Liste von Erhebungen in Gambia
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Die vier höchsten Erhebungen nach Messungen von 2021<ref name="eric" /> nahe den Siedlungen Sare Firasu, Sare Doulde, Sare Bala und Sare Bissou (in der Karte abgekürzt) |
Dies ist eine Liste von Erhebungen in Gambia.
Die Gestalt Gambias wird vom Gambia-Fluss bestimmt, der von Osten nach Westen fließt. Die Flusslandschaft wird dabei an beiden Ufern von niedrigen Hügeln aus Laterit umgeben. Gambia liegt zu 78 Prozent zwischen Meereshöhe und 20 m über dem Meeresspiegel, die höchsten Erhebungen liegen in einer flachen Sandsteinebene mit kleinen felsigen, unbewachsenen Hügeln und erreichen etwa 50 m über dem Meeresspiegel.<ref name="eric"/><ref name="jaiteh"/>
Wegen fehlender detaillierter topografischer Vermessungen in der Vergangenheit sowie der Verwendung unterschiedlicher Geoide<ref name="eric"/> gibt es verschiedene, widersprüchliche Angaben zu den höchsten Erhebungen. Zusätzlich wird die Frage verkompliziert durch die Tatsache, dass die höchsten Erhebungen nahe oder auf der Grenze zum Senegal liegen und es unterschiedliche Auffassungen über den Grenzverlauf gibt.<ref name="eric" />
Laut Messungen von 2003 liegen rund 400 von 11.420 Quadratkilometer Fläche oberhalb von 50 m über dem Meeresspiegel in einer Sandsteinebene mit felsigen, unbewachsenen Hügeln.<ref name="jaiteh">Malanding S. Jaiteh, Baboucarr Sarr: Climate Change and Development in the Gambia: Challenges to Ecosystem Goods and Services. (PDF; 1,9 MB). S. 1–3. Höhendaten auf Basis von: The Gambia 50,000 database 2003 topographic data. Department of Local Government and Lands.</ref> Laut The World Factbook<ref name="factbook">The World Factbook: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Gambia ( vom 2. Juli 2014 im Internet Archive), Abschnitt Geography sowie <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Karte ( vom 27. Juli 2019 im Internet Archive). Abgerufen am 30. Juli 2019.</ref> und von der gambischen Regierung im Rahmen des UNFCCC übermittelten Informationen<ref></ref> liegt der höchste Punkt bei 53 m über dem Meeresspiegel. Eine auf Informationen von 1966 basierende Karte der U.S. National Imagery and Mapping Agency verzeichnet bei Jah Kunda an der nördlichen Grenze (13° 31′ N, 14° 11′ W
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|name=ungefähre Lage des Punkts bei Jah Kunda
|region=GM-U
|type=mountain
}}) sowie bei Nyamanari ganz im Südosten (13° 21′ N, 13° 50′ W
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|globe=
|name=ungefähre Lage des Punkts bei Nyamanari
|region=GM-U
|type=mountain
}}), jeweils direkt an der Grenze zum Senegal, zwei Punkte mit einer Höhenangabe von 174 Fuß, also 53 m Höhe.<ref name="map">West Africa, Joint Operations Graphic 1:250,000: Karte ND 28-11 Tambacounda, Senegal (11 MB). U.S. National Imagery and Mapping Agency. Alter der Karteninformation angegeben mit 1966.</ref> Jene bei Nyamanari ist auch in The World Factbook als höchster Punkt des Landes markiert.<ref name="factbook" /> Auf der Basis von SRTM-Daten berechnete die Seite peakbagger.com im Jahr 2019 einen höchsten Punkt von 64 m zwischen Sabi und dem senegalesischen Vélingara (13° 13′ N, 14° 10′ W
{{#coordinates:13,22159|−14,15974|
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|name=Auf Basis von SRTM-Daten von der Seite peakbagger.com berechneter höchster Punkt Gambias
|region=GM-U
|type=mountain
}}) am Rand des Vélingara-Kraters.<ref>Gambia High Point. Elevation: 64 meters, 210 feet. In: peakbagger.com. Abgerufen am 1. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>S. Master, D. P. Diallo, S. Kande, S. Wade: The Velingara Ring Structure in Haute Casamance, Senegal: A Possible Large Buried Meteorite Impact Crater. In: 30th Annual Lunar and Planetary Science Conference, 15.–29. März 1999, Houston, Texas (online bei researchgate.net).</ref> Die von USGS und USAID,<ref>Ecoregion and Topography of The Gambia. USGS, USAID. Abgerufen am 1. Juli 2019.</ref> der Seite peakbagger.com (bis 2019)<ref>Red Rock, Gambia. Elevation: 53 meters, 174 feet. In: peakbagger.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Juli 2017; abgerufen am 30. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Die im Web-Archiv noch als Red Rock bezeichnete Seite wurde korrigiert und aus SRTM-Daten eine neue höchste Erhebung berechnet, die zunächst schlicht als Gambia High Point bezeichnet wurde.</ref> sowie Reiseberichten<ref>David Love: Around the Gambia. 1. April 2018, abgerufen am 1. August 2019. Ein Foto zeigt die rötliche Sandsteinebene.</ref> auf Basis von falschen Wikipedia-Informationen als 53 m hoher Red Rock bezeichnete höchste Erhebung innerhalb einer rötlichen Sandsteinebene existiert laut Nachforschungen in der Wikipedia-Community nicht.<ref>Atamari: Ein Berg, der nicht existiert. In: Wikimedia Foundation (Hrsg.): wp:kurier. 27. Juli 2019, abgerufen am 27. Dezember 2019.</ref> Nach neueren, detaillierten Messungen im Jahr 2021 mit moderner Vermessungsausrüstung wurde der höchste Punkt nahe der Siedlung Sare Firasu an der von peakbagger 2019 gefundenen Stelle identifiziert und als Sare Firasu Hill bezeichnet, allerdings mit einer Höhe von nur 50,9 m. Der zweithöchste Punkt mit einer Höhe von 48,6 m ist nahe bei Nyamanari und liegt nahe der Siedlung Sare Doulde. Beide liegen an der Grenze zum Senegal.<ref name="eric" />
Gambia ist damit das Land in Afrika, dessen höchster Punkt am niedrigsten liegt. Weltweit liegen nur einige Inselstaaten noch tiefer, siehe Liste der höchsten Punkte nach Land.
