Dornige Bibernelle
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| Dornige Bibernelle | ||||||||||||
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| Datei:Sarcopoterium spinosum fruit RJP 02.jpg
Dornige Bibernelle (Sarcopoterium spinosum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Sarcopoterium | ||||||||||||
| Spach | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Sarcopoterium spinosum | ||||||||||||
| (L.) Spach |
Die Dornige Bibernelle (Sarcopoterium spinosum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Spach, Synonym: Poterium spinosum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.) ist die einzige Art aus der Pflanzengattung Sarcopoterium innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).<ref name="POWO" /> Sie ist ein bestandsbildender Zwergstrauch der ostmediterranen Phrygana-Vegetation.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Dornige Bibernelle wächst als reich verzweigter, kugeliger Zwergstrauch mit einer Wuchshöhe von 30 bis 75 Zentimetern. Die Zweige sind wollig behaart. Die Seitenzweige sind rechtwinkelig verzweigt und bilden blattlose Dornen. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit 9 bis 15 länglich-eiförmigen, unterseits dicht behaarten Fiederblättchen.<ref name="Schönfelder2008" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Februar bis Mai.<ref name="Schönfelder2008" /> Die Dornige Bibernelle ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blüten stehen in bei einer Länge von bis zu 3 Zentimetern kugeligen bis länglichen, ährigen oder köpfchenförmigen Blütenständen zusammen.<ref name="Schönfelder2008" /> Die unteren Blüten sind männlich und die oberen weiblich. Die Blütenhülle besteht aus nur vier grünlichen, häufig weiß gerandeten Kelchblättern von etwa 4 Millimetern Länge; Kronblätter sind keine vorhanden. Die männlichen Blüten enthalten 10 bis 30 Staubblätter. Die weiblichen Blüten enthalten zwei Fruchtblätter, die von einem röhren- bis eng becherförmigen Blütenbecher beerenartig eingeschlossen werden. Der Blütenbecher wird zur Zeit der Fruchtreife rot und fleischig.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="IPCN" />
Verbreitung
Die Dornige Bibernelle wächst im Mittelmeerraum. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Italien, Jugoslawien, Albanien, Kroatien, Griechenland, inklusive Kretas und der ostägäischen Inseln, Türkei, Zypern, Libanon, Jordanien und Israel, sowie in Libyen, Tunesien.
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Poterium spinosum durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus 2, Seite 994.<ref name="Linné1753" /> Die Neukombination zu Sarcopoterium spinosum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Spach wurde 1846 durch Édouard Spach in Ann. Sci. Nat. Bot., Séries 3 5, Seite 43, in der von ihm neu aufgestellte Gattung Sarcopoterium, veröffentlicht. Weitere Synonyme für Sarcopoterium spinosum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Spach sind: Poterium spinosum <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Sanguisorba spinosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Bertol., Pimpinella spinosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Gaertn.<ref name="Euro+Med" /><ref name="POWO" />
Kulturelle Bedeutung und Nutzung
Nach Prediger 7:6 diente dieser Strauch als Brennstoff. Er vergleicht das vergängliche Lachen der Toren mit dem Prasseln brennender Dornen unter dem Kochtopf.
Die Dornige Bibernelle wird traditionell als Heckenpflanze, zum Bau von Zäunen sowie als Zunder verwendet. In der traditionellen arabischen Heilkunde soll sie die Symptome von Diabetes mellitus und verschiedene Schmerzen lindern. In Laborversuchen zeigten Extrakte aus der Dornigen Bibernelle einen Insulin-ähnlichen Effekt auf Zellkulturen.<ref name="Rosenzweig" />
Quellen
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN"> Sarcopoterium spinosum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Rosenzweig">Tovit Rosenzweig, Guila Abitbol, Dvir Taler: Evaluating the anti-diabetic effects of Sarcopoterium spinosum extracts in vitro. In: Israel Journal of Plant Sciences. Band 55, Nr. 1, 2007, S. 103–109, doi:10.1560/IJPS.55.1.103.</ref> <ref name="Euro+Med"> A. Kurtto (2009): Rosaceae (pro parte majore). Datenblatt Sarcopoterium spinosum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Linné1753"> Carl von Linné: Species Plantarum, 2, 1753, S. 994 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Schönfelder2008"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 312. </ref> <ref name="POWO">Sarcopoterium spinosum bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> </references>
Weblinks
- Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeerflora. Datenblatt mit Fotos.
- Herbareintrag der University of Reading.
- Sarcopoterium spinosum (L.) Spach - Datenblatt mit Fotos bei der Flora of Israel online.