Huthi-Konflikt
| Huthi-Konflikt | |||||||||||||||||
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| Datum | 18. Juni 2004 bis 16. September 2014 | ||||||||||||||||
| Ort | ehemaliges Nord-Jemen, Jemen | ||||||||||||||||
| Casus Belli | Konflikt zwischen zaiditisch-schiitischen Klerikern und der jemenitischen Regierung | ||||||||||||||||
| Ausgang | Sieg der Huthi: Besetzung der Hauptstadt und Vertreibung der Regierung von dort. Folge: Militärintervention im Jemen seit 2015 | ||||||||||||||||
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Der Huthi-Konflikt war ein Bürgerkrieg im Jemen. Er begann im Juni 2004 mit dem Aufstand der Huthi gegen die jemenitische Regierung. Die Huthi sind eine terroristische Organisation der Zaiditen, einer schiitischen Glaubensrichtung, geführt von deren religiösem und politischem Führer Hussein Badreddin al-Huthi. Der Konflikt endete 2014 vorläufig mit der Eroberung der Hauptstadt Sanaa durch die Huthi. Auf diese folgte allerdings die Militärintervention im Jemen seit 2015, durch die der Konflikt bis heute als Krieg weitergeführt wird.
Geschichte
Die jemenitische Regierung versuchte im Sommer 2004, Hussein Badreddin al-Huthi, einen zaiditisch-schiitischen religiösen Chef der Schabab al-Mu'minen (Jugend der Gläubigen), ehemaligen Parlamentarier und Milizführer, zu verhaften. Dem folgten Kämpfe gegen die bewaffnete Huthi-Gruppe. Hussein al-Huthi wurde im September 2004 nach einer dreimonatigen Rebellion getötet. Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih gewährte am 25. September 2005 den inhaftierten Anhängern (über 600 Personen) des schiitischen Predigers Amnestie; allerdings kam es später zu neuen Festnahmen und Verurteilungen, auch Todesstrafen. Die jemenitische Regierung gab 2008 bekannt, die Huthi seien darauf aus, sie zu stürzen und schiitisches (religiöses) Recht einzuführen. Die Rebellen entgegneten, sie „verteidigten ihre Gemeinschaft gegen Diskriminierung und Regierungsaggression“.<ref>Deadly blast strikes Yemen mosque. In: BBC News. 2. Mai 2008, abgerufen am 23. Mai 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Huthi gelten in der internationalen Öffentlichkeit als von Iran finanzierte Terrororganisation.<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: Jemen. 26. September 2024, abgerufen am 11. Februar 2025.</ref><ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Im August 2009 startete das jemenitische Heer die Offensive Operation Verbrannte Erde gegen schiitische Rebellen in der Provinz Saʿda. Hunderttausende Menschen flüchteten vor den Kämpfen. Der Konflikt nahm internationale Dimensionen an, als es am 4. November entlang der Grenze zu Zusammenstößen zwischen nördlichen Rebellen und saudischen Sicherheitskräften kam. Die Saudis starteten daraufhin eine Anti-Huthi-Offensive. Huthi-Führungspersönlichkeiten behaupten, die Beteiligung der USA am Krieg habe am 14. Dezember begonnen, als die US-Luftwaffe insgesamt 28 Angriffe geflogen habe.<ref name="ReferenceA">US fighter jets attack Yemeni fighters. Press TV, 21. November 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. März 2012; abgerufen am 29. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach einem Waffenstillstand im Februar 2010 flammten die Auseinandersetzungen wieder auf. Viele der Gefechte fanden im Gouvernement Saʿda im nordwestlichen Jemen statt; andere in den benachbarten Gouvernements Haddscha, ʿAmrān und al-Dschauf und der saudischen Provinz Dschāzān.
