Spiczak Brzeziński
Spiczak Brzeziński (auch Spitczok v. Brisinski, Spitzack v. Briesinsky, v. Spizak Brsesinski, v. Spizack usw.) ist der Name eines alten kaschubischen und seit 1804 auch preußischen Adelsgeschlechts, dessen Stammgut Adlig Briesen (Brzeźno Szlacheckie) in Westpreußen war. Zweige der Familie bestehen bis heute.
Geschichte
Laut Baron Leopold von Ledebur haben die Vorfahren der Spiczak Brzeziński als Belohnung für ihr Rittertum Besitzungen mit adligen Rechten auf dem Gebiet der Kaschubei vom polnischen König Kasimir IV. Andreas (1427–1492) erhalten.<ref>Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1, Ludwig Rauh, Berlin 1855, S. 113.</ref> Hier saßen sie zur Verteidigung der Grenze Königlich Preußens zu Pommern auf dem von vier Seen flankierten Rittergut Adlig Briesen (Brzeźno) im Altkreis Schlochau. Das Gut umfasste ursprünglich 84 Hufen (ca. 1400 Hektar).<ref>Westpreussischer Geschichtsverein (Hrsg.): Quellen und Darstellungen zur Geschichte Westpreussens. Bände 8–10, 1912, S. 239.</ref>
Eine noch ältere Verbindung zu Petzen von der Bryse (Piotrowi z Brzeźna) beruht lediglich auf Vermutungen. Dieser erhielt von Winrich von Kniprode 1374 das Nachbar-Gut Adlig Lonken (Łąkie Szlacheckie) als erblichen und freien Besitz samt Kirchenlehen zur Bewirtschaftung und Verteidigung.<ref>Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz: Handfestenbuch I: Komturei Schlochau, XX. HA, OF, Nr. 90 Archivdatenbank.GStA.SPK-Berlin.de.</ref>
1570 treten der Edelmann Bartholomäus Brzeziński (Nobilis Bartholomaeus Brzieszinski) sowie zwei Edle namens Johannes Brzeziński (Nobilis Joannes Brzieszinski) als Besitzer mehrerer Edelhöfe auf Briesen urkundlich in Erscheinung, deren Privilegien 1552 vom polnischen König Sigismund II. August bestätigt worden waren.<ref>Przemysław Pragert (2005): Herbarz szlachty kaszubskiej, Band 2, Wydawn. BiT.</ref><ref>Ignacy Tadeusz Baranowski: Prusy Królewskie. Cz. 1. Warszawa 1911, S. 11. PDF</ref> Der Name lautet weiterhin nur Brzeziński, d. h. von Briesen.
1609 beginnt die durchgängige Stammreihe mit dem Nobilis Thoma Brzezinsky alias Spiczak. Offen bleibt, ob es sich bei Spiczak um den eigentlichen Stamm- oder einen Spitznamen handelt, der ggf. zur besseren Unterscheidung der Briesener Brzeziński-Stämme entstanden ist (siehe auch v. Bastian Brzeziński und v. Świątek Brzeziński). Im Polnischen bezeichnet Spiczak einen jungen Hirschbock ohne Geweih bzw. einen Jüngling, dem noch kein Bart wächst; der gleichsam noch „Grün hinter den Ohren“ ist.<ref>Herbert von Schmude (1939): Beiträge zur Geschichte des Geschlechts von Schmude. 1. Teil, Berlin-Pankow, S. 94 ff.</ref><ref>Friedrich Booch-Árkossy (1866): Nowy dokładny słownik polsko-niemiecki i niemiecko-polski: mit Rücksicht auf den jetzigen Stand der Wissenschaften, Künste, Gewerbe, der Industrie und des Handels nach den neuesten und besten Quellen, Haessel, S. 655.</ref>
1683 soll ein Familienmitglied einer Kavallerieeinheit berittener Flügelhusaren angehört haben, die als Teil des deutsch-polnischen Entsatzheeres unter der Führung des polnischen Königs Johann III. Sobieski zur Befreiung Wiens aufbrach und die osmanische Armee schließlich in der Schlacht am Kahlenberg besiegte.<ref>Ryszard Ciemiński: Saga Hinzów, 1975, S. 11 (bibliotekacyfrowa.eu PDF).</ref>
Um 1716 war die kleinadlige Familie an der Stiftung einer neuen Pfarrkirche beteiligt, die dank der Bemühungen des Pfarrers Adalbert Kleiner durch den Zimmermann Michael Streng am Gut erbaut wurde.<ref>Towarzystwa Naukowego: Roczniki Towarzystwa Naukowego w Toruniu. R. 12, (1905), Toruń 1878, S. 399.</ref>
Nachdem der preußische König Friedrich II. 1772 Anteile Königlich Preußens erworben hatte, wird der Adelsstand der Familie im Jahre 1804 auch von der Westpreußischen Regierung in Marienwerder (Kwidzyn) bestätigt. Entsprechende Urkunden erhielten die Gutspächter und Brüder Martin von Spizack Brzezinski auf Wustrow und Jakob von Spizak Brzezinski auf Grünhof, der noch ein zweites Gut in Pacht hatte. Zu dieser Zeit setzten sich das Adelsprädikat „von“ und die Anrede Hochwohlgeboren durch. Zuvor wurden die lateinischen Titel Nobilis oder Generosus verwendet.
Die im September 2015 in ihrem 102. Lebensjahr verstorbene Paula von Spiczak (1914–2015, geb. Breier) gilt bisher als Familienmitglied mit dem höchsten erreichten Lebensalter.<ref>Traueranzeige Paula v. Spiczak, Stand 28. November 2021.</ref>
Die Duisburger Ratsfrau und Politikwissenschaftlerin Anna von Spiczak Brzezinski trat 2013 und 2017 als Kandidatin für Bündnis 90/Die Grünen im Bundestagswahlkreis Duisburg I an, unterlag dabei aber ihren Kontrahenten Bärbel Bas und Thomas Mahlberg.<ref>Bundestagswahl-Kandidatin Anna von Spiczak Abgerufen am 28. März 2024.</ref>
Zweige der Familie leben bis heute in Adlig Briesen. Weitere evangelische und katholische Linien bestehen vor allem in Deutschland.
Besitz
Stammsitz war spätestens seit dem 16. Jahrhundert das Gut Adlig Briesen in Königlich Preußen, das ab 1569 in einer Realunion mit der Polnischen Krone verbunden war. Bereits 1570 werden die Edlen Johannes, Bartholomäus und Johannes Brzeziński sowie im Jahre 1607 der Edle Thomas Brzeziński alias Spiczak als Besitzer mehrerer Gutsanteile erwähnt.<ref>Ignacy Tadeusz Baranowski: Prusy Królewskie. Band 1, Warschau 1911, S. 11. (Bibliotekacyfrowa.eu PDF).</ref>
Durch die Teilungen Polens kam das westliche Preußen nach 1772 als Provinz Westpreußen durch Annexion zum Königreich Preußen. In den vom Landrat Carl Christoph Ludwig von Weiher angefertigten Vasallenlisten des neuen Kreises Konitz finden sich 1774 Franz von Spiczak Brzeziński (1727–1806) auf Briesen und Lorenz von Spiczak Brzeziński (1729–1799) auf Glisno (Gliśno Wielkie).<ref>Max Bär: Der Adel und der adlige Grundbesitz in Polnisch-Preußen zur Zeit der preußischen Besitzergreifung. Nach Auszügen aus den Vasallenlisten und Grundbüchern. Leipzig 1911. (dlibra.Bibliotekaelblaska.pl. Digitalisat).</ref>
Der Briesener Gutsherr Franz von Spiczak Brzeziński (1727–1806) vermählte sich um 1760 mit Catharina Nehring (auch de Noryng; 1740–1809), deren Familie umfangreichen Gutsbesitz besaß und von der Zweige zwischen 1776<ref>Im Kirchenbuch von Waldow wird der Gutsbesitzer Peter Nehring, Generalsekretär des Königs von Polen auf dem Schloss Schlochau, bereits 1776 als Nobilis tituliert.</ref> und 1836 u. a. unter dem Namen Nehring von Szerdahelyi in den Adelsstand erhoben wurden.<ref>Zeitschrift des historischen Vereins für den Reg.-Bezirk Marienwerder. Ausgabe 19, Marienwerder 1885, S. 105.</ref> Anschließend saßen u. a. die Söhne Joseph (* 1760; ⚭ Catharina von Schmude Trzebiatowska) und Franz Xaver (1769–1848; ⚭ Anna von Bastian Brzezińska) auf Rittergutsanteilen zu Briesen.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Marienwerder. Jahrgang 32, Marienwerder 1842, S. 235.</ref> Ihre Schwester Anna (1780–1826) heiratete den Gutsanteilsbesitzer Johann Friedrich von Pazatka Lipiński (1775–1843) und war eine Urgroßmutter der Charlotte von Pazatka. Im 19. Jahrhundert treten zudem beispielsweise Franz Xavers Söhne Johannes (1814–1861; ⚭ Marianne von Pluto Prądzyńska)<ref>Amts-Blatt der Königl. Preuß. Regierung zu Marienwerder. Jahrtgang 75, Marienwerder 1885, S. 535.</ref> und Paul (* 1808; ⚭ Marianne Catharina von Korzbok Łącka (Kurzbach Lońska)) auf Briesen in Erscheinung.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Marienwerder. Jahrgang 25, Marienwerder 1835, S. 175.</ref>
Auf Glisno saß neben dem erwähnten Lorenz von Spiczak Brzeziński (1729–1799; ⚭ Marianne von Zmuda Trzebiatowska) auch dessen Bruder Jakob (1747–1801) auf anteiligem Gutsbesitz. Dieser war mit Apollonia von Schmude Ciemińska verheiratet und Mitglied der Landtage (Sejmik) zu Konitz.<ref name="Staatsarchiv">Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz: Akte v. Spiczak Brzezinski, Berlin-Dahlem.</ref> Der jüngere Bruder Johann (1737–1809) wird außerdem als Schulze von Adlig Stüdnitz (Studzienice) erwähnt. Auf Lorenz folgte wiederum sein Sohn Martin (1777–1827), der sich mit der Witwe Catharina von Löwe Kiedrowski (1788–1848; geb. von Zmuda Trzebiatowska) vermählte. Martins Sohn Andreas (1810–1893) ehelichte als Erbe zunächst Therese Antonie von Korzbok Łącka (1819–1858) sowie in zweiter Ehe Marianne von Chamier Gliszczyńska (geb. von Kospoth Pawlowska).
Auch auf den benachbarten Gütern Adlig Lonken (Łąkie) und Zemmen (Ciemno) saßen vorübergehend Nachkommen der Familie auf adligen Gutsanteilen bzw. Allodial-Rittergütern. Joseph von Spiczak Brzeziński (1849–1903; ⚭ Anna Catharina von Chamier Gliszczyńska) war beispielsweise bis ins 20. Jahrhundert Herr auf Lonken.<ref name="Staatsarchiv" />
Zemmen (M) wiederum wurde im Jahre 1855 von Ferdinand von Spiczak Brzeziński (1824–1880), verheiratet mit Alwine Burtzlaff, erworben, der als Mitglied der Pommerschen Ritterschaft erwähnt wird.<ref>Robert Klempin, Gustav Kratz (Hrsg.): Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV bis XIX Jahrhundert. Comm. A. Bath, Berlin 1863, S. 571.</ref> Die Nachkommen dieses Zweiges nennen sich heute Spitczok von Brisinski. Der Gutsanteil war vorher u. a. in Besitz des Carl Friedrich von Fischer († 1856), Sohn des Jacob Friedrich von Fischer und der Antonie Eleonora von dem Borne († 1797), sowie des Hauptmanns Franz von Wnuck.<ref>Statistik des Bütower Kreises. Zu der zweihundertjährigen Jubelfeier der Herrschaft des Königlichen Hauses im Bütower Kreise. Band 1, B. Lilienthal, Bütow 18. Juni 1858, S. 120.</ref> Um 1914 bestand in Zemmen nur noch ein 55 ha-Restgut ohne Rittergutsmatrikel, Inhaberin war Frau Spitczok von Brisinski.<ref>Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Pommern. 1914. Verzeichnis. Handbuch der Königlichen Behörden. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher. Band I, 4. Auflage, Reichenbach`sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 126–127.</ref>
Die in Zemmen an einem Stallgebäude befestigte Wetterfahne stammte von der 1889 abgebrochenen evangelischen Kirche in Groß Tuchen und wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von Georg Klingbeil aus Danzig gestiftet.<ref>PDF-Zemmen, Stand 25. Oktober 2023.</ref> Die meisten Gebäude des Edelhofes, zu dem auch ein Gasthaus gehörte und der sich noch 1945 in Besitz des Emil Spitczok von Brisinski (* 1878; ⚭ Ida Trapp) befand, wurden 1945 bei einem Tieffliegerangriff zerstört.<ref>Flucht und Vertreibung aus Gr. Tuchen, Stand 25. Oktober 2023.</ref>
Ein weiterer Ast der Familie nannte sich nach seinem Gutsbesitz auf Prondzonna (Prądzona) Spiczok von Prondczynsky. Ein Vertreter dieser Linie, Carl Spiczak von Prondzinski, wird um 1900 als Rechtsconsulent im Kreis Tuchel erwähnt.<ref>Zeszyty Chojnickie. (S. 108). (PDF-Digitalisat)</ref>
Die Güter Wustrow bei Bütow (Bytów) und Grünhof bei Treten (Dretyń) befanden sich zeitweise in Pacht der Familie. In anderen Orten der Region, wie Rummelsburg (Miastko), Heidemühl (Borowy Młyn), Rolbick<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Marienwerder. 81, Marienwerder 1891, S. 122.</ref> oder Pielka (Upiłka), verfügten Zweige der Familie ebenfalls über Grundbesitz.
Laut Statistik des Schlochauer Nachbarkreises Bütow (Hinterpommern) besaß Georg Albert von Brzeziński (⚭ Christina von Jutrzenka; II ⚭ Albert von Malotki) im 18. Jahrhundert außerdem einen großen Anteil (C) an dem nahegelegenen Gut Tschebiatkow (Trzebiatków). Seine Witwe veräußerte diesen 1789 an ihren Schwiegersohn Matthias von Gruchalla Węsierski (1765–1831; ⚭ Barbara von Brzezińska),<ref>Statistik des Bütower Kreises. Band 1, B. Lilienthal, Bütow 1858, S. 116. (Digitalisat)</ref><ref>Vgl. u. a. v. Gruchalla Węsierski-Trzebiatkow b. Bütow-Zemmen b. Bütow, In: Karl Friedrich Rauer (Hrsg.): Alphabetischer Nachweis (Adressbuch) des in den Preussischen Staaten mit Rittergütern angesessenen Adels. Selbstverlag, Berlin 1857, S. 80. (Digitalisat)</ref> der auch als Erbsass auf Zemmen erscheint. Er war in zweiter Ehe mit Anna Maria von Jutrzenka, einer Tochter des Christoph von Jutrzenka und der Dorothea von Gottberg verheiratet sowie in dritter Ehe mit Eva von Wnuck. Dieser Brzeziński-Stamm führte offenkundig keinen zweiteiligen Namen und ein eigenes Wappen. Da dieses Wappen dem Ursprungswappen der Spiczak sehr ähnelt, ist es naheliegend, das beide Sippen aus dem gleichen Stamm hervorgingen (siehe Brzeziński).
Wappen
Altes Wappen (vor 1700)
Vor 1700 haben die von (Spiczak) Brzeziński auf Briesen ein Wappen geführt, dessen Nennung von den meisten Quellen vernachlässigt wird. Dieses wird wie folgt beschrieben: Ein Halbmond, besetzt mit einem gestürzten Pfeil, auf diesem oben eine Kugel, begleitet rechts und links von je zwei Sternen.<ref>Marian Fryda: Szkice z dziejów rodu Spiczak Brzezinskich. 1990, S. 4.</ref>
Die Farbgebung ist unbekannt, da nur ein Wappensiegel überliefert wurde. Sechsstrahlige Sterne (Gwiazdy) und Halbmonde (Księżyc) sind dabei typisch für Wappenbilder des kaschubischen Adels, da König Kasimir IV. während oder nach dem Dreizehnjährigen Krieg (1453–1466) verdiente Mitkämpfer mit Sternen im Wappen ausgezeichnet haben soll.
Als Beweis dafür hat sich nach Ausführungen des Genealogen Hans Harry von Chamier Gliszczynski eine Urkunde erhalten, die nur sechs Tage nach dem Zweiten Frieden von Thorn am 25. Oktober 1466 in Danzig ausgestellt wurde. In dieser Urkunde heiße es, der Polenkönig habe
„für gut und richtig befunden, in Übereinstimmung mit unseren anwesenden weisen Räten, den tapferen ‚militibus‘ und ehrenwerten und getreuen Gefolgsmännern (…), die durch Tapferkeit in den langen und entbehrungsreichen Kriegsjahren uns zum Siege über die Kreuzritter und zum Frieden von Thorn (1466) verholfen haben und von uns dafür mit den Sternen im Schilde beliehen worden sind (…).“<ref>Hans Harry v. Chamier Gliszczynski: Über die so genannten „Beinamen“ des Adels im Königlichen Preußen 1569 bis 1772. (verfaßt vor 1952, mit Ergänzungen von Gerhard v. Pazatka Lipinski. Rekowski-Santos.de.), Stand 29. April 2023.</ref>
Das oben beschriebene Wappen stammt also höchstwahrscheinlich aus dieser Zeit. Es ähnelt stark dem Wappen derer von Brzeziński, die u. a. auf dem benachbarten hinterpommerschen Gut Trzebiatkow saßen.
Wappengemeinschaft Zabawa (etwa seit 1700)
Die Spiczak Brzeziński wurden um 1700 in die Wappengemeinschaft Zabawa (Spaß, Unterhaltung) aufgenommen. Seither führen sie eine Variation dieses Wappens, das bereits im 11. Jahrhundert vom Erzbischof Martin von Gnesen geführt wurde.<ref>Johannes Baptista Rietstap (1921): Planches l’Armorial Général.</ref><ref>Szymon Okolski: Orbis Poloni. T. 3, In Qvo Antiqva Sarmatarum Gentilitia & Arma Quaecunque a litera S, vsque ad finem Alphabeti suam incipiunt & recensent denominationem, continentur & dilucidantur 1645, S. 313.</ref> Sie sind damit u. a. wappenverwandt mit den erloschenen Herren von Bubelwitz. Das Wappen ist gespalten, im rechten Feld blau, im linken Feld in fünf Reihen rot-silbern geschacht. Der Helm trägt eine Adelskrone und als Helmschmuck drei weiße Straußenfedern.<ref>Julius Graf von Ostrowski: Herbarz polski. Warschau, S. 363.</ref>
Namensträger
- Adalbert (Wojciech) Spiczak Brzeziński (um 1710–1801), nobilis, polnisch-preußischer Gutsanteilsbesitzer auf Glisno und Offizier der Polnischen Kronarmee, ⚭ Marianne Mischke (Myszkowa; * um 1711), famata
- Jakob von Spiczak Brzeziński (1747–1801), preußischer Gutsanteilsbesitzer auf Glisno und Mitglied der Landtage (Sejmik) zu Konitz, ⚭ Apollonia von Schmude Ciemińska
- Franz Xaver von Spiczak Brzeziński (1769–1848), preußischer Gutsanteilsbesitzer auf Adl. Briesen und westpreußischer Vasall, ⚭ Anna von Bastian Brzezińska (* 1774)
- Andreas von Spiczak Brzeziński (1810–1893), preußischer Gutsanteilsbesitzer auf Glisno, I ⚭ Therese Antonie von Korzbok Łącka (1819–1858), II ⚭ Marianne von Chamier Gliszczyńska (geb. von Kospoth Pawlowska)
- Andreas Spiczok von Prondczynsky (1950–2020), deutscher Professor für Allgemeine Pädagogik an der TU Braunschweig
- Ingo Spitczok von Brisinski (* 1960), deutscher Chefarzt f. Psychiatrie u. Psychotherapie an der LVR-Klinik Viersen u. Autor
- Sarah von Spiczak Brzezinski (* 1978), deutsche Chefärztin für Kinder- u. Jugendheilkunde u. Privatdozentin am Norddeutschen Epilepsiezentrum (NEZ)
- Jochen von Spiczak Brzezinski (* 1979), deutscher Oberarzt f. diagnostische und interventionelle Radiologie u. Privatdozent am Universitätsspital Zürich (USZ)
Einzelnachweise
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Literatur
- Bartosz Paprocki: Herby Rycerstwa Polskiego (Die heraldischen Wappen der polnischen Ritter). Krakau 1584.
- Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 2, Friedrich Voigt, Leipzig 1860, S. 113.
- Robert Klempin, Gustav Kratz (Hrsg.): Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV bis XIX Jahrhundert. Commission A. Bath, Berlin 1863, S. 571.
- Valton Sergio von Tempski-Silka: História e ancestralidade. Juruá 2008, S. 217, S. 222.