Kolbnitz
| Kolbnitz (Gemeindeteil, Zählsprengel Kolbnitz an der Tauernbahn) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Spittal an der Drau (SP), Kärnten | |||||
| Gerichtsbezirk | Spittal an der Drau | |||||
| Pol. Gemeinde | Reißeck | |||||
| Koordinaten | 46° 53′ N, 13° 18′ O
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| Höhe | 613 m ü. A. | |||||
| Einwohner der stat. Einh. | 1616 (2001) | |||||
| Gebäudestand | 559 (2001) | |||||
| Fläche | 51,37 km² | |||||
| Postleitzahlen | 9815 Kolbnitz | |||||
| Offizielle Website | ||||||
| Statistische Kennzeichnung | ||||||
| Zählsprengel/ -bezirk | Kolbnitz a.d.Tauernbahn (20644 000) | |||||
| Bild Blick vom Danielsberg Richtung Kolbnitz, Mölltalauswärts nach Südosten | ||||||
| Ehemalige Gemeinde (Gkz. 20644), heute Zählsprengel von Reißeck, umfasste die Katastralgemeinden Kolbnitz und Zandlach Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS | ||||||
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Kolbnitz ist eine ehemalige Gemeinde (Kolbnitz an der Tauernbahn) im Mölltal in Oberkärnten und heute Zählsprengel und Katastralgemeinde der Gemeinde Reißeck im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten. Als Gemeindeteil ist der Begriff noch ortsüblich.
Geographie
Kolbnitz liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich von Spittal an der Drau und dem Millstätter See.
Es umfasst die drei Dörfer Oberkolbnitz, Unterkolbnitz und Zandlach, die Rotten Preisdorf und Rottau, die Siedlungen Polan, Sandbichl und Tratten, sowie die zerstreuten Häuser Hattelberg und Mittelberg. Alle zehn Orte sind Ortschaften der Gemeinde. Bis auf Tratten liegen alle Orte links (nördlich) der Möll. Dieser Zählsprengel Kolbnitz a.d.Tauernbahn hat etwa 560 Gebäude mit um die 1.600 Einwohnern, und eine Fläche von 51,4 km².
| Kolbnitz (Katastralgemeinde) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Spittal an der Drau, Kärnten | |||||
| Gerichtsbezirk | Spittal an der Drau | |||||
| Pol. Gemeinde | Reißeck | |||||
| Koordinaten | 46° 51′ 46″ N, 13° 17′ 36″ O
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| Fläche d. KG | Vorlage:FLN (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG) | |||||
| Statistische Kennzeichnung | ||||||
| Katastralgemeindenummer | 73304 | |||||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Die Katastralgemeinde Kolbnitz ist mit 12,1 km² nur ein Teil des Gebiets, und umfasst den Ort Unterkolbnitz, den Südteil des Orts Oberkolbnitz<ref>die amtliche Koordinate des Orts Oberkolbnitz ist auf der Katastralgemeindegrenze zu Zandlach</ref>, und die rechten, nordseitigen Lagen des Mölltals, mit dem Ort Tratten, und bis hinauf an den Salzkofel (2498 m ü. A.).
- Nachbarkatastralgemeinden
| Penk | Zandlach | |
| Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | ||
| Teuchl | Obergottesfeld (Gem. Sachsenburg) | Mühldorf (Gem.) |
Geschichte
Etwas westlich von Kolbnitz liegt der Danielsberg, eine keltische Kultstätte. Um 15 v. Chr. besetzten die Römer das Gebiet und hinterließen ihre Spuren, z. B. die Römerstraße und Überreste eines Herkulestempels auf dem Danielsberg.
In der ersten Erwähnung im Jahre 1124 wurde Kolbnitz als Cholomunze erwähnt. Der Name ist slawischen Ursprungs und leitet sich vermutlich von Collmiza ab, was kleiner abgerundeter Berg (Ameisenhaufen) bedeutet. Laut Dr. Otto Kronsteiner vom Institut für Slawistik in Salzburg geht der Name jedoch auf den Namen der Römersiedlung am Danielsberg zurück: Colomunitio, bestehend aus Colo (Hügel) und munitio (abgesichert, verstärkt, befestigt). Aus dem Namen wurde Cholomunze (1124) und schließlich Kolbnitz.<ref>nach Josef „Sepp“ Messner: Danielsberg im Mölltal, Kärnten, eine Liebeserklärung. 1992, Herausgeber: Die Freunde vom Danielsberg</ref>
Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Gebiet im Besitz der Grafen von Lurn, Vögten des Bistums Freising. Der letzte Lurner, Bischof Altmann von Trient, übergab 1126 seine Kirche Kolbnitz an Salzburg.<ref>Bf Altmann von Trient (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Anschließend ging das Gebiet zum Großteil in den Besitz der Grafen von Görz über. Im 15. Jahrhundert fiel der Besitz an die Habsburger.
Die ehemalige Gemeinde Kolbnitz an der Tauernbahn wurde bei der Gemeindereform 1973 mit Mühldorf und Penk zur Gemeinde Reißeck zusammengelegt (1992 schied Mühldorf wieder aus). Der Begriff ist vor Ort noch üblich, so nennt sich die Gemeinde Reißeck Naturerlebnisregion Kolbnitz–Penk–Teuchl. Auch der Bahnhof der Tauernbahn, am Hang oberhalb zwischen Zandlach und Rottau, heißt Kolbnitz.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Verkehr und Infrastruktur
In Kolbnitz befinden sich die Talstationen der Reißeckbahn sowie der Kreuzeckbahn. Beide Seilbahnen wurden ursprünglich während des Baus der Speicherstauseen für die zwei Wasserkraftwerke benötigt, dienen heute aber hauptsächlich dem Tourismus. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Kolbnitz mit Danielsberg im Hintergrund
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Römerweg mit Klaubsteinmauer (Trockensteinmauer) im Winter
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Blick von Kolbnitz Richtung Kreuzeckgruppe
Persönlichkeiten
- Josef Viehhauser (* 1950), Sternekoch
Weblinks
- 20644 – Reißeck. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Gemeinde Reißeck
Einzelnachweise
<references />
Gemeindeteile: Kolbnitz | Penk | Teuchl
Katastralgemeinden: Kolbnitz | Penk | Teuchl | Zandlach
Ortschaften: Gappen | Hattelberg | Litzldorf | Mitterberg | Moos | Napplach | Oberkolbnitz | Penk | Polan | Preisdorf | Rottau | Sandbichl | Teuchl | Tratten | Unterkolbnitz | Zandlach | Zwenberg
Dörfer: Kohlstatt • Napplach • Oberkolbnitz • Penk • Unterkolbnitz • Zandlach | Rotten: Gappen • Litzldorf • Preisdorf • Rottau | Siedlungen: Polan • Sandbichl • Tratten | Zerstreute Häuser: Hattelberg • Mittelberg • Moos • Roßwiese • Teuchl • Zwenberg | Sonstige Ortslagen: Ruine Mölltheuer • Zandlacher Hütte
Zählsprengel: Kolbnitz a.d.Tauernbahn | Penk
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- Ort im Bezirk Spittal an der Drau
- Geographie (Reißeck, Gemeinde)
- Ehemalige Gemeinde in Kärnten
- Kreuzeckgruppe
- Ersterwähnung 1124
- Gemeindeauflösung 1973