Im Februar 2015 übernahmen die Huthi-Milizen offiziell die Macht über den Jemen und lösten das Parlament auf.<ref>Huthi-Miliz verkündet Machtübernahme im Jemen. In: Zeit Online. 7. Februar 2015, abgerufen am 27. März 2015.</ref> Im März 2015 startete Saudi-Arabien in Abstimmung mit Ägypten die erste Offensive gegen sie.<ref>Rainer Hermann: Saudi-Arabien könnte zu spät kommen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. März 2015.</ref>
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 14. April 2015 mit 14 Ja-Stimmen und der Enthaltung Russlands die von Jordanien eingebrachte Resolution 2216 angenommen. Damit wird ein Waffenembargo gegen die Huthi-Rebellen im Jemen verhängt sowie Kontensperrungen und Reisebeschränkungen gegen Abdul-Malik al-Huthi und Ali Abdullah Salih ausgesprochen. Zudem fordert der Sicherheitsrat den Rückzug aus den besetzten Gebieten.<ref>Security Council Demands End to Yemen Violence, Adopting Resolution 2216 (2015), with Russian Federation Abstaining. In: Vereinte Nationen. 14. April 2015, abgerufen am 14. April 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Hintergrund
1962 beendete eine vom damaligen ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser unterstützte Revolution im Königreich Jemen die über tausendjährige Herrschaft der schiitisch-zaiditischen Imame, die ihre Abstammung auf den Propheten des Islam, Mohammed, zurückführten. Das im Norden des Landes gelegene Saʿda war deren Hochburg. Seit dem Sturz wurde die Region wirtschaftlich weitgehend ignoriert und blieb unterentwickelt.<ref>Marianus Hundhammer: Jemenitischer Bürgerkrieg. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 2009, Heft 7, S. 15–18, hier S. 16.</ref> Die jemenitische Zentralregierung hatte wenig Einfluss in Saʿda.<ref name="Al Jazeera1">Profile: Yemen’s Houthi fighters. In: Al Jazeera. 12. Juli 2009, abgerufen am 22. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während des Bürgerkriegs 1994 halfen die in Saudi-Arabien herrschenden Wahhabiten der Regierung bei ihrem Kampf gegen den sezessionistischen Süden.
2009 standen sich in dem Konflikt die überwiegend sunnitische Regierung des Jemen und schiitische Kämpfer gegenüber.<ref name="Al Jazeera1" /> Letztere wurden oder werden angeblich von der Islamischen Republik Iran unterstützt, was viele Regierungen arabischer Länder beunruhigt. Huthi-Kämpfer beschuldigten Jemeniten und Saudis, sich mit al-Qaida zu verbünden.<ref>Yemeni gov, deal with al-Qaeda to crush Shia fighters. Shabestan News Agency, 28. Oktober 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. November 2014; abgerufen am 29. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In einem Interview (2009) sagte Yahya al-Huthi, jemenitischer Flüchtling und Bruder des Huthi-Aufstandsführers Abdul-Malik al-Huthi,<ref>Abdul-Aziz Oudah: Parliament discusses Sa’ada War. In: Yemen Today. 24. November 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Nasser Arrabyee: Yahya Al Houthi put on trial in absentia. In: Gulf News. 26. Oktober 2009, abgerufen am 21. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die jemenitische Regierung rekrutiere al-Qaida-Terroristen, um die Huthi zu bekämpfen.<ref>Saudi, al-Qaeda support Yemen crackdown on Shias. Press TV, 29. August 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Örtliche Quellen haben auch berichtet, dass dschihadistische Veteranen, die in Irak und Afghanistan gekämpft hatten, sich dem jemenitischen Militär gemeldet hätten, um Huthis zu bekämpfen.<ref name="weaselzippers.net">Al-Qaeda Fighting for Yemeni Government Against Houthi Shia Rebels… 29. Dezember 2009, abgerufen am 1. Februar 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Neben den politischen Strukturen spielen im Jemen traditionelle Stammesstrukturen eine große Rolle; darüber hinaus wird das aggressive und terroristische Auftreten des „islamischen Staates“ im Land als eine neue Stufe der Eskalation bewertet.<ref>Günter Meyer: Mehr als ein Stellvertreterkrieg In: Deutschlandfunk, 29. März 2015 (Interview mit Wolfgang Koczian).</ref><ref>Ariela Groß: „Originär lokaler Konflikt“ In Deutschlandfunk, 28. März 2015 (Interview mit Jürgen Liminski).</ref>
