Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Stop-Chorus – Wikipedia Zum Inhalt springen

Stop-Chorus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Stop Time Chorus)

Der Stop-Chorus oder auch Stop Time Chorus ist eine Arrangement- bzw. Musiziertechnik, die im Jazz, aber auch im Rock ’n’ Roll gelegentlich angewendet wird.<ref>Denis Gäbel, Michael Villmow Saxophone For Dummies John Wiley & Sons, Hoboken 2011, S. 191</ref> Dabei gibt mehrere Takte hintereinander die Rhythmusgruppe knappe Akzente nur zu Beginn des Taktes (oder markiert sogar nur synchron den ersten Schlag eines jeden zweiten Taktes oder einer Viertaktgruppe), während der Solist – quasi unter erschwerten Bedingungen – in den Pausen alleine weiter spielt und improvisiert.<ref name="Hug">Hugues Panassié The Real Jazz Smith & Durrell, New York City 1942, S. 50</ref> Dabei entsteht zunächst der Eindruck, als würde der Beat plötzlich aufhören.<ref name="Wöl">Jürgen Wölfer, Lexikon des Jazz Wien 1999, S. 443</ref> Der Stop-Chorus wird z. T. als Steigerungsmittel am Ende eines Stückes eingesetzt.

Bereits 1923 spielte Johnny Dodds während seines Klarinettensolos in King Olivers Einspielung des Dippermouth Blues einen Chorus lang Stop Time;<ref>Ekkehard Jost: In: Wolf Kampmann (Hrsg.), unter Mitarbeit von Ekkehard Jost: Reclams Jazzlexikon. Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-010528-5, S. 673.</ref> Oliver bediente sich im Folgejahr bei seiner Aufnahme des Tom Cat Blues dieser Technik.<ref>Bill Kirchner The Oxford Companion to Jazz Oxford University Press, Oxford 2005, S. 96</ref> Auch Louis Armstrong nutzte bei seiner Einspielung des Potato Head Blues mit seiner Hot Five den Stop-Chorus.<ref name="Hug" /> Jenseits des New-Orleans-Jazz und des Chicago-Jazz wird der Stop-Chorus auch im Modern Jazz verwendet, etwa von Sonny Rollins in I Know That You Know mit Dizzy Gillespie<ref name="Wöl" /> oder vom Modern Jazz Quartet in La Ronde.<ref>André Hodeir The André Hodeir Jazz Reader University of Michigan Press 2006, S. 154</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />