Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Mortuarium – Wikipedia Zum Inhalt springen

Mortuarium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Kurmut)

{{#if: behandelt die Abgabe an einen Grundherrn. Zur Grablege siehe Mortuarium (Architektur). Zum Totenbuch siehe Nekrolog (Totenverzeichnis).

 | Vorlage:Hinweisbaustein 
 | {{#ifeq: 0 | 0 |}}

}} Das Mortuarium war eine beim Tod eines Hörigen (der Eigenleute) fällige Naturalabgabe an den Grundherrn.

Geschichte

Das ursprüngliche, verbreitet bis ins 15. Jahrhundert bestehende Erbrecht des Herrn am Hof eines Freigelassenen schwächte sich im Laufe der Zeit zu einer Steuer ab. Diese Steuer hatte meist den Charakter einer Reallast (Sachleistung), etwa das beste Stück Vieh, das beste Gewand, Teile oder sogar die Gesamtheit der Fahrhabe oder die Waffen des Mannes. Verschiedentlich wurde die Sachleistung durch eine Geldabgabe ersetzt, mit der auch Leibgewinns-, Laten- oder Zinsgüter belastet wurden, so dass das Mortuarium einer modernen Erbschaftsteuer immer ähnlicher wurde.

Die Reallast war eine starke Belastung der Bauern, weshalb diese beispielsweise in den Zwölf Artikeln des Bauernkrieges deren Beseitigung forderten. Sie erfolgte aber erst meist gegen Ende des 18. oder zu Anfang des 19. Jahrhunderts.

In Bayern wurde diese Steuer des Besthauptes entsprechend der liberalen französischen Gesetzgebung am 12. Dezember 1808 zusammen mit der Leibeigenschaft abgeschafft.<ref>Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. 1950; 2. Auflage. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 380.</ref>

Begriffe

Die Abgabe hatte regional und sachbezogen unterschiedliche Bezeichnungen wie Fall,<ref>Vorlage:DtRechtswörterbuch</ref><ref>Fall Bedeutung 2d. In: Schweizerisches Idiotikon. Band I, Sp. 735 f.</ref> Gewandfall,<ref>Vorlage:DtRechtswörterbuch</ref> Hauptfall,<ref>Vorlage:DtRechtswörterbuch</ref> Besthauptfall,<ref>Besthauptfall. In: Schweizerisches Idiotikon. Band I, Sp. 740 f.</ref> Leibfall,<ref>Vorlage:DtRechtswörterbuch</ref><ref>Lībfall. In: Schweizerisches Idiotikon. Band I, Sp. 742.</ref> Todfall,<ref>Tōdfall. In: Schweizerisches Idiotikon. Band I, Sp. 743.</ref> Lass,<ref>Vorlage:DtRechtswörterbuch</ref><ref>Lāss Bed. 4. In: Schweizerisches Idiotikon. Band III, Sp. 1389.</ref> Hauptrecht,<ref>Vorlage:DtRechtswörterbuch</ref><ref>Hauptrëcht. In: Schweizerisches Idiotikon. Band VI, Sp. 284.</ref> Besthaupt,<ref>Vorlage:DtRechtswörterbuch</ref><ref>Besthaupt. In: Schweizerisches Idiotikon. Band II, Sp. 1499.</ref> Kurmede.<ref>Vorlage:DtRechtswörterbuch</ref>

Literatur

|cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= Autor= |opt= 2= Datum= Zugriff= Abruf= |cat= {{#ifeq:0 | 0 |Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS}} |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }} Band IV, S. 388 f.

Einzelnachweise

<references />