Maki (Partei)
Vorlage:Infobox Politische Partei Die Maki (eigenes Kürzel auf {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), hebräischem Kürzelgebrauch folgend {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>Der Halbvokal Jod kann je nach Position im Wort den Lautwert ‹i› oder ‹j› annehmen.</ref>), Akronym von HaMiflagah haQōmūnīsṭīt haJisrɛ̝ʾelīt ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine kommunistische Partei in Israel und Bestandteil der politischen Formation Chadasch.
Geschichte
Im Jahre 1948 gründeten arabisch israelische kommunistische Parteiführer, die im Palästinakrieg im entstehenden Staat Israel geblieben waren, zusammen mit jüdischen Mitgliedern der 1923 gegründeten Kommunistischen Partei Palästinas die Israelische Kommunistische Partei (HaMiflagah haQōmūnīsṭīt haJisrɛ̝ʾelīt), abgekürzt Maki. Zur Zeit des britischen Mandats operierte die Kommunistische Partei aus der Illegalität heraus und erhielt erst nach der Gründung des Staates Israel die Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit zu betätigen.
1951 gab es im christlichen Dorf Eilaboun<ref name=":0">Jean-Pierre Filiu: Comment la Palestine fut perdue – Et pourquoi Israël n’a pas gagné – Histoire d’un conflict (XIXe–XXIe siècle). Éditions du Seuil, Paris 2024, ISBN 978-2-02-153833-5, S. 271 f.</ref> einen antikommunistischen Brandanschlag auf das örtliche Parteibüro, wobei ein Parteimitglied starb. Zur Schwächung des kommunistischen Einflusses unter den Arabern bzw. Palästinensern Israels hatte dort die Militärverwaltung die Rückkehr der Bewohner bewilligt. Um gegen Maki zu mobilisieren wurde auch Nimr al-Hawari, einem ehemaligen antizionistischen Milizenführer (aber Anti-Husseini) die Rückkehr erlaubt.<ref name=":0" />
Maki war zunächst eine Partei mit jüdischer Mehrheit. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen den jüdischen und arabischen Mitgliedern, hauptsächlich über den Stellenwert des Zionismus, kam es im Jahre 1965 zu einer Spaltung der Partei. Der Teil, welcher den Namen Maki beibehielt, hatte eine jüdische Mehrheit, während der andere Teil über eine arabische Mehrheit verfügte und den Namen Reschimah Qōmūnīsṭīt Chadaschah ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), abgekürzt Raqach) annahm.<ref name="Seliger">Kurt Seliger: RAKACH und MAKI. Die zwei kommunistischen Parteien Israels. In: Osteuropa. 4, 1976, S. 251 ff.</ref><ref name="FRD">Federal Research Division of the Library of Congress: Country Profiles. Appendix B -- Israel. Political Parties and Organizations. Abgerufen am 27. Juli 2009.</ref>
Maki (1965–75)
Die aus der Spaltung 1965 entstandene Partei Maki löste sich 1975 auf und fusionierte mit dem Zionistisch-sozialistischen Verband (Blau-Weiß-Bewegung) und mit Elementen der sozialistischen Linken zur Partei Moqed.
Im Jahr 1977 bildete Moqed zusammen mit mehreren anderen Parteien die politische Formation Scheli.<ref name="knesset-Sheli">Left Camp of Israel (Sheli) Knesset website</ref> Dieser Zusammenschluss löste sich vor den Wahlen 1984 auf.
Rakach (1965–89)
Die Reschima Qomunistit Chadaschah (hebräisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), abgekürzt {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bestand zwischen 1965 und 1989 als Abspaltung der Israelischen Kommunistischen Partei.<ref>Federal Research Division of the Library of Congress: Country Profiles. Appendix B -- Israel. Political Parties and Organizations. Abgerufen am 27. Juli 2009.</ref> Im Jahre 1989 kehrte die Partei zu ihrem früheren Namen zurück: HaMiflagah haQōmūnīsṭīt haJisrɛ̝ʾelīt ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).
Rakach wurde 1965 gegründet, als sich die Israelische Kommunistische Partei (Maki) in zwei Gruppen aufspaltete. Der Spaltung gingen innerparteiliche Gegensätze in der Frage einer Neubewertung des Zionismus, der Stellung zu den arabischen Staaten, und, damit im Zusammenhang stehend, der Haltung zur Sowjetunion, voraus. Die organisatorische Spaltung der Partei im August 1965 fand jedoch im Einvernehmen beider Seiten statt. Die Mehrheit der jüdischen Parteimitglieder von Maki, welche sich weigerten, den antizionistischen Kurs mitzutragen, trennten sich von der Partei und übernahmen deren Namen (mit gerichtlicher Unterstützung).<ref>New Communist List (Rakach) Knesset website</ref> Der Zusammenschluss Maki stützte sich auf die jüdischen, der Zusammenschluss Rakach mehrheitlich auf arabische Wählerkreise.<ref name="Seliger" /> Die Leiter von Rakach waren Tawfik Toubi, Meʾir Vilner, Tawfiq Ziad und David Chanin.
Rakach trat 1965, 1969 und 1973 an den Knesset-Wahlen als eigenständige Partei auf und erhielt jeweils drei bis vier Mandate. Zu den israelischen Parlamentswahlen 1973 bildeten Rakach und Maki die gemeinsame Liste Moqed. Nach 1977 schloss die Partei sich bei den folgenden Knesset-Wahlen dem Bündnis Chadasch an. 1989 nahm sie wieder den Namen „Maki“ an, war aber weiterhin Teil des Chadasch-Bündnisses.
Internationale Beziehungen
Die Kommunistische Partei der Sowjetunion verhielt sich nach der Abspaltung von 1965 zunächst abwartend. Der Ausgang des Sechstagekriegs veranlasste sie, die Beziehungen zum Zusammenschluss Maki zu lösen und Rakach als legitime Bruderpartei in Israel zu betrachten.<ref name="Seliger" /><ref>Helena Cobban: The Palestinian Liberation Organisation. People, Power and Politics. Cambridge 1984, S. 189. Weiterführende Literatur in: Constanze Krakau: Die Rolle der palästinensischen Minderheit im politischen Leben Israels 1976–1996. Studien zur Zeitgeschichte des Nahen Ostens und Nordafrikas, Band 14, Berlin, Hamburg, Münster 2005, S. 66 f.</ref>
Andere kommunistische Parteien, u. a. diejenigen Rumäniens, Italiens, Norwegens, Schwedens, der Niederlande und Australiens, erkannten beide 1965 entstandenen Zusammenschlüsse an.<ref name="Seliger" />
Siehe auch
Literatur
- Tamar Gozansky, Angelika Timm (Hrsg.): Wider den Strom! Die Kommunistische Partei Israels (KPI) 1919–2009. Artikel und Plakate. Tel Aviv März 2009 (74 S., org.il [PDF; abgerufen am 22. April 2025]).
Einzelnachweise
<references />
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