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Messier 22

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(Weitergeleitet von NGC 6656)

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Kugelsternhaufen
Messier 22
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Panoramaaufnahme
Panoramaaufnahme
Vorlage:AladinLite
Sternbild Schütze
Position
ÄquinoktiumJ2000.0, Epoche: J2000.0
Rektaszension Vorlage:RektaszensionEasy <ref name="simbad">SIMBAD Astronomical Database</ref>
Deklination Vorlage:DeklinationEasy <ref name="simbad">SIMBAD Astronomical Database</ref>
Erscheinungsbild
Konzentrationsklasse VII <ref name="NED">NED data for the Messier Objects</ref>
Helligkeit (visuell) 5,1<ref>Koch/Korth, Die Messier-Objekte, Kosmos-Verlag 2009.</ref> bzw. 6,17 mag <ref name="simbad" />
Helligkeit (B-Band) 7,16 mag <ref name="simbad" />
Winkelausdehnung 32,0' <ref name="SEDS">Messier 22 bei SEDS</ref>
Winkelausdehnung 0′ × 0′  
Flächen­helligkeit  mag/arcmin²
Farbexzess
E(B-V) (Rötung)
Physikalische Daten
Zugehörigkeit
Integrierter Spektraltyp
Rotverschiebung Vorlage:ZahlExp <ref name="simbad" />
Radialgeschwindigkeit (−148 ± 5) km/s <ref name="simbad" />
Entfernung 10,7 kLj <ref name="SEDS" />
Absolute Helligkeit mag
Masse M
Durchmesser 97 Lj
Kernradius {{{Kernradius}}}
Gezeitenradius
Konzentration lg(rt/rc)
Alter Jahre
Metallizität [Fe/H]
Geschichte
Entdeckung Johann Abraham Ihle
Entdeckungsdatum 26. August 1665
Katalogbezeichnungen
 M 22 • NGC 6656 • C 1833-239 • GCl 99 •

Messier 22 (auch als NGC 6656 bezeichnet) ist ein 5,5 mag heller Kugelsternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 32' im Sternbild Schütze. Er steht in Richtung des Milchstraßenzentrums, 2° nordöstlich des Sterns Lambda Sagittarii.

M22 ist der hellste von Europa aus sichtbare Kugelsternhaufen, steht allerdings tief am Südhimmel. Schon mit bloßem Auge als sternartiges Objekt sichtbar, ist er im Teleskop ein attraktives Deep-Sky-Objekt und fast so prächtig wie der bekannte Herkuleshaufen M13. Er besteht aus rund 80.000 Sternen, unter denen etwa 100 als veränderliche Sterne katalogisiert sind.

Aufgrund seiner Helligkeit wurde M22 auch als erster Kugelsternhaufen beobachtet: der deutsche Amateurastronom Johann Abraham Ihle nahm ihn am 26. August 1665<ref>klima-luft.de: Johann Abraham Ihle, abgefragt am 25. August 2011.</ref> in seinem 2-Zoll-Fernrohr als rundes Nebelfleckchen wahr. Im Achtzöller werden von den hellsten Sternen (11 mag) einige Dutzend am Haufenrand erkennbar. 2001 beobachtete man Helligkeitsausbrüche, die durch eine Zwergnova oder durch Mikrolinseneffekte enger Sternbahnen erklärt wurden.<ref>Koch/Korth, Die Messier-Objekte, Kosmos-Verlag 2009.</ref>

Im September 2012 entdeckte ein internationales Forscherteam mit Hilfe des Very Large Array des US-amerikanischen Radioastronomie-Observatoriums NRAO, dass M22 mehr als ein Schwarzes Loch enthält, was bisher aus Gründen der Himmelsmechanik als ausgeschlossen galt. Die beiden Objekte haben jeweils 10 bis 20 Sonnenmassen.<ref>Erstmals Schwarze Löcher in Kugelsternhaufen entdeckt. In: Zeit Online. Zeit Online GmbH, 3. Oktober 2012, abgerufen am 4. Oktober 2012.</ref>

2019 wurden die Überreste einer 48 v. Chr. in China beobachteten Nova in M22 entdeckt.<ref>Observation including Göttingen participation confirms one of the oldest Chinese measurements, Universität Göttingen, 29. April 2019.</ref> Das bestätigte eine der ältesten aufgezeichneten Beobachtungen eines Ereignisses außerhalb des Sonnensystems. Zu sehen ist ein rötlicher Nebel mit einer Ausdehnung von 8000 AE. Die Beobachtungen erfolgten mit dem MUSE-Instrument des Very Large Telescope.

Literatur

  • König, Michael & Binnewies, Stefan (2023): Bildatlas der Sternhaufen & Nebel, Stuttgart: Kosmos, S. 352.

Weblinks

Commons: Messier 22 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorgänger im Katalog: M 21Messier 22Nachfolger im Katalog: M 23

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