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Liste der Schwimmbäder in Frankfurt am Main

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Auf dem Gebiet der Stadt Frankfurt am Main befinden sich öffentliche und nicht-öffentliche Schwimmbäder, die nachfolgend genannt werden.

Öffentliche Bäder

Datei:Main Bad Bornheim-2025-01, Süd-Ost, Eingang.jpg
Main Bad Bornheim (2025)

Hallenbäder

Freibäder

Datei:Brentanobad-08-2009.jpg
Das Brentanobad in Frankfurt am Main gilt als das größte Beckenbad Deutschlands (Bild aus 2009 mit alter Wasserrutsche)

Im Bau befindliches Bad

Nicht öffentliche Bäder

Datei:Gartenhallenbad Fechenheim Ost+Nordseite 03012010.JPG
Vereinsbad Gartenbad Fechenheim in Frankfurt-Fechenheim (2010)

Ehemalige Schwimmbäder

Geschichte

Datei:Frankfurt am Main-Karte-Foltz Eberle-1852-Ausschnitt-Verlauf-Main.jpg
Der Mainverlauf um 1850 in Frankfurt mit den eingezeichneten Badeschiffen, Schwimmschulen und Badeanstalten
  • Flussbäder
Datei:Hausener Bad 1904.jpg
Das Hausener Bad an der Nidda 1904 in Hausen

1774 wurde in Frankfurt am Main die erste deutsche Badeanstalt als Flussbad am Main eröffnet.<ref name="BadenInBadEms">Fußnote in Baden, Reisen und ein Kurort in historischer Perspektive [1] In: Zur Kur in Bad Ems S. 13; von Hermann Sommer, Hanau 1999</ref>

1800 eröffnete der Frankfurter Arzt Johann Gottfried Kohl ein Badeschiff.<ref name="Journal 1800-1">Das neue Badschiff zu Frankfurt am Mayn (Artikel) (Kupfertafeln 19, 20, 21 zum Artikel und Erklärungen zu den Tafeln) In: Journal des Luxus und der Moden July 1800 S. 377–379, S. 379–380, Tafeln 19, 20, 21</ref>

Entlang der Nidda gab es ebenfalls einige Flussbäder, die später teilweise in Beckenbäder umgebaut wurden. So das Freibad Eschersheim, Freibad Hausen, das Brentanobad und das Tillybad.

  • Freibad Hausen

Das 1904 als Flussbad eröffnete Hausener Freibad wurde 1961 zum Beckenbad umgebaut (die Umbaukosten betrugen zusammen mit dem Umbau des Höchster Freibades ca. 4,5 Millionen DM<ref name="SportBadeAmt 1945-65">Jahresberichte der Stadt Frankfurt 1945-1972: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sport- und Badeamt (Memento vom 6. September 2013 im Internet Archive).</ref>). 1961 wurde das Freibad nach einem nachträglichen Einbau einer Wassererwärmungsanlage wiedereröffnet. Die Umbaukosten betrugen 100.000 DM. Im Herbst 2009 wurde das Bad für eine Komplettsanierung geschlossen. Die Kosten für den Neubau beliefen sich auf 6,8 Millionen Euro. Die Wiedereröffnung erfolgte am 21. April 2011.<ref name="FR-23-04-11">Frankfurter Rundschau: Anschwimmen im neuen L, 23. April 2011</ref>

  • Freibad Eschersheim

Das Freibad Eschersheim wurde als Flussbad nach dem Ersten Weltkrieg eröffnet. Nach dem Umbau in ein Beckenbad wurde das Bad im Mai 1971 wiedereröffnet. Die Baukosten betrugen mehr als 3 Millionen DM<ref name="SportBadeAmt 1945-65" />. Im Herbst 2008 wurde das Bad für eine Grundsanierung geschlossen und wurde am 12. Mai 2010 wiedereröffnet. Die Kosten beliefen sich auf ca. 6,5 Millionen Euro.<ref name="FR-12-05-2010">FR-online: Eschersheimer Freibad wieder offen, 12. Mai 2010</ref>

Datei:Frauenhalle, Städtisches Schwimmbad zu Frankfurt a. M. (S-W).jpg
Frauenhalle im Städtisches Schwimmbad um 1900
  • Städtisches Schwimmbad (vorheriges Stadtbad Mitte)

Dieses Bad wurde von 1894 bis 1896 am südlichen Teil der Klingerstraße (dieser Straßenabschnitt hieß mit dem Bau des Bades „Am Schwimmbad“.<ref name="Meyers01">Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 6. Leipzig 1906, S. 834–839. Frankfurt am Main</ref>) am Dominikanerplatz (heute: Börneplatz) errichtet. Das Bad wurde im Zweiten Weltkrieg zu 80 % zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte bereits 1945 der Reinigungs- und Heilbadbereich wiedereröffnet werden. 1949 konnte ein Schwimmbecken eröffnet werden.<ref name="SportBadeAmt 1945-65" /> 1957 wurde das alte Stadtbad Mitte geschlossen.<ref>Abschied vom Stadtbad Mitte – Am 1. März wird die Halle abgebrochen; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Februar 1957, S. 12.</ref>

  • Stadtbad Mitte (heute Wave, im Gebäude eines Hotels)

1960 wurde das neue Stadtbad Mitte in der Hochstraße als Nachfolger des Städtischen Schwimmbades eröffnet. Die Ausstattung umfasste zwei Schwimmhallen mit je einem Schwimmbecken, einem zusätzlichen Lehrschwimmbecken, Reinigungs- und Medizinische Abteilungen und zwei Gymnastiksäle. Die Kosten betrugen ca. 13 Millionen DM. Es galt als eines der schönsten Schwimmbäder Deutschlands. 1966 bis 1967 wurde der medizinische Bereich instand gesetzt.<ref name="SportBadeAmt 1945-65" /> 1993 wurde das Bad durch die Stadt Frankfurt am Main geschlossen und 1995 an eine Hotelkette verkauft. Das unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude mit dem 25-Meter Schwimmerbecken blieb erhalten und wurde in den Hotelneubau integriert. Die anderen Gebäudeteile wurden zurückgebaut.<ref>„Hier wird niemandem die Badekappe vom Kopf gerissen“ – Vom Stadtbad Mitte zum „Wave“/ Nur Hotelgäste und Klubmitglieder dürfen im Hilton jederzeit schwimmen; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Juni 1999, Nr. 128, S. 61.</ref><ref>Die Welle. Frankfurter Neue Presse, 29. Januar 2019, abgerufen am 1. Februar 2025.</ref>

  • Schwimmbad im Waldstadion (heute Stadionbad)

Das Freibad wurde 1925 seinerzeit für die erste Arbeiterolympiade eröffnet. Das erste Schwimmbecken war 22 Meter breit und 100 Meter lang.<ref>Das Frankfurter Stadionbad – Blog des Historischen Museums Frankfurt. Abgerufen am 1. Februar 2025.</ref> Heute gibt es neben dem 50-Meter Schwimmbecken, ein Nichtschwimmerbecken, ein Mehrzweckbecken mit Strömungskanal, einen aus der Bauzeit stammenden Sprungturm mit eigenem Becken (1-, 3-, 5-, 7,5-, und 10-Meter Sprungbrett) sowie zwei Wasserrutschen.<ref>Freibad Stadionbad. Bäderbetriebe Frankfurt, abgerufen am 2. Februar 2025.</ref>

  • Hallenschwimmbad Frankfurt Ost (heute Gartenbad Fechenheim)

Das Gartenbad wurde 1928 von dem Architekten und Hochschullehrer Martin Elsaesser erbaut. Es galt damals als soziale Errungenschaft für die Arbeiterschaft. Da das Gartenbad im Zweiten Weltkrieg kaum beschädigt wurde, beschlagnahmten es die amerikanische Besatzungsmacht 1945 zusammen mit einigen Reinigungsbädern.<ref name="SportBadeAmt 1945-65" /> Seit 2003 betreibt die Turngemeinde Bornheim das Gartenbad Fechenheim als Vereinsbad.<ref>gnovak: Hallenbad. In: Gartenbad Fechenheim. Abgerufen am 15. Januar 2025.</ref>

  • Bezirksbad Höchst (heute Hallenbad Höchst)

1955 wurde das Bezirksbad Höchst mit einer Schwimmhalle, Wannen- und Brausebädern errichtet. Die Kosten betrugen 3,6 Millionen DM. Architekt war Otto Fischer.<ref>Das städtische Hallenschwimmbad in Frankfurt-Höchst. THEMA: Schwimmen und Turnen. In: Bauwelt. Heft, Nr. 50, 1956, S. 1181.</ref> In den Jahren 1975–1976 wurden umfangreiche Modernisierungen vorgenommen. Am 25. Dezember 1995 zerstörte ein Brand (technischer Defekt im Kassenbereich) das Bezirksbad, es entstand ein Sachschaden von etwa 20 Millionen DM. Nach dem Neuaufbau wurde das Schwimmbad im Jahre 1998 wieder geöffnet. 2006 wurde ein neues Edelstahlbecken eingebaut und der Sanitärtrakt erneuert.

