Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Ratsgymnasium (Wolfsburg) – Wikipedia Zum Inhalt springen

Ratsgymnasium (Wolfsburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ratsgymnasium Wolfsburg)
Ratsgymnasium
Haupteingang Ratsgymnasium Wolfsburg
Haupteingang Ratsgymnasium Wolfsburg (2024 abgerissen)
Schulform Gymnasium
Gründung 1942
Adresse Pestalozziallee 2
38440 Wolfsburg
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 25′ 13″ N, 10° 47′ 21″ OKoordinaten: 52° 25′ 13″ N, 10° 47′ 21″ O
 {{#coordinates:52,420305555556|10,789222222222|primary
dim=500 globe= name= region=DE-NI type=building
  }}
Träger Stadt Wolfsburg
Schüler 800 (2015/16)
Lehrkräfte 79<ref name="Kollegium">Kollegium. In: www.ratsgymnasium-wolfsburg.de. Abgerufen am 12. Mai 2021.</ref>
Leitung Jennifer Yavuz<ref name="Kollegium" />
Website www.ratsgymnasium-wolfsburg.de

Das Ratsgymnasium (schulintern RGW für Ratsgymnasium Wolfsburg) ist ein Gymnasium in der Stadtmitte von Wolfsburg. Es ist das erste in Wolfsburg gegründete Gymnasium.

Geschichte

Datei:RGW 2023-1.jpg
Hauptgebäude des Ratsgymnasiums Wolfsburg (2024 abgerissen)
Datei:Ratsgymnasium Wolfsburg Neubau Stelzen.jpg
Neubautrakt des Ratsgymnasiums Wolfsburg
Datei:Kubus vor dem Haupteingang.jpg
Kubus vor dem Ratsgymnasium Wolfsburg

1942, vier Jahre nach Gründung der Stadt des KdF-Wagens (1945 in Wolfsburg umbenannt), wurde die erste Oberschule (1958 in Ratsgymnasium umbenannt) der Stadt gegründet. Sie ist somit das älteste Wolfsburger Gymnasium und bildete später den Ausgangspunkt für weitere Schulgründungen. Zunächst in Baracken südlich der Ludendorffstraße (heute Heinrich-Heine-Straße) untergebracht, zog die Schule später in südöstlich von Heßlingen stehende Volksschulbaracken um. Nach der kriegsbedingten Einstellung des Schulunterrichts wurde der Unterricht am 1. Oktober 1945 wieder aufgenommen, dies wurde in der Stadt durch Lautsprecherdurchsage bekanntgegeben.<ref>Stadt Wolfsburg (Hrsg.): Wolfsburg 1938–1988. Wolfsburg 1988, S. 63.</ref>

Für den Bau einer neuen Oberschule erhielt Professor Friedrich Wilhelm Kraemer aus Braunschweig am 21. Juli 1950 den 1. Preis im Rahmen eines ersten Architektenwettbewerbs in Wolfsburg. Die neue Schule wurde an dem Standort der 1947 eingeweihten Barackenkirche errichtet, die bereits 1951 wieder eingerissen und als Christuskirche in der Nähe neu gebaut wurde. Am 28. Mai 1951 begann für einige Klassen im ersten Trakt des neuerbauten Schulgebäudes südlich der heutigen Pestalozziallee im Stadtteil Schillerteich der Unterricht, die meisten Klassen blieben zunächst weiter in den Schulbaracken. Am 9. Dezember 1955 wurde die Schule nach Fertigstellung des Aula und Turnhalle umfassenden letzten Bauabschnitts feierlich eingeweiht.

Im Jahr 2011 wurde mit der grundlegenden Modernisierung der Schulgebäude begonnen und am 3. September 2012 wurde der erste Erweiterungsbau für die 5. und 6. Klassen offiziell eröffnet. In diesem innovativen Haus entstanden insgesamt acht neue oder modernisierte Klassenräume, ein umgestalteter Außenbereich sowie eine offene Zone mit Pausen- und Gruppenbereichen. Am 18. Mai 2015 erfolgte der Spatenstich für einen neuen naturwissenschaftlichen Trakt und zwei Turnhallen. Die schulische Inbetriebnahme dieses Traktes S für MINT und Sport erfolgte am 16. Oktober 2017. Das Hauptgebäude an der Pestalozziallee wird im nächsten Schritt durch einen Neubau ersetzt, im Februar 2024 begann der Abriss des Hauptgebäudes.<ref>Stephanie Giesecke: Lauter Abriss: Wolfsburgs altes Ratsgymnasium verschwindet. In: Wolfsburger Nachrichten. Ausgabe vom 4. März 2024.</ref> Am 4. Mai 2017 wurde der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbes für den Neubau des Hauptgebäudes im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung in der Bürgerhalle des Rathauses vorgestellt. Der Unterricht der Oberstufe erfolgt während des Neubaus in der nahegelegenen ehemaligen Ferdinand-Porsche-Realschule – jetzt Ratsgymnasium Trakt K.

Im Rahmen eines Modellversuches wurde das Ratsgymnasium bereits 1978 der zentrale Standort einer Dietz-Computer-Systeme-Rechneranlage, die von allen Wolfsburger Gymnasien, den Berufsschulen und der VHS bis 1980 für den Informatikunterricht genutzt wurde. Neben dem Ratsgymnasium bestehen heute noch sechs weitere Gymnasien in Wolfsburg, unter anderem das Theodor-Heuss-Gymnasium, mit dem das Ratsgymnasium in der gymnasialen Oberstufe kooperiert. Aus der Kooperation ergibt sich für die Schülerschaft eine individuelle Schwerpunktbildung, das bedeutet ein hohes Maß an Wahlmöglichkeiten von Fächerkombinationen im Rahmen der Profiloberstufe.

Die Schule hat drei Profile: ein musisch-kulturelles Profil mit dem Fach Darstellendes Spiel in der Oberstufe und Theater-AGs in jedem Jahrgang, Bläserklassen mit dem Brazz-Projekt, ein Europa-Profil mit dem Angebot von vier Fremdsprachen, Europa-Veranstaltungen, europäischen Schulpartnerschaften, Comenius-Projekt und Englisch als Arbeitssprache in der Sek I sowie einem MINT-Profil (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) als mehrfach zertifizierte MINT-EC-Schule. Seit dem 15. April 2011 trägt das Ratsgymnasium den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Austauschprogramme

Das Ratsgymnasium Wolfsburg pflegt langjährige Kontakte zu Schulen vorwiegend europäischer Nachbarstaaten. Regelmäßig finden Schüleraustausche und Schulfahrten dorthin statt.

Die Schule nahm 2010–2012 und 2012–2014 am Comenius-Programm teil.

Auszeichnungen

Engagement im Umweltschutz

Das Ratsgymnasium fördert ein verstärktes Bewusstsein der Schulgemeinschaft für Umwelt und Klima. Projekte mit dieser Zielsetzung waren neben der Globe-AG zum Beispiel die Ernennung von „Energiemanagern“ in den einzelnen Klassen. Heute sind die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben zum Thema Umweltschutz und Klimawandel wie die Teilnahme an der Kampagne des VCD FahrRad, der fll-Wettbewerb Climate Connections und der unter anderem von der dena getragenen Energiesparaktion PowerPakt Bestandteile des Schullebens. Im Unterricht spiegelt sich dieses Interesse in der Einrichtung von Seminarfachkursen zur gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Problematik des Klimawandels wider.

Datei:PV am RGW.JPG
Die Aufstellung der Photovoltaikanlage des RGW 1998

Eine weitere Initiative umweltfreundlichen Handelns stellte die bereits 1998 installierte schuleigene Photovoltaikanlage dar, die einen Ertrag von über 9240 kWh<ref>Stand: September 2008.</ref> erbracht hat. Der Anteil, den sie an Energie für den Gesamtstromverbrauch der Schule bereitstellte, war auf Grund ihrer kleinen Dimensionen allerdings relativ gering.

Bekannte Personen

Lehrer

  • Imre Farkasinski (1924–2015), Sportlehrer 1958–1986, Fußballtrainer
  • Rolf Hartmann (1937–2007), Kunst und Werken-Lehrer 1979–1997, Bildhauer
  • Margit Müller (* 1952), Schülerin, Biologie und Sportlehrerin 1978–2009, deutsche Hockeynationalspielerin

Schüler

  • Günzel Graf von der Schulenburg-Wolfsburg (1934–2018), Land- und Forstwirt, Unternehmer sowie Pferdesportler und Sportfunktionär
  • Gottfried Münzenberg (1940–2024), Abitur 1960, Physiker und Hochschullehrer, maßgeblich an der Entdeckung der chemischen Elemente 107 bis 112 beteiligt
  • Karsten Voigt (* 1941), Neuroradiologe und Hochschullehrer
  • Peter Weise (* 1941), Abitur 1961, Ökonom
  • Rolf-Dieter Postlep (* 1946), Ökonom, Präsident der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), des Deutschen Studentenwerks und der Universität Kassel
  • Burkhard Göke (* 1956), Internist und ehemaliger Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE)
  • Bernhard Mattes (* 1956), Abitur 1975, Manager, Vorsitzender des Vorstandes sowie der Geschäftsführung der Ford-Werke, Vizepräsident der Ford Motor Company und Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA)
  • Volker Tresp (* 1957), Physiker und Informatiker
  • Kai Rannenberg (1964), Informatiker und Hochschullehrer
  • David Steffen (* 1966), Filmschauspieler
  • Sheila Arnold (* 1970), Konzertpianistin, Professorin an die Hochschule für Musik und Tanz Köln
  • Christoph Stolz (* 1980), Weitspringer
  • Anna-Katharina Samsel (* 1985), dreifache Rollschuhweltmeisterin und Schauspielerin
  • Lena Rudkowski (* 1986), Juristin, Hochschullehrerin

Literatur

  • Ratsgymnasium Wolfsburg (Hrsg.): Festschrift zum Schuljubiläum. 75 Jahre Ratsgymnasium Wolfsburg. Wolfsburg 2017.
  • Adolf Köhler: Wolfsburg. Eine Chronik. 1938–1948. Wolfsburg 1974, S. 67–68.
  • Adolf Köhler: Wolfsburg. Aufbau einer Stadt. 1948–1968. Wolfsburg, undatiert (um 1976), S. 68–69.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein