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Owińska

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Datei:Owińska Pałac von Treskow 1.JPG
Schloss Owinsk, 2008
Datei:Owińska kosciol sw Mikolaja.jpg
Friedhofskirche St. Nikolaus
Datei:Owińska kościół pw. św. Jana Chrzciciela2.JPG
Klosterkirche St. Johannes der Täufer
Datei:Owinska, ul. Kolejowa-Poprzeczna-Parkowa-Dworcowa, zespol szpitalny, d. psychiatryczny, pawilon szpitalny, 2 pol. XIX, 22A z 6.04.2000.JPG
Spital Owińska
Datei:Owinska train station.jpg
Bahnhof Owińska

Owińska (deutsch Owinsk, von 1943 bis 1945 Treskau)<ref>Familienverband der Familie v. Treskow. In: treskowpage.com. Abgerufen am 28. August 2021 (Owinsk (1797–1945)).</ref> ist ein Dorf in der Woiwodschaft Großpolen. Es liegt nur wenige Kilometer nördlich der Messe- und Handelsstadt Poznań (Posen). Owińska gehört zur Gemeinde Czerwonak im Landkreis Poznański und hat 2251 Einwohner.

Geschichte

Das Zisterzienserkloster Owińska wurde zwischen 1242 und 1252 errichtet (im 18. Jahrhundert wurde es völlig umgestaltet, zum Kloster gehört die Kirche Johannes der Täufer). 1294 wurde der Ort als Ovensko erwähnt.

Mit der zweiten polnischen Teilung fiel Owińska 1793 an Preußen. Die 12.000 Hektar große Herrschaft Owinsk mit den zugehörigen Ortschaften wurde von dem vermögenden Kaufmann und Kanonikus Sigmund Otto Joseph von Treskow 1797 erworben und durch die Nachfahren derer von Treskow über mehrere Generationen betrieben.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1908. 2. Jg., Justus Perthes, Gotha 1907, S. 906.</ref><ref>Vgl. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen Thiedicke von Flotow-Stuer, Walter von Hueck, u. a.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1959. Band IV, Band 20 der Gesamtreihe GHdA. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1959, S. 512–528.</ref>

In den vormaligen Klostergebäuden entstand 1838 die Provinzial-Irren-Heilanstalt zu Owinsk.

1905 wurde die Bahnstrecke eröffnet. Nach dem Ersten Weltkrieg kam der Ort aufgrund des Versailler Vertrages an Polen.

Im Herbst 1939 wurden unter deutscher Besatzung NS-Krankenmorde an 1100 Patienten der Klinik begangen.<ref>Walter Grode: Deutsche „Euthanasie“-Politik in Polen während des Zweiten Weltkrieges. In: Psychologie und Gesellschaftskritik. Nr. 16, 1992, S. 5–13 (ssoar.info [PDF; 666 kB; abgerufen am 28. August 2021]).</ref> Danach nutzte die SS die Gebäude der Anstalt. In ihr wurde die SS Unterführerschule Posen-Treskau eingerichtet. Nachdem durch die Luftangriffe auf Braunschweig 1944 die im Braunschweiger Schloss untergebrachte SS-Junkerschule abgebrannt war, wurde der Schulbetrieb in das Schloss Treskau (heute Schloss Owińska) verlegt.<ref>1935-1944: Das Schloss als SS-Junkerschule. In: schlossmuseum-braunschweig.de. Abgerufen am 28. August 2021.</ref> Die Bezeichnung der Schule lautete SS-Junkerschule Posen-Treskau. Vom 30. August 1943 bis 20. Januar 1945 bestand zudem am Ort ein Außenlager des KZ Groß-Rosen.<ref>Reinhard Tenhumberg: Treskau (Owinska). In: tenhumbergreinhard.de. Abgerufen am 28. August 2021.</ref>

Seit 1993 stehen die Klinikgebäude leer und verfallen. Für das Schloss wird eine Nutzung entwickelt.

Sehenswürdigkeiten

Infrastruktur

Der frühere Bahnhof Owińska ist ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Poznań–Bydgoszcz.

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Owińska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 30′ 41″ N, 16° 58′ 38″ O

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