Schulamit Aloni

Schulamit Aloni ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); geb. Adler<ref name=":2">Nur Masalha: Palestine – A Four Thousand Year History. 2. Auflage. I. B. Tauris, London 2024, ISBN 978-0-7556-4942-6, S. 353.</ref> am 28. Dezember 1927 in Włocławek, Polen<ref>Naʿomi Chazan: Shulamit Aloni. In: The Shalvi/Hyman Encyclopedia of Jewish Women. Jewish Women's Archive, 23. Juni 2021, abgerufen am 8. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>; gestorben am 24. Januar 2014 in Kfar Shmaryahu)<ref>Shulamit Aloni, Former Minister and Staunch Civil Rights Supporter, Dies at 85. In: Haʾaretz. 24. Januar 2024, abgerufen am 14. September 2025.</ref> war eine israelische Rechtsanwältin, Menschenrechtsaktivistin, Feministin, Schriftstellerin und Politikerin. 1992 wurde sie israelische Bildungsministerin, 1993 Ministerin für Kommunikation und Ministerin für Wissenschaft und Kultur unter Jitzhak Rabin.
Leben und Werk
Schulamit Alonis Eltern stammten aus Rabbiner-Familien. Die Mutter war Näherin, der Vater Dreher von Beruf. Sie wanderten im Zuge der vierten Alija 1927 mit ihrer Tochter Schulamit in Eretz Israel ein. Schulamit Aloni wuchs in Tel Aviv-Jaffa auf. Ihre Eltern kämpften während des Zweiten Weltkriegs in der britischen Armee.
In Palästina wurde Schulamit Aloni Mitglied der zionistischen Jugendbewegung Hashomer Hatzair und der paramilitärischen Untergrundorganisation Hagana. Nach dem Schulabschluss wurde sie Mitglied der israelischen Armee und kämpfte im Unabhängigkeitskrieg. Anschließend engagierte sie sich für Kinder von Immigranten und war als Lehrerin tätig. Ihr Buch Der Bürger und sein Staat (1958) erschien in zehn Auflagen und wurde zu einem Grundlagentext in der Lehrerausbildung für die Secondary School in Israel. Sie heiratete Reʾuven Aloni<ref name=":2" /> (eigentlich Reuven Rolanitzki, 1919–1988) und hatte mit ihm die Kinder Dror Aloni, Nimrod Aloni und Udi Aloni.
Nebenbei studierte Aloni Jura und Wirtschaft, um Rechtsanwältin zu werden. 1959 wurde Aloni Mitglied der Arbeiterpartei. Von 1965 bis 1996 war sie Abgeordnete der Knesset.<ref>Schulamit Aloni im Verzeichnis der Knesset-Abgeordneten, abgerufen am 19. Januar 2025.</ref> Nachdem sie sich mit der Parteiführung der Arbeiterpartei überworfen hatte, gründete sie die Partei Ratz, die drei Mandate für die Knesset erhielt, und fungierte als Ministerin ohne Amtsbereich. 1977 spaltete sich die Ratz, und ihre Präsenz im Parlament verringerte sich, doch 1991 vereinigten sich Ratz, Schinui und Mapam zur Partei Meretz und erhielten 1992 bei der Wahl zur 13. Knesset 12 Parlamentssitze. Aloni wurde daraufhin als eine von nur zwei<ref name=":0" /> Frauen im Regierungskabinett Bildungsministerin<ref name=":0">Juliet J. Pope: The Place of Women in Israeli Society. In: Keith Kyle, Joel Peters (Hrsg.): Whither Israel? – The Domestic Challenges. The Royal Institute of International Affairs/I. B. Tauris Publishers, London/New York 1993, ISBN 1-85043-643-6, Kap. 11, S. 202–222, hier S. 203.</ref> im Kabinett von Jitzchak Rabin. Im Mai 1993<ref name=":0" /> musste sie aufgrund des Drucks der Koalitionspartei Schas von ihrem Amt zurücktreten. Rabin bestimmte sie stattdessen zur Ministerin für Kommunikation<ref>Uta Klein: Militär und Geschlecht in Israel. Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-593-36724-6, S. 137.</ref><ref name=":0" /> sowie Wissenschaft und Technologie.<ref name=":0" /> Schließlich zog sie sich 1996 aus der Politik zurück. Sie lehrte danach an der Ben-Gurion-Universität im Negev, der Tel Aviv University und in Princeton.
