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Snake Eye-Bombe

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(Weitergeleitet von Snakeye-Bombe)
Datei:Mk. 81, Mk. 82 Bombs freigestellt.jpg
Mark 82 Snake Eye-Bombe
Datei:A-4M Skyhawks of VMA-331 drop bombs 1978.jpg
A-4 „Skyhawk“ beim Abwurf Mark 82 Snake Eye-Bomben
Datei:330-PSA-29-65 (USN 1108876) (22324473193).jpg
Snake Eye-Bomben kurz vor dem Aufschlag im Ziel

Als Snake Eye-Bombe (deutsch Schlangenauge-Bombe) werden Fliegerbomben der Typen Mark 81, Mark 82, Mark 83 und M117 bezeichnet, die mit Bremsmechanismen mit kreuzförmig ausklappenden Luftbremsen ausgerüstet sind.

Entwicklung

Der Snake Eye-Bremsmechanismus wurde ab 1960 vom Bureau of Naval Weapons (BuWeps), der Naval Air Weapons Station China Lake, und der Douglas Aircraft Company entwickelt. Mit diesem Bremsmechanismus sollten die Bomben der Mk-80-Serie mit hoher Fluggeschwindigkeit im Tiefflug, abgeworfen werden können, ohne das abwerfende Flugzeug zu gefährden. Erste Tests mit dem Snake Eye-Bremsmechanismus zeigten, dass die Bomben beim Abwurf instabil waren und eine große Streuung hatten. Nachdem der Entwurf nachgebessert worden war, begann 1963 die Truppenerprobung. Die verschiedenen Modelle des Snake Eye-Bremsmechanismus wurden zwischen 1964 und 1967 an die United States Air Force, die United States Navy sowie an das United States Marine Corps geliefert. Danach wurden der Bremsmechanismus auch in andere Staaten exportiert.<ref name="janes-air">Robert Hewson: Jane’s Air launched Weapon 2003. Jane’s Information Group, 2003, S. 555–557.</ref><ref name="bulletpicker-development">Bulletpicker.com: Design and Development History of U.S. Aircraft Bombs With Applications for Development of Advanced Bomb Systems (PDF; 13 MB)</ref>

Technik & Funktionsprinzip

Der Snake Eye-Bremsmechanismus (auch Tail Retrarding Device – TRD bezeichnet) wird für den Bombenabwurf aus dem Sturzflug und Tiefflug verwendet. Er kann an die Hecks der Freifallbomben der Modelle Mark 81, Mark 82, Mark 83 und M117 montiert werden. Der Bremsmechanismus verfügt über vier schraubfedergespannte, kreuzförmig ausklappende Luftbremsflächen. Diese entfalten sich unmittelbar nach dem Abwurf vom Flugzeug. Durch den großen Strömungswiderstand wird die Bombe abgebremst und deren Fallgeschwindigkeit verringert, so dass sich bei der Bomben-Detonation das Flugzeug nicht im Gefahrenbereich befindet. Daneben neigen die Snake Eye-Bomben durch den steilen Auftreffwinkel und die geringe Fallgeschwindigkeit weniger zum Abprallen. Die Snake Eye-Bomben können mit einer maximalen Fluggeschwindigkeit von 1019 km/h und aus einer minimalen Flughöhe von 35 m abgeworfen werden. Weiter können die Snake Eye-Bomben auch aus großer und mittlerer Flughöhe abgeworfen werden. Dazu blockiert der Pilot vor dem Abwurf über einen Schalter den Snake Eye-Mechanismus, so dass die Bomben ungebremst zur Erdoberfläche fallen.<ref name="janes-air" /><ref name="bulletpicker-development" /><ref>Dtic.mil: Wind Tunnel Tests of Three Candidate MK 82 Snakeye Bomb Replacement Configurations (PDF; 0,9 MB)</ref><ref name="bombs+fuses">Globalsecurity.org: United States Bureau of Naval Weapons - Aircraft Bombs, Fuzes and Associated Components (PDF; 0,8 MB)</ref>

Snake Eye-Bremsmechanismen
Bombenmodell Mark 81 Mark 82 Mark 83 M117
Bremsmechanismus Mark 14 Mark 15 & BSU-86 MAU-91 MAU-91

Status und Verbreitung

Bei den Streitkräften der Vereinigten Staaten wurden die Snake Eye-Bremsmechanismen in den 1990er-Jahren ausgesondert und durch die Bremsmechanismen BSU-49/50/85 (AIR – Air Inflatable Retarder) mit Ballonschirmen ersetzt. Diese Bomben können mit einer maximalen Fluggeschwindigkeit von bis zu Mach 1,25 abgeworfen werden. Außerhalb der Vereinigten Staaten werden die Snake Eye-Bremsmechanismen nach wie vor von verschiedenen Streitkräften verwendet.<ref name="janes-air" /><ref name="flack">Jeremy Flack: Lenk- und Abwurfwaffen der NATO-Luftwaffen. Motorbuch Verlag 2005, S. 80.</ref>

Literatur

  • Jeremy Flack: Lenk- und Abwurfwaffen der NATO-Luftwaffen. Motorbuch Verlag, 2005, ISBN 978-3-613-02525-7.
  • Robert Hewson: Jane’s Air launched Weapon 2003. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2003, ISBN 0-7106-0866-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />