Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Iodoform – Wikipedia Zum Inhalt springen

Iodoform

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Jodoform)

Vorlage:Infobox Chemikalie

Datei:Iodoform, sublimiert.jpg
Iodoform, sublimiert

Iodoform (Summenformel CHI3) ist eine gelbe, safranartig riechende chemische Verbindung aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Iod und ein einfacher Halogenkohlenwasserstoff.

Aufgrund seiner Struktur (CHX3) ist es homolog zu Fluoroform, Chloroform und Bromoform und analog benannt.

Nach Fieser und Fieser<ref>Louis Frederick Fieser, Mary Fieser: Organische Chemie, 2. Auflage, Verlag Chemie, Weinheim 1979, S. 404–405.</ref> ist Iodoform zusammen mit Tetraiodmethan die einzige farbige organische Verbindung ohne ungesättigtes Strukturelement.

Geschichte

Georges Simon Serullas stellte Iodoform 1822 erstmals her, Jean Baptiste Dumas stellte 1834 die Summenformel auf.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Gewinnung und Darstellung

Iodoform kann mithilfe Lugolscher Lösung aus Verbindungen mit CH3CHOH-Gruppe oder CH3CO-Gruppe wie Ethanol oder Aceton gewonnen werden. Diese Reaktion macht sich die Iodoformprobe zunutze, mit der die genannten Gruppen nachgewiesen werden können. Dazu löst man beispielsweise Ethanol in Natronlauge und gibt Lugolsche Lösung zu.

Der genaue Mechanismus für die Darstellung von Iodoform aus Ethanol oder Aceton verläuft ähnlich dem Mechanismus der Haloform-Reaktion.<ref>Vorlage:Cite web</ref>

Vorlage:Formel

Datei:Synthese Iodoform aus Aceton.svg

Iodoform lässt sich auch durch Elektrolyse aus wässrigen Lösung von Kaliumiodid, und Aceton herstellen.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Verwendung

Es wird zur Takai-Olefinierung eingesetzt.<ref name=roempp />

Medizinische Verwendung

Früher wurde in Diethylether gelöstes Iodoform (Iodoformether) in der Zahnmedizin zur Desinfektion von Wunden verwendet<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:Literatur</ref>, da es mit der Wundfeuchtigkeit eine kleine, desinfizierend wirkende Iodmenge abgibt. Zugleich trocknete es auch die Wunde, stillte kleinere Blutungen und verminderte die Wundschmerzen. Wegen seines charakteristisch intensiven Geruchs, des hohen Preises und der Schädlichkeit bei hohen Dosierungen wird Iodoform allgemeinmedizinisch heute kaum mehr verwendet. In der Zahnmedizin wird Iodoform nach wie vor sehr oft verwendet – es stellt das Standarddesinfektionsmittel zur Wundeinlage mittels Gazestreifen dar und wird als Füllpaste (mit Calciumhydroxid) in der Milchzahnwurzelfüllung benutzt.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Trihalogenmethane Vorlage:Normdaten