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Tetramethylbenzole

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(Weitergeleitet von Isodurol)

Die Tetramethylbenzole bilden in der Chemie eine Stoffgruppe, deren Struktur aus einem Benzolring mit vier Methylgruppen (–CH3) als Substituenten besteht. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich drei Konstitutionsisomere mit der Summenformel C10H14. Sie sind vor allem unter ihren Trivialnamen Prehnitol (1,2,3,4-Tetramethylbenzol), Isodurol (1,2,3,5-Tetramethylbenzol) und Durol (1,2,4,5-Tetramethylbenzol) bekannt. Sie gehören auch zur Gruppe der C4-Benzole.

Vertreter

Tetramethylbenzole
Name Prehnitol Isodurol Durol
Andere Namen 1,2,3,4-Tetramethylbenzol 1,2,3,5-Tetramethylbenzol 1,2,4,5-Tetramethylbenzol
Strukturformel Struktur von Prehnitol Struktur von Isodurol Struktur von Durol
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
PubChem 10263 10695 7269
ECHA-InfoCard Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA
Summenformel C10H14
Molare Masse 134,22 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig fest
Schmelzpunkt −6,3 °C<ref name="CRC"/> −20 °C<ref name="GESTIS_1235"/> 79,2 °C<ref name="GESTIS_1245"/>
Siedepunkt 205 °C<ref name="CRC"/> 197,9 °C<ref name="GESTIS_1235"/> 196,8 °C<ref name="GESTIS_1245"/>
Löslichkeit unlöslich in Wasser,
gut in Ethern, Alkoholen, Benzol, Aceton
GHS-
Kennzeichnung
keine Einstufung verfügbar
Gefahrensymbol
Achtung<ref name="Sigma_Isodurol"/>
Gefahrensymbol
Gefahr<ref name="GESTIS_1245"/>
H- und P-Sätze siehe oben 319 228​‐​413
siehe oben keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze
siehe oben 305+351+338​‐​264​‐​280​‐​337+313 210​‐​240​‐​273​‐​391

Geschichte

Das Durol wurde 1870 entdeckt (Rudolph Fittig, Paul Jannasch). Die Entdecker berichten, dass es der erste Kohlenwasserstoff der Benzolreihe sei, der bei Raumtemperatur fest ist. Der Name wurde daher nach dem lat. durus (= hart) gewählt.<ref name="TRIV_I">Christian Wiegand: „Entstehung und Deutung wichtiger organischer Trivialnamen. I. Kohlenwasserstoffe der Benzolreihe.“ In: Angewandte Chemie. 60 (4), 1948, S. 109–111. doi:10.1002/ange.19480600407.</ref>

Das Prehnitol wurde 1886 entdeckt. Es ist durch Oxidation in Prehnitsäure überführbar. Diese Säure kristallisiert in ähnlicher Weise wie das in Südafrika vorkommende Mineral Prehnit und wurde daher nach ihm benannt. Der Namensgeber für das Prehnitol war Adolf von Baeyer.<ref name="TRIV_I"/> Das Mineral wiederum wurde nach einem Obersten von Prehn benannt.

Eigenschaften

Die Siedepunkte der drei Isomere liegen nah beieinander, während sich ihre Schmelzpunkte deutlicher unterscheiden. Das Durol besitzt aufgrund seiner Symmetrie den höchsten Schmelzpunkt von 79,2 °C; es ist im Gegensatz zu den beiden anderen Isomeren ein Feststoff.

Literatur

Weblinks

Commons: Tetramethylbenzole – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise

<references> <ref name="CRC">CRC Handbook of Tables for Organic Compound Identification, Third Edition, 1984, ISBN 0-8493-0303-6.</ref> <ref name="GESTIS_1235">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> <ref name="GESTIS_1245">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> <ref name="Sigma_Isodurol">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> </references>