kleinen, voneinander unabhängig operierenden Einheiten bis hin zur Bataillonsstärke, die sich zum größten Teil aus Mitgliedern der iranischen Hezbollah rekrutieren ließ.

Der Aufbau einer klassischen militärischen Struktur sowie die Ausstattung mit Marine- und Luftwaffensystemen erfolgte ebenfalls in der Endphase des Ersten Golfkrieges, besonders in den Monaten August und September 1988. Vor allem die Pasdaran-Marine wuchs schnell und kontrollierte bald große Teile des nördlichen Persischen Golfs. Die Luftwaffe der Revolutionären Garden ist seit Mitte der 1990er Jahre praktisch bedeutungslos geworden, da neue Flugzeugmodelle fast ausschließlich an die reguläre Luftwaffe ausgeliefert werden.

Erster Kommandant der Pasdaran war Abbas Zamani, genannt Abu Scharif, der zuvor die Hisbollah im Libanon gegründet hatte. 1980 griffen die ersten Pasdaran-Einheiten aktiv in den Ersten Golfkrieg ein, zunächst vor allem gegen kurdische Rebellen in Nordwestiran, später auf allen Kriegsschauplätzen. Ab 1982 kämpften rund 1000 Pasdaran-Angehörige im libanesischen Bürgerkrieg, vor allem im Bekaa-Tal.

Die US-Regierung wirft vor allem der Quds-Einheit vor, Aufständische im Irak mit Waffen versorgt zu haben, die diese während der Besetzung des Irak 2003–2011 auch gegen US-Einheiten einsetzten. Eine ähnliche Rolle hat sie vermutlich im Libanonkrieg 2006 gespielt.

Weblinks

Commons: Streitkräfte Irans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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