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Kärntnerlied

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Als Kärntnerlied bezeichnet man die Gesamtheit des Kärntner Volksliedgutes. Eine genauere Abgrenzung ist schwierig<ref name="lex">Günther Antesberger: Kärntnerlied. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 3-7001-3044-9.</ref>. Typisch ist ein unbegleitetes Lied in Kärntner Mundart, das vier- oder fünfstimmig im Chor vorgetragen wird. Häufig ist eine melancholische Grundstimmung, die gerne durch häufige Verwendung der verminderten Quint ausgedrückt wird.

Ein umfangreicheres Sammeln von Volksliedern in Kärnten begann um 1905, dem Gründungsjahr von Volkslied-Ausschüssen.<ref>Anton Kollitsch: Deutsche und slowenische Volksdichter in Kärnten. Heft 3. In: Das deutsche Volkslied. ANNO – AustriaN Newspapers Online, 1938, S. 55–59, abgerufen am 18. Juni 2020.</ref> Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien veranlasste 1819 eine Volksliedsammlung in ganz Österreich. Josef Mitterdorfer (1785–1838) aus St. Jakob ob Gurk war einer von zwei Kärntnern, die der Aufforderung nachkamen.<ref>Anton Kollitsch: Die ältesten Kärntnerlieder-Sammlungen. In: Carinthia I. Mitt(h)eilungen des Geschichtsvereines für Kärnten / Carinthia I. Geschichtliche Beiträge zur Heimatkunde Kärntens (Mitteilungen des Geschichtsvereines für Kärnten) / Carinthia I. Geschichtliche und volkskundliche Beiträge zur Heimatkunde Kärntens, Jahrgang 1954, S. 889 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ca1</ref> Er übermittelte zwölf Lieder in Wort und Weise, wobei einige Lieder 18 und mehr Strophen haben.<ref>Anton Kollitsch: Josef Mitterdorfer († 5. Dezember 1838).Carinthia I. Mitt(h)eilungen des Geschichtsvereines für Kärnten / Carinthia I. Geschichtliche Beiträge zur Heimatkunde Kärntens (Mitteilungen des Geschichtsvereines für Kärnten) / Carinthia I. Geschichtliche und volkskundliche Beiträge zur Heimatkunde Kärntens, Jahrgang 1938, S. 196 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ca1</ref> Kärntnerlieder im heutigen Sinne sind es aber nicht.

Bei der Sammlung des Volksliedgutes tat sich u. a. Anton Anderluh hervor, bei Neudichtungen u. a. Thomas Koschat, Gerhard Glawischnig, Leo Murer, Justinus Mulle und Günther Mittergradnegger. In diesem Zusammenhang spricht man etwas diffus vom Neuen Kärntnerlied.

Literatur

  • Günther Antesberger: Kärntnerlied. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 3-7001-3044-9.
  • Gerd Pöllitsch: Wertschacher Lieder, Musikverlag Elke Pöllitsch, Garching 2020, www.musikverlag.elke.poellitsch.de

Einzelnachweise

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