Ausländische Beteiligung
Iran und Libanon
Sowohl die saudische wie die jemenitische Regierung werfen Iran vor, heimlich Waffen über das Rote Meer zu transportieren. Im Oktober 2009 fing die jemenitische Marine nach eigenen Angaben ein iranisches Schiff ab, das Waffen geladen hatte. Jemens staatlich kontrollierte Presse behauptete, Huthi-Rebellen würden jenseits des Roten Meeres geschult – in einem von Iran unterhaltenen Lager in Eritrea. Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh behauptete, Mitglieder der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz aus dem Libanon würden sie unterrichten. Die jemenitischen Behörden behaupteten, dass der langjährige Führer der Huthi-Rebellen, Hussein al-Huthi (getötet 2004), Qom zu besuchen pflegte, eine der heiligsten Städte des schiitischen Irans. Keiner dieser Vorwürfe wurde bis 2009 von unabhängigen Beobachtern bestätigt und die iranische Regierung bestreitet jede Beteiligung.<ref name="economist_2009-11-19">Pity those caught in the middle. In: The Economist, 19. November 2009 (englisch).</ref>
Im Jahr 2012 bestätigten dagegen Beamte der USA und Indiens, dass nicht nur Telefonate zwischen Schmugglern und der iranischen al-Quds-Einheit bezüglich der Versorgung mit Kalaschnikows und RPGs abgehört worden seien, sondern auch Lieferungen abgefangen wurden. Auch der Schmuggel von Sprengstoff soll versucht worden sein.<ref>Eric Schmitt, Robert Forsyth Worth: With Arms for Yemen Rebels, Iran Seeks Wider Mideast Role. In: The New York Times. 15. März 2012, abgerufen am 21. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Bruce Riedel: Houthi victories in Yemen make Saudi Arabia nervous. In: Al Monitor. 15. Oktober 2014, abgerufen am 21. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2015 bezieht sich dagegen Spiegel Online in einem Artikel auf nicht näher genannte Experten, die „bezweifeln […], dass Iran tatsächlich nennenswert Einfluss auf die Rebellen hat“,<ref name="spon_2015-04-06">„Aden ist eine Geisterstadt“ In: Spiegel Online. 6. April 2015.</ref><ref name="zeit_2015-04-06">„Aden ist eine Geisterstadt“. In: Zeit Online. 6. April 2015, abgerufen am 21. September 2019.</ref> wobei Einfluss und Unterstützung nicht gleichzusetzen sind.
Im Februar 2016 wurde von der australischen Fregatte Darwin eine iranische Dau aufgebracht, die Tausende Kalaschnikows und Dutzende RPG-7 aus Iran zu den Huthi schmuggeln sollte.<ref>Christopher John Chivers, Eric Schmitt: Arms Seized Off Coast of Yemen Appear to Have Been Made in Iran In: The New York Times, 10. Januar 2017, abgerufen am 19. November 2018 (englisch).</ref> Bereits im Januar 2013 war eine aus Iran kommende Dau mit chinesischen MANPADS, RPG-7, Munition für Kalaschnikows und Plastiksprengstoff abgefangen worden.<ref>Robert Forsyth Worth, Christopher John Chivers: Seized Chinese Weapons Raise Concerns on Iran In: The New York Times, 2. März 2013, abgerufen am 19. November 2018 (englisch).</ref>
Saudi-Arabien
Die Huthi-Rebellen rückten nach Jahren des politischen Chaos und der Gewalt im Jemen im Sommer 2014 auf die Hauptstadt Sanaa vor, erreichten sie im September 2014,<ref name="spon_2015-04-06" /><ref name="zeit_2015-04-06" /> nahmen sie mit Unterstützung von gegen die Zentralregierung gerichteten Stämmen und ungehindert vom Salih-treuen Militär ein und setzten mit der faktischen Einnahme der Stadt zugleich auch die Zentralregierung de facto ab.<ref name="inforadio-de_2015-04-12_JVC"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Jemen versinkt im Chaos ( vom 13. April 2015 auf WebCite), inforadio.de, 12. April 2015, von Mareike Transfeld.</ref><ref name="tagesschau_2015-03-29">Wer sind die Huthis? In: tagesschau.de. 29. März 2015, abgerufen am 21. September 2019.</ref><ref>Sandra Stalinski: "Die Gefahr von Anschlägen wächst". In: tagesschau.de. 26. März 2015, abgerufen am 21. September 2019 (Interview mit Guido Steinberg).</ref> Anfang 2015 drohte der Golf-Kooperationsrat den Huthi-Milizen mit Maßnahmen zum Schutz der arabischen Halbinsel.<ref name="tagesschau-de_2015-03-27_ACJ">Peter Steffe: Die Akteure im Chaos des Jemen. In: tagesschau.de. 15. März 2015, abgerufen am 21. September 2019.</ref> Der im Januar 2015 als jemenitischer Präsident zurückgetretene Abed Rabbo Mansur Hadi floh Anfang Februar 2015 zunächst nach Aden,<ref name="tagesschau_2015-03-29" /><ref>Russland fordert Unterbrechung der Luftangriffe im Jemen. In: Deutsche Welle. 4. April 2015, abgerufen am 21. September 2019.</ref><ref name="Telepolis_2015-04-09_WKG">Georg Meggle: Warum Krieg gegen den Jemen jetzt? In: Telepolis. 9. April 2015, abgerufen am 21. September 2019.</ref><ref name="swp_2015-03-31">Mareike Transfeld, in: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Saudi-Arabiens Luftangriffe destabilisieren Jemen weiter ( vom 15. April 2015 auf WebCite), Stiftung Wissenschaft und Politik, Kurz gesagt, 31. März 2015, archiviert vom Original, abgerufen am 21. September 2019. Auch erschienen als: Gastbeitrag: Wie Saudi-Arabien den Jemen destabilisiert (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite 1 ( vom 13. April 2015 auf WebCite), <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite 2 ( vom 13. April 2015 auf WebCite), <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite 3 ( vom 13. April 2015 auf WebCite)), Handelsblatt, 5. April 2015, archiviert vom Original (Seite 1, Seite 2, Seite 3) am 13. April 2015, abgerufen am 21. September 2019.</ref> widerrief aber am Tage des regulären Ablaufs seiner Amtszeit seinen Rücktritt und erklärte Aden zur Landeshauptstadt.<ref>Teresa Eder: Jemen-Expertin: "Al-Kaida wird am ehesten vom Konflikt profitieren". In: Der Standard. 13. April 2015, abgerufen am 21. September 2019 (Interview mit Marie-Christine Heinze).</ref><ref name="Telepolis_2015-04-09_WKG" /> Während Hadi versuchte, die Legitimität der internationalen Gemeinschaft für sich zu bewahren und die Gelder, die die internationale Gemeinschaft in den politischen Transitionsprozess investierte, nach Aden zu holen, versuchten die Huthis, die Macht in Sanaa zu konsolidieren und einen Staat aufzubauen, wofür sie Aden erobern wollten, um Hadi politisch auszuschalten und Legitimität nach außen zu erlangen.<ref name="deutschlandfunk_2015-03-26">Dirk Müller: „Schon jetzt ein gescheiterter Staat“ In: Deutschlandfunk, 26. März 2015 (Interview mit Mareike Transfeld).</ref>
Nachdem die Huthi-Milizen 9 von 21 Provinzen des Landes erobert hatten, spitzte sich die Lage im März 2015 weiter zu.<ref name="tagesschau-de_2015-03-27_ACJ" /> Saudi-Arabien versuchte, die Rebellen von ihren Zielen abzuhalten.<ref name="deutschlandfunk_2015-03-26" /> Nachdem auch Aden als von Hadi ausgerufene Interimshauptstadt an die Rebellen zu fallen drohte, griff eine unter saudischer Führung stehende Militärallianz militärisch ein und begann am 26. März 2015 eine Militärintervention mit Luftangriffen im Jemen.<ref name="tagesschau-de_2015-03-27_ACJ" /><ref name="nwzonline_2015-05-06">Keine Hilfe möglich. In: Nordwest-Zeitung. 6. Mai 2015, abgerufen am 21. September 2019.</ref> Gleichzeitig floh Hadi Ende März 2015 vor den gegen Aden vorrückenden Huthis nach Riad in Saudi-Arabien,<ref name="tagesschau_2015-03-29" /><ref name="Telepolis_2015-04-09_WKG" /><ref name="swp_2015-03-31" /> von wo aus er die Unterstützung gegen die Huthis mobilisierte<ref name="swp_2015-03-31" /> und versuchte im Exil weiterzuregieren.<ref>Pakistan beteiligt sich nicht an Luftangriffen. In: Handelsblatt. 10. April 2015, abgerufen am 21. September 2019.</ref> Um die militärischen Kräfte zu bündeln, bildete sich im Dezember 2015 die Islamische Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens.
Jordanien, Marokko, Pakistan
- Berichte von jordanischen Verwicklungen wurden erstmals von der iranstämmigen arabischen Zeitung Sada-Najdhejaz am 21. November 2009 veröffentlicht. Die Zeitung behauptete, Jordanische Kommandos aus der saudischen „Tabuk Military Base“ seien Huthis in den Nordjemen gefolgt und hätten sie dort bekämpft. Jordanien würde darüber hinaus Hilfseinheiten bereitstellen, um das saudische und jemenitische Militär zu unterstützen.<ref name="Morocco">Pedro Canales: Marruecos y Jordania envían tropas de élite para ayudar a los saudíes en Yemen. In: El Imparcial. 3. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es wird geschätzt, dass Jordanien 2000 Soldaten im Jemen stationiert hat.<ref name="Morocco" />
- Das marokkanische Engagement wurde im Dezember 2009 bekannt. Es wurde geschätzt, dass hunderte von marokkanischen Elitetruppen, überwiegend Fallschirmjäger und Kommandoeinheiten, welche für Aufstandsbekämpfungsoperationen trainiert wurden, in den Jemen geschickt wurden, um die jemenitisch-saudische Offensive gegen die Huthi zu unterstützen.<ref name="Morocco" />
- Informierte Politiker, ebenso wie die pakistanische Tageszeitung Jang, berichteten davon, dass Pakistan eine Einheit von 300 Spezialkräften in den Jemen stationiert hat, um dem Kampf gegen die Huthis zu unterstützen.<ref name="Pakistan">Press TV <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pakistan joins war against Houthis in Yemen: Report ( vom 30. Januar 2010 im Internet Archive), 27. Januar 2009.</ref>
USA und Deutschland
Bereits im Dezember 2009 hatten die Vereinigten Staaten der jemenitischen Regierung Waffen und logistische Unterstützung zur Verfügung gestellt. Diese dienten der Bekämpfung mutmaßlicher Verstecke der radikal-zaiditischen Huthi-Rebellen.<ref>Thom Shanker, Mark Landler: U.S. Aids Yemeni Raids on Al Qaeda, Officials Say. In: The New York Times. Abgerufen am 18. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Badreddin Huthi behauptete in einer Erklärung, dass in der USA-Offensive moderne Kampfjets und Bomber gegen jemenitische Kämpfer eingesetzt wurden.<ref name="ReferenceA" />
Die Bundesregierung verteidigte im November 2013 ihre milliardenschweren Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Das Land habe in der Region eine stabilisierende Funktion.<ref>Vanessa Steinmetz: Bundesregierung verteidigt Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. In: Spiegel Online, 20. November 2013.</ref>
Humanitäre Auswirkungen
Im April 2008 schätzte das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge, dass der Konflikt 77.000 interne Vertriebene (IDP) in der Nordregion Saada geschaffen habe.<ref>Rebel leader calls for international aid. In: The New Humanitarian. 6. Mai 2008, abgerufen am 23. Mai 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Saudi king visits area of Yemen border conflict. al-Arabiya, 2. Dezember 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Dezember 2009; abgerufen am 29. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>10,000 houses for Jazan displaced. In: Arab News. 3. Dezember 2009, abgerufen am 29. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Saudi king orders construction of 10,000 houses for displaced people in south. Kuwait News Agency, 2. Dezember 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. September 2011; abgerufen am 29. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einsatz von Kindersoldaten
Businesseurope und Islamic Relief-Worldwide berichteten vom Missbrauch von Kindern durch die Huthi-Rebellen als Kindersoldaten.<ref>Issue of child soldiers raised in Yemen</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Yemen child soldier tells of his hatred for al-Houthi rebels ( vom 14. August 2011 im Internet Archive)</ref> Im November 2009 gingen über 400 Kinder zum UNDP-Büro in Sana'a, um gegen Huthi-Missbrauch der Rechte des Kindes zu protestieren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
Weblinks
- Armed Conflict in Northern Yemen, HRW (englisch)
- Zeitleiste: Jemen, BBC (englisch)
- YEMEN: The conflict in Saada Governorate – analysis, IRIN, 24. Juli 2008 (englisch)
- „Yemen A Microcosmos of the Middle East“, The Omer Gendler Watch, 25. August 2009 (englisch, Blog)
- Profile: Yemen’s Houthi fighters, al-Dschasira (englisch)
Einzelnachweise
<references responsive />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Veraltet seit 2009
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Bürgerkrieg
- Krieg im Jemen
- Bewaffneter Konflikt
- Konflikt (21. Jahrhundert)
- Stellvertreterkrieg
- Ereignis 2010
- Schiiten im Jemen
- Politik (Jemen)
- Politik (Saudi-Arabien)
- Politik 2010
- 2000er
- Huthi