Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Schmale Urameise – Wikipedia Zum Inhalt springen

Schmale Urameise

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Schlanke Urameise)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Schmale Urameise
Datei:Ponera coarctata casent0172740 profile 1.jpg

Profilansicht einer Ponera coarctata

Systematik
Teilordnung: Stechimmen (Aculeata)
Überfamilie: Vespoidea
Familie: Ameisen (Formicidae)
Unterfamilie: Urameisen (Ponerinae)
Gattung: Ponera
Art: Schmale Urameise
Wissenschaftlicher Name
Ponera coarctata
(Latreille, 1802)
Datei:Ponera.coarctata.pennsylvanica.virgin.female.-.wheeler.svg
Schematische Darstellung eines Ponera coarctata Weibchens
(Wheeler, 1900)
Datei:Ponera.coarctata.pennsylvanica.-.wheeler.svg
Schematische Darstellung eines Ponera coarctata Männchens
(Wheeler, 1900)

Die Schmale Urameise (Ponera coarctata) ist eine Ameise aus der Unterfamilie der Urameisen (Ponerinae). Sie ist leicht mit der ganz ähnlichen Braunen Urameise (Ponera testacea) zu verwechseln. Diese beiden Schwesterarten sind die einzigen Vertreter der Urameisen, die ursprünglich in Mitteleuropa vorkommen.

Merkmale

Diese Ameisen sind außergewöhnlich schmal gebaut, wodurch sie recht langgestreckt und zylindrisch wirken. Sie weisen die für Urameisen typische Einschnürung der Gaster auf. Ihr Körper ist dunkelbraun bis schwärzlich gefärbt. Das Stielchenglied (Petiolus) ist schuppenförmig und steil aufragend.<ref name="bellmann1995">Heiko Bellmann: Bienen, Wespen, Ameisen. Hautflügler Mitteleuropas. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1995, ISBN 3-440-09690-4</ref> Der Kopf ist stark abgeflacht und die Facettenaugen sind sehr klein. Die Arbeiterinnen sind 3 bis 3,5 Millimeter lang, die Königinnen erreichen über 3,5 Millimeter und die Männchen etwas mehr als drei Millimeter.<ref name="Csösz 2003">Csősz, S. and Seifert, B.: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 193 kB) Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref> Sie verfügen über einen sehr wirksamen Giftstachel, der andere sehr viel größere Ameisen innerhalb von Sekunden töten kann. Die Geschlechtstiere schwärmen zwischen Ende August und Ende September.<ref name="seifert2007">Bernhard Seifert: Die Ameisen Mittel- und Nordeuropas. lutra Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Görlitz/Tauer 2007, ISBN 978-3-936412-03-1</ref>

Verbreitung

Die Schmale Urameise lebt vorwiegend an warmen Orten. Sie nutzt feuchte bis trockene Mineralböden auf offenen Flächen sowie in Gehölzen. Sie ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und teilweise recht häufig, allerdings wegen ihrer versteckten Lebensweise schwer zu entdecken. So sind die Tiere selten auf der Erdoberfläche zu beobachten, und auch die Nester sind sehr unauffällig. Sogar in urbanen Gebieten existieren Kolonien, zum Beispiel an Bahnstrecken oder in Blumenkästen sowie im Bodensubstrat von Straßenbäumen.<ref name="seifert2007" />

Lebensweise

Die Koloniegründung findet unabhängig mit anfänglicher Monogynie statt. Später kommen unter Umständen weitere Königinnen hinzu (fakultative Polygynie). Die Staaten bestehen meist nur aus bis zu 60 Arbeiterinnen. Kolonien mit mehr als 135 Arbeiterinnen und drei reproduktiv tätigen Königinnen sind nicht bekannt. Die Arbeiterinnen jagen meist unterirdisch oder in der Streuschicht.<ref name="seifert2007"/>

Nestbau

Die unterirdischen Nester sind von der Oberfläche aus kaum zu entdecken. Schmale Gänge führen tief in den Boden zu einer oder mehreren kleinen Kammern. Auch werden vorbereitete Hohlräume genutzt, wie zum Beispiel Gänge von Regenwürmern oder anderen Tieren.<ref name="seifert2007"/> P. coarctata siedelt oft in der Nähe fremder Ameisenkolonien, mit denen sie problemlos koexistieren kann. Manche Forscher gehen daher allerdings von einer kleptoparasitären Lebensweise aus.<ref name="bellmann1995"/>

Ernährung

Diese Ameisenart ernährt sich wie die meisten Urameisen ausschließlich zoophag. Als Beute dienen alle möglichen unter der Erdoberfläche lebende Gliederfüßer und deren Entwicklungsstadien.<ref name="seifert2007"/>

Systematik

Synonyme

Aus der Literatur sind folgende Synonyme für Ponera coarctata bekannt:<ref name="www.formicidae.be">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. www.formicidae.be; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

  • Ponera coarctata var. atlantis Santschi
  • Ponera coarctata var. crassisquama Emery
  • Ponera coarctata var. lucida Emery
  • Ponera coarctata var. testacea Emery

Quellen

Einzelnachweise

<references/>

Literatur

Weblinks

Commons: Ponera coarctata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung