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Roncegno Terme

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Roncegno Terme (im lokalen Dialekt: Ronzégno Terme; deutsch veraltet: Rundscheinberg) ist eine italienische Gemeinde (comune) mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD) in der Provinz Trient, Region Trentino-Südtirol. Sie gehört zur Talgemeinschaft Comunità Valsugana e Tesino.

Geographie

Die Gemeinde liegt etwa 22 Kilometer ostsüdöstlich der Provinzhauptstadt Trient in der Valsugana auf einer Höhe von Vorlage:Höhe Zum etwas mehr als 38 km² großen Gemeindegebiet gehören auch die Fraktionen Marter, Monte di Mezzo und Santa Brigida.

Der Ort hat eine Thermalquelle, die sich durch besonders hohen Arsengehalt und durch ihren Eisengehalt auszeichnet. Es wird für Heilkuren genutzt.

Die Nachbargemeinden sind Borgo Valsugana, Fierozzo, Frassilongo, Novaledo, Ronchi Valsugana und Torcegno.

Geschichte

Vorlage:Quelle Das Gebiet war seit dem 15. Jahrhundert von deutschsprachigen Gemeinschaften bewohnt, die oft direkt aus anderen deutschen Gebieten der oberen Valsugana kamen (es gibt zahlreiche Zeugnisse von Durchzügen von Menschen aus dem nahegelegenen Fersental), und bis ins 18. Jahrhundert war diese Gemeinschaft noch präsent.<ref>Lidia Flöss: I nomi locali dei comuni di Novaledo, Roncegno, Ronchi Valsugana. (=Dizionario Toponomastico Trentino: Ricerca geografica. Band 5). Provincia autonoma di Trento – Servizi Beni librari e archivistici, Trient 1998, ISBN 88-7702-076-8.</ref> Im Urbanarium von Castel Telvana aus dem Jahr 1585 werden die Höfe von Roncegno erwähnt, 31 davon sind deutsch und zwar genau: Egger, Erlacher, Glavereiner, Gonner, Hainzel, Keller, Kofler, Lehen, Leytter, Maur, May, Mendl, Pacher, Pader, Parner, Pentz, Pirchach, Puessen, Purgstaller, Ringgler, Roaner, Schmider, Stricker, Stubel, Thaler, Tschunter, Tumbler, Waal, Wahlen, Wald, Wucker<ref>Vorlage:Literatur</ref> Es gibt noch zahlreiche Spuren dieser Präsenz in den Familiennamen und Ortsnamen; Ortsnamen wie „Cofleri“, „Fraineri“, „Mocchi“, „Beberi“, „Palaieri“ und „Striccheri“ zeugen von den deutschen Ursprüngen. Der Dialekt der deutschsprachigen Gemeinde lässt sich, wie der des Fersentals, auf das Althochdeutsche – das Bayerische – zurückführen. Am 8. März 1568 schrieb Christof von Welsberg: „Der merer tayl der pfarrsleut von Rundschein teutscher zungen sein, die welsch sprach nit verstehen“ und bat daher um einen Pfarrer, der Deutsch sprach oder fließend Italienisch beherrschte. Diese Bitte wurde neun Jahre später wiederholt. 1763 schrieb Simon Pietro Bortolamei aus Pergine über die „deutsche Sprache von Roncegno“ und verglich sie mit anderen deutschsprachigen Dialekten. 1665 bezeugt Bertondelli ihr teilweises Fortbestehen. 1821 spricht Tecini von rund 200 Sprechern<ref>Vorlage:Literatur</ref>. Beda Weber berichtet 1838, dass „auf dem Berge von Roncegno sei die ehemals herrschende deutsche Haussprache im Werschwinden“ (auf dem Berg von Roncegno verschwindet der einst vorherrschende lokale deutsche Dialekt).<ref>Das Land Tirol – Mit einem Anhange: Vorarlberg – Ein Handbuch für Reisende. Band II: Südtirol (Etsch-, Drau-, Brenta-, Sarkaregion). Wagner’sche Buchhandlung, Innsbruck 1838, S. 533.</ref>

Verkehr

Durch die Gemeinde führt die Strada Statale 47 della Valsugana von Padua nach Trient. Der Bahnhof der Gemeinde liegt an der Bahnstrecke Trient–Venedig.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Provinz Trentino