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Schemtschuschnoje

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(Weitergeleitet von Kirche Schaaken)

Vorlage:Infobox Ort in Russland Schemtschuschnoje (Vorlage:RuS, Vorlage:DeS) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gurjewsk im Rajon Gurjewsk.

Geographische Lage

Schemtschuschnoje liegt vier Kilometer südlich der Küste des Frischen Haffs (russisch: Kurschski saliw) und 25 Kilometer nordöstlich der Oblasthauptstadt Kaliningrad (Königsberg). Der Ort ist über die Kommunalstraße 27K-053 von Gurjewsk (Neuhausen) nach Kaschirskoje (Schaaksvitte) am Kurischen Haff zu erreichen. Innerorts zweigt die Kommunalstraße 27K-044 nach Nekrassowo (Liska-Schaaken) ab, und eine recht unwegsame Verbindungsstraße führt in östliche Richtung nach Prawdino (Thiemsdorf).

Bis 1945 war Kirche Schaaken eine Bahnstation an der Bahnstrecke Prawten–Schaaksvitte (russisch: Lomonossowo–Kaschirskoje) der Königsberger Kleinbahn, die danach nicht mehr in Betrieb war.

Geschichte

Vor 1945 bestand der Ort Schaaken aus drei Teilen<ref>Geschichte von Nekrassowo - Liska Schaaken bei ostpreussen.net</ref>: Liska-Schaaken, Domäne Schaaken (ist in Nekrassowo aufgegangen) und Kirche Schaaken. Kirche Schaaken<ref>Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Kirche Schaaken</ref> als Kirchdorf schon in vorreformatorischer Zeit kam 1874 mit Liska-Schaaken und Domäne Schaaken zum neu gegründeten Amtsbezirk Schaaken<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Schaaken</ref>, der bis 1945 bestand. Er gehörte bis 1939 zum Landkreis Königsberg (Preußen), danach zum Landkreis Samland im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen. Am 27. Mai 1893 wurde die damals kommunalfreie Ortschaft Kirche Schaaken in die Landgemeinde Liska-Schaaken eingegliedert.

Nach der Eroberung durch die Rote Armee im Zweiten Weltkrieg stand Kirche Schaaken mit dem nördlichen Ostpreußen Anfang 1945 zunächst unter sowjetischer Militär-, dann Zivilverwaltung, um 1946 von der Sowjetunion annektiert zu werden. Spätestens im Jahr 1947 lebten ausschließlich Neusiedler aus der Sowjetunion im Ort. Er erhielt, wieder verselbständigt, den russischen Namen Schemtschuschnoje (schemtschusny = Perl-) und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Kaschirski selski Sowet im Rajon Gurjewsk zugeordnet.<ref>Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)</ref> Im Jahr 1954 gelangte der Ort in den Marschalski selski Sowet. Von 2008 bis 2013 gehörte Schemtschuschnoje zur Landgemeinde Chrabrowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gurjewsk.

Kirche

Datei:Schaaken Henneberger.jpg
Schaaken mit Burg und Kirche in einer Ansicht von Caspar Henneberger aus dem Jahre 1576

Siehe dazu den Hauptartikel Kirchspiel Schaaken (mit Kirchspielorts- und Pfarrerliste)

Kirchengebäude

Datei:Schaaken Ostpreußen Kirche 12.jpg
Kirchenruine im Sommer 2016

Das Gotteshaus in Kirche Schaaken, von dem heute lediglich noch eine Ruine steht,<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> war ein für das Samland typischer verputzter Feldstein- und Backsteinbau mit dreiseitig geschlossenem Chor und stammte aus dem 14. Jahrhundert. Die im Zweiten Weltkrieg unzerstörte Kirche verfiel in den Nachkriegsjahren. 1966 wurde die Turmspitze abgenommen, und das mit Asbestplatten neu gedeckte Dach hielt bis in die 1980er Jahre. Heute sind noch die Außenmauern, der Turm und der Triumphbogen zwischen Langhaus und Chor erhalten.

Kirchengemeinde

Bereits in vorreformatorischer Zeit war Schaaken ein Kirchdorf. Bis 1894 sogar eine eigene Inspektion, gehörte die Pfarrei danach mit der überwiegend evangelischen Schaakener Bevölkerung bis 1945 zum Kirchenkreis Königsberg-Land II in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Schemtschuschnoje im Einzugsgebiet der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Marschalskoje (Gallgarben), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Persönlichkeiten

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Stadtkreis Gurjewsk