Hochgebirgs-Spei-Täubling
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| Hochgebirgs-Spei-Täubling | ||||||||||||
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| Datei:2012-05-12 Russula nana Killerm 218407.jpg
Der Hochgebirgs-Spei-Täubling (Russula nana) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Russula nana | ||||||||||||
| Killerm. |
Der Hochgebirgs-Spei-Täubling oder Zwerg-Speitäubling (Russula nana, Syn.: Russula alpina) ist ein Pilz aus der Familie der Täublingsverwandten. Es handelt sich um eine sehr kleine, rothütige Art, die man bisweilen auf alpinen Almen finden kann. Der Täubling geht eine Symbiose mit Krautweiden oder anderen kriechenden Weiden ein.
Merkmale
Makroskopische Merkmale
Der Hut ist 2–4 (5) cm breit und lebhaft rosa bis blutrot gefärbt. Die Mitte ist manchmal leicht purpurrot gefärbt und bleicht dann ocker- oder gelblich aus. Manchmal ist der Täubling in der Mitte gelblich gefärbt und am Rand rosa, wie es für einige Chamaeleontinae typisch ist. Die glatte, glänzende Huthaut lässt sich mehr oder weniger gut abziehen, das Fleisch darunter ist rötlich gefärbt.
Die angewachsenen Lamellen sind zerbrechlich, schmutzig weiß oder schnell gräulich. Das Sporenpulver ist rein weiß (Ia nach Romagnesi).
Der keulenförmige, zerbrechliche Stiel ist 2–3 cm lang und 0,8–1,2 cm breit. Er ist leicht gräulich weiß.
Das Fleisch ist schmutzig weiß oder schmutzig. Es ist fast geruchlos und schmeckt in der typischen Form (var nana) sehr scharf. Die Varietät alpina schmeckt milder und hat sogar einen leichten Geruch. Die Guajakreaktion ist ohne charakteristische Ausprägung.<ref name="bon-key">Monographic Key to European Russulas (1988). (PDF; 1,4 MB) The Russulales Website, S. 22, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juli 2010; abgerufen am 26. April 2011 (Englische Übersetzung von M. Bons Russula-Schlüssel.).</ref><ref name="spanisch">Russula nana. (PDF) Russulas. Micologia.biz Web de micología Europea, S. 88, abgerufen am 21. März 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Mikroskopische Merkmale
Die Sporen sind fast kugelig bis breit elliptisch, 8–11 µm lang und 7–9 (–11,5) µm breit. Sie sind gewöhnlich ziemlich netzig. Die Basidien sind 52–60 µm lang und 13–16,5 breit und haben je 4 Sterigmen. Die mit Sulfovanillin anfärbbaren Zystiden sind 100–130 µm lang und 10–15 (18) µm breit.
In der Huthaut kommen keulige, 0–1(2)-septierte Pileozystiden vor, die 6–11,5 µm breit sind und nur schwach mit Sulfovanillin reagieren. Die Huthauthyphen sind 2,5–3,5 µm breit und haben stumpfe Enden.<ref name="bon-key" /><ref>Russula nana. In: Russula Datenbank. CBS Fungal Biodiversity Center, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 26. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Ökologie und Verbreitung
Legende:
Der Hochgebirgs-Spei-Täubling kommt sowohl auf sauren als auch auf kalkreichen alpinen Rasen oberhalb der Baumgrenze bis in eine Höhe von 2700 m vor. Er geht mit verschiedenen kriechenden Weidenarten, wie der Kraut- oder der Netzweide, eine symbiotische Partnerschaft ein. Der Täubling ist eine rein alpine oder nordische Art, die in Norwegen, den schwedischen Gebirgen und auf Island relativ häufig ist und in Mitteleuropa nur vereinzelt in den Alpen gefunden werden kann.
In Deutschland kommt er nur in den bayrischen Alpen und kurioserweise, wenn auch extrem selten (RL1), in Sachsen-Anhalt vor.<ref name="sachsen-anhalt" /><ref name="pilzoek" /><ref name="basidiochecklist" />
Systematik
Das wissenschaftliche Artattribut (Epitheton) "nana" bedeutet Zwerg oder zwergenartig. Das lateinische Nomen ist ein Lehnwort aus dem Altgriechischen (νάννος).<ref name="Georges" />
Infragenerische Systematik
Der Hochgebirgs-Spei-Täubling ist ein Vertreter der Untersektion Emeticinae<ref>Russula Teil 5: Speitäublinge. In: Der Tintling. Heft 95, Ausgabe 4/2015, S. 29–38.</ref> (Syn.: Untersektion Russula). Die Untersektion enthält kleinere bis mittelgroße, zerbrechliche Arten mit roten oder rosa Hüten und weißem Sporenpulver. Die Täublinge schmecken sehr scharf und haben meist einen angenehmen, fruchtigen Geruch.
Unterarten und Varietäten
- Russula nana var. alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(A. & Blytt Gesicht.) Bon (1986)
- Der Hut ist mit 2–3,5 cm Breite etwas kleiner als bei der Typart. Er ist dunkelrot mit noch dunklerer Mitte. Die Huthaut ist glatt und klebrig glänzend und lässt sich maximal bis zur Hälfte abziehen. Die fast dicht stehenden, freien Lamellen weisen einen gelblichen Schimmer auf. Der Stiel ist keulenförmig. Das Fleisch schmeckt im Gegensatz zur Typart fast mild.<ref name="spanisch" />
Bedeutung
Wie alle Vertreter der Emeticinae ist auch der Hochgebirgs-Spei-Täubling nicht essbar.
Weblinks
- Synonyme von Russula nana. Index Fungorum, abgerufen am 26. April 2011.
- Foto von Russula nana. In: muse.it. Russulales News, abgerufen am 7. April 2026.
- Russula nana. In: Funghi in Italia / funghiitaliani.it. Abgerufen am 1. Juni 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Fotos vom Hochgebirgs-Spei-Täubling).
Einzelnachweise
<references> <ref name="basidiochecklist"> Russula nana. In: Basidiomycota Checklist-Online / basidiochecklist.info. Abgerufen am 2. August 2011. </ref> <ref name="Borgen"> Torbjørn Borgen, Steen A. Elborne, Henning Knudsen: Arctic and Alpine Mycology. Hrsg.: David Boertmann, Henning Knudsen. Band 6. Museum Tusculanum Press, 2006, ISBN 978-87-635-1277-0, A checklist of the Greenland basidiomycetes, S. 37–59. </ref> <ref name="GBIF"> Weltweite Verbreitung von Russula nana. In: www.gbif.org. Abgerufen am 23. März 2025. </ref> <ref name="Georges"> Karl Ernst Georges: nanus. Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Band 1. Hannover 1913, Sp. 3108 (zeno.org). </ref> <ref name="Greece"> Z. Athanassiou & I. Theochari: Compléments à l'inventaire des Basidiomycètes de Grèce. In: Mycotaxon. Band 79, 2001, S. 401–415 (cybertruffle.org.uk). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />cybertruffle.org.uk ( vom 24. September 2015 im Internet Archive) </ref> <ref name="nahuby"> Nahuby.sk – Atlas húb – Russula nana. In: nahuby.sk. Abgerufen am 27. September 2012. </ref> <ref name="pilzoek"> Russula nana in der PilzOek-Datenbank. In: pilzoek.de. Abgerufen am 21. August 2011. </ref> <ref name="sachsen-anhalt"> Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rote Liste der Großpilze des Landes Sachsen-Anhalt.] (PDF; 211 kB) In: sachsen-anhalt.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. August 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref> </references>