Sie war zeit ihres Lebens eine scharfe Kritikerin der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern,<ref name=":1">Thomas Vescovi: L’échec d’une utopie – Une histoire des gauches en Israël. Éditions La Découverte, Paris 2021, ISBN 978-2-348-04311-6, S. 265.</ref> was sie im Mai 2004 in einem Interview mit der Zeitung Jediʿot Acharonot<ref name=":1" /> deutlich machte. 2005 gründete sie zusammen mit anderen Prominenten die Organisation Jesch Din, die sich gegen die Verletzung der Menschenrechte von Palästinensern einsetzt.<ref>Camelia Suleiman: Language and Identity in the Israel-Palestine Conflict: The Politics of Self-Perception in the Middle East. I.B. Tauris, London 2011, ISBN 978-1-84885-819-0, S. 223.</ref>
Auszeichnungen
Schulamit Aloni war Trägerin unter anderem des Bruno-Kreisky-Preises für Verdienste um die Menschenrechte (1985) und des Israel-Preises (2000). 1998 erhielt sie den Emil-Grünzweig-Menschenrechtspreis für ihr Lebenswerk. Sie war Ehrendoktorin des Hebrew Union College.
Veröffentlichungen
übersetzte Titel
- Der Bürger und sein Staat
- Hesder – Vom Gesetzesstaat zum Halacha-Staat
- Frauen als Menschen
- Ich kann nicht anders
Literatur
- Art. ʿAloni Shulamit. In: Yaacov Shimoni: Biographical dictionary of the Middle East. Facts on File, New York 1991, S. 26.
Weblinks
- Elana Sztokman: Shulamit Aloni. Politician. 1928–2014. In: Jewish Women’s Archive
Einzelnachweise
<references />
Nurock (1952) | Burg (1952–1958) | Barsilai (1958–1959) | Mintz (1960–1961) | Sasson (1961–1967) | Yeshayahu-Sharabi (1967–1969) | Rimalt (1969–1970) | Peres (1970–1974) | Uzan (1974) | Rabin (1974–1975) | Uzan (1975–1977) | Begin (1977) | Amit (1977–1978) | Modai (1979–1980) | Aridor (1981) | Zipori (1981–1984) | Rubinstein (1984–1987) | Ja’akobi (1987–1990) | Pinchasi (1990–1992) | Schachal (1992–1993) | Aloni (1993–1996) | Livnat (1996–1999) | Ben‑Eliezer (1999–2001) | Rivlin (2001–2003) | Scharon (2003) | Olmert (2003–2005) | Itzik (2005) | Hirschson (2006) | Atias (2006–2009) | Kachlon (2009–2013) | Erdan (2013–2014) | Netanjahu (2014–2017) | Ha-Negbi (2017) | Kara (2017–2019) | Amsalem (2019–2020) | Hendel (seit 2020–2020) | Ginzburg (seit 2020–2021) | Hendel (seit 2021–2022) | Karhi (seit 2022)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Aloni, Schulamit |
| ALTERNATIVNAMEN | Aloni, Shulamit; Adler, Schulamit |
| KURZBESCHREIBUNG | israelische Rechtsanwältin, Menschenrechtspolitikerin, Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 28. Dezember 1927 |
| GEBURTSORT | Włocławek |
| STERBEDATUM | 24. Januar 2014 |
| STERBEORT | Kfar Shmaryahu |
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