Oeleo
| Oeleo | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Daten | ||||||||
| Fläche | 14,13 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 ( vom 23. September 2019 im Internet Archive).</ref> | |||||||
| Einwohnerzahl | 1.258 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref> | |||||||
| Chefe de Suco | Januario Meta Tae Bragança (Wahl 2023) | |||||||
| Aldeias | Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" /> | |||||||
| Mologuen | 300 | |||||||
| Oeleo Taz | 892 | |||||||
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Oeleo (Oe-leu, Oeleu) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Bobonaro (Gemeinde Bobonaro).
Geographie
| Oeleo | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Orte | Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 ( vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> | Höhe | |||||
| Iligole | 9° 1′ 24″ S, 125° 17′ 31″ O
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|
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872 m |
| Mologuen | 9° 2′ 49″ S, 125° 16′ 33″ O
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|
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1219 m |
| Nelgen | 9° 2′ 17″ S, 125° 16′ 55″ O
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|
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1135 m |
| Oeleo | 9° 1′ 51″ S, 125° 17′ 48″ O
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1046 m |
| Tasmil | 9° 2′ 5″ S, 125° 16′ 56″ O
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|
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1193 m |
| Name unbekannt | 9° 1′ 39″ S, 125° 17′ 40″ O
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|
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1003 m |
Der Suco liegt im Verwaltungsamt Bobonaro. Südlich befindet sich der Suco Tapo, südöstlich der Suco Ai-Assa und östlich der Suco Bobonaro. Im Nordwesten grenzt Oeleo an das Verwaltungsamt Maliana mit seinen Sucos Ritabou, Raifun Odomau und Tapo/Memo.<ref name="Atlas Bobonaro">Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Bobonaro, abgerufen am 25. September 2022.</ref> An der Ostgrenze fließt der Laco, ein Nebenfluss des Loumea.<ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal ( vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref> Berge im Suco sind der Abendudatoi (Foho Dathoi, Datoi, 1792 m, Lage
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}}), der Peop (1037 m, Lage
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}}), der Holgipe (1074 m, Lage
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}}) und der Uso (1016 m, Lage
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}}).<ref>Peak Visor: Mount Abendudatoi, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Oeleo hat eine Fläche von 14,13 km²<ref name="Cen2015" /> und teilt sich in die zwei Aldeias Mologuen (Mologueng) und Oeleo Taz.<ref name=JdR><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 ( vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref>
Im Ort Oeleo, im Nordosten des Sucos, treffen die Überlandstraßen von Maliana, Bobonaro und Lolotoe aufeinander. Hier befindet sich auch der Sitz des Sucos. Westlich des Zentrums liegt das Dorf Nelgen und nördlich davon die kleine Siedlung Tasmil. Im Süden befindet sich an der Grenze zu Tapo das Dorf Mologuen.<ref name="Atlas Bobonaro" />
In Oeleo und Nelgen gibt es Grundschulen. Südöstlich des Ortes Oeleo steht auf dem Holgipe eine Sendeanlage der Telemor.<ref name="Atlas Bobonaro" />
Einwohner
Im Suco leben 1.258 Einwohner (2022), davon sind 626 Männer und 632 Frauen. Im Suco gibt es 216 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Über 90 % der Einwohner geben Bunak als ihre Muttersprache an. Etwa 5 % sprechen Kemak und kleine Minderheiten Tetum Prasa oder Habun.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Oeleo ( vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive) (tetum; PDF; 8,5 MB)</ref>
Geschichte
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Die Nachbarn Leber, Tapo und Oeleo haben eine langwährenden Konflikt hinter sich. Über Jahrzehnte kämpften die Männer der Gemeinden gegeneinander um Land und Grenzverläufe. Auch im Bürgerkrieg 1975 kam es zu Gewaltausbrüche zwischen ihnen. Tapo und Oeleo galten als Hochburgen der UDT und waren loyal zur portugiesischen Kolonialverwaltung. Leber galt als Zentrum der pro-indonesischen APODETI. Einwohner aus Tapo beschuldigen FRETILIN-Anhänger, sie hätten 1975 hunderte UDT-Anhänger nach Cova Lima und Westtimor vertrieben. Auch in Leber wurden im August 1975 von der FRETILIN, unterstützt von Einwohnern aus Tapo und Oeleo, hunderte Häuser niedergebrannt und die Bewohner mussten in die Berge fliehen.<ref name="CAVR10"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CAVR report: Part 10: Acolhimento and victim support ( vom 5. September 2014 im Internet Archive) (PDF; 518 kB)</ref>
Auch während der indonesischen Besatzungszeit (1975–1999) teilten sich die Dörfer zunächst in Unterstützer und Gegner der Indonesier. In Leber war eine Spezialeinheit der Streitkräfte Indonesiens stationiert, während in Tapo und Oeleo die FRETILIN Unterstützung fand. 1975/76 tötete die Indonesische Armee mehrere hundert Einwohner von Oeleo. Hunderte weitere Opfer gab es 1978/79 durch Hunger und Krankheiten. Etwa hundert Männer des Sucos wurden von der indonesischen Armee zwangsrekrutiert. 1986 starben vier Frauen infolge der Maßnahmen des indonesischen Familienplanungsprogramms. Ende der 1990er-Jahre schlossen sich etwa 80 Einwohner der Widerstandsbewegung gegen die Besatzer an, woraufhin viele Jugendliche unter Verdacht kamen, festgenommen und gefoltert wurden. Außerdem gab es Zwangsrekrutierungen zu den pro-indonesischen Milizen (Wanra). Jene die sich weigerten, wurden geschlagen und mit Messern verletzt. 1999 wurden mehrere Jugendliche in die Wanra Dadurus Merah Putih gepresst. Diese brannte in den Wochen vor dem osttimoresischen Unabhängigkeitsreferendum etwa 200 Häuser nieder, verwüsteten weitere und töteten sechs Personen. Viele Einwohner flohen vor und nach der Abstimmung in die Berge. Etwa 200 Familien wurden nach Bekanntgabe des Ergebnisses nach Atambua in Westtimor evakuiert. Dort starben etwa 50 Menschen an Krankheiten, eine wurde ermordet.<ref name="CAVR10" />
2003 wurde ein Treffen von Vertretern aus den drei Sucos organisiert. Das Zusammentragen der Geschehnisse machte ihnen klar, dass die politischen Bündnisse quer durch die Gemeinden gingen und alle drei unter den Konflikten litten. Durch das rituelle Treffen sollte eine friedliche Zukunft ermöglicht werden.<ref name="CAVR10" />
Politik
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Manuel Soares zum Chefe de Suco gewählt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> und 2009 in seinem Amt bestätigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados ( vom 5. Februar 2012 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2016 gewann Januario Meta Tae Bragança<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. ( vom 14. August 2021 im Internet Archive)</ref> und wurde 2023 wiedergewählt.<ref name="PMB">Portal Municipal Bobonaro: Posto Administrativo Bobonaro, abgerufen am 1. März 2025.</ref>
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Oeleo ( vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive) (tetum; PDF; 8,5 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Oeleo (tetum; PDF)
- Seeds of Life: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Suco information sheets Bobonaro ( vom 17. Dezember 2014 im Internet Archive) (tetum)
Einzelnachweise
<references responsive />