Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Gutshaus Rumpshagen – Wikipedia Zum Inhalt springen

Gutshaus Rumpshagen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Rumpshagen)
Datei:Rumpshagen 2010-09-03 054.JPG
Gutshaus in Rumpshagen (2010)
Datei:Gross-Gievitz-Epitaphdetail-16.JPG
Ernst Christoph von Voß-Groß Gievitz (* 1654), Herr auf Rumpshagen, kgl. brit. Oberst, Kurfürst. Durchlaucht in Hannover. Epitaph Dorfkirche Groß Gievitz

Geschichte

Das Gutshaus Rumpshagen in Rumpshagen, heute ein Ortsteil der Gemeinde Ankershagen, im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern, ist ein zweigeschossiger barocker und verputzter Backsteinbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Außergewöhnlich erscheint der in wohl in Norddeutschland einmalig ausgeführte Putz der Außenfassaden mit eingedrückten Glasbruch. Die auch von der Positionierung her, am nördlichen Ortsrand, typisch etwas vom Ort extra gelegene klassische Anlage mit Gutshaus, umrahmt mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, steht unter Denkmalschutz.<ref>Denkmalliste Mecklenburg-Vorpommern (Stand 11.08.1997) (Drucksache 2/2880), S. 203. (PDF; 0,9 MB), Landtag MV.de.</ref>

Ursprünglich war in Rumpshagen eine Turmhügelburg, womöglich dem später mit der Ritterwürde teilhaftigen Knappen Hermannus (von) Rumpeshagen zuzuordnen,<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Online</ref> 1287 erwähnt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} S. 18.</ref> Danach war das Gut viele Jahrhunderte ein befestigter Rittersitz (oft als Nebengut) der von Voß auf Flotow und Groß Gievitz, mit Standort womöglich mittelbar am jetzigen Schlossareal gelegen. Das heutige Gutshaus ist nur teilweise unterkellert, vielleicht ursächlich aus der Zeit der Voß stammend. Der letzte Voß auf Rumpshagen, Johann Ernst von Voß, war beim Erbantritt noch minderjährig. Er lebte jung verheiratet u. a. in Berlin, war zumal im Ausland tätig, sowie auf dem Hauptgut Groß Gievitz, in Rumpshagen selbst agierte nur noch ein Verwalter.

Das nach jüngeren Forschungen<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} ISBN 978-3-941681-83-5.</ref> nachweislich<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> erst 1768–70 errichtete heutige Gutshaus Rumpshagen ist durch Kolossalpilaster gegliedert und mit einem Mansarddach bedeckt. Sowohl an der Hof- als auch an der Gartenseite befinden sich dreiachsige Mittelrisalite, die dreieckig übergiebelt sind. Der Giebel auf der Hofseite enthält in der Mittelachse das Wappen derer von Gundlach. Bauherr war Jobst von Gundlach, der für Rumpshagen ein unteilbares Fideikommiss einrichtete.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Der im Putz enthaltene Glasbruch weist nachdrücklich auf die Waldglashütten der Gundlachs hin.

Besonders nennenswert, Hans Justus von Gundlach (1789–1865) fand 1839 mit seinen Familienvettern Aufnahme<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> in die mecklenburgische Ritterschaft. Seine Enkeltöchter heirateten hier am 12. und 13. August 1864, Mathilde den Politiker Rudolph von Cranach, und Ina den Karl Freiherr von Stein zu Kochberg-Vietmannsdorf. Letztgenannter ist ein Ururenkel der Charlotte von Stein.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Das Gutshaus diente so auch als gesellschaftlicher Mittelpunkt der Gundlachschen Familienlinie Leizen-Rumpshagen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Später wurde der Grundbesitzer auf Rumpshagen, Kammerherr Adalbert von Gundlach (1819–1886) vom Landesherrn zum Schlosshauptmann ernannt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Online</ref>

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 war das Herrenhaus in Besitz dieser Adelsfamilie. Langjährigster Eigentümer war nach den Güteradressbüchern<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Online</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Online</ref>, mit einer stabilen Größe um die 679 ha,<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> von 1886 bis 1945 Günther von Gundlach.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Online</ref> Er ließ mit seiner Ehefrau Ida, geborene von Lücken (1870–1945),<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Online</ref> auch das Hausinnere zum Teil im Gründerstil ausrichten. Der Gartensaal ist aber immer noch mit einer Rokoko-Stuckdecke ausgestattet.<ref name="Dehio">Georg Dehio Nachfolge (Hrsg. Dehio-Vereinigung e.V.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern, Neubearbeitung, Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2000, ISBN 3-422-03081-6.</ref><ref name="ghde">Gutshaus Rumpshagen, In: Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg-Vorpommern, Hrsg. QM3 UG Lüssow, Stand 10. Juni 2025.</ref> Zum Herrenhaus Rumpshagen gehört ebenso das unweit entfernte, 1847<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} S. 304.</ref> eingerichtete und 1915<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> erneuerte Erbbegräbnis mit Friedhof und kleiner Kapelle der von Gundlach, inmitten des Ortes. Dort befinden sich mehrere Grabtafeln, auch die des ältesten Sohnes vom letzten Gutsbesitzer, Hans Rochus<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Online</ref> von Gundlach, sowie posthum seines jüngeren Bruders Ernst Günther von Gundlach (1912–1941).<ref>Gedenkbuch des deutschen Adels, Band 1, in: Aus dem Deutschen Adelsarchiv, Band 3, Hrsg. Matthias Graf von Schmettow, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1967, S. 116. ISBN 3-7980-0698-9.</ref> Die umzäunte Friedhofsanlage heute ist zugänglich.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} ISBN 3-412-04400-8. Online</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das spätbarocke Herrenhaus zu Wohnzwecken und von der Gemeindeverwaltung genutzt. Eine Neueinrichtung eines landwirtschaftlichen Gutsbetriebes Anfang der 1990er Jahre trug sich nicht.<ref>Rumpshagen (von Kessel-Rumpshagen), in: Stammbaum Familie von Kessel-Zeutzsch, in: Walter von Hueck et al.: Genealogisches Handbuch der Adel, A (Uradel) 1994, Band XXIII, Band 106 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv e. V., C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1994, S. 108. ISBN 3-7980-0700-4.</ref> Heute befindet sich das Gutshaus in Privatbesitz:<ref name="ghde" /><ref>Renate de Veer: Steinernes Gedächtnis, Band II (Bildteil zum Text), Stock&Stein-Verlag (Aschenbeck), (Bremen) Schwerin 2006, S. 204.</ref> Nach dem Jahr 2000 fanden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt.<ref>Eine Schönheit aus Scherben mit glänzendem Gesicht. In: Nordkurier, 12. Juni 2013, Eine Schönheit aus Scherben mit glänzendem Gesicht, In: Nordkurier.de.</ref> Eine Gästewohnung und Gesellschaftsräume im Gebäude können gemietet werden.<ref>Gutsgärtnerei, Jägerhaus & Schloss Rumpshagen., Hrsg. Gutsgärtnerei Rumpshagen; Stand 15. April 2022.</ref>

Literatur

  • Christa Kostolnik: Die Geschichte des "Glasdorfes" Rumpshagen, Vom stolzen Aufstieg und tragischen Untergang der adligen Gläsnerfamilie von Gundlach. 1. Auflage 2015. ISBN 978-3-941681-83-5.; 2. Auflage, Edition Lesezeichen, Friedland 2020, S. 16, 101, 107, 131. ISBN 978-3-941681-83-5.
  • Marcus Köhler, Christoph Haase: Das Gut und der Gutspark Rumpshagen. In: KulturERBE in Mecklenburg und Vorpommern, 13. Jahrgang, Band 9, Hrsg. Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Landesdenkmalpflege. Schwerin 2014, S. 9 ff. ISBN 978-3-935770-45-3.
  • Familie von Gundlach-Rumpshagen. In: GGT, Justus Perthes: Gothaische Genealogische Taschenbücher des Adeligen Häuser. (GGT). Alter Adel und Briefadel; Jg. 1920, ff. 1930; GGT. Teil B. (Briefadel / nach 1400 nobilitiert), ff. Jg. 1935, 1939 (Druck und Redaktion jeweils im Vorjahr). Letztausgaben zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft.

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:|{{{1}}}|Gutshaus Rumpshagen}}|uselang=de}} Commons: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:|{{{1}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if:

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left||9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references responsive />

{{Coordinate{{#ifeq:|y|Simple|Complex}}|NS=53.50737|EW=12.957008|type=landmark|region=DE-MV|globe=|dim=|elevation=|pop=|lw=|name={{#invoke:Coordinates/kml|kmlTitle|1=}}|article=|text=|sortkey=|tooltip=|tooltipformat=|map=|mapsize=|maplevel=|maptype=|maplabel=|maplayer=|mapcaption=}}{{#if:|{{#switch:5

|1 = Gradzahl-Fehler: {{#iferror:{{{1}}}
 | NS: {{{1}}}
 |
}} {{#iferror:
 | EW: 
 |
}}{{#switch:0
 |0|6|14= 
}}
|2 = nicht im Bereich von {{{1}}}{{#switch:0
 |0|6|14=
}}
|3  = {{#switch: {{{type}}}
 |country|state|adm1st|adm2nd|city|isle|airport|mountain|waterbody|forest|landmark=
 |example={{#if:
  | 
  | falscher Wert ›example‹ im Artikelnamensraum 
 }}
 |#default= {{#ifeq:{{{type}}}|
  | kein Wert
  | falscher Wert ›{{{type}}}‹
 }} in type-Parameter{{#switch:0
  |0|6|14= 
 }}
}} {{#if: {{{rg}}}
 |
 | region-Parameter fehlt{{#if:
  | 6
  | 
 }}
}} {{#iferror: {{{elevation}}}
 | {{{elevation}}}{{#switch:0
  |0|6|14= 
 }}
 |
}} {{#iferror: {{{pop}}}
 | {{{pop}}}{{#switch:0
  |0|6|14= 
 }}
 |
}}
|5 = unbenannte Parameter 1:{{{1}}}{{#if:|, 2:}}{{#if:|, 3:}}{{#if:|, 4:}} {{#if:|usw.}}{{#switch:0
 |0|6|14= 
}}
|8 = Parameter name fehlt in Fließtextkoordinate{{#switch:0
 |0|6|14= 
}}
|10= überflüssige Parameter
|#default=coordinates error

}}}}