Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Kloß – Wikipedia Zum Inhalt springen

Kloß

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Mehlknödel)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Knoedeltopf.jpg
Bayerische Kartoffelknödel während der Zubereitung
Datei:Schweinebraten mit Knödel und Krautsalat.jpg
Schweinsbraten mit Knödeln
Datei:Klüten.JPG
Mehlklöße mit Birnenkompott
Datei:Fünfspinatklöße.JPG
Fünf Spinatklöße

Der Kloß (Plural: die Klöße) oder der Knödel (Plural: die Knödel) ist eine aus Teig hergestellte Speise, die als Hauptspeise, Beilage oder Suppeneinlage gegessen wird. Man unterscheidet verschiedene Arten von Klößen je nach Ausgangsmaterial: Kartoffelklöße, Grießklöße, Semmelklöße und Mehlklöße, dann noch Fleischklöße und Fischklöße.<ref>Herrmann, F. Jürgen: Lehrbuch für Köche. Handwerk und Technik, Hamburg 1999, ISBN 3-582-40055-7, S. 61, 93, 94, 137, 214.</ref>

Klops ist ein kleiner Kloß aus Hackfleisch, Fisch oder anderen Zutaten.<ref>Erhard Gorys: Das neue Küchenlexikon. dtv, München 1994–2002, ISBN 3-423-36245-6, S. 287.</ref>

Allgemeines

Klöße werden aus Teig von je nach Rezept ganz unterschiedlicher Zusammensetzung meist zu Kugeln geformt und in Salzwasser pochiert oder darüber gedämpft. Bei einigen Rezepten sind sie mit gerösteten Brotstücken, Früchten, Fleisch oder anderem gefüllt. Sie können als Hauptgericht, Beilage, Suppeneinlage oder auch süß als Dessert serviert werden.

Knödel bzw. Klöße sind ein wichtiger Bestandteil besonders der thüringischen, sächsischen, fränkischen, bayerischen, österreichischen, böhmischen, Südtiroler und oberschlesischen Küche.

Etymologie

Kloß

Das vor allem in Nord-, Mittel- und Westdeutschland verbreitete Wort Kloß stammt vom althochdeutschen kloz für „Klumpen, Knolle, Kugel“ ab und ist verwandt mit „Klotz“ und „klotzig“. Die plattdeutsche Form lautet Klüten, im Altmärkischen und in Nordfriesland Klump.

Im Schwäbischen entlehnen sich die regionalen Wörter Gleeß und Gneedl, im Fränkischen zusätzlich Kließ und Glües sowie Gniedla, die teils auch in ganz Süddeutschland und angrenzenden Regionen bekannt sind, auf jeweils eine der beiden Hauptbezeichnungen Kloß bzw. Knödel.

Knödel

Im süddeutschen Raum, in Österreich und in Südtirol ist die Bezeichnung Knödel üblich, wobei je nach Region der Knödel oder das Knödel gesagt wird. In der Pfalz und deren näherer Umgebung ist neben Kned(e)l (gnēdəl, gnēdl) der dialektale Begriff Knepp gebräuchlich.<ref>PONS Die deutsche Rechtschreibung: Für Beruf, Schule und Allgemeinbildung. Pons GmbH, 2015, ISBN 978-3-12-517378-1 (books.google.de).</ref><ref>Wörterbuchnetz – Pfälzisches Wörterbuch. Abgerufen am 27. Januar 2019.</ref>

Mit „Knödel“ verwandt sind das tschechische knedlík, das italienische canederli sowie das französische quenelle.

Die Wörter „Knödel“ und „Nudel“ sind vermutlich miteinander verwandt.<ref>Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage. Hrsg. Elmar Seebold. De Gruyter, Berlin / New York 2002.</ref> „Knödel“ ist Teil eines großen Stamms deutscher Wörter, die mit dem Anlaut kn- eine Verdickung ausdrücken (Knoten, Knolle, Knospe, Knoblauch, Knauf, Knopf, Knute, Knüppel, Knie). Das Wort Knödel ist im Spätmittelhochdeutschen nachweisbar und stammt aus dem althochdeutschen chnodo, mittelhochdeutsch knode („kleiner Hügel“).<ref name=":0">Duden | Knödel | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme, Herkunft. Abgerufen am 10. Dezember 2017.</ref><ref name=":1">Bibliographisches Institut (Mannheim). Dudenredaktion.: Klops. In: Duden, das Herkunftswörterbuch : Etymologie der deutschen Sprache. 5., neu bearb. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 2014, ISBN 978-3-411-04075-9, S. 454.</ref>

Klops

Fleischklöße werden in Nord- und Ostdeutschland auch Klopse genannt (vermutlich von schwedisch: kalops, englisch: collop für „gebratene Fleischscheibe“), gehört vielleicht zur Wortgruppe klopfen, die Herkunft ist noch ungeklärt.<ref name=":1" /><ref>Duden | Klops | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme, Herkunft. Abgerufen am 27. Januar 2019.</ref>

Varianten

Klöße gibt es in vielen Varianten und Zubereitungen aus verschiedenen Grundzutaten:

Weitere Varianten werden aus Mischungen dieser Grundzutaten hergestellt, z. B.: Böhmische Knödel, Tiroler Pressknödel, Thüringer Aschklöße, Sächsische Wickelklöße, Pilzknödel, norddeutsche Sweetklüten aus Roggenmehl, Grützwurst oder Passatelli, Quenelles in Frankreich etc.

Weblinks

Wiktionary: Kloß – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Knödel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />