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Provinz Schlesien

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(Weitergeleitet von Preußisch-Schlesien)
Preußische Provinz
Schlesien
Flagge Wappen
Lage in Preußen
Daten aus dem Jahr {{{Stand}}}
Bestehen 1815–1919, 1938–1941
Provinzhauptstadt Breslau
Fläche 40.335 km² (1910)<ref name="gvz">Königreich Preußen. In: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Februar 2006; abgerufen am 23. November 2025 (Stand von 1900 und 1910).</ref>
37.013 km² (1939)<ref name="sjb3940"></ref>
Einwohner 4.868.764 (1939)<ref name="sjb3940" />
Bevölkerungsdichte 132 Ew./km² (1939)
Verwaltung 3 Regierungsbezirke
Kfz-Kennzeichen I K
Entstanden aus Schlesien
Aufgegangen in Provinz Niederschlesien, Provinz Oberschlesien
Heute Teil von Polen; zu geringen Anteilen Sachsen, Brandenburg, Tschechien
Karte

Die Provinz Schlesien (inoffiziell auch als Preußisch-Schlesien bekannt) war eine Provinz im Südosten Preußens. Zu ihr gehörte der größte Teil der historischen Region Schlesien. Ihre Hauptstadt war Breslau. Die Provinz Schlesien bestand von 1815 bis 1919 und nochmals von 1938 bis 1941. In den Jahren 1919 bis 1938 und ab 1941 war sie in die Provinzen Niederschlesien und Oberschlesien geteilt.

Geschichte

Datei:Silesia Physical Map.png
Physische Karte von Schlesien im Jahr 1905

Den größten Teil des Herzogtums Schlesien und die Grafschaft Glatz hatte 1742 der preußische König Friedrich II. nach dem Ersten Schlesischen Krieg infolge des Friedens von Berlin zu einer Provinz des Staats Preußen gemacht.<ref>Peter Baumgart: Schlesien als eigenständige Provinz im altpreußischen Staat (1740-1806). In Norbert Conrads (Hrsg.): Deutsche Geschichte im Osten Europas. Schlesien. Siedler, Berlin 2002, ISBN 978-3-88680-775-8, S. 346.</ref> Nachdem Preußen nach dem Wiener Kongress alle seine Territorien 1815 in neuer Form einheitlich als Provinzen organisiert hatte, kam die nördliche Oberlausitz um Görlitz 1816 zur Provinz Schlesien hinzu. Die historische Teillandschaft Oberschlesien bildete den Regierungsbezirk Oppeln. Niederschlesien wurde in die Regierungsbezirke Breslau und Liegnitz eingeteilt, sowie kurzzeitig auch in den Regierungsbezirk Reichenbach.

Bis zum Jahr 1870 war Schlesien die bevölkerungsstärkste Provinz des preußischen Staates.<ref name="Maul">Wilhelm Matull: Ostdeutschlands Arbeiterbewegung, Abriss ihrer Geschichte, Leistung und Opfer. In: Ostdeutsche Beiträge aus dem Göttinger Arbeitskreis. Band LIII. Holzner Verlag, 1973, Schlesien, S. 1–85 (Digitalisat bei der Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF]).</ref> Als Teil Preußens gehörte die Provinz bis 1866 zum Deutschen Bund und ab 1871 zum Deutschen Reich. Bei den Reichstagswahlen wählten die überwiegend katholischen Oberschlesier mehrheitlich die Zentrumspartei, die Niederschlesier zunächst überwiegend die Partei der „Deutsch Freisinnigen“, später zunehmend die SPD. Mit der Industrialisierung wurde Oberschlesien mit seinen Steinkohlebergwerken zu einem wichtigen Industriegebiet des Reiches.

Als nach dem Ersten Weltkrieg die Zweite Polnische Republik entstand und Gebietsansprüche auf Teile der östlichen preußischen Provinzen stellte, wurde das Gebiet 1919 in die Provinzen Nieder- und Oberschlesien geteilt, um den vielen slawischsprachigen Oberschlesiern mehr Eigenständigkeit zu geben und sie so in der anstehenden Volksabstimmung in Oberschlesien für das Reich zu halten. Auch infolge der drei polnischen Aufstände in Oberschlesien mussten Teile Oberschlesiens (Ostoberschlesien) 1922 an Polen abgetreten werden. Das Hultschiner Ländchen ging schon 1920 an die Tschechoslowakei.

1938 entstand die Provinz kurzzeitig neu. Nach dem Überfall auf Polen annektiertes Territorium, das im Südosten deutlich über die früheren Grenzen hinausreichte, kam Ende 1939 völkerrechtswidrig dazu.

1941 wieder geteilt, wurde das Gebiet unter Ausschluss militärischer Sperrgebiete 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Besatzungsmacht fast gänzlich der Volksrepublik Polen zur Verwaltung unterstellt. Es begann danach die Zuwanderung von Polen. In der Folgezeit wurde die deutsche Bevölkerung von der polnischen Administration aus dem besetzten Teil der Provinz weitgehend vertrieben.

Heute verteilt sich das Gebiet auf die polnischen Woiwodschaften Schlesien, Niederschlesien und Oppeln, ferner auch Lebus, Großpolen und Kleinpolen. Ein kleiner Teil lag in der SBZ und verteilt sich heute innerhalb des Freistaates Sachsen auf die Landkreise Bautzen und Görlitz sowie in Brandenburg auf das Gebiet um die Stadt Ruhland.

Einwohnerentwicklung

Obwohl Schlesien, genauso wie die anderen östlichen Provinzen Preußens im 19. Jahrhundert von der sogenannten „Ostflucht“, d. h. der Abwanderung großer Bevölkerungsteile in die sich entwickelnden Industriegebiete Mittel- und Westdeutschlands betroffen war, wuchs die Bevölkerung stark an. Anteilmäßig besonders stark wuchs die Bevölkerung des Regierungsbezirks Oppeln, dessen Anteil an der Provinzbevölkerung von 27 % im Jahr 1816 auf 42 % im Jahr 1910 stieg.

Einwohnerzahlen
Jahr Schlesien
gesamt<ref>Statistisches Bureau zu Berlin (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des preußischen Staats. Duncker & Humblot, Berlin 1821, Schlesien, S. 86 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Königliches Statistisches Bureau (Hrsg.): Mittheilungen des Statistischen Bureau's in Berlin, Band 2. Einwohnerzahlen der Kreise. (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
Regierungsbezirke<ref>Heinz Rogmann: Die Bevölkerungslage in Schlesien und im schlesischen Vorfeld. In: Schlesisches Jahrbuch. Band 9, 1937 (Digitalisat in der Biblioteka Cyfrowa an der Universität Breslau).</ref>
Breslau Liegnitz Oppeln<ref>Bevölkerung im Regierungsbezirk Oppeln 1816-1914. In: eKompendium-HGISG - Kompendium zum Historischen Informationssystem der deutschen Staatenwelt 1820-1914. IEG-Mainz, 2008, abgerufen am 26. Juni 2025.</ref>
1816 1.942.063 779.818 637.461 524.784
1819 2.061.589 561.173
1843 2.948.884 1.117.204 892.056 939.624
1846 3.065.809 987.318
1855<ref>Carl Friedrich Dieterici (Hrsg.): Handbuch der Statistik des Preussischen Staats. Verlag E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1861, Tabelle 17, S. 144 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> 3.178.516 1.227.009 1.014.383 939.124
1871 3.707.167 1.414.584 983.020 1.309.563
1880 4.007.925 1.441.296
1890 4.224.458 1.577.731
1900 4.668.857 1.697.719 1.102.992 1.868.146
1910 5.225.962 1.841.398 1.176.583 2.207.981
1925 4.511.606 1.897.172 1.235.156 1.379.278
1933 4.686.769 1.944.297 1.259.707 1.482.765
1939 4.868.764

Verwaltungseinteilung 1910

Datei:Wroclaw NOT.jpg
Das 1895 erbaute Landeshaus in Breslau war Sitz des Oberpräsidenten der Provinz Schlesien.

Regierungsbezirk Breslau

Stadtkreise

  1. Breslau
  2. Brieg (seit 1907)
  3. Schweidnitz

Kreise und Landkreise

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Regierungsbezirk Liegnitz

Stadtkreise

  1. Görlitz
  2. Liegnitz

Kreise und Landkreise

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Regierungsbezirk Oppeln

Stadtkreise

  1. Beuthen
  2. Gleiwitz
  3. Kattowitz
  4. Königshütte
  5. Neisse (seit 1911)
  6. Oppeln
  7. Ratibor (seit 1904)

Kreise und Landkreise

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Verwaltungskarte

Datei:Schlesien Verwaltungsgliederung 1905.svg
Stadt- und Landkreise von Schlesien (1905):
  • Regierungsbezirk Liegnitz
  • Regierungsbezirk Breslau
  • Regierungsbezirk Oppeln
  • Datei:Sprachen in Schlesien 1905 06.svg
    Sprachensituation in der Provinz Schlesien nach der preußischen Statistik 1905/06.
  • Deutsche Sprache
  • Polnische Sprache
  • Tschechische Sprache
  • Sorbische Sprache
  • Zweisprachig
  • Andere Sprachen
  • Entwicklung der Sprachenverhältnisse

    Die folgenden Tabellen enthalten Daten, die vom preußischen Statistikamt bei der Volkszählung von 1905 erhoben wurden:<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Gemeindelexikon für die Provinz Schlesien: auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Hrsg.: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name. Vorlage:Cite book/Date, [ ] (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -05-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref>

    Region Deutsch Polnisch Mährische Wendisch eine andere Sprache Deutsch und eine andere Sprache Gesamt
    Reg. Breslau 1,701,734 (95,9 %) 50,391 (2,8 %) 765 (0,0 %) 36 (0,0 %) 12,151 (0,7 %) 8,802 (0,5 %) 1,773,879
    Reg. Liegnitz 1,089,266 (96,1 %) 12,174 (1,1 %) 467 (0,0 %) 24,488 (2,2 %) 3,254 (0,3 %) 3,496 (0,3 %) 1,133,145
    Reg. Oppeln 757,200 (37,2 %) 1,158,826 (56,9 %) 59,205 (2,9 %) 42 (0,0 %) 5,148 (0,3 %) 55,230 (2,7 %) 2,035,651
    Prov. Schlesien 3,548,200 (71,8 %) 1,221,391 (24,7 %) 60,437 (1,2 %) 24,566 (0,5 %) 20,553 (0,4 %) 67,528 (1,4 %) 4,942,675
    Regierungsbezirk Breslau
    Kreis Deutsch Polnisch Mährische Wendisch eine andere Sprache Deutsch und eine andere Sprache Gesamt
    Breslau (Stadtkreis) 460,366 (97,8 %) 6,286 (1,3 %) 149 (0,0 %) 2 (0,0 %) 1,235 (0,3 %) 2,866 (0,6 %) 470,904
    Brieg (Stadtkreis) 25,504 (92,8 %) 1,733 (6,3 %) 33 (0,1 %) 9 (0,0 %) 41 (0,1 %) 166 (0,6 %) 27,486
    Schweidnitz (Stadtkreis) 29,424 (96,3 %) 941 (3,1 %) 32 (0,1 %) 2 (0,0 %) 74 (0,2 %) 67 (0,2 %) 30,540
    Breslau (Landkreis) 88,282 (97,0 %) 2,252 (2,5 %) 17 (0,0 %) 7 (0,0 %) 153 (0,2 %) 256 (0,3 %) 90,967
    Brieg (Landkreis) 35,908 (95,1 %) 1,129 (3,0 %) 4 (0,0 %) (0,0 %) 9 (0,0 %) 711 (1,9 %) 37,761
    Frankenstein 45,304 (99,3 %) 169 (0,4 %) 32 (0,1 %) (0,0 %) 119 (0,3 %) 1 (0,0 %) 45,625
    Glatz 59,267 (93,5 %) 651 (1,0 %) 7 (0,0 %) (0,0 %) 3,258 (5,1 %) 223 (0,4 %) 63,406
    Groß Wartenberg 25,449 (54,2 %) 18,025 (38,4 %) 9 (0,0 %) (0,0 %) 1,348 (2,9 %) 2,133 (4,5 %) 46,964
    Guhrau 31,476 (96,0 %) 1,253 (3,8 %) 4 (0,0 %) (0,0 %) 23 (0,1 %) 45 (0,1 %) 32,801
    Habelschwerdt 56,560 (98,3 %) 132 (0,2 %) 109 (0,2 %) 2 (0,0 %) 666 (1,2 %) 50 (0,1 %) 57,519
    Militsch 46,647 (97,4 %) 1,128 (2,4 %) 2 (0,0 %) 1 (0,0 %) 24 (0,1 %) 85 (0,2 %) 47,887
    Münsterberg 31,814 (98,4 %) 444 (1,4 %) 11 (0,0 %) (0,0 %) 48 (0,1 %) 29 (0,1 %) 32,346
    Namslau 24,554 (72,5 %) 8,068 (23,8 %) 14 (0,0 %) (0,0 %) 31 (0,1 %) 1,203 (3,6 %) 33,870
    Neumarkt 54,841 (97,9 %) 1,046 (1,9 %) 9 (0,0 %) (0,0 %) 33 (0,1 %) 62 (0,1 %) 55,991
    Neurode 48,850 (98,4 %) 118 (0,2 %) 45 (0,1 %) 1 (0,0 %) 615 (1,2 %) 26 (0,1 %) 49,655
    Nimptsch 28,307 (97,1 %) 743 (2,5 %) 1 (0,0 %) (0,0 %) 71 (0,2 %) 30 (0,1 %) 29,152
    Oels 62,760 (97,9 %) 1,020 (1,6 %) 8 (0,0 %) 1 (0,0 %) 63 (0,1 %) 255 (0,4 %) 64,107
    Ohlau 54,311 (99,0 %) 445 (0,8 %) 7 (0,0 %) (0,0 %) 27 (0,0 %) 87 (0,2 %) 54,877
    Reichenbach 70,773 (98,9 %) 366 (0,5 %) 30 (0,0 %) (0,0 %) 299 (0,4 %) 68 (0,1 %) 71,536
    Schweidnitz (Landkreis) 71,102 (98,6 %) 808 (1,1 %) 12 (0,0 %) (0,0 %) 83 (0,1 %) 139 (0,2 %) 72,144
    Steinau 22,685 (97,9 %) 449 (1,9 %) 1 (0,0 %) (0,0 %) 22 (0,1 %) 12 (0,1 %) 23,169
    Strehlen 32,232 (91,1 %) 285 (0,8 %) 4 (0,0 %) (0,0 %) 2,861 (8,1 %) 2 (0,0 %) 35,384
    Striegau 43,187 (98,7 %) 459 (1,0 %) 19 (0,0 %) 3 (0,0 %) 72 (0,2 %) 28 (0,1 %) 43,768
    Trebnitz 50,423 (97,7 %) 1,051 (2,0 %) 7 (0,0 %) (0,0 %) 57 (0,1 %) 48 (0,1 %) 51,586
    Waldenburg 160,001 (99,0 %) 338 (0,2 %) 193 (0,1 %) 8 (0,0 %) 885 (0,5 %) 178 (0,1 %) 161,603
    Wohlau 41,707 (97,4 %) 1,052 (2,5 %) 6 (0,0 %) (0,0 %) 34 (0,1 %) 32 (0,1 %) 42,831
    Überhaupt (Reg. Breslau) 1,701,734 (95,9 %) 50,391 (2,8 %) 765 (0,0 %) 36 (0,0 %) 12,151 (0,7 %) 8,802 (0,5 %) 1,773,879
    Regierungsbezirk Liegnitz
    Kreis Deutsch Polnisch Mährische Wendisch eine andere Sprache Deutsch und eine andere Sprache Gesamt
    Görlitz (Stadtkreis) 82,674 (98,7 %) 558 (0,7 %) 20 (0,0 %) 35 (0,0 %) 313 (0,4 %) 166 (0,2 %) 83,766
    Liegnitz (Stadtkreis) 59,237 (99,1 %) 321 (0,5 %) 8 (0,0 %) (0,0 %) 115 (0,2 %) 68 (0,1 %) 59,749
    Bolkenhain 28,992 (99,1 %) 137 (0,5 %) 63 (0,2 %) (0,0 %) 52 (0,2 %) 11 (0,0 %) 29,255
    Bunzlau 62,685 (98,6 %) 680 (1,1 %) 33 (0,1 %) 7 (0,0 %) 111 (0,2 %) 88 (0,1 %) 63,604
    Freystadt 53,305 (98,3 %) 699 (1,3 %) 5 (0,0 %) (0,0 %) 106 (0,2 %) 137 (0,3 %) 54,252
    Glogau 71,243 (96,7 %) 1,995 (2,7 %) 5 (0,0 %) 4 (0,0 %) 87 (0,1 %) 341 (0,5 %) 73,675
    Goldberg-Haynau 49,803 (98,0 %) 875 (1,7 %) 17 (0,0 %) 3 (0,0 %) 53 (0,1 %) 74 (0,1 %) 50,825
    Görlitz (Landkreis) 57,554 (99,0 %) 271 (0,5 %) 18 (0,0 %) 81 (0,1 %) 140 (0,2 %) 78 (0,1 %) 58,142
    Grünberg 55,740 (98,9 %) 463 (0,8 %) 13 (0,0 %) 2 (0,0 %) 59 (0,1 %) 74 (0,1 %) 56,351
    Hirschberg 81,648 (98,8 %) 327 (0,4 %) 38 (0,0 %) 6 (0,0 %) 531 (0,6 %) 124 (0,1 %) 82,674
    Hoyerswerda 23,982 (61,2 %) 178 (0,5 %) 32 (0,1 %) 14,425 (36,8 %) 86 (0,2 %) 457 (1,2 %) 39,160
    Jauer 34,711 (96,9 %) 1,069 (3,0 %) 5 (0,0 %) (0,0 %) 44 (0,1 %) (0,0 %) 35,829
    Landeshut 51,303 (98,6 %) 101 (0,2 %) 36 (0,1 %) 26 (0,0 %) 516 (1,0 %) 28 (0,1 %) 52,010
    Lauban 71,147 (99,2 %) 345 (0,5 %) 18 (0,0 %) 5 (0,0 %) 132 (0,2 %) 68 (0,1 %) 71,715
    Liegnitz (Landkreis) 40,586 (97,5 %) 899 (2,2 %) 37 (0,1 %) 2 (0,0 %) 58 (0,1 %) 46 (0,1 %) 41,628
    Löwenberg 60,532 (98,9 %) 306 (0,5 %) 12 (0,0 %) 8 (0,0 %) 323 (0,5 %) 42 (0,1 %) 61,223
    Lüben 31,231 (98,0 %) 569 (1,8 %) 10 (0,0 %) (0,0 %) 27 (0,1 %) 21 (0,1 %) 31,858
    Rothenburg 52,995 (81,3 %) 390 (0,6 %) 64 (0,1 %) 9,875 (15,1 %) 256 (0,4 %) 1,624 (2,5 %) 65,204
    Sagan 56,595 (98,5 %) 720 (1,3 %) 31 (0,1 %) 9 (0,0 %) 71 (0,1 %) 3 (0,0 %) 57,429
    Schönau 24,672 (97,8 %) 474 (1,9 %) (0,0 %) (0,0 %) 81 (0,3 %) 4 (0,0 %) 25,231
    Sprottau 38,631 (97,6 %) 797 (2,0 %) 2 (0,0 %) (0,0 %) 93 (0,2 %) 42 (0,1 %) 39,565
    Überhaupt (Reg. Liegnitz) 1,089,266 (96,1 %) 12,174 (1,1 %) 467 (0,0 %) 24,488 (2,2 %) 3,254 (0,3 %) 3,496 (0,3 %) 1,133,145
    Regierungsbezirk Oppeln
    Kreis Deutsch Polnisch Mährische Wendisch eine andere Sprache Deutsch und eine andere Sprache Gesamt
    Beuthen (Stadtkreis) 35,513 (58,9 %) 22,644 (37,6 %) 66 (0,1 %) (0,0 %) 234 (0,4 %) 1,816 (3,0 %) 60,273
    Gleiwitz (Stadtkreis) 42,966 (70,1 %) 13,274 (21,6 %) 12 (0,0 %) (0,0 %) 42 (0,1 %) 5,032 (8,2 %) 61,326
    Kattowitz (Stadtkreis) 26,817 (75,0 %) 6,690 (18,7 %) 53 (0,1 %) 20 (0,1 %) 85 (0,2 %) 2,107 (5,9 %) 35,772
    Königshütte (Stadtkreis) 33,352 (50,5 %) 27,374 (41,4 %) 74 (0,1 %) (0,0 %) 200 (0,3 %) 5,042 (7,6 %) 66,042
    Oppeln (Stadtkreis) 24,051 (78,2 %) 6,200 (20,2 %) 8 (0,0 %) 1 (0,0 %) 31 (0,1 %) 474 (1,5 %) 30,765
    Ratibor (Stadtkreis) 21,204 (64,9 %) 9,893 (30,3 %) 438 (1,3 %) (0,0 %) 67 (0,2 %) 1,088 (3,3 %) 32,690
    Beuthen (Landkreis) 39,662 (23,6 %) 122,965 (73,1 %) 253 (0,2 %) (0,0 %) 359 (0,2 %) 4,867 (2,9 %) 168,106
    Kosel 14,804 (20,1 %) 56,698 (76,8 %) 55 (0,1 %) 1 (0,0 %) 19 (0,0 %) 2,208 (3,0 %) 73,785
    Falkenberg 33,771 (88,7 %) 4,065 (10,7 %) 8 (0,0 %) (0,0 %) 32 (0,1 %) 192 (0,5 %) 38,068
    Groß Strehlitz 11,762 (16,1 %) 59,812 (82,1 %) 4 (0,0 %) (0,0 %) 870 (1,2 %) 432 (0,6 %) 72,880
    Grottkau 40,107 (98,6 %) 516 (1,3 %) 9 (0,0 %) (0,0 %) 27 (0,1 %) 4 (0,0 %) 40,663
    Zabrze 38,118 (27,3 %) 97,703 (70,0 %) 108 (0,1 %) (0,0 %) 147 (0,1 %) 3,421 (2,5 %) 139,497
    Kattowitz (Landkreis) 45,994 (25,0 %) 130,926 (71,2 %) 190 (0,1 %) 14 (0,0 %) 546 (0,3 %) 6,277 (3,4 %) 183,947
    Kreuzburg 20,641 (41,4 %) 28,318 (56,7 %) 7 (0,0 %) (0,0 %) 16 (0,0 %) 928 (1,9 %) 49,910
    Leobschütz 70,548 (84,3 %) 4,476 (5,3 %) 7,341 (8,8 %) 2 (0,0 %) 119 (0,1 %) 1,236 (1,5 %) 83,722
    Lublinitz 7,235 (15,0 %) 30,373 (62,8 %) 4 (0,0 %) (0,0 %) 5 (0,0 %) 10,715 (22,2 %) 48,332
    Neiße 98,886 (97,9 %) 1,749 (1,7 %) 62 (0,1 %) 1 (0,0 %) 77 (0,1 %) 248 (0,2 %) 101,023
    Neustadt 51,797 (52,3 %) 45,957 (46,4 %) 31 (0,0 %) (0,0 %) 37 (0,0 %) 1,134 (1,1 %) 98,956
    Oppeln (Landkreis) 18,996 (17,2 %) 88,102 (79,8 %) 14 (0,0 %) 3 (0,0 %) 1,839 (1,7 %) 1,410 (1,3 %) 110,364
    Pleß 13,902 (12,2 %) 98,178 (86,2 %) 37 (0,0 %) (0,0 %) 53 (0,0 %) 1,678 (1,5 %) 113,848
    Ratibor (Landkreis) 11,676 (9,7 %) 56,944 (47,5 %) 50,203 (41,9 %) (0,0 %) 35 (0,0 %) 966 (0,8 %) 119,824
    Rosenberg 7,180 (14,2 %) 42,509 (84,3 %) 17 (0,0 %) (0,0 %) 4 (0,0 %) 707 (1,4 %) 50,417
    Rybnik 17,938 (16,4 %) 90,253 (82,5 %) 159 (0,1 %) (0,0 %) 227 (0,2 %) 872 (0,8 %) 109,449
    Tarnowitz 16,468 (23,8 %) 51,753 (74,7 %) 29 (0,0 %) (0,0 %) 52 (0,1 %) 994 (1,4 %) 69,296
    Tost-Gleiwitz 13,812 (18,0 %) 61,454 (80,1 %) 23 (0,0 %) (0,0 %) 25 (0,0 %) 1,382 (1,8 %) 76,696
    Überhaupt (Reg. Oppeln) 757,200 (37,2 %) 1,158,826 (56,9 %) 59,205 (2,9 %) 42 (0,0 %) 5,148 (0,3 %) 55,230 (2,7 %) 2,035,651
    Datei:Silesia Language Map 1905.png
    Muttersprachen Schlesiens laut der Volkszählung von 1905

    Oberpräsidenten

    Siehe auch

    Literatur

    • Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Schlesien (= Kröners Taschenausgabe. Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3.
    • Hugo Weczerka: Stadt- und Marktgründungen und Stadtabgänge in Schlesien 1450–1800. In: Zeitschrift für Ostforschung. Band 23, 1974, S. 193–260.
    • Lucyna Harc, Przemysław Wiszewski, Rościsław Żerelik (Hrsg.): Region Divided. Times of Nation-States (1918–1945) (= Cuius regio? Ideological and Territorial Cohesion of the Historical Region of Silesia (c. 1000–2000). Band 4). Breslau 2014, eBooki.com.pl, ISBN 978-83-927132-8-9 (PDF; 2,1 MB).
    • Helmut Bleiber, Walter Schmidt: Schlesien auf dem Weg in die bürgerliche Gesellschaft. Bewegungen und Protagonisten der schlesischen Demokratie im Umfeld von 1848. Erster und Zweiter Halbband, trafo verlag, Berlin 2007 (= Silesia. Schlesien im europäischen Bezugsfeld. Quellen und Forschungen. Band 6). ISBN 978-3-89626-639-2 und ISBN 978-3-89626-671-2.

    Schrifttum bis 1945

    In umgekehrter Reihenfolge des Erscheinens

    • Paul Weber: Die Polen in Oberschlesien: eine statistische Untersuchung. Verlagsbuchhandlung von Julius Springer, Berlin 1913.
    • Joseph Partsch: Schlesien – Eine Landeskunde für das deutsche Volk auf wissenschaftlicher Grundlage. Breslau 1896/1911.
      • Teil I: Das ganze Land, Hirt, Breslau 1896 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
      • Teil II: Landschaften und Siedelungen, Hirt, Breslau 1911 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Heft VI: Provinz Schlesien, Berlin 1908 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • Schlesisches Güter-Adreßbuch. Verzeichniß sämmtlicher Rittergüter und selbständigen Guts- und Forstbezirke, sowie solcher größeren Güter, welche innerhalb des Gemeindeverbandes mit einem Reinertrag von etwa 1500 Mark und mehr zur Grundsteuer veranlagt sind. Fünfte Ausgabe. Verlag Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1894 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • Königl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vorläufige Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1890 im Königreiche Preußen sowie in den Fürstenthümern Waldeck und Pyrmont, Berlin 1891, S. 19–25 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • Gustav Neumann: Geographie des Preußischen Staats (= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung.) 2. Auflage. Band 2. Berlin 1874, S. 164–232 (Scan in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • Franz Heinrich Ungewitter: Die preußische Monarchie nach den zuverlässigsten Quellen geographisch, statistisch, topographisch und historisch ausführlich und übersichtlich dargestellt. Ein Handbuch für Staats- und Communalbehörden, so wie zum Privatgebrauch. Nicolai, Berlin 1859, S. 753–797 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, nebst beigefügter Eintheilung des Landes nach den Bezirken der drei Königlichen Regierungen, den darin enthaltenen Fürstenthümern und Kreisen, mit Angabe des Flächeninhaltes, der mittleren Erhebung über der Meeresfläche, der Bewohner, Gebäude, des Viehstandes u.s.w. 2. Auflage, Breslau 1845 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • Königliches Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Schlesien und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871. Berlin 1874, S. 86 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • Johann Georg Knie: Alphabethisch-Statistisch-Topographische Uebersicht aller Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Graß, Barth und Comp., Breslau 1830 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • Robert Semple: Observations made on a tour from Hamburg through Berlin, Gorlitz, and Breslau, to Silberberg; and thence to Gottenburg, London 1814 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
    • F. Leonardi (Hrsg.): Erdbeschreibung der Preußischen Monarchie. Band 3, Halle 1794, S. 210–303 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).

    Weblinks

    Commons: Provinz Schlesien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    <references />

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