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Phenolsulfonsäuren

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Die Phenolsulfonsäuren (oder Hydroxybenzolsulfonsäuren) bilden in der Chemie eine Stoffgruppe, die sich sowohl vom Phenol als auch von der Benzolsulfonsäure ableitet. Die Struktur besteht aus einem Benzolring mit angefügter Hydroxy- (–OH) und Sulfonsäuregruppe (–SO2OH) als Substituenten. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich drei Konstitutionsisomere mit der Summenformel C6H6O4S. Die 2-Phenolsulfonsäure wird eher selten unter ihrem Trivialnamen Sozolsäure genannt.

Vertreter

Phenolsulfonsäuren
Name 2-Phenolsulfonsäure 3-Phenolsulfonsäure 4-Phenolsulfonsäure
Andere Namen o-Phenolsulfonsäure
2-Hydroxybenzolsulfonsäure
Sozolsäure
m-Phenolsulfonsäure
3-Hydroxybenzolsulfonsäure
 
p-Phenolsulfonsäure
4-Hydroxybenzolsulfonsäure
 
Strukturformel Struktur von 2-Phenolsulfonsäure Struktur von 3-Phenolsulfonsäure Struktur von 4-Phenolsulfonsäure
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
PubChem 11867 11451 4765
ECHA-InfoCard Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA
Summenformel C6H6O4S
Molare Masse 174,18 g·mol−1
Aggregatzustand fest fest
Kurzbeschreibung gelblicher Feststoff farblose Kristallnadeln
Schmelzpunkt 145 °C (Zersetzung)<ref name="GB">David R. Lide, George W. A. Milne, Handbook of Data on Common Organic Compounds, ISBN 0-8493-0404-0.</ref> 50 °C (Zersetzung)<ref>Eintrag zu Hydroxybenzolsulfonsäuren. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>
Siedepunkt
Löslichkeit löslich in Wasser<ref name="GESTIS_p">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
GHS-
Kennzeichnung
keine Einstufung verfügbar
keine Einstufung verfügbar
Gefahrensymbol
Gefahr<ref name="GESTIS_p"/>
H- und P-Sätze keine H-Sätze keine H-Sätze 290​‐​314
siehe oben siehe oben keine EUH-Sätze
siehe oben siehe oben 234​‐​280​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338​‐​363

Eigenschaften

Die Phenolsulfonsäuren sind farblose bis gelbliche Feststoffe oder Flüssigkeiten.

Darstellung

2-Phenolsulfonsäure und 4-Phenolsulfonsäure können durch Sulfonierung von Phenol mit konzentrierter Schwefelsäure gewonnen werden, wobei ein Gemisch der beiden Verbindungen entsteht. Eine weitere, energischere Sulfonierung des Phenols führt zu Phenol-2,4-disulfonsäure.<ref>Beyer / Walter: Lehrbuch der Organischen Chemie, 19. Auflage, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1981, ISBN 3-7776-0356-2, S. 467.</ref>

Einzelnachweise

<references/>