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Morin (Farbstoff)

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(Weitergeleitet von Morin-Reagenz)
Strukturformel
Strukturformel von Morin
Allgemeines
Name Morin
Andere Namen
  • 2-(2,4-Dihydroxyphenyl)-3,5,7-trihydroxy-4H-chromen-4-on (IUPAC)
  • 2′,3,4′,5,7-Pentahydroxyflavon
  • C. I. Natural Yellow 8
  • C. I. Natural Yellow 11
  • C.I. 75660
  • Aurantica
  • Calico-Gelb
  • Osage Orange
Summenformel C15H10O7
Kurzbeschreibung

gelbes Pulver<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 207-542-9
ECHA-InfoCard 100.006.858
PubChem 5281670
ChemSpider 4444989
DrugBank DB16770
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 302,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,799 g·cm3 (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

285–290 °C (Zersetzung, Morin)<ref name="MERCK_Index">The Merck Index: An Encyclopedia of Chemicals, Drugs, and Biologicals, 14. Auflage (Merck & Co., Inc.), Whitehouse Station, NJ, USA, 2006; S. 1082, ISBN 978-0-911910-00-1.</ref>

Löslichkeit
  • sehr schwer in Wasser (0,25 g·l−1 bei 20 °C, Morin)<ref name="GESTIS" />
  • mäßig in Methanol (50 g·l−1, Morin)<ref name="Sigma" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol

H- und P-Sätze H: 411
P: 273​‐​391​‐​501<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Morin oder 2′,3,4′,5,7-Pentahydroxyflavon ist ein Flavonol aus der Stoffgruppe der Flavonoide und neben Maclurin (2,3′,4,4′,6-Pentahydroxybenzophenon) im Gelbholz des Färbermaulbeerbaums (Morus tinctoria) enthalten<ref name="römpp">Eintrag zu Morin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>, dessen Extrakt für die Wollfärberei und den Baumwolldruck von Bedeutung ist. Die Färbungen sind gelb. Morin kristallisiert mit ein oder zwei Molekülen Wasser als Morin-Hydrat.

Morinpulver
Morinpulver

Verwendung

Datei:Aluminium-Morinfarblack.svg
Aluminium-Morinfarblack

Morin dient als ein Reagenz auf Aluminium, das in neutraler und essigsaurer alkoholischer Lösung grün fluoresziert. Beryllium ergibt dagegen in alkalischer Lösung die gleiche Fluoreszenz, so dass sich beide Metalle nebeneinander nachweisen lassen.<ref name="römpp" /> Auch Gallium, Indium, Scandium, Titan und Zinn können mit Morin nachgewiesen werden.<ref name="römpp" /> Morin wurde auch für die Entwicklungsfärbung von Baumwolle, Leder, Seide und Wolle verwendet.<ref name="römpp" /> Hierfür wurde die zu färbende Ware zunächst mit Metallsalzen vorbehandelt; wobei durch Reaktion des Morins mit den Metallionen verschiedene Färbungen erzielbar waren. So ergibt Morin mit Eisensalzen olivgrüne Färbungen, mit Kupfersalzen braungelbe, mit Blei- und Zinnsalzen gelbe Farblacke.<ref name="römpp" />

Literatur

  • Paul Karrer: Lehrbuch der organischen Chemie, 10. Auflage 1948, Georg Thieme Verlag Stuttgart, S. 589.

Einzelnachweise

<references />