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Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag

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Das Logo des Verlags
Datei:Sitz des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages in (Flensburg-Mürwik Juli 2014).JPG
Sitz des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages in Flensburg-Mürwik unterhalb des Twedter Placks (2014)

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (kurz sh:z) mit Sitz im Flensburger Stadtteil Mürwik ist das auflagenstärkste Verlagshaus Schleswig-Holsteins. Zum Portfolio gehören 15 Tageszeitungen, die zusammen eine verkaufte Auflage von 120.907 Exemplaren erzielen.<ref>laut IVW, erstes Quartal 2026, Mo–Sa </ref> Am 5. November 2007 startete der Verlag als erster der Tageszeitungsverlage in Schleswig-Holstein ein täglich gepflegtes Internetportal. Im Jahr 2005 erhielt der Verlag den Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Am 18. März 2005 übernahm der sh:z die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten aus Rostock von Hubert Burda Media. Seit 2016 gehört die hinter dem Verlag stehende medien holding:nord GmbH zur Mediengruppe NOZ Medien und mh:n Medien. 2024 hat die Unternehmensgruppe NOZ/mh:n MEDIEN den Zeitungsverlag Schwerin GmbH & Co. KG an den Schwäbischen Verlag (SV Gruppe) verkauft.<ref>kress.de: Schwäbischer Verlag übernimmt Zeitungsverlag Schwerin. Abgerufen am 12. September 2025.</ref>

Eigentumsverhältnisse

Der sh:z ist, ebenso wie die A. Beig Druckerei in Pinneberg, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der medien holding:nord GmbH mit Sitz in Flensburg. Diese hält außerdem eine Beteiligung als größter Einzelgesellschafter mit 20,1 Prozent an der Regiocast, die wiederum an zahlreichen Tochtergesellschaften zum Betrieb regionaler Radioprogramme beteiligt ist.<ref>medien holding:nord gmbh. Mediendatenbank der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich, abgerufen am 7. November 2017.</ref> Am 24. Februar 2016 wurde bekannt, dass das Unternehmen NOZ Medien die medien holding:nord GmbH übernehmen wird.<ref>NOZ Medien erwirbt mh:n-Gruppe. shz.de vom 24. Februar 2016, abgerufen am 25. Februar 2016.</ref> Das Bundeskartellamt erteilte am 7. April grünes Licht für die Fusion.<ref>NOZ Medien darf mh:n-Gruppe übernehmen. shz.de vom 7. April 2016, abgerufen am 3. November 2016.</ref>

Der sh:z firmiert als „sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG“ und ist eine Kommanditgesellschaft, deren Vollhafter die sh:z Verwaltungs GmbH mit Sitz in Flensburg ist. Geschäftsführer sind Stefan Berthold, Jens Wegmann und Paul Wehberg.<ref>Geschäftsführerwechsel bei NOZ/mh:n Medien: Paul Wehberg folgt auf Axel Gleie. In: kress.de. 25. April 2023, abgerufen am 4. Juli 2023.</ref> Herausgeber sind Werner F. Ebke und Jan Dirk Elstermann. Chefredakteure sind nach dem Ausscheiden von Miriam Scharlibbe im September 2024 nunmehr Gerrit Bastian Mathiesen und Jan Schönstedt.<ref>Eine Chefredaktion für Schleswig-Holstein. 3. Juli 2023, abgerufen am 13. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>shz.de: Neues Chefredaktions-Team für shz.de und 22 Tageszeitungen in SH. In: shz.de. 3. Juli 2023, abgerufen am 13. Dezember 2023.</ref><ref>Miriam Scharlibbe verlässt Chefredaktion des sh:z. In: noz-mhn.de. 16. September 2024, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref>

Medien

Tageszeitungen

Dem sh:z gehören folgende Zeitungen an:

Ausgabe Region Auflage Auflagenquelle Gründungsdatum Beitrittsdatum
Eckernförder Zeitung Eckernförde 3.531 IVW 1/2026, Mo–Sa
1851 2004
Flensburger Tageblatt Flensburg 13,332 IVW 1/2026, Mo–Sa
1865 Gründungsmitglied des sh:z
Holsteinischer Courier Neumünster 5.534 IVW 1/2026, Mo–Sa
1872 2001
Husumer Nachrichten Husum IVW 1/2026,
1873<ref>Husumer Nachrichten: Qualitätsjournalismus seit bald 150 Jahren. Abgerufen am 9. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1970
Der Insel-Bote Föhr, Amrum, Halligen 1.062 IVW 1/2026, Mo–Sa
1880 1954
Schleswig-Holsteinische Landeszeitung Rendsburg 9.626 IVW 1/2026, Mo–Sa
1807 1986
Norddeutsche Rundschau Kreis Steinburg ohne die Wilstermarsch 8.309 IVW 1/2026, Mo–Sa
1817<ref>Björn Marnau: Jubiläum: „Das Itzehoer Wochenblatt nützt uns mehr als eine Armee“. In: Norddeutsche Rundschau. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 24. April 2017, abgerufen am 4. Juni 2017.</ref>
Nordfriesland Tageblatt Niebüll IVW 1/2026,
1879 1970
Ostholsteiner Anzeiger Kreise Ostholstein und Plön 2.363 IVW 1/2026, Mo–Sa
1802 2001
Schleswiger Nachrichten Schleswig IVW 1/2026,
1812 Gründungsmitglied des sh:z
Schlei-Bote Kappeln, Angeln, Schwansen IVW 1/2026,
1864 1986/1987
Stormarner Tageblatt Kreis Stormarn 1.964 IVW 1/2026, Mo–Sa
1839 1993
Sylter Rundschau Sylt 1.980 IVW 1/2026, Mo–Sa
1865 1971
Wilstersche Zeitung Wilstermarsch 17,503 laut sh:z, zweites Quartal 2009 1890 1999
Glückstädter Fortuna Glückstadt Keine Angaben mehr erhältlich (zuletzt 2.524 im Quartal 2/2014) 1740 bis 1969, seit 2014

Sportprodukte

Datei:Eckernförder Zeitung.jpg
Titelblatt der Eckernförder Zeitung vom 25. März 1908
  • Nord Sport (Sportzeitung für Schleswig-Holstein, übernommen 2006)
  • Handballwoche (Europas größte Handball-Zeitschrift, übernommen 2008)

Anzeigenblätter

Sonderausgaben

Seit 2007 wird auf dem Wacken Open Air an allen Festivaltagen die Sonderausgabe „Festival Today“ – deren Erlös an einen guten Zweck geht – verteilt. Die Besucher werden hier über Geschehnisse auf dem Festival sowie aktuelle Spielpläne auftretender Bands informiert. Die Donnerstagsausgabe der Festivalzeitung liegt auch allen Tageszeitungen des sh:z bei.

Druckzentrum

Datei:Shzdruckzentrum.jpg
sh:z-Druckzentrum in Büdelsdorf

Ursprünglich sollte das Rendsburger Druckzentrum im Jahr 2000 auf der gegenüber liegenden Straßenseite erweitert und mit einer Brücke verbunden werden, aber die Stadt Rendsburg lehnte dies ab. Im Oktober 2001 wurde das Druckzentrum unter anderem wegen der fehlenden Genehmigung schließlich unter heftiger Kritik von Rendsburg nach Büdelsdorf verlegt, wo seitdem täglich alle zum Verlag gehörenden Tageszeitungen gedruckt werden. Gedruckt wird in der Reihenfolge der geografischen Entfernung zu Büdelsdorf, beginnend mit den Ausgaben der nordfriesischen Inseln. Daraus ergibt sich mitunter eine unterschiedliche Aktualität des eigentlich identischen Mantelblattes, da bei bestimmten spätabendlichen Ereignissen lediglich die Ausgaben aktualisiert werden können, deren Druck noch aussteht.

Die geschlungene Form des Gebäudes soll an die Vorgänge während des Zeitungsdrucks erinnern, in denen das Zeitungspapier durch verschiedene Walzen geführt wird.

Öffentliche Diskussionen

Presseratsrüge

2008 sprach der Deutsche Presserat eine öffentliche Rüge gegen die Schleswiger Nachrichten wegen Verstoßes gegen den Pressekodex aus. In der Berichterstattung über einen Kommunalpolitiker hatte die Zeitung nach Feststellung des Presserats gegen die journalistische Sorgfaltspflicht verstoßen, indem sie falsche Informationen ungeprüft verbreitet hatte.<ref>Mitteilung des Deutschen Presserats, 4. Dezember 2008. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Juli 2012; abgerufen am 7. November 2015.</ref>

Wahlkampf 2009

Während des Bundes- und Landtagswahlkampfes 2009 wurde von Seiten der Piratenpartei und der Freien Wähler behauptet, dass die Chefredaktion über eine so genannte Stallorder die Berichterstattung über die im Parlament nicht vertretenen Parteien (mit Ausnahme der Linkspartei) sämtlichen dem sh:z gehörenden 14 Tageszeitungen verbietet.<ref>Peter Mühlbauer: Wahlkampf in alten und neuen Medien. Telepolis, 23. September 2009.</ref><ref>Die Angst vor den Piraten. Wiener Zeitung, 18. September 2009; abgerufen am 22. November 2013.</ref><ref>„‚Stallorder‘ gegen FREIE WÄHLER und PIRATEN“ pressetext.de</ref>

Freie Wähler und Piraten protestierten gegen dieses Vorgehen in einer gemeinsamen Presseerklärung. Dabei verurteilten beide Parteien das Verhalten des Verlages und forderten diesen auf, sich zu verpflichten, die Bürger in all seinen Zeitungen umfassend und vollständig über ihre Wahlmöglichkeiten zu informieren. Des Weiteren forderten sie ihre

„vom undemokratischen Verhalten des sh:z ohne eigene Schuld begünstigten Mitbewerber – namentlich CDU, SPD, FDP, GRÜNE, SSW und LINKE – dazu auf, ihrer gesamtpolitischen Verantwortung gerecht zu werden und die Teilnahme an Pressegesprächen des sh:z so lange zu verweigern, bis auch in Schleswig-Holstein die ‚vierte Macht im Staat‘ wieder von demokratischen Grundprinzipien getragen wird.“<ref>Fabio Reinhardt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stallorder gegen FREIE WÄHLER und PIRATEN durch auflagenstärksten Zeitungsverlag Schleswig-Holsteins + Update. (Memento vom 22. September 2009 im Internet Archive) piratenpartei.de, 18. September 2009</ref>

Der Direktkandidat der Freien Wähler Helmut Andresen informierte in einem Brief die Wahlkampfbeobachter der OSZE über den Vorgang.<ref>Joachim Huber, Sonja Pohlmann: Schlacht um Schleswig – Freie Wähler und Piratenpartei fühlen sich vom Flensburger SHZ-Verlag ignoriert. Die OSZE soll helfen. In: Tagesspiegel. 24. September 2009 (Online).</ref>

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Koordinaten: 54° 48′ 49,3″ N, 9° 27′ 59,4″ O

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