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Bahnstrecke Kühnhausen–Döllstädt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Kursbuchstrecke 603)
Kühnhausen–Döllstädt
Datei:2025 Bahnübergang an der B176.jpg
Baureihe 641 zwischen Dachwig und Döllstädt
Baureihe 641 zwischen Dachwig und Döllstädt
Datei:Bahnstrecke Kühnhausen–Döllstädt Karte.jpg
Streckenverlauf
Streckennummer (DB):6715
Kursbuchstrecke (DB):603
159f (1934)
Streckenlänge:13,9 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:CM4
Minimaler Radius:280<ref name="kk" /> m
Streckengeschwindigkeit:80 km/h
Zugbeeinflussung:PZB
<templatestyles src="BS/styles.css" />
von Erfurt Hbf
0,000 Kühnhausen
nach Wolkramshausen
0,531 Gera (39 m)
2,485 Elxleben (früher Bf)
7,050 Witterda
10,792 Dachwig (früher Bf)
von Straußfurt
13,899 Döllstädt
nach Ballstädt

Quellen: <ref>Infrastrukturregister. DB InfraGO, abgerufen am 21. Mai 2024.</ref><ref>Trassenportal – Stammdaten. (XLSX). DB Netz, 11. Dezember 2022.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geo-Brücke (Stand 01/2019). (Memento vom 29. November 2023 im Internet Archive; ZIP-Datei) Geoinformationen zu Brücken des Schienenverkehrsnetzes. DB Netz, 20. März 2020.</ref><ref>Übersichtskarte des Reichsbahndirektionsbezirks Erfurt 1:200 000. 2. Auflage. Deutsche Reichsbahn, März 1989 (blocksignal.de).</ref>

Die Bahnstrecke Kühnhausen–Döllstädt ist eine eingleisige Nebenbahn im mittleren Thüringen. Sie ist Teil der Verbindung zwischen Erfurt und Bad Langensalza und weiter Richtung Nordwesten. Sie trägt auch den Spitznamen Hängebittel.

Geschichte

Die Eisenbahndirektion Erfurt, Bauabteilung Gotha, der Königlich Preußischen Staatseisenbahnen erbaute die Bahnstrecke Kühnhausen–Döllstädt zusammen mit der Bahnstrecke Gräfentonna–Langensalza. Am 21. Juli 1897 gestattete das Regierungspräsidium Erfurt den Arbeitszugbetrieb.<ref>Lucanus: Bekanntmachung über die Eröffnung des Arbeitszugbetriebs auf der in den Regierungsbezirk Erfurt fallenden Theilstrecke der Neubaulinie LangensalzaGräfentonna—DöllstädtKühnhausen. Nr. 4455 Pr. 2. In: Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Erfurt. Nr. 32. Ohlenroth, Erfurt 1897, S. 152 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 26. Oktober 2025]).</ref> Beide Strecken wurden am 25. November 1897 für den allgemeinen Personen- und Güterverkehr dem Betrieb übergeben.<ref name="eröf">Mitteilungen über Vereinsangelegenheiten. In: Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen. Band 37, Nr. 92. Berlin 1897, S. 938 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 25. Oktober 2025]).</ref> Neue Betriebsstellen waren die Haltestellen Dachwig, Witterda und Elxleben.<ref name="kk">Bahnnachrichten. In: Amtsblatt des k. k. Eisenbahnministeriums für den Dienstbereich der Staatseisenbahnverwaltung. Nr. 51. Wien 1897, S. 521 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 26. Oktober 2025]).</ref> Zusammen mit den dazwischen liegenden Abschnitt Gräfentonna–Döllstädt der 1889 eröffneten Bahnstrecke Ballstädt–Straußfurt wurde so eine neue, kürzere Verbindung zwischen den Bahnstrecken Nordhausen–Erfurt und Gotha–Leinefelde geschaffen.<ref name="eröf" />

Verkehr und Fahrzeugeinsatz

Ab dem Tag der Betriebseröffnung verkehrten täglich drei Zugpaare Erfurt–Langensalza über die Strecke. Die Fahrzeit betrug zwischen Erfurt und Langensalza 92 bis 103 Minuten.<ref>Fahrplanbekannmachungen. In: Amtliche Bekanntmachungen. Anhang zu Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen. Band 37, Nr. 88. Berlin 1897, S. I–II (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 25. Oktober 2025]).</ref>

Ab dem Beginn des Fahrplanjahres 1998 am 24. Mai 1998 wurde die Strecke von der Linie EB 1 der Erfurter Bahn befahren. Hierbei kamen Dieseltriebwagen des Typs Stadler Regio-Shuttle RS1 zum Einsatz. Die Züge verkehrten von 5 bis 22 Uhr, zwischen 10 und 18 Uhr im angenäherten Stundentakt mit Kreuzung in Kühnhausen und in der Nebenverkehrszeit im 2-Stunden-Takt von Erfurt nach Kassel-Wilhelmshöhe bzw. Mühlhausen und benötigten zwischen Erfurt Hbf und Bad Langensalza 43 bis 52 Minuten.

Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 übernahm die DB Regio Südost unter dem Namen Nordthüringenbahn den Verkehr auf der Strecke. Diese setzt hier im Wechsel jeweils zweistündlich Regional-Express-Züge Erfurt–Kassel-Wilhelmshöhe (seit 2021: Linie RE 2) und Regionalbahn-Züge Erfurt–Leinefelde (seit 2021: Linie RB 52), gebildet aus Dieseltriebwagen der Baureihen 641 und 642 ein.<ref>Neues Netz - neuer Komfort. DB Regio Südost, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Dezember 2013; abgerufen am 27. Oktober 2025.</ref> Die Fahrzeit der Regional-Express-Züge beträgt zwischen Erfurt und Bad Langensalza 42 Minuten.<ref>Auf einen Blick: Nordthüringenbahn. (PDF; 81 kB) DB Regio Südost, Mai 2013, abgerufen am 27. Oktober 2025.</ref> Das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur kündigte einen Ersatz der Dieseltriebwagen auf der Linie RB 52 durch Akkumulatortriebwagen vom Typ Stadler Flirt Akku ab dem Fahrplanjahr 2029 an.<ref>Meilenstein für klimafreundlichen Schienenpersonennahverkehr - DB Regio AG erhält den Zuschlag für das Mittelthüringer Akku-Netz. Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur, 5. Februar 2025, abgerufen am 28. Oktober 2025.</ref>

Literatur

  • Harald Rockstuhl: Geschichte der Bahnstrecke Ballstädt–Straußfurt / Ballstädt–Burgtonna–Gräfentonna–Döllstädt–Herbsleben–Bad Tennstedt–Kleinballhausen–Schwerstedt–Straußfurt 1889 – 1895 – 1906 – 1947 – 1998 sowie Geschichte der Bahnstrecke Kühnhausen–Bad Langensalza / Kühnhausen–Elxleben–Witteroda–Döllstedt–Dachwig–Gräfentonna–Nägelstedt–Bad Langensalza seit 1897. Strecken Ballstädt (Kr. Gotha)–Gräfentonna–Döllstädt–Bad Langensalza. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2017, ISBN 978-3-95966-159-1.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />