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Silsersee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Lai da Segl)
Silsersee
Lej da Segl
Datei:2004-Silsersee.jpg
Silsersee, Blick Richtung Maloja
Geographische Lage Oberengadin
Zuflüsse Inn, Aua da Fedoz
Abfluss Inn, bis zum Silvaplanersee
genannt Sela
Orte am Ufer Maloja, Sils Maria
Daten
Koordinaten 776207 / 143164Koordinaten: 46° 25′ 0″ N, 9° 43′ 51″ O; CH1903: 776207 / 143164
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Lej da Segl
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Höhe über Meeresspiegel 1796,61 m ü. M.
Fläche Vorlage:Mass<ref name="bafu">Seen. In: geo.admin.ch. Bundesamt für Umwelt (BAFU), abgerufen am 18. Januar 2020.</ref>
Volumen Vorlage:Mass<ref name="bafu" />
Umfang 14,994 km<ref name="bafu" />
Maximale Tiefe 71 m<ref name="bafu" />
Datei:Karte Silsersee.png
Silsersee

Der Silsersee ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) – benannt nach der Ortschaft Sils im Engadin/Segl – ist der südwestlichste der drei im Oberengadin liegenden Seen der Engadiner Seenplatte.

Lage

Der See liegt auf knapp 1800 Metern über Meer zwischen den Ortschaften Sils (nordöstlich) und Maloja (südwestlich). Die Talstrasse zwischen den beiden Orten verläuft am nördlichen, etwas weniger bewaldeten Ufer. Das südliche Ufer ist nicht durchgehend befahrbar. Dort befindet sich auf einer Aufschüttung das Maiensäss Isola. Diese Aufschüttung etwa in der Mitte des südlichen Ufers geschieht durch den Zufluss der Aua da Fedoz aus dem kaum erschlossenen Val Fedoz. Dieses südliche Seitental erstreckt sich südwärts etwa neun Kilometer bis zum Piz Fora. Nördlich des Sees gibt es keine Seitentäler, jedoch das durch einen Heidi-Film bekannte Maiensäss Grevasalvas.

Freizeit und Verkehr

Der See ist beliebt bei Windsurfern, die durch den Malojawind vom Malojapass her unterstützt werden, auch gibt es eine Segelschule in Plaun da Lej. Im Winter bildet der zugefrorene See einen Teil der Strecke des Engadin Skimarathons.

Drei- bis viermal täglich legt ein Motorboot in Sils Maria, Chastè, Plaun da Lej, Isola und Maloja an, diesen Linienverkehr gibt es bereits seit 1907. Seit mehreren Jahrzehnten wird das Kursschiff Sils von Kapitän Franco gesteuert, nach dessen Angaben es sich dabei um die höchstgelegene Kursschifflinie Europas handelt.

Schiffländen

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten Orte mit Schifflände der Personenschifffahrt:

Vorlage:Tabellenstile

Schiffländen am Silsersee
Name Seite Lage Bild Anmerkungen
Maloja (See) West Maloja !509.7047455546.4082055Welt-Icon
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Plaun da Lej (See) Nord Plaun da Lej !509.7266715546.4209575Welt-Icon
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2021
Isola (See) Süd Maloja !509.7322195546.4097805Welt-Icon
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2011
Chastè Ost Sils/Segl Baselgia !509.7495085546.4285815Welt-Icon
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2021
Sils/Segl Maria Barchiröls Südost Sils/Segl Baselgia !509.7542185546.4241705Welt-Icon
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2011

Friedrich Nietzsche

Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche kam im Juli 1881 erstmals an den See und verbrachte bis 1888 insgesamt sieben Sommer in Sils Maria, wo er im Haus der Familie Durisch ein Zimmer im ersten Stock als Mieter bewohnte und zahlreiche seiner Werke ausarbeitete, unter anderem den zweiten Teil von Also sprach Zarathustra. Er hatte hier in einer nach eigenen Worten «blutsverwandten» Landschaft einen Ort gefunden, der ihm Möglichkeit zu Konzentration und Ruhe in bestem Klima bot. Der Landschaft um den See gab er den Namen «Perla perlissima» («Perle der Perlen»).<ref>Neue Bündner Zeitung. 6. Mai 1972, S. 3.</ref> In seinem damaligen Wohnhaus, dem heutigen Nietzsche-Haus, ist ein Museum untergebracht, in dem unter anderem Originalschriften, Briefe und Erstausgaben besichtigt werden können.

Silser Kugeln

Datei:Silserkugeln.JPG
Silser Kugeln im Rätischen Museum Chur

Silser Kugeln sind Zusammenballungen von Lärchennadeln, die einen Durchmesser von bis zu 30 cm erreichen. Im Herbst werden diese Kugeln besonders in den Buchten des Silsersees angeschwemmt. Als Hauptfundort gilt die südlich der Halbinsel Chastè liegende Bucht. Deren Lage bringt es mit sich, dass der von Südwesten kommende oft starke Talwind von der Halbinsel zurückgeworfen wird, so dass in der Bucht eine wirbelnde Wasserbewegung entsteht.

Die Lärchen sind nicht immergrün und werfen ihre Nadeln im Herbst ab. Die Nadeln der ufernahen Bäume fallen in den Silsersee oder werden dorthin geweht. Hat nun eine Welle einen kleinen Haufen treibender Nadeln erfasst und mit sich fortgerissen, so kann die wirbelnde Wasserbewegung die Nadeln am Grunde drehen und so zur Kugel formen. Je nach der Grösse des losgerissenen Stückes Nadelmaterials variiert die Grösse des daraus entstehenden Balles.

Die Bälle bestehen aus ineinander verflochtenen und durch Schlamm verbundenen Lärchennadeln. Sie sind mit etwas Sand, Resten von Schneckengehäusen und anderem Kleinmaterial vermengt. Silser Kugeln sind nur in Sils, nur im Herbst und nur von Lärchennadeln zu finden. Die örtlichen Cafés bieten süsse Silser Kugeln als Konditorei-Spezialität an.

Wie 1996 in Schweiz aktuell im TV-Beitrag Silser Kugel geäussert, weiss bis heute niemand wissenschaftlich genau, wie diese Kugeln entstehen.<ref>Silser Kugeln. In: SRF Schweiz aktuell. 18. November 1996.</ref> Der Kulturingenieur Fritz Zollinger engagiert sich im 2024 gestarteten Forschungsprojekt, um diesem Umstand Abhilfe zu schaffen.

Grevaselvas

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Um 1917
Lage am Silsersee

1898 liess der Unternehmer Antonio del Curto aus Chiavenna an der Kantonsstrasse am Ufer des Silsersees das Restaurant «Grevasalvas» mit Stall bauen, benannt nach dem Maiensäss Grevasalvas oberhalb Sils und dem Piz Grevasalvas. Baumeister war Giovanni Lisignoli aus Piuro. Im Erdgeschoss war eine Wirtsstube mit Küche und Weinkeller eingerichtet. Eine Aussentreppe führte zu einer Terrasse mit Speisesaal und gehobenen Zimmern; im zweiten Obergeschoss mit einer Holzlaube wohnte die Wirtsfamilie. Der Bau mit einem Dach aus Steinplatten und einem Sockel aus Natursteinen war reich bemalt.<ref>Diego Giovanoli: Eine Rarität am Ufer des Silsersees. In: Bündner Monatsblatt. Nr. 2, 2025, S. 75–77.</ref> 1951 kaufte es Edoardo Giovanoli aus Soglio. Seither ist es im Besitz der Familie Walther und heisst «Hotel Cristallina».<ref>Über uns. Plaun da Lej.</ref>

Bilder

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Schweizer Seen mit einer Fläche von über 1 km² (ohne künstliche Speicherseen):

Ägerisee | Baldeggersee | Bielersee | Bodensee | Brienzersee | Genfersee | Greifensee | Hallwilersee | Lac de Joux | Lago di Poschiavo | Lago Maggiore | Lauerzersee | Luganersee | Lungerersee | Murtensee | Neuenburgersee | Oeschinensee | Pfäffikersee | Sarnersee | Sempachersee | Silsersee | Silvaplanersee | Thunersee | Vierwaldstättersee | Walensee | Zugersee | Zürichsee Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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