  • Bezirksbad Sachsenhausen (heute Textorbad)

Im Jahre 1964 wurde das Bezirksbad Sachsenhausen eröffnet. Die Kosten betrugen 6,5 Millionen DM. Das inzwischen Textorbad genannte Hallenbad wurde am 30. April 2004 geschlossen. An seiner Stelle entstand ein öffentlich zugänglicher Neubau, als Teil einer Seniorenwohnanlage, mit einem 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen und einer durchgängigen Wassertiefe vom 1,35 Metern. Die Kosten beliefen sich auf 4 Millionen Euro, wovon 600.000 Euro aus öffentlichen Mitteln stammen. Die Neueröffnung fand am 20. November 2009 statt.<ref>Frankfurter Neue Presse: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bahn frei für die Wassersportler (Memento vom 29. Dezember 2009 im Internet Archive) (PDF; 3,7 MB), 21. November 2009</ref>

  • Bezirksbad Nordweststadt (heute Titus-Thermen)

Mit der Errichtung des Nordwestzentrums wurde auch das Bezirksbad 1968 eröffnet. 1992 wurde an Stelle des Hallenbades das Erlebnisbad Titus Therme eröffnet. Das Bad ist Bestandteil eines Gebäudekomplexes, der ein Hotel, ein Restaurant und einen Fitness-Center umfasst.

  • Bezirksbad Bornheim (später Panoramabad Bornheim)
Datei:20250415 214407 Schwimmhalle Panoramabad Frankfurt-Bornheim.jpg
Die Schwimmhalle des Panoramabades eine Woche vor der Schließung im April 2025

Das Bezirksbad Bornheim wurde am 20. September 1970 eröffnet und 1990 zum Panoramabad Bornheim mit einem Außenbereich und Sauna umgebaut. 2013 wurden das Dach und die Außenfassade des Bades für 6 Millionen Euro saniert.<ref name=FNP-11072012>Frankfurter Neue Presse: Sport in Bornheim wird noch schöner, 11. Juli 2012</ref> Aufgrund umfassende anstehende Sanierungsmaßnahmen wurde 2018 beschlossen das Schwimmbad zu schließen, und neben der Eissporthalle ein neues Bad (Main Bad Bornheim) zu bauen (Bauzeit 2021 bis 2025).<ref>Das Panoramabad zieht um. 16. Januar 2019, abgerufen am 21. April 2025.</ref><ref>Hallenbad in Frankfurt eröffnet: So sieht es im „Main Bad Bornheim“ aus. 24. Mai 2025, abgerufen am 24. Mai 2025.</ref> Der letzte Badetag war am 21. April 2025.<ref>Das Panoramabad schließt am 22. April endgültig. Abgerufen am 21. April 2025.</ref> Nach dem Rückbau des Bades wird die Fläche mit Wohnhäusern der städtischen Baugesellschaft ABG Frankfurt Holding bebaut.<ref>Frankfurt: Ersatz für Panoramabad - Neues „Familienbad Bornheim“ lockt mit Rutschen. 4. März 2021, abgerufen am 8. März 2025.</ref>

  • Silobad

Am 12. Juli 1956 wurde das Silobad, auch Farbwerksbad, als erstes beheiztes Freibad Frankfurts im Stadtteil Unterliederbach eröffnet. Das Bad war ein Geschenk der damaligen Farbwerke Hoechst zur 600-Jahr-Feier von Höchst. 1995 ging das Bad für einen symbolischen Betrag von einer Deutschen Mark an die Stadt Frankfurt am Main.

Literatur

  • Teil: SW62d., Stadion-Schwimmbad. In: Frankfurt a. M. Stadtvermessungsamt, Frankfurt am Main 1980, DNB 880931310.
  • Roland Burgard, Gerhard Sieweck, Karin Nieswandt, Hans Georg Göllner (Fotos): Panoramabad Bornheimer Hang. Hrsg.: Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Dezernat Bau, Hochbauamt; Dezernat Sport, Sport- und Badeamt (= Schriftenreihe des Hochbauamtes zu Bauaufgaben der Stadt Frankfurt am Main. Nr. 21). 1. Auflage. Stadt Frankfurt am Main - Der Magistrat, 1990, ISSN 0175-3045.
  • Sunna Gailhofer, Sonja Thiel: Mein Stadionbad: eine Ausstellung mit Schwimmbad. Hrsg.: Historisches Museum Frankfurt. Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-943407-05-1.

Weblinks

  • Willkommen bei den Frankfurter Bädern. In: frankfurter-baeder.de. BäderBetriebe Frankfurt GmbH, 2025, abgerufen am 20. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Website der Frankfurter Bäder Betriebe).

Einzelnachweise

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