Mirzə Fətəli Axundov
Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Hinweisbaustein Mirzə Fətəli Axundov, (Mirza) Fath Ali Achundow oder Fatḥʿalī Āḫūndzāda<ref>Ansetzungsform in GND 118646737; abgerufen am 26. Dezember 2019.</ref> (auch Axundzadə; aserbaidschanisch/persisch میرزا فتحعلی آخوندزاده, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) / Mirza Fatali Achundow; * 12. Juli 1812 in Nuxa; † 27. Februar 1878 in Tiflis, Georgien) war ein iranischer Nationalist, Freiheitskämpfer, Aufklärer, Schriftsteller, Philosoph und Literaturkritiker.
Leistungen und Ideen
Er entwarf das erste lateinische Alphabet der Turksprachen und stellte es 1863 vor der Osmanischen Wissenschaftsgesellschaft in der Türkei vor. Doch sein Vorschlag fand dort keine Zustimmung, so dass er enttäuscht abreiste.
Sein philosophisches Traktat Drei Briefe des indischen Prinzen Kämaluddövlä an den persischen Prinzen Dschalaluddövlä und ihre Beantwortung durch den Letzteren (1863–1865), auch als Briefe von Kämaluddövlä bekannt, beeinflusste die Entwicklung der Philosophie im islamischen Orient.
Der Kern dieser Abhandlung ist die Kritik an Politik und Religion – also an den wichtigsten Grundlagen der Gesellschaft. Sein Ziel ist nach eigener Aussage die „Förderung eines historischen Bewusstseins gegenüber der Vergangenheit sowie die Entwicklung eines nationalen Denkens und die Reform und den Fortschritt der Gesellschaft in Gegenwart und Zukunft, sodass sich die politische Despotie verändert und an ihre Stelle eine konstitutionelle Ordnung und die Herrschaft des Gesetzes treten. Dunkelheit und Finsternis sollen verschwinden, die Reform der Religion soll durch einen islamischen Protestantismus verwirklicht werden. Politik und Religion sollen vollständig voneinander getrennt werden, und die Religion soll keinen Einfluss auf weltliche Angelegenheiten haben; und schließlich sollen wir den Schleier der Illusionen zerreißen und dem Licht der Vernunft entgegengehen.“<ref name=":0">www.dsi.co.ir: نگاهی به جهانزیست میرزافتحعلی آخوندزاده. 15. September 1398 (iichs.ir [abgerufen am 4. April 2026]).</ref>
Achundzadeh erkennt, gestützt auf sein Wissen über das politische Denken der Moderne, den Widerspruch zwischen westlicher Politik und der traditionellen Scharia und bewertet ihre Trennung als ein wesentliches Element. Er tritt jeder Form der Vermischung von Tradition und Moderne entgegen. Aus diesem Grund stellt er den Materialismus der modernen Philosophie den metaphysischen Vorstellungen der Vergangenheit gegenüber.<ref name=":0" />
Angesichts der Vorherrschaft der religiös-arabischen Kultur bemüht sich Achundzadeh darum, die Idee des Nationalbewusstseins und des Nationalismus durch eine Rückkehr zur „goldenen Epoche“ des vorislamischen Iran zu formulieren.<ref>Ādamiyat, Fereydun: Die Gedanken von Mirza Fathʿali Achundzadeh. Chwarazmi, Teheran 1970.</ref><ref>Abdolhadi Haeri: Der Schiismus und die konstitutionelle Bewegung im Iran sowie die Rolle der im Irak lebenden Iraner. Amir Kabir, Teheran 1985.</ref>
Mit seinem Roman Betrogene Sterne (1857) begründete er die neue aserbaidschanische Prosa.
Besonders berühmt wurde Axundov mit seinen Theaterkomödien Molla Ibrahim Khalil, der Alchimiker und Besitzer des Philosophiesteines (1850), Monseur Jordan, der Botaniker, und Derwisch Mästälischah, der berühmter Zauberer (1850), Der Bär, der Sieger über den Räuber (1851), Wesir des Khanates Länkäran (1851), Abenteuer eines Geizhalses (1852), auch als Hadschi Gara bekannt, und Menschenrechtler in der Stadt Täbris (1855).
Sein erstes veröffentlichtes Werk war die 1837 entstandene Orientalische Elegie auf Puschkins Tod.
Anmerkungen
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Axundov, Mirzə Fətəli |
| KURZBESCHREIBUNG | aserbaidschanischer Philosoph und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1812 |
| GEBURTSORT | Nuxa |
| STERBEDATUM | 27. Februar 1878 |
| STERBEORT | Tiflis |