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Westheim (Marsberg) – Wikipedia Zum Inhalt springen

Westheim (Marsberg)

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(Weitergeleitet von Marsberg-Westheim)
Westheim
Stadt Marsberg
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1628)&title=Westheim 51° 30′ N, 8° 54′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1628) 51° 29′ 38″ N, 8° 54′ 26″ O
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Höhe: 226 m
Fläche: 12,03 km²
Einwohner: 1628 (31. Dez. 2025)<ref>Einwohnerentwicklung in den Orten der Stadt Marsberg. (PDF) In: marsberg.de. Abgerufen am 22. April 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 34431
Vorwahl: 02994
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Westheim ist ein Ortsteil der Stadt Marsberg im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Dieser hat rund 1600 Einwohner. Bis zur kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen 1975 war Westheim als Dorf selbstständig.

Geografie

Westheim liegt 6 km östlich von Marsberg an der Bundesstraße 7 im Tal der Diemel. Nachbarorte sind die Marsberger Kernstadt und Oesdorf, sowie auf der hessischen Seite Hesperinghausen und Orpethal.

Geschichte

Datei:Westheim-Sammlung Duncker (5355139).jpg
Rittergut Westheim um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Westheim wurde 1082 in Verbindung mit den Herren von Westheim erstmals urkundlich erwähnt. Pfarrort wurde Westheim 1150 durch die Kirchengründung der Corveyer Mönche. An die Stelle der Westheimer Herren traten etwa ab Mitte des 14. Jahrhunderts die Herren von Calenberg, die bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1813 ununterbrochen in Westheim ansässig waren. Nach mehrfachem Wechsel gelangte Westheim in den Besitz der Grafen zu Stolberg, der heutigen Familie von Twickel.

Westheim gehörte seit der Gründung zur weltlichen Herrschaft des deutschen Bistums Paderborn, ursprünglich im Herzogtum Sachsen. Ab dem 14. Jahrhundert bildete sich das Territorium Hochstift Paderborn im Heiligen Römischen Reich, darin ab dem 16. Jahrhundert zum niederrheinisch-westfälischen Reichskreis.

Die Entwicklung Westheims war geprägt durch Seuchen, Kriegseinwirkungen und Hungersnöte. Zu nennen sind hier Soester Fehde, Pest, Dreißigjähriger Krieg und Siebenjähriger Krieg, in deren Folgen große Not entstand. Während des Dreißigjährigen Krieges ging das „Unterhaus Westheim“ der Freiherren von Calenberg und mit ihm ein Teil des Dorfes in Flammen auf. Nach einer Seuche im Jahr 1813 zählte Westheim nur noch 496 Einwohner.

Bis zu den Napoleonischen Kriegen gehörte Westheim zur Frei- und Gografschaft Warburg im Oberwaldischen Distrikt des Hochstifts.<ref>Geographisch-statistische Beschreibung der im Jahre 1802 dem Preußischen Staate zugefallenen Entschädigungsprovinzen. Friedrich Maurer, Berlin 1802, Kap. VII Das Hochstift Paderborn, S. 93 (google.de).</ref><ref>Neue Sammlung geographisch-historisch-statistischer Schriften. Band 4. Jacobi, Weißenburg 1786, Das Hochstift Paderborn, S. 465 (google.de).</ref><ref>Johann Dietrich von Steinen: Kurzgefaßte Historie des Hochstifts Paderborn. In: Westphälische Geschichte. Band 2. Meyers, Lemgo 1755, S. 537 (google.de).</ref> 1802/03 wurde das Hochstift vom Königreich Preußen besetzt. In der napoleonischen Zeit war die Gemeinde Westheim von 1807 bis 1813 Teil des Kantons Wünnenberg im Departement der Fulda des Königreichs Westphalen. Seit 1815 gehörte Westheim endgültig zum Königreich Preußen und 1816 wurde die Gemeinde dem neuen Kreis Büren zugeordnet, in dem sie zum Amt Wünnenberg gehörte.

Im Zweiten Weltkrieg wurde am 3. Oktober 1944 das Haus Klinke-Hartmann zerstört und über 100 Häuser stark beschädigt. Auch das Dach der evangelischen Kirche wurde zerstört. Sechs Menschen wurden getötet.

Im Zuge der Kommunalen Neugliederung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, wurde Westheim der Stadt Marsberg im Hochsauerlandkreis angegliedert.<ref></ref>

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Gold (Gelb) ein schreitender schwarzer Hirsch; darüber im Schildhaupt vorn eine schrägrechte grüne Weizenähre und hinten ein schräglinkes grünes Eichenblatt.“

Das Wappen wurde abgeleitet vom Wappen der einflussreichen Herrscherfamilie, der Grafen zu Stolberg, welche einen Hirsch im Wappen führten. Die Weizenähre steht für die Landwirtschaft und das Eichenblatt für die waldreiche Umgebung.

Religion

Datei:WestheimStVitus.jpg
Kath. St. Vituskirche
Datei:Innenansicht der St. Vituskirche in Westheim.JPG
Innenansicht der St. Vituskirche
  • 1150: Pfarrort
  • 1688: Bau der katholischen Pfarrkirche St. Vitus
  • 1856–1858: Bau der evangelischen Kirche
  • 1895: Neubau der katholischen Pfarrkirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

In der Liste der Baudenkmäler in Marsberg sind für Westheim fünf Baudenkmale aufgeführt, darunter

Sport

Der Dartverein DC Westheim besteht seit 1990. Im Jahr 2014 stieg der Verein in die höchste Nordhessische Dartliga auf.

Im August 2004 wurde der Golfplatz des TuS Westheim Golfclub eröffnet. Der zunächst als 9-Loch-Platz angelegte Kurs wurde in der Folgezeit auf 18-Loch erweitert und bietet zusätzlich einen Pay&Play-Kurzplatz mit 6 Löchern. Im Jahr 2013 wurde der Golfbereich aus dem TuS Westheim ausgegliedert. Der Golfclub Westheim e. V. betreibt die Anlage nun in Eigenregie.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Durch den Bau der Straße Bredelar-Warburg, die 1831 fertiggestellt wurde, bekam Westheim Anschluss ans Straßennetz. In den Jahren ab 1966 wurde die A 44 von Kassel nach Dortmund gebaut. 1972 wurde das Teilstück, welches an Westheim vorbeiführt, dem Verkehr übergeben. Westheim liegt in unmittelbarer Nähe der Auffahrt Marsberg/Diemelstadt. Die Auffahrt wurde im Dezember 2006 freigegeben.

Schienenverkehr

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Datei:Bahnhof Westheim.jpg
Haltepunkt Westheim (Westf)

An der Oberen Ruhrtalbahn SchwerteWarburg, die am 10. Februar 1873 in Betrieb genommen wurde,<ref>BetriebsstellenArchiv Westheim (Westf). In: NRWbahnarchiv. André Joost, abgerufen am 25. August 2017.</ref> hat der Ort den Bahnhof Westheim (Westf).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EWSM (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. Mai 2013 im Internet Archive; PDF; 703 kB)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschebahn.com deutschebahn.com, Betriebsstellenverzeichnis, 51° 29′ 41″ N, 8° 54′ 42″ O

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Der Streckenabschnitt östlich von Brilon Wald wurde am 18. Juli 1984 auf eingleisigen Betrieb umgestellt und der Westheimer Bahnhof wurde zum einfachen Haltepunkt.<ref>Marco Rosenkranz: Die Geschichte der Eisenbahn durch Westheim. Eisenbahnfreunde Marsberg e. V., 11. April 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Juni 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/www.eisenbahnfreundemarsberg.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Das östliche Stellwerk, 1909 erbaut, wurde ab 1985 von einem Eisenbahnverein genutzt<ref>Das Stellwerk. Eisenbahnfreunde Marsberg e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. August 2013; abgerufen am 30. Juni 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eisenbahnfreundemarsberg.de</ref> und als Eisenbahnmuseum eingerichtet.<ref>Ein kleines neues Museum. In: Westfalenpost. Funke Mediengruppe, 15. Mai 2011, abgerufen am 30. Juni 2013.</ref>

Im Jahr 1987 zerstört ein Dachstuhlbrand<ref>Die Westheimer Geschichte. In: sow-online.de. Abgerufen am 30. Juni 2013.</ref> das giebelständige Empfangsgebäude aus dem Jahr 1872, das über einen flacheren, traufständigen Fachwerkanbau verfügte, der als Güterschuppen genutzt wurde.<ref>Bilder des ehemaligen Empfangsgebäudes. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. März 2016; abgerufen am 12. April 2012 (Neue URL müsste westheimwestfalen.de sein, derzeit werden Bilder von dort aber nicht geladen).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.westheim.org</ref>

Derzeit steht nur noch ein Unterstand zur Verfügung.

Die Strecke wird stündlich von RE-Zügen des Sauerland-Expresses zwischen Hagen und Warburg bedient.

Linie Verlauf Takt
RE 17 Sauerland-Express:
Hagen Hbf – Schwerte (Ruhr) – Fröndenberg – Wickede (Ruhr) – Neheim-Hüsten – Arnsberg – Oeventrop – Freienohl – Meschede – Bestwig – Olsberg – Brilon Wald
Linienast 1:Brilon Stadt
Linienast 2:Hoppecke – Messinghausen – Beringhausen – Bredelar – Marsberg – Westheim (Westf) – Scherfede – Warburg (Westf)
Linienast 3: – Willingen
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2024
60 min Hagen – Brilon Stadt
morgens Hagen – Warburg
Clubsaison Hagen – Willingen

Unternehmen

1862 wurde die Brauerei Westheim gegründet, noch heute ein wichtiger Betrieb im Ort.

1906 baute Wilhelm Holtey ein Wasserkraftwerk und versorgte ganz Westheim mit Gleichstrom.

Westheim verfügt über Handels- und Gewerbebetriebe zur Versorgung der Bewohner und Besucher. Neben Arzt, Apotheke, Friseur, zwei Bankfilialen, Gastronomiebetrieben, Bekleidungsgeschäften etc. gibt es südlich der B7 ein 8,4 ha großes Industrie- und Gewerbegebiet.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Westheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

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