Julius Kühn-Institut
| Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) | |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="padding: 1em 0; text-align: center; background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Logo | |
| Staatliche Ebene | Bund |
| Stellung | Bundesoberbehörde<ref name="WR-HG-2023" /> |
| Rechtsform | bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts<ref name="WR-HG-2023" /> |
| Aufsichtsbehörde | Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat |
| Gründung | 1. Januar 2008 |
| Hauptsitz | Quedlinburg |
| Präsident | Frank Ordon |
| Bedienstete | 744,0 VZÄ (2021)<ref name="WR-HG-2023" /> |
| Haushaltsvolumen | 88,0 Mio. Euro (2021)<ref name="WR-HG-2023" /> |
| Netzauftritt | www.julius-kuehn.de |
Das Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI), amtliche Eigenschreibweise Julius Kühn-Institut<ref>Impressum.</ref>, ist eine bundesunmittelbare, nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts und selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des deutschen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).<ref name="WR-HG-2023">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 70 kB) Wissenschaftsrat, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Es wurde aufgrund des Gesetzes zur Neuordnung der Ressortforschung vom 24. Oktober 2007 geschaffen. Es gehört zu den vier Bundesforschungsinstituten der Ressortforschung des BMLEH.<ref name="BMLEH-FE">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Seine Aufgaben bestimmt insbesondere das Pflanzenschutzgesetz, dessen Zwecke zugleich den Rahmen seines Forschungsauftrages bilden.<ref>§ 57 Pflanzenschutzgesetz.</ref>
Aufgaben
In dem Institut, das den Namen des Agrarwissenschaftlers Julius Kühn trägt, wurden die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft und die Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen unter Einbindung zweier Institute der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (Institut Pflanzenernährung und Bodenkunde und Institut für Pflanzenbau und Grünlandwirtschaft) zusammengefasst. Es hat seinen Sitz in Quedlinburg und mehrere Außenstellen in Berlin, Braunschweig, Dossenheim, Dresden, Kleinmachnow, Münster, Sanitz und Siebeldingen.
Mit 18 Fachinstituten an mehreren Standorten forscht das JKI zu allen Aspekten rund um Kulturpflanzen. Ziel der Forschung des JKI ist die Entwicklung resilienter Pflanzenbausysteme zur Produktion pflanzlicher Rohstoffe für die Ernährung und die Bioökonomie. Gleichzeitig steht dabei der Schutz der Biodiversität, des Klimas und der natürlichen Ressourcen Boden und Wasser an vorderster Stelle. Unter seinem Dach bündelt das JKI dafür Kompetenzen in den Bereichen Pflanzenbau, Bodenkunde, Pflanzengenetik, Züchtungsforschung und Züchtung, Pflanzenschutz, Pflanzengesundheit, Bienenschutz und Waldschutz. Wissenschaftlich unabhängig und interdisziplinär arbeitet das JKI eng mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen, aber auch mit der Praxis zusammen.
Auf Basis seiner Forschung liefert das JKI fundierte Entscheidungsgrundlagen für das BMLEH und vertritt das BMLEH in verschiedenen europäischen und internationalen Gremien. Unter anderem bringt es seine Expertise in Monitoringprogramme, Risikoanalysen, politische Strategien und technische Standards ein – etwa im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz, der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung oder europäischer Pflanzengesundheitsverordnungen. Mit eigenen Versuchseinrichtungen, Langzeitversuchen, modern ausgestatteten Laboren und seinen Genbanken sowie der Beteiligung an Modell- und Demonstrationsvorhaben, Living Labs und Reallaboren schafft das JKI die Grundlage für eine zukunftsfähige Pflanzenproduktion in Deutschland, Europa und weltweit.
