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Netzreusenschnecke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Nassarius reticulatus)

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Netzreusenschnecke
Datei:Tritia reticulata MHNT.jpg

Gehäuse von Nassarius reticulatus

Systematik
Ordnung: Sorbeoconcha
Teilordnung: Neuschnecken (Neogastropoda)
Überfamilie: Buccinoidea
Familie: Nassariidae
Gattung: Nassarius
Art: Netzreusenschnecke
Wissenschaftlicher Name
Nassarius reticulatus
Linnaeus, 1758

Die Netzreusenschnecke (Nassarius reticulatus) ist eine Schneckenart aus der Familie der Nassariidae. Sie ist auch in der Nordsee beheimatet.

Beschreibung

Datei:Tritia reticulata.jpg
Gehäuse eines rezenten Exemplars aus dem Mittelmeer
Datei:Tritia reticulata fossil 01.jpg
Gehäuse eines fossilen Exemplars aus dem Pliozän Italiens

Das rechtsgewundene, dickwandige, ungenabelte Schneckenhaus ist eiförmig und hat ein konisches Gewinde und einen deutlichen Siphonalkanal. Es erreicht bei ausgewachsenen Schnecken eine Höhe von 2 bis 2,5, manchmal 3,5 cm und eine Breite von etwa 1,5 cm. Durch Längsfalten und schraubig verlaufende Streifen hat es eine netzartig geformte Oberfläche. Das Gehäuse ist meist bräunlich gefärbt und hat dunklere Streifen. Der Spindel ist bläulich weiß mit durchscheinender brauner Farbe der Schale.

Vorkommen

Datei:Nassarius reticulatus.jpg
Netzreusenschnecke (Nassarius reticulatus) aus der Kieler Förde / Ostsee

Die Netzreusenschnecke findet man an den Küsten Europas im Schwarzen Meer, Mittelmeer und in der Nordsee bis nach Norwegen. Sie benötigt einem Salzgehalt von 1,5 Prozent, so dass sie in der Ostsee erst ab 5 Meter Tiefe auftritt und in der östlichen Ostsee fehlt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tauchmonitor: Netzreusenschnecken (Nassarius reticulatus) am Falckensteiner Strand (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> Sie kommt vorwiegend auf Weichböden bis in 50 Meter Tiefe vor, wo sie sich im Untergrund eingraben kann.

Ernährung

Netzreusenschnecken ernähren sich überwiegend von Aas, das sie mit ihrem empfindlichen Geruchssinn aus 30 Meter Entfernung wahrnehmen können.<ref>Wilfried Stichmann: Der große Kosmos Naturführer, Stuttgart 1996. Seite 244: Hinia reticulata, die Netzreusenschnecke.</ref> Mitunter fressen sie auch lebende Beute wie z. B. die Eier des Großgefleckten Katzenhais, indem sie diese anstechen und den Dotter aussaugen.<ref name="orton">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Feinde

Hauptfeinde der Netzreusenschnecke sind Seesterne. Auch Mondschnecken erbeuten Netzreusenschnecken.<ref>Ecomare: Halsband-Nabelschnecke: Bild mit Halsband-Nabelschnecke und erbeuteter Netzreusenschnecke</ref>

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Peters S. Dance (Hrsg.): Das große Buch der Meeresmuscheln. Schnecken und Muscheln der Weltmeere. Deutsch bearbeitet von Rudo von Cosel, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1977, ISBN 3-8001-7000-0

Weblinks

Commons: Nassariidae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien