Kaukasus-Emirat
Das Kaukasus-Emirat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)/Kawkasskij Emirat; arabisch إمارة القوقاز الإسلامية, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); tschetschenisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)/Imarat Kawkas) war eine Terrororganisation im russischen Nordkaukasus. Die Organisation proklamierte dort 2007 einen islamischen Staat in Form eines Emirats, konnte diesen aber nie bilden, da sie nie die Herrschaft über ein Staatsgebiet erlangte. Sie verübte viele Terroranschläge in Russland, der Höhepunkt ihrer Aktivität war 2010. Danach nahmen die Aktivitäten der Gruppe ständig ab aufgrund der Bekämpfung der Gruppe sowie der Abwanderung ihrer Mitglieder in andere Gebiete, bspw. Syrien. 2015 ging sie in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) auf.
Das Kaukasus-Emirat begriff sich als eine Art Nachfolgestaat der international ebenfalls nicht anerkannten Tschetschenischen Republik Itschkerien, beanspruchte jedoch weitaus mehr Gebiete als diese und verstand sich als gesamt-kaukasische Bewegung. Führende Mitglieder der tschetschenischen Unabhängigkeitsbewegung, allen voran die Exilregierung, distanzierten sich vom Kaukasus-Emirat;<ref>In Video, Chechen Separatist Leader Declares ‘Jihad’ On West</ref> auch die Unterstützung durch die Bevölkerung war gering.
Geschichte
Das Kaukasus-Emirat wurde am 31. Oktober 2007 vom tschetschenischen Terroristen und Rebellenführer Doku Umarow ausgerufen. Umarow bekannte sich später sowohl zu den Anschlägen auf die Moskauer Metro 2010<ref>Doku Umarow bekennt sich zu U-Bahn-Anschlägen</ref> als auch zum Terroranschlag am Flughafen Moskau-Domodedowo 2011.<ref>Umarow bekennt sich zu Terroranschlag. In: Der Tagesspiegel Online. 8. Februar 2011, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 10. März 2022]).</ref>
Am 26. Mai 2011 setzte die US-Regierung das von Umarow geführte Emirat auf die von den USA geführte Liste der Terrororganisationen und setzte ein Kopfgeld von bis zu fünf Millionen Dollar für Hinweise aus, die zur Ergreifung Umarows führten.<ref>U.S. recognizes Imarat Kavkaz as terrorist organization - Dept of State. In: Interfax-Religion. 27. Mai 2011, abgerufen am 10. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />USA setzten Millionen-Kopfgeld auf Rebellenführer Umarow aus ( vom 4. April 2012 im Internet Archive)</ref> Als er 2013 getötet wurde, trat Ali Abu Muchammad al-Dagestani seine Nachfolge als „Emir“ an.<ref>Caucasus Emirate, in der Datenbank Mapping Militant Organizations der Stanford University, abgerufen am 8. Oktober 2014 (englisch)</ref> Nach dessen Tod übernahm Mohammed Suleymanow wiederum das Amt des „Emirs“.<ref>North Caucasus Insurgency Selects New Leader. Abgerufen am 10. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2015 schwor die Organisation den Treueeid auf die Terrororganisation Islamischer Staat.<ref>Julia Smirnova: Der Islamische Staat eröffnet eine Filiale im Kaukasus. In: Die Welt. 24. Juni 2015 (welt.de [abgerufen am 10. März 2022]).</ref>
Bedeutung und Akzeptanz
Das Kaukasus-Emirat war nie als Staat existent, das beanspruchte Territorium stand stets unter Kontrolle der russischen Regierung.
Militante Anhänger des Kaukasus-Emirats verübten jedoch immer wieder Anschläge im gesamten Nordkaukasus; ihr Ziel war es, im Nordkaukasus einen islamischen Staat im Sinne der Scharia zu etablieren.<ref name="sharia">Amir of the Caucasus Emirate abolishes the Cabinet of Ministers, the Parliament of the former C.R.I. In: Kavkazcenter.com. Abgerufen am 10. März 2022.</ref> Sowohl Russland als auch die Vereinigten Staaten bezeichneten das Kaukasus-Emirat als terroristische Organisation. Auch der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen setzte das Kaukasus-Emirat auf eine Liste von Organisationen, die mit al-Qaida zusammenarbeiten.<ref name="un.org">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig QE.E.131.11. EMARAT KAVKAZ.] In: Security Council Committee pursuant to resolutions 1267 (1999) and 1989 (2011) concerning Al-Qaida and associated individuals and entities. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Mai 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der österreichische Nationalrat nahm am 7. Juli 2021 im Rahmen des „Anti-Terror-Pakets“ die Symbole des „Kaukasus-Emirats“ in die Liste der nach Abzeichengesetz verbotenen Abzeichen auf.<ref>Nationalrat beschließt Anti-Terror-Paket (PK0852/07.07.2021) | Parlament Österreich. Abgerufen am 3. April 2024.</ref>
Das Emirat war auch unter den zahlreichen Völkern des Nordkaukasus umstritten. Allerhöchstens eine sehr kleine Minderheit der Bevölkerung dürfte die politischen Ziele der Islamisten aktiv unterstützt haben. Führende Angehörige der tschetschenischen Separatistenbewegung (unter ihnen Achmed Sakajew) lehnten das Emirat ab.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chechenpress; Statement by the Minister for Foreign Affairs of the Chechen Republic of Ichkeria ( vom 4. August 2008 im Internet Archive)</ref><ref>Separatist Leader Declares 'Jihad' On West. Abgerufen am 10. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Gebietsansprüche
Im Gegensatz zur Tschetschenischen Republik Itschkeria, die sich auf die Region Tschetschenien beschränkte, sah sich das Kaukasus-Emirat als Bewegung für den gesamten Nordkaukasus.
Im Einzelnen beanspruchte das Emirat folgende „Vilâyets“:<ref name="sharia" />
- Vilâyet Noxçiyçö (Tschetschenien)
- Vilâyet Ġalġayçö (Inguschetien)
- Vilâyet Dagestan
- Vilâyet Iriston (Ossetien) (inklusive des völkerrechtlich zu Georgien gehörenden Südossetiens)
- Das vereinigte Vilâyet von Kabarda und Balkar (Kabardino-Balkarien) sowie Karachay (größerer Teil von Karatschai-Tscherkessien)
- Vilâyet Nogaier Steppe (die Gebiete innerhalb der Region Stawropol, die von Nogaiern bewohnt sind)
Emire des Kaukasus-Emirats
- Doku Umarow (31. Oktober 2007 – 7. September 2013)
- Ali Abu Muchammad al-Dagestani (18. März 2014<ref>Chechen rebel leader Doku Umarov 'dead'. In: BBC News. 18. März 2014 (bbc.com [abgerufen am 10. März 2022]).</ref> – 19. April 2015)
- Mohammed Suleymanow (2. Juli 2015 – 11. August 2015)
Weblinks
- Caucasus Emirate, in der Datenbank Mapping Militant Organizations der Stanford University (englisch)
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Organisation (Kaukasus)
- Organisation (Tschetschenien)
- Inguschetien
- Religion (Dagestan)
- Ossetien
- Kabardino-Balkarien
- Politik (Russische Föderation)
- Islamistischer Terrorismus
- Politik (Tschetschenien)
- Tschetschenienkriege
- Muslimische Organisation (Russland)
- Emirat
- Terrorismus in Russland
- Gründung einer politischen Organisation 2007