Fachinstitute
Das JKI umfasst folgende Fachinstitute:
- Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen (ZG)
- Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen (ZL)
- Institut für Züchtungsforschung an Obst (ZO)
- Institut für Rebenzüchtung (ZR)
- Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz (RS)
- Institut für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen (SB)
- Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland (A)
- Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und urbanem Grün (G)
- Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau (OW)
- Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik (EP)
- Institut für Biologischen Pflanzenschutz (BI)
- Institut für Nationale und Internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit (AG)
- Institut für Bienenschutz (BS)
- Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz (AT)
- Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz (ÖPV)
- Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde (PB)
- Institut für Strategien und Folgenabschätzung (SF)
- Institut für Waldschutz (WS) (gegründet Ende 2022)<ref name="WR-HG-2023" />
Standorte
Das Julius Kühn-Institut ist an mehreren Standorten in Deutschland vertreten; zahlreiche Fachinstitute sind standortübergreifend organisiert.<ref name="WR-HG-2023" /> Die Zuordnung der Institute zu den Standorten erfolgt nach den dort jeweils vertretenen organisatorischen Einheiten.
- Quedlinburg (Hauptsitz): ZG, RS, SB, WS
- Berlin: BS, ÖPV
- Braunschweig: A, G, EP, BS, AT, PB, AG
- Dossenheim: BI, OW
- Dresden (Pillnitz): ZO
- Kleinmachnow: A, AG, SF
- Münster: G
- Sanitz (OT Groß Lüsewitz): ZL
- Siebeldingen: OW, ZR
Leitung und weitere Persönlichkeiten
Leiter der Einrichtung ist der Züchtungsforscher Frank Ordon.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 19. Oktober 2022 im Internet Archive)</ref> Er folgte dem Gartenbauwissenschaftler und Phytomediziner Georg F. Backhaus, der Gründungspräsident des Instituts und zuvor bereits seit dem Jahre 2002 Leiter der Biologischen Bundesanstalt in Berlin und Braunschweig war.<ref>P. W. Wohlers: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Informationsdienst Wissenschaft, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>
Bekannte Persönlichkeiten des Julius Kühn-Instituts:
- Georg F. Backhaus (* 1955), Agrarwissenschaftler
- Heinz Butin (1928–2021), Phytopathologe und Forstwissenschaftler
- Karl-Hermann Engel (1928–1985), Agrarwissenschaftler und Hochschullehrer
- Wolf Dieter Englert (* 1942), Entomologe
- Falko Feldmann (* 1959), Biologe und Phytomediziner
- Gregor Hagedorn (* 1965), Botaniker
- Johannes Hallmann (* 1964), Agrarwissenschaftler und Phytomediziner
- Andreas Hensel (* 1961), Veterinärmediziner, Mikrobiologe und Hygieniker
- Johannes A. Jehle (* 1961), Biologe, Insektenvirologe und Phytomediziner
- Peter Morio (1887–1960), Agronom und Rebenzüchter
- Frank Ordon (* 1963), Agrarwissenschaftler
- Ewald Schnug (* 1954), Agrarwissenschaftler, Hochschullehrer und Forscher
- Kornelia Smalla (* 1956), Chemikerin und Biotechnologin
- Hermann Stegemann (1923–2018), Professor für Biochemie
- Benjamin Stich (* 1980), Pflanzenzüchter
- Rolf Tippkötter (* 1946), Bodenkundler
Siehe auch
- Friedrich-Loeffler-Institut – Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
- Max Rubner-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel
- Johann Heinrich von Thünen-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
- Bundesinstitut für Risikobewertung
- Deutsches Biomasseforschungszentrum<ref name="BMLEH-FE" />
- Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau in Großbeeren
- Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung
- Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung
Weblinks
- Website des Julius Kühn-Instituts mit Links zu den beteiligten Einrichtungen
- Literatur von und über Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
<references />
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) | Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) | Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) | Bundessortenamt (BSA) | Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) | Johann Heinrich von Thünen-Institut | Julius Kühn-Institut (JKI) | Max Rubner-Institut (MRI)
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