Marañón
{{#if: behandelt den Fluss. Zu weiteren Bedeutungen siehe Marañón (Begriffsklärung).
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Der Río Marañón ist der linke und größere der beiden Quellflüsse des Amazonas in Südamerika und damit hydrologisch der Hauptquellfluss des Amazonas. Der längere Quellfluss ist der Ucayali. Der Río Marañón ist 1905 Kilometer lang und hat eine mittlere Wasserführung von rund 15.000 m³/s.<ref name="caudal" />
Flusslauf
Der Marañón entsteht aus dem Zusammenfluss von Río Lauricocha und Río Nupe. Letzterer entspringt in der Cordillera Huayhuash in Vorlage:Höhe Höhe. Der Ursprung des Río Lauricocha nördlich der Cordillera Raura in drei Bergseen oberhalb des Lauricocha-Sees wurde 1909 von Wilhelm Sievers als Quelle des Amazonas ermittelt. Der Río Lauricocha war bis zur Entdeckung der Quelle des Río Apurímac im Jahr 1975 als Amazonasoberlauf anerkannt.
Der Marañón durchläuft einen weiten Teil der Anden im Norden Perus und nimmt in der Nähe von La Unión den Río Vizcarra sowie bei Bagua den Río Utcubamba auf. Als einer der längsten Flüsse Perus fließt er mehrere hundert Kilometer innerhalb der Anden parallel zu den Gebirgsketten nach Nordwesten, bevor er nach Osten in das Amazonastiefland austritt und sich dort mit dem Río Ucayali zum Amazonas vereinigt. Beim Übergang ins Amazonasbecken bei Flusskilometer 674 durchfließt der Río Marañón das Durchbruchstal Pongo de Manseriche. Der Marañón fließt durch Hochgebirge, halbwüstenhafte Talsohlen sowie subtropischen und tropischen Regenwald.
Wirtschaft und Kultur
Der Marañón ist vom Ort Balsas an schiffbar. Eine Erdöl-Leitung verläuft parallel zum nördlichen Teil des Flusslaufs. In seinem Einzugsgebiet gibt es Lagerstätten von Blei, Zink und Silber sowie eine Buntmetallhütte.
Seit den 2010er Jahren wird der Fluss zur Wasserkraftnutzung erschlossen. Es ist eine Kaskade von Wasserkraftwerken entlang dem Ober- und Mittellauf des Río Marañón geplant. Ein erstes Wasserkraftwerk ging 2018 in Betrieb.
Der Fluss bildet den Hintergrund für den Roman Die goldene Schlange von Ciro Alegría.
Im Jahr 2024 wurden dem Rio Marañon inkl. seiner Nebenflüsse in einem historischen Gerichtsurteil eigene Rechte zugesprochen und damit ein besonderer Schutzstatus erwirkt. Diese vom Verwaltungsgericht der Region Loreto verhängte Entscheidung zielt auf eine Verbesserung des Umweltschutzes ab und geht auf die Initiative von indigenen Gemeinschaften im Einzugsgebiet des Gewässers zurück, die sich durch die zunehmende industrielle Ausbeutung und Verschmutzung des Flusses in ihren Lebensgrundlagen gefährdet sehen.<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Orte am Marañón
Die größten Nebenflüsse
Zu den größten Nebenflüssen gehören (flussabwärts):<ref name="KFW">Kümmerly+Frey Rand McNally: Internationaler Atlas. Herausgegeben von Georg Westermann Verlag ISBN 3-07-508962-1</ref><ref name="RDW">Reader's Digest: Weltatlas. Herausgegeben von The Reader's Digest Association Limited, London ISBN 978-3-89915-385-9</ref>
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Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
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