Liste
Nur für vier Orte liegen per Differential Global Positioning System (DGPS) gemessene Höhenangaben über dem Meeresspiegel vor, die nach dem Earth Gravitational Model EGM2008 bestimmt wurden.<ref name="eric" /> Die anderen sind aus SRTM-Daten via Google Earth im älteren EGM96 bestimmt.
| Höhe DGPS |
Höhe SRTM |
Name | Koordinate | Bemerkung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 50,9 m | 65 m | Sare Firasu Hill | 13° 13′ N, 14° 10′ W
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|
dim= | globe= | name=Sare Firasu Hill | region=GM | type=mountain
}} |
bei Sabi, benannt nach der Siedlung Sare Firasu<ref name="eric" /> |
| 48,6 m | 61 m | Sare Doulde Hill | 13° 20′ N, 13° 51′ W
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|
dim= | globe= | name=Sare Doulde Hill | region=GM | type=mountain
}} |
bei Nyamanari, benannt nach der Siedlung Sare Doulde<ref name="eric" /> |
| 47,4 m | 61 m | Sare Bala Hill | 13° 23′ N, 13° 48′ W
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|
dim= | globe= | name=Sare Bala Hill | region=GM | type=mountain
}} |
benannt nach der Siedlung Sare Bala<ref name="eric" /> |
| 45,7 m | 61 m | Sare Bissou Hill | 13° 14′ N, 14° 21′ W
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|
dim= | globe= | name=Sare Bissou Hill | region=GM | type=mountain
}} |
benannt nach der Siedlung Sare Bissou<ref name="eric" /> |
| 49 m | Kassang Hill | 13° 44′ N, 14° 55′ W
{{#coordinates:13,730833333333|−14,920833333333|
|
dim= | globe= | name=Kassang Hill | region=GM-M | type=mountain
}} |
In der Nähe des Gassang Forest Park.<ref>Kassang Hill. In: geonames.org. Abgerufen am 31. Juli 2019.</ref> | |
| 47 m | Balangar Hill | 13° 41′ N, 15° 22′ W
{{#coordinates:13,678888888889|−15,370555555556|
|
dim= | globe= | name=Balangar Hill | region=GM-M | type=mountain
}} |
In der Nähe des Belel Forest Park.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bild des Balangar Hill. ( vom 6. November 2012 im Internet Archive).</ref><ref>Erwin Bucher: Unterwegs auf dem Gambia River, Oberer Flusslauf. 8.–22. 2. 2012. (PDF; 8,4 MB). Reisen mit einem Segelkatamaran. In: red-harlekin.ch. Abgerufen am 2. August 2019.</ref> | |
| 47 m | namenlos | 13° 18′ N, 14° 14′ W
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|
dim= | globe= | name=Hügel bei Basse Santa Su | region=GM-U | type=mountain
}} |
Der Name des Ortes Basse Santa Su bedeutet in der Mandinka-Sprache so viel wie „Compound oben, auf dem Hügel“ (santo „[sic]“ = oben, su = compound)<ref group="Anmerkung">Mit „Compound“ ist die gambische Form einer Siedlung gemeint, die kleiner ist als ein Dorf. So etwas wie ein Gehöft oder ein Weiler. Siehe auch Gambian Compounds. In: accessgambia.com. Abgerufen am 1. August 2019.</ref><ref>Rosel Jahn: Gambia. Reiseführer mit Landeskunde. Mit einem Reiseatlas (= Mai’s Weltführer. Bd. 29). Mai, Dreieich 1997, ISBN 3-87936-239-4.</ref> | |
| 38 m | Hügel bei Mansa Konko | 13° 28′ N, 15° 32′ W
{{#coordinates:13,469166666667|−15,535277777778|
|
dim= | globe= | name=Mansa Konko | region=GM-L | type=mountain
}} |
Am Fuße eines Hügels liegt der Hauptort der Lower River Region, dessen Name „Königshügel“ bedeutet.<ref>Martin Barnack, Gambian-German Forestry Project (GGFP): Mansa Konko. In: martinbarnack.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Dezember 2011; abgerufen am 1. August 2019.</ref> | |
| 37 m | Konkoba Hill | 13° 26′ N, 15° 49′ W
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|
dim= | globe= | name=Konkoba Hill | region=GM-L | type=mountain
}} |
Ein flacher, weitläufiger Hügel in der Lower River Region bei Tendaba.<ref>Konkoba Hill. In: geonames.org. Abgerufen am 31. Juli 2019.</ref> | |
| 33 m | Kliff bei Cape St. Mary | 13° 29′ N, 16° 42′ W
{{#coordinates:13,475277777778|−16,693611111111|
|
dim= | globe= | name=Cape St. Mary | region=GM-B | type=mountain
}} |
An der Küste von Bakau bis Fajara ragt das Kliff mehr als 20 Meter über den Meeresspiegel.<ref>Malanding S. Jaiteh: The Atlas of the Gambia. Landforms. In: Columbia.edu.</ref> | |
| 29 m | Mamayungebi Hill | 13° 31′ N, 14° 35′ W
{{#coordinates:13,514444444444|−14,585833333333|
|
dim= | globe= | name=Mamayungebi Hill | region=GM-M | type=mountain
}} |
Auf Karten ist nur ein alleinstehender Hügel mit Namen eingetragen. Um diesen Hügel in der Central River Region, den ungefähr 29 m hohe Mamayungebi Hill oder Mamayungehi Hill, zieht der Fluss Gambia eine Schleife.<ref>Mamayungebi Hill. In: geonames.org. Abgerufen am 31. Juli 2019.</ref><ref>Gambia. Scale 1:350,000. Vancouver, B.C. 2003, ISBN 1-55341-217-6.</ref><ref>ITMB Publishing Ltd: Senegal & Gambia. Scale 1:740,000. Richmond, B.C. 2011, ISBN 978-1-55341-398-1.</ref><ref>Stephen C. Stringall, Dody Broyles: Gambia. International Travel Maps, Vancouver 2003, ISBN 1-55341-217-6 (Landkarte, 96 × 61 cm, 1:350.000).</ref> | |
| 28 m | Bansang Hill (oder: „Gamtel Hill“) | 13° 26′ N, 14° 39′ W
{{#coordinates:13,432068953611|−14,656604230278|
|
dim= | globe= | name=Bansang Hill | region=GM-M | type=mountain
}} |
Hügel bei Bansang. Der Name „Gamtel Hill“ kommt wahrscheinlich von einem Mobilfunksender der Gambia Telecommunications Company (Gamtel).<ref>Stephen Rice aus London nennt den Hügel so in seinem Blog: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eastern Gambia. ( vom 7. Juni 2015 im Internet Archive) Abgerufen im Juni 2010. Siehe das letzte Foto unter Eastern Gambia.</ref> |
Die freie Datenbank für geographische Objekte, GeoNames, nennt noch den Alligator Rock.<ref>Alligator Rock. In: geonames.org. Abgerufen am 31. Juli 2019.</ref><ref>The Alligator Rock. In: geographic.org. National Geospatial-Intelligence Agency, Bethesda, MD, USA, abgerufen am 1. August 2019.</ref> Die Datenbank nimmt Bezug auf einen rund 11 m über dem Meeresspiegel liegenden Punkt am Ufer des Gambia-Flusses (13° 22′ N, 14° 23′ W
{{#coordinates:13,36667|−14,38333|
|dim=
|globe=
|name=Alligator Rock
|region=GM-U
|type=mountain
}}). Es ist nicht geklärt, welche Art von Objekt dieser Datenbankeintrag (vom Typ „hill“) beschreibt, ein Bericht über eine britische geologische Vermessung von 1927 bezeichnet mit „Alligator Rock“ eine Schotterbank im Fluss.<ref>William Gerald Groves Cooper: Report on a Rapid Geological Survey of the Gambia, British West Africa. H.F. & G. Witherby, 1927.</ref>
Siehe auch
Weblinks
Anmerkungen
<references group="Anmerkung" />
Einzelnachweise
<references> <ref name="eric">Eric Gilbertson, Matthew Gilbertson: Determination of new national highpoints of five African and Asian countries—Saudi Arabia, Uzbekistan, Gambia, Guinea-Bissau, and Togo. In: Progress in Physical Geography: Earth and Environment, 2025, doi:10.1177/03091333251401102.</ref> </references>
Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten
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