Felda (Werra)
Die Felda ist ein 42,2 km<ref name="Längen" /> langer, südlicher und orographisch linker Nebenfluss der Werra im Südwesten Thüringens. Der von Süden nach Norden verlaufende Fluss ist neben der westlich parallel verlaufenden Ulster und der noch weiter westlich fließenden Haune der wichtigste innere Fluss der Rhön, dessen Talung die Vorderrhön im Osten von der Auersberger Kuppenrhön im Westen trennt (siehe Abschnitt Naturräume).
Name
Im Erstbeleg im Jahr 786 wird der Fluss Feldaha genannt. Der Name setzt sich als zusammen aus dem Wort Feld und dem Hydronym -aha, mit der Bedeutung 'Fließgewässer'.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>
Verlauf
Die Hauptquelle der Felda liegt unmittelbar südlich von Erbenhausen am Bergsattel zwischen dem Stellberg (Vorlage:Höhe) im Süden und der Alten Mark (Vorlage:Höhe) im Norden auf etwa Vorlage:Höhe Höhe; in östlicher Nachbarschaft entspringt die Herpf. Ein linker Quellbach, Rodgraben genannt, entspringt auf etwa Vorlage:Höhe Höhe am Osthang des Ellenbogen (Vorlage:Höhe) und passiert unmittelbar oberhalb des Zusammenflusses den Ort Reichenhausen.
Nach einem Verlauf entlang der Bundesstraße 285 durch Kaltensundheim, Kaltennordheim, Fischbach/Rhön, Diedorf, Neidhartshausen und Dermbach nach Hartschwinden und weiter entlang der Landesstraße 1022 über Weilar, Stadtlengsfeld, Menzengraben und Dietlas mündet die Felda in Dorndorf auf Vorlage:Höhe Höhe in den dort von Osten kommenden Weser-Quellfluss Werra.
Die Trasse der ehemaligen Feldabahn begleitet zwischen Kaltennordheim und Dorndorf ihren namensgebenden Fluss und kreuzt ihn mehrfach.
Einzugsgebiet und Nebenflüsse
Das Feldatal ist eine Talsenke, die zwei Teillandschaften der Kuppenrhön separiert, die Vordere Rhön im Osten und die Auersberger Kuppenrhön im Westen. Die Orographie ist entsprechend eher fischgrätartig als fächerförmig. Das Feldatal ist auch als Einzelnaturraum ausgewiesen.
Das Einzugsgebiet der Felda ist 216,7 km²Vorlage:GeoQuelle groß. Zu ihren Nebenflüssen gehören (flussabwärts betrachtet):
| Name | Seite | Länge (km)<ref name="Längen" /> |
EZG (km²)Vorlage:GeoQuelle |
Mündung (m ü. NHN)Vorlage:GeoQuelle |
Ortschaften, Mündungsorte |
DGKZVorlage:GeoQuelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Linker Quellbach v. Reichenhausen | links | 3,2 | 487 | Reichenhausen | 4138-1?1 | |
| Grimmelbach | rechts | 4,4 | 448 | unterh. Kaltensundheims | 4138-14<ref name=":0">Vorlage:Internetquelle</ref> | |
| Lotte | links | 8,3 | 21,5 | 448 | Kaltenwestheim, Mittelsdorf | 4138-2 |
| Ziegelbach (Goldbach) | rechts | 7,1 | 12,7 | 436 | Kaltenlengsfeld, Kaltennordheim | 4138-4 |
| Fischbach | rechts | 2,6 | 410 | Fischbach | 4138-52<ref name=":0" /> | |
| Dirleser Wasser | rechts | 1,7 | 398 | oberh. Diedorfs | 4138-532<ref name=":0" /> | |
| Klingbach | links | 3,7 | 393 | Klings, Diedorf | 4138-54<ref name=":0" /> | |
| Schmerbach | links | 6,8 | 16,5 | 375 | Andenhausen, Zella/Rhön, Neidhartshausen | 4138-6 |
| Dermbach (Weißer Born) | links | 4,7 | 6,3<ref name="TLUG" /> | 327 | Dermbach | 4138-74<ref name=":0" /> |
| Albabach | links | 4,9 | 313 | Oberalba, Unteralba, Hartschwinden | 4138-76<ref name=":0" /> | |
| Wiesenthalbach | rechts | 9,4 | 34,4 | 295 | Wiesenthal, Urnshausen, oberh. Weilars | 4138-8 |
| Fischbach | links | 3,3 | 275 | oberh. Stadtlengsfelds | 4138-92<ref name=":0" /> |
Nebenflüsse höherer Ordnung
Die wichtigsten Nebenflüsse zweiter Ordnung sind:<ref name="Längen" />
- (Lotte)
- Lahrbach (rechts, 2,6 km; Kaltenwestheim-Mittelsdorf)
- (Schmerbach)
- Steinbach (links, 5,0 km; Brunnhartshausen, Zella/Rhön)
- (Wiesenthalbach)
- Werdenhäuser Wasser (rechts, 3,0 km; Wiesenthal)
- Edelbach (rechts, 3,1 km; Friedrichshof, unterh. Wiesenthals)
- Froschbach (rechts, 4,0 km; Bernshausen, unterh. Urnshausens)
- Schönseebach (rechts, 3,0 km)
Der Steinbach entwässert fast die Hälfte des Einzugsgebietes des Schmerbachs, während alle anderen hier aufgeführten Nebenbäche zweiter Ordnung von hydrologisch eher geringer Bedeutung sind.
Naturräume
Das in Buntsandstein eingefasste Tal der Felda ist von besonderer naturräumlicher Bedeutung für die Gliederung der Kuppenrhön und des sich nördlich und östlich anschließenden Salzunger Werraberglandes.
Das Mittlere Feldatal von Fischbach (bisweilen auch von Kaltennordheim an) bis zur Durchquerung der Baier-Pleß-Schwelle bei Urnshausen-Hartschwinden unterhalb von Dermbach ist eine naturräumliche Einheit der Vorder- und Kuppenrhön und separiert die bis Vorlage:Höhe hohe Vorderrhön im Osten von der bis Vorlage:Höhe hohen Auersberger Kuppenrhön im Westen.
Das Untere Feldatal bis Dorndorf ist demgegenüber ein Unter-Naturraum des ganz auf Buntsandstein stehenden Stadtlengsfelder Hügellandes.
Flora und Fauna
Beim Fischbestand überwiegen im Oberlauf Bachforellen und im Mittel- und Unterlauf Äschen.
Energieerzeugung
Traditionell wird die Felda für die Energieerzeugung genutzt. Wehranlagen mit aktuell genutzten Wasserkraftanlagen befinden sich u. a. in Dermbach, Weilar, Dietlas und Dorndorf. Im Zuge eines Modellvorhabens zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie wurden in den Jahren 2004 bis 2008<ref name="DWA" /> durch den Freistaat Thüringen ungenutzte Wehre zurückgebaut (z. B. in Stadtlengsfeld) oder ökologisch durchgängig gestaltet (z. B. in Weilar und Dorndorf).
Einzelnachweise
<references> <ref name="Längen">Messung des Geopfades (kmz, 38 kB) ergibt 42,2 km und falsifiziert die Angabe der Landesanstalt für Umwelt und Geologie von 38,8 km. Alle Zuflusslängen entstammen ebenfalls dem Geopfad.</ref>
<ref name="TLUG">TLUG Jena, Gewässerlängsschnitt Felda</ref>
<ref name="DWA">Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), Rundbrief 33, Oktober 2008</ref> </references>
Weblinks
- Vorlage:GeoPfad des Flusssystems der Felda